Mikroplastik – die versteckte Gefahr

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Die Umwelt hat sich in den letzten Jahren viel verändert und ist auch immer mehr zum Thema geworden. Zu diesem Thema zählt unter anderem auch die Plastikverschmutzung, um welche es in diesem Artikel geht, denn leider kommt vonseiten der konventionellen Medien kaum genügend Aufklärung über das Thema. Das Problem ist besonders akut, doch statt etwas gegen die Plastikverschmutzung zu tun, steigt die Plastikproduktion sogar kontinuierlich.

Seit 1960 stieg die durchschnittliche Plastikproduktion jährlich um 8,7%. Dahinter steckt eine 600 Milliarden Dollar Industrie. Bayer, der Pharmakonzern, macht beispielsweise 40 Milliarden Dollar pro Jahr, die Plastikindustrie ist damit 15 Mal so groß wie der Konzern.

Über 5 Millionen Tonnen Neuplastik landen dabei jährlich im Meer, besonders beteiligt dabei sind vor allem China und Indonesien. Deutschland selbst ist in der Produktion etwa zwanzig bis 100 Mal weniger an der Meeresverschmutzung durch Plastik beteiligt, doch auch in deutschen Meeresbewohnern, wie zum Beispiel Muscheln, trifft man auf Mikroplastik, denn das Meer bewegt sich.

Die Größe des Plastiks ist entscheidend

Bei Mikroplastik über 150 Mikrometer findet keine Absorption in Lebewesen statt, unter 150 Mikrometer wird dieses bereits über die Lymphe aufgenommen, bei 110 Mikrometern auch in den Venen. Bei Mikroplastik, wie man es in deutschen Gewässern gefunden hat, also von einer Größe bis 25 Mikrometer, findet sogar eine Absorption in den Organen statt, so eine Studie der FAO.

Auch andere Studien warnen vor Mikroplastik unter 130 Mikrometern. Vier Mikrometer erschienen dabei als die Größe, mit der am meisten Plastik eindringt, wobei dies nicht nur auf den Zellen, sondern auch in den Zellen landet – so konnte es schon in europäischen Wasserlebewesen nachgewiesen werden.

Warum ist Plastik im Meer so gefährlich?

Plastik hat im Meer eine Überlebensdauer von mehreren hundert Jahren. Durch Wellen, Sonnenlicht und Temperaturunterschiede zersetzt sich das Plastik zu Mikroplastik unter 5 Millimeter, oft kann dies auch in den Nanobereich gehen. Das Mikroplastik gelangt in Nahrungsketten im Meer und so später auch in den Menschen, wenn dieser die Lebewesen isst – das mit verheerenden Folgen. Die Tüte, in die man sonst einen Fisch packt, kann man sich also quasi sparen, denn sie befindet sich bereits im Fisch.

Zweihundert Studien untersuchten das Vorkommen verschiedener Sorten von Mikroplastik im Meer und fanden heraus, dass es sich oft um Polyethylen handelt, ein Plastik, das unter anderem bei Milch- und Saftverpackungen, Tüten, Flaschen und Strohhalmen genutzt wird. Ein UN-Bericht von 2016 verifizierte, dass bereits 800 Spezien, also 69%, mehr als noch 1977, von der Plastikverschmutzung betroffen sind.

Trotzdem halten viele Menschen noch an dem traditionellen, plastikbasierten Lebensstil fest, ein fahrlässiges Verhalten, wenn man bedenkt, dass sie auch andere Leute mit ihren Behauptungen beeinflussen. Veränderungen sind sogar nötig und lassen sich auch in der Gesellschaft und der Industrie wiederfinden, so zum Beispiel die vegane Ernährung.

Wie gelangt das Mikroplastik in den Menschen?

6,7 % aller Proteinaufnahmen erfolgt über Meerestiere, 17%, wenn man sich nur auf tierische Proteine fokussiert. Etwa 20 kg Meerestiere pro Person werden im Durchschnitt pro Jahr verzehrt. Kleine Krustentiere am Anfang der Nahrungskette können das Mikroplastik ab einer bestimmten Größe nicht mehr von Ihrer normalen Nahrung unterscheiden und saugen es während ihrer normalen Filteraktivität ein, das Plastik bleibt in den Krustentieren.

Vor der Ernte dieser Meeresbewohner werden diese noch im sauberen Wasser geklärt, allerdings beseitigt dieses Verfahren nur etwa 30% des Mikroplastiks, ein Großteil verbleibt in den Meereslebewesen.

Ein Europäer, der diese Krustentiere nun verspeist, kommt auf etwa 11.000 Plastikpartikel pro Jahr. Mikroplastik kommt allerdings nicht nur im Meer vor, sondern auch in der Luft. Autoreifen, Kleidung, Baustoffe und Industrie verursachen rund 7% der Plastikbelastung im Meer.

Insgesamt konsumieren wir etwa 40.000 Plastikpartikel jährlich, etwa 40.000 Plastikpartikel werden allerdings zusätzlich aus unserer Umwelt inhaliert. Einige Studien gehen sogar davon aus, dass vier Prozent aller organischen inhalierten Partikel aus Mikroplastik bestehen, wobei negative Auswirkungen auf den Organismus nicht auszuschließen sind.

Selbst Zucker, Alkohol, Salz und Honig enthalten mittlerweile Mikroplastik, zu einem großen Teil eben auch unsere Umgebungsluft.

Auch wenn man aus Plastikflaschen trinkt, nimmt man mehr Plastik auf, als wenn man Leistungswasser trinkt.

Warum ist das Mikroplastik so gefährlich?

Untersuchungenen zeigten, dass 90% des aufgenommenen Plastiks auch wieder ausgeschieden wird, was passiert allerdings mit dem Rest?

Die EFSA (Europäische Lebensmittelsicherheits-Behörde) geht davon aus, dass Meeresplastik keinen Schaden anrichten würde, allerdings gibt es zu den Langzeitauswirkungen von Mikroplastik noch keine ausreichenden Studien. Auch die Aussage der EFSA beruht weitestgehend auf Studien an Muscheln und nur marginal an Säugetieren, auf Studien an Menschen wird nicht verwiesen.

Obwohl die Plastikproduktion jährlich steigt, findet also keine proportionale Forschung statt.

Dass noch keine negativen Auswirkungen von Mikroplastik aufgezeigt wurden, ist allerdings auch falsch. Schon seit 1977 gibt es Studien, die Nebenwirkungen von Mikroplastik durch Inhalation und Operationsinstrumente aufzeigen, darunter DNA-Schäden, Entzündungen und Zellsterben.

Gezeigt wird dies sogar anhand von Bildern der Gewebeänderungen.

Sogar Krebszellen werden in ihrem Zellzyklus gestört – klingt zunächst vorteilhaft, doch dann können auch normale Menschenzellen leicht zerstört werden. Je kleiner und je mehr Mikroplastik, desto mehr hemmt es dabei die Zellteilung. Die EFSA beruft sich darauf allerdings nicht.

Wie kann man Mikroplastik am besten vermeiden?

In Städten und Industriegebieten ist die Plastikbelastung in der Luft besonders hoch, denn hier gibt mehr Industrie, Autos und Menschen mit synthetischer Kleidung als auf dem Land.

Plastikwasserflaschen erhöhen die Plastikkonzentration in Deinem Körper auf das Zehnfache und können leicht vermieden werden.

Genug Wasser und Ballaststoffe unterstützen ebenfalls eine gesunde Darmbewegung, durch welche mehr Mikroplastik ausgeschieden wird. Auch ein Schadstoffabtransport durch Entgiftung hilft bei der Darmpflege und gegen Mikroplastik. Sport fördert zudem die Entgiftung.

Salzwasserfische sind ebenfalls eher kritisch zu sehen, denn diese nehmen das Mikroplastik direkt aus dem Meer auf, stattdessen kann man sein Eiweiß aus pflanzlichen Proteinquellen wie zum Beispiel Linsen oder Lupinen beziehen.

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