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Wundermittel Astaxanthin? So wirkt der Farbstoff

Astaxanthin, ein Wundermittel? So wirkt der Farbstoff

Astaxanthin ist ein Carotinoid, das in den letzten Monaten viel Aufmerksamkeit erfahren hat – und das zurecht! Denn der pflanzliche Farbstoff schützt unsere Zellen unter anderem durch seine antioxidativen Eigenschaften und kann zahlreichen Krankheiten vorbeugen. 

Es ist daher nicht verwunderlich, dass Astaxanthin immer häufiger als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt wird. Aber wo kommt Astaxanthin vor, wie lässt es sich am besten einsetzen und welche Wirkung kann der Farbstoff in unserem Körper entfalten? Diesen Fragen wollen wir heute nachgehen!

Das Wichtigste zuerst:

1. Was ist eigentlich Astaxanthin?

Das hauptsächlich in Grünalgen gebildete Astaxanthin gehört zu den Xanthophyllen, einer Untergruppe der Carotinoide. Diese Farbstoffe sind in einigen Pflanzen, Pilzen und Bakterien enthalten – im Falle von Astaxanthin handelt es sich dabei um eine rötlich-violette Farbe. 

Tiere, die hohe Mengen Astaxanthin durch ihre Nahrung aufnehmen, haben daher auch oft eine ähnliche Farbe: Flamingos, Hummer und Lachse erhalten so etwa ihr markantes Rosa. Das Astaxanthin schützt die Tiere unter anderem vor UV-Strahlung. 

Durch seine antioxidative Wirkung ist Astaxanthin für unseren Körper überaus förderlich und kann Erkrankungen und gesundheitlichen Problemen vorbeugen. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf zahlreiche weitere, oft sehr nützliche Effekte. 

Auch zahlreiche Erscheinungen des Alters können anscheinend gelindert werden. Astaxanthin ist daher nicht nur ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, sondern auch für Kosmetikartikel und in der Forschung zum Thema Anti-Aging hoch gefragt. 

Astaxanthin zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen, also solchen Bestandteilen von Pflanzen, die für ihr Überleben nicht direkt nötig sind. Sie werden daher nur in geringen Mengen gebildet und sind oft nur schwer über die Nahrung aufzunehmen.

Übersicht: So wirkt der Wunder-Farbstoff

  • Astaxanthin ist ein starkes Antioxidans, das den oxidativen Stress und damit verbundene Zellschäden reduzieren kann.
  • Es wirkt als Adjuvant, d.h. es verbessert die Wirkung einiger anderer Stoffe und Medikamente. 
  • Hilft die Funktion der Netzhaut zu erhalten und scheint entzündungshemmend (3) und Fokus-verbessernd (4) auf die Augen zu wirken. 
  • Ein leistungssteigernder Effekt bei Sportlern konnte ebenfalls beobachtet werden (1).
  • Auch bei degenerativen Erkrankungen wie Arthritis oder Arthrose scheint Astaxanthin zu helfen (5).
  • Erhöht die Zahl von Immunzellen in jungen gesunden Menschen (6). 
  • Astaxanthin schützt die Haut vor UV-Licht und damit verbundenen Schäden wie Sonnenbränden.(24)
  • Kann einer vorzeitigen Hautalterung, Faltenbildung sowie Altersflecken vorbeugen. 
  • Hat einen lindernden Effekt bei Sodbrennen. 
  • Kann die Gedächtnisleistung verbessern. 
  • Erhält die DNA und verlangsamt dadurch den Verfall von Zellen und Gewebe (Anti-Aging-Effekt). 
  • Ist in der Lage, bei Rötungen und Jucken der Haut Abhilfe zu schaffen. 
  • Schützt unter anderem die Mitochondrien in unseren Zellen und verhilft uns so zu mehr Energie. 
  • Scheint erhöhte Cholesterin-Werte zu verbessern und dadurch zu helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. (20, 21)
  • Eine förderliche Wirkung auf die Qualität von Spermien wurde ebenfalls beobachtet. (11)

Einer der wichtigsten und bekanntesten Nutzen von Astaxanthin ist seine antioxidative Wirkung. Mit seiner Fähigkeit, freie Radikale zu binden, kann das Astaxanthin zum Schutz der Zellen beitragen. Freie Radikale entstehen durch Stoffwechselprozesse und Umwelteinflüsse ganz natürlich in unserem Körper. 

Entstehen allerdings übermäßig viele Radikale, werden unsere Zellen in Mitleidenschaft gezogen und gesundheitliche Probleme verursacht. Astaxanthin ist ein Antioxidans, also ein Stoff, der  körpereigenen antioxidativen Enzyme erhöht und so  schädliche Oxidationsprozesse verringern kann. 

Viele dieser Schäden werden typischerweise mit Alterungsprozessen in Verbindung gebracht. Astaxanthin kann aber nicht nur als starkes Antioxidans glänzen, sondern wirkt auch entzündungshemmend. Es scheint dadurch gleich mehrfach gegen typische Erscheinungen des Alterns zu wirken und ist deshalb eine beliebte Zutat für Anti-Aging-Produkte.

Neben dieser klaren und sehr gut erforschten Wirkung als Antioxidans verfügt das Astaxanthin auch noch über zahlreiche weitere Eigenschaften, die bisher noch unzureichend erforscht sind. 

2. Aufnahme, Höchstmenge, Nebenwirkungen

Welche Menge ist die richtige für mich?

Bei der Dosierung von Astaxanthin werden gemeinhin 8 mg pro Tag als sichere Höchstdosis genannt. Diese Menge wurde jedoch durch Versuche mit synthetischem Astaxanthin an Ratten festgelegt und gilt heute bereits als überholt. Das verwendete Carotinoid unterscheidet sich nämlich chemisch von der für Menschen zugelassenen Variante. 

In einer Meta-Studie (30) wurden bisherige Ergebnisse zu sinnvollen und maximalen Dosierungen an Menschen untersucht. Dabei zeigte sich, dass selbst beim Einsatz von 12 mg pro Tag (35 Studien der Meta-Studie nutzten eine so hohe Menge) keine Sicherheitsbedenken entdeckt werden konnten! 

Eine Einnahme von bis zu 12 mg ist daher möglich und empfiehlt sich, wenn ein schneller Aufbau von Astaxanthin gewünscht wird. Denn der Farbstoff muss sich zuerst in unserem Körper ansammeln, bevor er seine Wirkung entfalten kann. 

Nach einer initialen Phase von etwa einer Woche kann die Dosis reduziert werden: 4 bis 6 mg täglich sind langfristig ausreichend, um von den positiven Effekten von Astaxanthin zu profitieren. 

Es sollte jedoch genügend Zeit eingeplant werden, da Astaxanthin etwa zwei Wochen benötigt, bevor die Wirkung spürbar wird. Daher ist eine Einnahme über einen längeren Zeitraum zu empfehlen. Eine Supplementierung von bis zu 8 mg pro Tag gilt dabei als völlig ungefährlich. 

Wichtig:

Astaxanthin benötigt einige Tage, um sich im Körper anzureichern, bevor die Effekte spürbar werden. Die Einnahme sollte daher nicht zu früh abgebrochen werden!

Verschiedene Darreichungsformen

Astaxanthin ist fettlöslich und daher ideal in Kombination mit entsprechenden Lösungen oder an Liposome gebunden einzunehmen. Das Auflösen in Wasser führt hingegen zu schlechterer Verfügbarkeit und ist in den meisten Fällen nicht zu empfehlen. 

Am häufigsten sind Gel- oder Pulverkapseln anzutreffen, die das Carotinoid beinhalten. Sie sind insbesondere für unterwegs gut geeignet, können jedoch bei Schluckbeschwerden Probleme verursachen.

Achtung

Gelkapseln werden häufig mit tierischer Gelatine produziert und können für Veganer ungeeignet sein!

Aufgrund der Fettlöslichkeit ist Astaxanthin besonders effektiv, wenn es liposomal verabreicht wird. Bei dieser Darreichungsform wird der Wirkstoff von winzigen Liposomen umhüllt. Dadurch wird sichergestellt, dass die jeweilige Substanz in den Blutkreislauf übernommen und nicht schon im Magen-Darm-Trakt vorzeitig verbraucht wird. 

Die geringe Wasserlöslichkeit des Astaxanthins führt zu einer sehr schlechten Bioverfügbarkeit, wenn das Carotinoid ohne ein fetthaltiges Trägersystem eingenommen wird. Liposomale Verabreichung kann dieses Problem sehr gut umgehen und unserem Körper bei der Nutzung helfen. 

Das liposomale Astaxanthin weist eine wesentlich geringere Größe des Wirkstoffs auf – bis zu 100-mal kleiner als in seiner “normalen” Form. Dadurch kann der Farbstoff deutlich besser in die Zellen eindringen und dort seinen vollen Effekt entfalten. 

Astaxanthin in unserer Nahrung

Obwohl sich Astaxanthin als Nahrungsergänzungsmittel großer Beliebtheit erfreut, ist auch eine Aufnahme über die reguläre Ernährung möglich. Wir finden den Farbstoff nämlich in zahlreichen Pflanzen und daraus gewonnenen Produkten. 

So enthalten Blaubeeren, Karotten und Tomaten etwa geringe Mengen Astaxanthin. Auch in Nüssen, Kartoffeln und verschiedenen Zitrusfrüchten ist das Carotinoid enthalten. Sogar im Lieblingsgetränk der Deutschen, dem Kaffee, finden wir Astaxanthin. 

Deutlich bessere Quellen für den sekundären Pflanzenstoff sind allerdings Meerestiere wie Krabben, Lachs, Hummer, Forellen etc. Diese Tiere ernähren sich nämlich von den Grünalgen, die das Astaxanthin herstellen. Insbesondere für Vegetarier ist die Aufnahme des Carotinoids durch die reguläre Ernährung daher sehr schwierig. 

In unserem Dünndarm wird das Astaxanthin zur weiteren Verwendung aufgenommen. Dabei ist die Absorption besonders effektiv, wenn es in Verbindung mit Fetten vorliegt. Fettreiche Transporteiweiße sorgen im Anschluss dafür, dass das Astaxanthin über den Blutkreislauf zu den Organen gelangt. (2)

Die Konzentration im Blut steigt dabei nach der Einnahme langsam an und erreicht nach 8 bis 10 Stunden ihren Höchstwert. (14) Wird das Astaxanthin nur einmalig eingenommen, sinkt der Wert im Anschluss wieder innerhalb von etwa 6 Tagen auf den Ausgangswert ab. Eine wiederholte Aufnahme führt hingegen zu einer schrittweisen Zunahme, die nach etwa 6 Tagen ihren Höhepunkt erreicht und sich im Anschluss auf einem hohen Level einpegelt. 

Astaxanthin
Effekt von einmaliger Astaxanthin-Gabe. Schwarzer Kreis: vor dem Essen, offenes Dreieck nach dem Essen.
Gut zu wissen:

Astaxanthin kann in geringer Menge in unserem Körper gespeichert werden (z.B. in der Netzhaut). Eine tägliche Aufnahme ist jedoch für eine gleichbleibend hohe Konzentration im Blutplasma erforderlich.

Die Grünalgen, die zu den leistungsfähigsten Produzenten des Farbstoffs zählen, stehen bei den meisten Menschen nicht auf dem Speiseplan. Sie werden jedoch häufig bei der Produktion von Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt. 

Synergien und Wechselwirkungen mit anderen Stoffen

Auch bei der Interaktion mit anderen Stoffen zeigt sich Astaxanthin sehr unkompliziert. Lediglich bei der gleichzeitigen Einnahme mit Medikamenten wie Acetylsalicylsäure (ASS) sollte ärztlicher Rat hinzugezogen werden. Zwar zeigten sich in Laborversuchen keine Wechselwirkungen; ob die Kombination jedoch tatsächlich unbedenklich ist, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. 

Astaxanthin regt außerdem die Funktion bestimmter Leberenzyme an und kann so dafür sorgen, dass andere Medikamente schneller abgebaut werden. Dadurch kann deren Wirksamkeit negativ beeinflusst werden. 

Synergieeffekte bestehen bei der gemeinsamen Einnahme mit Omega-3: die darin enthaltenen Fettsäuren DHA und EPA unterstützten das Astaxanthin und erlauben ihm, seine Wirkung voll zu entfalten. 

Da Astaxanthin unser Immunsystem unterstützt, sollten Menschen, die unter einer Autoimmunkrankheit leiden, den Pflanzenstoff nicht ohne ärztlichen Rat zu sich nehmen. 


3. Die Wirkung von Astaxanthin im Detail

Astaxanthin wurde bisher in der Forschung nur selten beachtet. Die wenigen vorhandenen Studien zeigen jedoch mehrheitlich großes Potenzial.

Astaxanthin als starkes Antioxidans

Freie Radikale sind Moleküle, die auf der Suche nach einem weiteren Elektron sind und unserem Körper entziehen – ein potenziell schädlicher Vorgang. Da freie Radikale durch Umwelteinflüsse und natürliche Stoffwechselprozesse entstehen, lassen sie sich nie ganz vermeiden. Wir benötigen daher Stoffe, um sie im Zaum zu halten: die Antioxidantien. 

Astaxanthin ist ein solches Antioxidans, und sogar einer der stärksten Vertreter dieser Gruppe! Denn es gibt bereitwillig ein Elektron ab und verhindert so, dass sich die freien Radikalen an unseren Zellen “bedienen”. Dadurch verringert sich der sog. oxidative Stress, also die Belastung durch solche Oxidationsprozesse in unserem Körper. 

Diese Wirkung des Astaxanthins wurde in Studien bereits untersucht. Dabei wurden auch Untersuchungen an übergewichtigen (7) Teilnehmern und Rauchern (8) untersucht, also Menschen mit erhöhtem oxidativem Stress. Bei diesen bereits gesundheitlich vorbelasteten Gruppen wurden starke antioxidative Effekte festgestellt.

Zusätzlich bilden sich auch weitere Antioxidantien wie SOD, Katalase und Glutathion-S-Transferase in Zellen, die Astaxanthin ausgesetzt wurden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie an Leberzellen (9). 

Gut zu wissen:

Astaxanthin ist nicht nur selbst ein starkes Antioxidans; es unterstützt auch die Produktion weiterer Antioxidantien und Prozesse zur Abwehr freier Radikaler!

Im Vergleich mit anderen Antioxidantien zeigt Astaxanthin dabei eine deutlich stärkere Wirkung: Es ist ca. einhundert Mal effektiver bei der Bekämpfung von freien Radikalen als etwa Vitamin E! Betrachtet man nur die Unschädlichmachung des Oxidans “Singulett-Sauerstoff”, zeigt sich sogar ein 550-mal stärkerer Effekt, wie eine Untersuchung (10) aus Japan belegen konnte. 

Auch andere Vertreter der Carotinoid-Gruppe können hier nicht mithalten: Das bekannte Beta-Carotin, ebenfalls als starkes Antioxidans genutzt, entfaltet nur ein Zehntel der Wirkung bei der Bekämpfung von freien Radikalen, die das Astaxanthin demonstriert. 

Im Vergleich: Astaxanthin ist ein etwa 100-Mal stärkeres Antioxidans als Vitamin E und etwa 10-Mal stärker als Beta-Carotin.

Wirkung auf die Fruchtbarkeit

Schon seit längerem wird Astaxanthin eingesetzt, um die Fruchtbarkeit von Fischen bei der Zucht zu erhöhen. Eine Studie (11) aus dem Jahre 2005 untersuchte, ob sich dieser Effekt auch auf den Menschen übertragen lässt und kam zu positiven Ergebnissen. 

30 Männer, die nachweislich seit mindestens 12 Monaten unter Unfruchtbarkeit litten, wurden dabei mit einem Astaxanthin-Präparat von 16 mg pro Tag oder einem Placebo behandelt. Der Erfolg wurde anhand der Spermienparameter, Sauerstoffradikale (ROS), Serumhormone wie Testosteron, luteinisierendes Hormon (LH), follikelstimulierendes Hormon (FSH), Inhibin B sowie durch einen Spermien-Penetrationstest untersucht. Erfolgreiche Schwangerschaften (die Partnerinnen der Probanden wiesen eine normale Fruchtbarkeit auf) wurden ebenfalls erfasst. 

Das Astaxanthin konnte dabei die problematische ROS und Inhibin B Anzahl signifikant senken. Auch im Spermien-Penetrationstest zeigte sich eine deutliche Verbesserung gegenüber der Placebogruppe. 

Die Geschwindigkeit der Spermien stieg bei der Gruppe, die das Astaxanthin erhielt, an, blieb in der Placebogruppe jedoch erwartungsgemäß gleich. Und auch die erfassten Schwangerschaften waren bei den Partnerinnen der Probanden, die unter dem Einfluss von Astaxanthin standen, signifikant erhöht. 

Dies legt die Vermutung nahe, dass Astaxanthin zur Behandlung von Unfruchtbarkeit bei Männern eingesetzt werden könnte. Aufgrund der geringen Probandenzahl der Studie sind jedoch noch weitere Untersuchungen nötig, um diese Ergebnisse wissenschaftlich zu untermauern. 

Verbesserte Immunantwort durch Astaxanthin

Eine Studie (6) aus Südkorea untersuchte die Wirkung von Astaxanthin auf die Immunantwort, Entzündungsprozesse und den oxidativen Stress bei jungen Frauen. Die 21 Teilnehmerinnen erhielten dazu eine tägliche Dosis von null, 2 oder 8 mg des Farbstoffs über einen Zeitraum von 8 Wochen. 

Es zeigte sich, dass die (allesamt gesunden) Probandinnen bereits nach vier Wochen weniger DNA-schädigende Biomarker aufwiesen. Die Immunantwort verbesserte sich durch eine stärkere Lymphoproliferation und eine Zunahme der T- und B-Zellen unter den Personen, die Astaxanthin erhielten, ebenfalls. 

Auch die Anzahl der für die Immunantwort wichtigen LFA-1 produzierenden Leukozyten stieg durch die Einnahme von Astaxanthin an. Insgesamt zeigte sich auch eine bessere Tuberkulin-Antwort gegenüber der Placebo-Gruppe und die C-Reaktive Proteine nahmen gleichzeitig signifikant ab. 

Wenig überraschend war das Ergebnis der Studie hinsichtlich Dosis und der daraus resultierenden Plasma-Konzentration: Die Teilnehmerinnen, die eine höhere Menge Astaxanthin zu sich nahmen, zeigten auch eine stärkere Zunahme der Astaxanthin-Konzentration. 

Aus diesen Ergebnissen schlossen die Forscher, dass Astaxanthin geeignet sei, die Immunantwort bei jungen Frauen zu verbessern. Auch hier dürfte jedoch noch weitere Forschung nötig sein. 

Anti-Aging-Effekte und schöne Haut

Dass freie Radikale unsere Haut angreifen und vorzeitig altern lassen, ist seit langem bekannt. Antioxidantien, die diesen Prozess unterbinden, sind daher gut geeignet, um das jugendliche Aussehen unserer Haut länger zu erhalten.

Astaxanthin wirkt jedoch nicht nur auf diese Weise einer vorzeitigen Hautalterung entgegen! Es kann gleichzeitig unsere Haut vor schädlicher UV-Strahlung bewahren kann und verfügt über eine entzündungshemmende Wirkung. Dass diese dreifache Leistung unsere Haut jünger aussehen lässt, belegte unter anderem eine Studie (13) aus Japan. 

65 gesunde junge Frauen wurden dabei mit 6 mg, 12 mg Astaxanthin oder einem Placebo behandelt und die Ergebnisse über 16 Wochen ausgewertet. Während dieser Zeit wirkte sich der beginnende Winter stark auf die Placebo-Gruppe aus: Verstärkte Faltenbildung wurde hier ebenso beobachtet wie erhöhte Interleukin-1α Werte. Dieses Zytokin ist unter anderem für die Entzündungsbildung verantwortlich und für den Zustand unserer Haut entsprechend schädlich. 

Die Teilnehmerinnen, die Astaxanthin erhielten, zeigten keine bzw. deutlich weniger Schäden durch die Umwelteinflüsse. Auch weitere Prozesse, die mit dem Altern der Haut in Verbindung gebracht werden, konnten durch die Astaxanthin-Gabe deutlich verlangsamt werden. Astaxanthin konnte in der Studie also die Haut der Probandinnen gut vor Alterung und Umwelteinflüssen schützen. 

Die schützende Wirkung vor UV-Strahlen soll darüber hinaus nicht zu einer Verminderung der Vitamin-D-Aufnahme führen. Sollte sich diese verbreitete Annahme wissenschaftlich belegen lassen, könnte der Farbstoff eine Alternative oder Ergänzung zu regulären Sonnenschutzmitteln bilden, die unsere Aufnahmefähigkeit oft hemmen. 

Andere Meta-Untersuchungen (18) kamen ebenfalls zu positiven Ergebnissen für unsere Haut durch Astaxanthin. Obwohl auf die Notwendigkeit weiterer Forschung hingewiesen wird, sind die nützlichen Effekte durch die antioxidative, entzündungshemmende und UV-licht-schützende Qualität des Farbstoffs offensichtlich: In den analysierten Studien war die positive Wirkung auf das Hautbild deutlich erkennbar. 

Erfolgsrezept:

Astaxanthin ist sowohl hydro- als auch lipophil (wasser bzw. fettliebend). Dadurch kann es effektiver in unsere Haut eindringen und dort seine antioxidative Wirkung besonders gut entfalten.

Die UV-schützende Wirkung wurde in einer Studie (24) aus dem Jahre 2018 gemessen: Wie viel UV-Strahlung ist nötig, um eine leichte Rötung zu erzeugen und ändert sich dieser Wert, wenn Astaxanthin eingenommen wurde?

Die randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie unter 23 gesunden Teilnehmern setzte dazu Präparate mit 4 mg des Farbstoffs oder einem Placebo. Probanden, die das Astaxanthin aufnahmen, benötigten im Anschluss deutlich mehr UV-Strahlung (“MED”), um eine vergleichbare Rötung zu demonstrieren. 

Astaxanthin
Durch Astaxanthin wurde die Haut besser vor der Strahlung geschützt. Es zeigte sich eine deutlich geringere Trockenheit der betroffenen Stellen.

Gefragte Anti-Aging-Wirkung

Bei der Geschwindigkeit des Alterungsprozesses spielen zahlreiche Gene eine wichtige Rolle. Ein solches Gen ist das FOXO3, das sogenannten “Langlebigkeits-Gen”, welches maßgeblich dazu beiträgt, das Altern zu verlangsamen. 

In einer Untersuchung (15) an Mäusen konnten Forscher der University of Hawaii belegen, dass Astaxanthin die Aktivität dieses Gens verstärkt. Durch die Wirkung auf FOXO3 scheint das Carotinoid zusätzlich vor dem Altern zu schützen. Eine Untersuchung an Menschen steht derzeit noch aus, aber die Aktivierung von FOXO3 scheint eine plausible Erklärung für einige der Anti-Aging-Eigenschaften von Astaxanthin zu sein.

Besonders praktisch:

Astaxanthin ist fettlöslich und lässt sich dadurch besonders gut zu Cremes verarbeiten. Es dringt außerdem problemlos in die Hautzellen ein und ist daher für Anti-Aging-Produkte ideal.

Förderlich für das Herz-Kreislauf-System

Obwohl die Forschungslage hinsichtlich Astaxanthin in vielerlei Hinsicht noch recht dürftig ist, zeichnet sich seine positive Wirkung auf unser Herz-Kreislauf-System bereits ab. Denn gleich mehrere Eigenschaften des Astaxanthin sind für unsere Blutgefäße und Co. förderlich. 

Zu diesen Ergebnissen kam eine Studie (16), die genau diese Wirkung des Astaxanthin ausgiebig analysierte. Dabei wurde unter anderem beobachtet, dass sich die Menge der Ablagerung in den Gefäßen reduziert. Durch eine Erweiterung der Gefäße kann gleichzeitig der Blutdruck gesenkt werden. Die Ergebnisse müssen allerdings noch weiter untersucht und durch andere Arbeiten bestätigt werden, bevor man von einem eindeutigen Beweis sprechen kann. 

In einer Metastudie (17) wurden acht vorhergehende klinische Studien genauer untersucht. Auch hier zeigte sich eine förderliche Wirkung für die Durchblutung, die sich zum Beispiel in weniger Verstopfungen der feinen Blutgefäße widerspiegelt. Daraus kann unter anderem ein geringeres Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle bei Menschen mit erhöhtem Risiko resultieren.

Ist Astaxanthin gut für die Augen?

Carotinoide wie das Astaxanthin sind seit langem sehr gefragt, wenn es um die Gesundheit unserer Augen geht. Auch hier ist das Astaxanthin gleich mehrfach nützlich, denn es handelt sich nicht nur um ein starkes Antioxidans, sondern es ist auch in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. 

Es kann daher seine Fähigkeit, freie Radikale zu bekämpfen, besonders gut ausspielen. Der US-amerikanische Doktor Mark Tso ließ sich bereits ein Verfahren (19) patentieren, das die Wirkung von Astaxanthin gezielt einsetzt, um Schäden an Augen, Sehnerven und dem zentralen Nervensystem stoppen, verlangsamen oder sogar rückgängig zu machen.

Obwohl auch hier noch einiges an zusätzlicher Forschung nötig ist, sind die ersten Ergebnisse bereits vielversprechend. Denn die bereits gut belegte antioxidative und entzündungshemmende Wirkung des Astaxanthins könnte vermutlich auch unsere Augen vor freien Radikalen schützen und so zu ihrer normalen Funktion beitragen. 

Mögliche Hilfe bei Diabetes

Der Glukosestoffwechsel scheint von der Aufnahme von Astaxanthin bei Zuckererkrankungen zu profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie (20) aus dem Iran, in der Patienten mit Diabetes Typ II mit entsprechenden Astaxanthin Präparaten behandelt wurden. 

Wichtige Parameter bei der Behandlung bzw. Vermeidung von Diabetes verbesserten sich im Anschluss: Die Insulinwirkung stieg an und die Werte für Blutfett, LDL-Cholesterin, Körperfett und den systolischen Blutdruck konnten gesenkt werden. In der Placebo-Gruppe zeigten sich diese Entwicklungen hingegen nicht. 

Auch eine japanische Studie (21) konnte eine förderliche Wirkung des Astaxanthins nachweisen: Die 12 Wochen andauernde Untersuchung wurde an Menschen mit bereits erhöhten Blutfettwerten durchgeführt und zeigte signifikante Verbesserungen gegenüber der Placebogruppe. 

So stieg die Konzentration von Adiponectin, welches z.B. bei koronaren Herzkrankheiten und Diabetes Typ II vermindert ist, stark, an. Der potenziell riskante Triglycerid-Wert sank gleichzeitig um bis zu 25 %, während das vorteilhafte HDL-Cholesterin um bis zu 15 % gesteigert werden konnte. 

Astaxanthin in der Krebstherapie

Ob Astaxanthin bei der Behandlung von Krebs helfen kann, ist ein viel diskutierter Punkt. Die derzeitige Studienlage ist unzureichend; erste Ergebnisse deuten jedoch auf einen förderlichen Effekt hin, wenn Astaxanthin zum Beispiel parallel zu einer Chemotherapie eingesetzt wird. 

Aufgrund seiner Ähnlichkeit zu Beta-Carotin und der hohen Konzentration besteht die Hoffnung, dass Astaxanthin die Krebstherapie in Zukunft verbessern und unterstützen könnte. Bisher wurden allerdings überwiegend Studien an Tieren durchgeführt, die jedoch bereits zu positiven Ergebnissen geführt haben. . 

In einer Studie (22) zur Verwendung von Astaxanthin zur Krebsbekämpfung. Wird die molekulare Wirkung des Farbstoffs bei der Zerstörung von Tumorzellen sowie das Hemmen deren Ausbreitung bestätigt. 

Astaxanthin scheint, so die Meinung der Forscher, die Krebsentstehung an mehreren wichtigen Punkten zu erschweren oder sogar aktiv zu bekämpfen. Auch, wenn insbesondere aufgrund der großen Unterschiede zwischen einzelnen Krebsarten noch weitere Forschung nötig ist: Daher gilt es abzuwarten, ob Astaxanthin in Zukunft bei der Krebsbehandlung hilfreich sein könnte.  

Hilfe bei der Entgiftung und Entzündungen

Die Leber ist für die Entgiftung unseres Körpers verantwortlich, wird jedoch von freien Radikalen besonders belastet. Um ihrer Arbeit ungestört nachkommen zu können, ist ein starkes Antioxidans wie Astaxanthin hilfreich, da es den oxidativen Stress reduzieren kann. 

Darüber hinaus verfügt Astaxanthin auch über eine entzündungshemmende Wirkung(6), die unserem Körper zugutekommt. Denn Entzündungen treten immer dann auf, wenn unser Immunsystem einen Eindringling bekämpft.  

Ist das jeweilige Problem bekämpft und unser Körper wieder genesen, sollte auch die Entzündung wieder abklingen. Aus unterschiedlichen Gründen kann dieser Vorgang jedoch gestört sein und der Entzündungszustand chronisch werden: Stress, ungesunde Ernährung, Darmprobleme oder ein Mangel an Antioxidantien können das “Herunterfahren” unseres Immunsystems behindern. 

Derartige chronische Entzündungen werden schon seit Längerem als Ursache oder zumindest begünstigender Faktor für zahlreiche Krankheiten angesehen. Die Aufnahme von ausreichend Antioxidantien wie etwa Astaxanthin scheint einer Entstehung solcher Erkrankungen entgegenzuwirken. 

Zu den vermuteten Entzündungsfolgen können etwa Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfälle, Asthma, Morbus Crohn oder Arteriosklerose gezählt. Auch bei Arthritis, dem Grünen Star oder Prostatavergrößerungen werden Entzündungen als mögliche Ursache angesehen. 

Gut zu wissen:

Es wird vermutet, dass Entzündungen für eine Reihe von unangenehmen Erkrankungen verantwortlich sind. Astaxanthin kann diesen Entzündungen vorbeugen.

So unterstützt Astaxanthin unser Immunsystem

Das Vorkommen von Immunzellen sowie etwaige Entzündungen lassen sich durch Biomarker bestimmen. Eine bereits erwähnte Studie aus Südkorea (6) untersuchte die Wirkung von Astaxanthin auf Oxidationsprozesse und die Immunabwehr bei jungen Frauen. 

Dabei sank durch die Einnahme das DNA-Addukt (8-Oxo-Guanin), ein wichtiger Marker für oxidativen Stress, Krebswachstum und DNA-Schäden, durch das Astaxanthin. Probandinnen, die eine Dosis von 8 mg pro Tag zu sich nahmen, zeigten nach 8 Wochen den niedrigsten Wert des unerwünschten Biomarkers (23). Gleiches gilt für die ebenfalls auf Entzündungen hinweisenden Akute-Phase-Proteine, deren Anzahl im Versuchszeitraum durch Astaxanthin zurückging. 

Die Menge des DNA-Addukt (8-Oxo-Guanin) nahm durch Astaxanthin Einnahme deutlich an. Da es sich um einen Biomarker für oxidativen Stress handelt, kann eine entsprechende Verbesserung durch das Astaxanthin angenommen werden.

Immun- und Killerzellen nahmen hingegen zu, sodass die Forscher insgesamt eine Verbesserung der Immunantwort schlussfolgerten. 

Astaxanthin scheint wirksam gegen Alzheimer und Demenz zu sein

Kein anderes Organ reagiert so empfindlich auf oxidativen Stress wie unser Gehirn. Erschwerend kommt hinzu, dass nirgendwo mehr der dafür verantwortlichen freien Radikale entstehen, als dort!

Als eines der wenigen Antioxidantien kann Astaxanthin jedoch die Blut-Hirn-Schranke überwinden und seine schützende Wirkung auch in unserem Gehirn entfalten. Es scheint daher geeignet, um Schäden durch oxidativen Stress zu bekämpfen. Dazu zählen auch weit verbreitete Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz. (25)

Diese Annahme wurde unter anderem in einer Studie (26) an 96 gesunden älteren Personen untersucht, die altersbedingte Gedächtnisprobleme angaben. In der doppelblinden, placebokontrollierten Versuchsreihe erhielten die Teilnehmer ein Astaxanthin-Präparat mit 6 oder 12 mg pro Tag oder ein Placebo. 

Nach Ablauf der angesetzten 12 Wochen zeigte die Gruppe mit der 12 mg Dosis deutliche Verbesserungen der kognitiven Gesundheit. Diese wurde durch einen sog “CogHealth-Test” ermittelt, der durch mehrere Übungen die kognitive Leistung erfasst, ohne, dass Lerneffekte möglich wären. 

Parallel dazu wurde die Lernfähigkeit des Gehirns gesondert durch einen GLMT-Test überprüft. Auch hier zeigte die Astaxanthin Gruppe eine bessere Leistung und erreichte eine deutliche Verbesserung nach 4 Wochen, wohingegen die Placebogruppe ganze 12 Wochen für eine vergleichbare Leistung benötigte. 

Oxidationsprozesse lassen konkrete Stoffe entstehen, die im Körper nachgewiesen werden können. Dazu zählt zum Beispiel (PLOOH), welches in den roten Blutkörperchen von Demenz-Patienten vermehrt auftritt. Es kann den Sauerstofftransport zum Gehirn einschränken und ist somit für viele der Krankheitssymptome mitverantwortlich. 

In einer ebenfalls 12-wöchigen Studie wurde die Auswirkung von Astaxanthin auf dieses gefährliche Oxidationsprodukt untersucht. Dabei zeigte sich eine Reduktion von (PLOOH) um etwa die Hälfte bei Teilnehmern, die den Carotinoid einnahmen!

Die Forscher schließen aus den Ergebnissen, dass Astaxanthin geeignet sei, um degenerative Krankheiten wie Demenz zu bekämpfen oder ihre Auswirkungen zu lindern. Unter anderem aufgrund der geringen Größe der Untersuchungen sind jedoch noch weitere Studien erforderlich, um diese Vermutung zu belegen. 

Mehr Kraft und Ausdauer durch Astaxanthin

Versuche an Mäusen (29) zeigten bereits eine positive Wirkung von Astaxanthin auf die körperliche Leistung der Tiere. Ein Forscherteam aus Schweden untersuchte, ob sich diese Effekte auch auf den Menschen übertragen ließen. 24 männlichen Studenten wurde im Rahmen der Studie (28) Astaxanthinpräparate oder ein Placebo verabreicht.

Gemessen wurde dabei unter anderem die allgemeine Fitness durch Step-Up und Wingate-Tests sowie die Anzahl der Kniebeugen, die von den Teilnehmern ausgeführt werden konnte. Überraschenderweise verändert sich die allgemeine sportliche Leistung kaum – die Menge an Kniebeugen verdreifachte sich jedoch nach 6 Monaten!

Astaxanthin
Die Anzahl der möglichen Kniebeugen stieg nach der Astaxanthin-Einnahme drastisch an.

Ein so drastischer Zuwachs der Kniebeugen-Anzahl, ohne merkliche Zunahme an Muskelmasse oder genereller Fitness, stellte die Forscher vor ein Rätsel. Auch hier ist noch weitere Forschung nötig, um die dahinterstehenden Zusammenhänge vollständig zu durchleuchten.

4. Fazit: Power-Antioxidans mit weitreichenden Fähigkeiten

Unter den mehr als 100.000 sekundären Pflanzenstoffen, die bisher entdeckt wurden, zeigt sich Astaxanthin zweifellos als einer der nützlichsten Vertreter! Mit seiner starken antioxidativen Wirkung und der Fähigkeit, vergleichsweise leicht in unsere Zellen einzudringen, trägt es maßgeblich zur Verringerung von oxidativem Stress bei. 

Das von Grünalgen gebildete Carotinoid wirkt außerdem entzündungshemmend und unterstützt unser Immunsystem. Neben diesen eindeutigen Vorzügen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Effekte, die dem Astaxanthin zugeschrieben werden. 

Vom Schutz der Augen, insbesondere bei altersbedingter Makuladegeneration, bis hin zur Hilfe bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen reichen dabei die Vermutungen. Auch die positive Wirkung auf unser Gehirn, zum Beispiel bei der Bekämpfung von Alzheimer und Demenz, werden oft genannt. 

Im Alltag begegnet uns Astaxanthin jedoch in der Regel als Bestandteil von Anti-Aging-Produkten wie Cremes und Lotionen. Das ist nicht verwunderlich: Das Carotinoid scheint unsere Haut vor UV-Strahlung zu schützen und in Kombination mit seiner antioxidativen Wirkung zuverlässig Alterungserscheinungen vorbeugen. 

Leider ist die Forschungslage zum sekundären Pflanzenstoff nach wie vor unzureichend. Obwohl es sehr starke Indizien für die vielfach angepriesenen Nutzen von Astaxanthin gibt, ist es noch zu früh, um von wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen zu sprechen.

FAQ

Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine Höchstdosis von 8 mg pro Tag. Es sind keine ernsten Gesundheitsrisiken bei einer Einnahme bis 12 mg für synthetisches Astaxanthin bekannt, welches allerdings nicht für den Menschen zugelassen ist. Die natürliche Form, die in den Menschenstudien verwendet wurde, hat auch bei höheren Dosierungen bisher keine Nebenwirkungen gezeigt.

Ja, Astaxanthin ist gleich mehrfach nützlich für unsere Haut. Durch seine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung ist es gleich doppelt hilfreich beim Schutz unserer Hautzellen. Außerdem kann es unsere Haut vor Schäden durch UV-Strahlung schützen und so dafür sorgen, dass wir länger jung aussehen. 

Astaxanthin gilt generell als sicher, kann bei Überdosierung oder Unverträglichkeit jedoch Nebenwirkungen hervorrufen. Dazu zählen Magenschmerzen, verringerter Blutdruck oder eine Senkung des Blutzuckerwertes. Zu den typischen, aber ungefährlichen Nebenwirkungen zählt auch eine rötliche Färbung des Stuhls. Bei Medikamenten-Einnahme sollte dennoch eine Supplementation mit einem Arzt abgestimmt werden, da eine Wechselwirkung mit Medikamenten nicht ausgeschlossen werden kann.

Die beste Quelle für Astaxanthin ist die Grünalge Haematococcus pluvialis, aus der auch die Mehrzahl der Nahrungsergänzungsmittel gewonnen wird. Fische und andere Meerestiere, die solche Algen verspeisen, sind ebenfalls reich an Astaxanthin und somit gut für unsere Ernährung geeignet. 

Einige Pflanzen (Blaubeeren, Tomaten, Karotten…) enthalten ebenfalls geringe Mengen. Sie sind jedoch in der Regel nicht ausreichend, um nennenswerte Effekte zu erzielen. Vegetarier und Veganer sind daher meist auf Nahrungsergänzungsmittel angewiesen. 

Idealerweise sollte Astaxanthin zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Insbesondere fettige Gerichte sind gut geeignet, da das fettlösliche Carotinoid so noch bessere Wirkung entfalten kann.

Der sekundäre Pflanzenstoff ist ein sehr starkes Antioxidans, dass unsere Zellen vor freien Radikalen schützen kann. Zusätzlich unterstützt es unser Immunsystem und reduziert Entzündungen in unserem Körper und schützt unsere Haut vor Umwelteinflüssen und Alterungserscheinungen.

Astaxanthin werden darüber hinaus noch eine Reihe von weiteren Effekten nachgesagt: Hilfe bei Demenz und Alzheimer, Linderung von Diabetes Typ 2, Arthritis und Morbus Crohn, Verringerung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen… die Forschungslage ist jedoch noch nicht ausreichend, um diese Wirkungsweisen zu belegen.

Als starkes Antioxidans ist Astaxanthin in der Lage, freie Radikale zu binden, die andernfalls schädliche Oxidationsprozesse in Gang setzen könnten. Da es in problemlos in unsere Zellen eindringen und sogar die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, führt Astaxanthin diese Aufgabe besonders gut aus und erhöht die körpereigenen Schutzmechanismen bzw. Antioxidativen System.

Seine schützende Wirkung wird von den entzündungshemmenden Aspekten des Carotinoids ausgelöst. Dadurch hilft Astaxanthin, unsere Zellen vor Schäden zu bewahren und kann dadurch unserem Immunsystem unter die Arme greifen und scheinbar mehreren Krankheiten vorbeugen.

Autor
Autor

Philipp Gilg

Quellenverzeichnis:
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