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Blutzucker, Cholesterin und Schwermetalle – die besonderen Eigenschaften der Moringa-Pflanze

Blutzucker, Cholesterin und Schwermetalle – die besonderen Eigenschaften der Moringa-Pflanze

Superfood ist heutzutage ein Begriff, der ziemlich locker verwendet wird. Meistens handelt es sich dabei um Lebensmittel, die von irgendeinem Stoff besonders große Mengen enthalten, oder irgendetwas besonders gut können. Was kann Moringa besonders gut? Den Blutzucker regulieren! Auch, wenn du vielleicht keine Zuckerprobleme hast, kann Moringa trotzdem hilfreich sein, denn ein besonders niedriger Blutzucker kann aus medizinischer Sicht erstrebenswert sein.

Das Wichtigste zuerst:

Eine Metaanalyse aus dem Jahre 2020 verglich 30 Studien, die sich mit diesem Thema (Moringa und Blutzucker) auseinandersetzen. 7 dieser 30 Studien wurden am Menschen durchgeführt. 5 dieser Menschenstudien zeigten eine statistisch signifikante Senkung des Blutzuckers der Probanden. Bei den 23 Tierstudien konnten 21 davon eine statistisch signifikante Senkung des Blutzuckers feststellen. (1)

Wieso hohe Zuckerwerte bei Mahlzeiten schlecht sind

Wenn viel Zucker im Blut ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Proteine verzuckert werden, viel höher. Ausgenommen hiervon sind Leistungssportler. Bei ihnen wird der Zucker direkt verbraucht oder wieder gespeichert. Verzuckerte Proteine werden auch AGEs (Advanced Glycation Endproducts) genannt.

Wieso diese so schlecht sind, und was diese so schlecht macht, zeigt eine Metaanalyse, die zu folgendem Ergebnis kam: Unsere Ergebnisse legen nahe, dass eine AGE-arme Ernährung eine wirksame Strategie zur Verbesserung des kardiometabolischen Profils bei Menschen mit und ohne Typ-2-Diabetes sein kann.“ (2)

Ein paar randomisierte Studien zu Moringa

Gesunde Menschen, sowie Diabetiker erhielten 20 Gramm Moringapulver. Das sind etwa 2 normale Esslöffel. Das Pulver wurde zusammen mit Mahlzeiten eingenommen. Bei den Diabetikern wurde eine statistisch signifikante Senkung des Blutzuckers nachgewiesen. Bei den gesunden Probanden hingegen wurde zwar eine Senkung verzeichnet, diese war jedoch nicht statistisch signifikant. (3)

Woher kommt der Effekt dieser Pflanze?

Ganz einfach! Moringa hat eine ganz besondere Eigenschaft. Ihre sekundären Pflanzen hemmen zuckerspaltende Enzyme. So wird die sogenannte Alpha Amylase gehemmt. Die Alpha Amylase wird auch Speichelamylase genannt. Sie wird nämlich im Speichel produziert. Das Enzym ist in allen Lebewesen enthalten und spaltet Speicher-Kohlenhydrate wie Stärke oder Glykogen in seine Bestandteile.

Je mehr Moringa-Extrakt verabreicht wurde, desto stärker wurde die Alpha Amylase gehemmt.

Basierend auf dieser Erkenntnis könnten Zuckerkranke zu ihren Mahlzeiten Moringa trinken, um erhöhte Zuckerspiegel in Schach zu halten und so die Bauchspeicheldrüse entlasten. Doch auch gesunden Menschen könnte Moringa helfen, auch wenn die positiven Effekte streng genommen, vielleicht nicht statistisch signifikant sind. Doch Kleinvieh macht auch irgendwann Mist. Außerdem ist dies ja nicht der einzige potenzielle Gesundheitseffekt, der mittels der Einnahme von Moringa erzielt werden könnte…

Moringa gegen LDL, Triglyceride und Übergewicht

Eine randomisierte Kontrollstudie mit 140 Teilnehmern untersuchte Übergewichtige, die ein Ernährungsprogramm verfolgten, welches Sport, Moringa und Curcumin umfasste. Da Curcumin allgemein sehr ineffizient vom Körper absorbiert wird, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Ergebnisse dieser Studie wohl möglich größtenteils dem Moringa zuzuschreiben sind. (4)

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Experimentalgruppe im Vergleich zur Placebogruppe nach 16 Wochen einen höheren HDL-Cholesterinwert (diese Form von Cholesterin ist gesund!) aufwies. Die „bösen“ LDL– und VLDL-Werte, sowie die Triglyceride sind jedoch in der Experimentalgruppe deutlich gesunken. (4)

Auch auf Adiponectin wurde in dieser Studie getestet. Dabei handelt es sich um ein Gewebshormon, das in den Menschen mit metabolischem Syndrom besonders niedrig sind. Der Wert ist sehr wichtig und sollte höher sein. Man kam zu dem Ergebnis, dass in der Moringa-Gruppe dieses Gewebshormon statistisch signifikant erhöht war. (4)

Des Weiteren hat die Experimentalgruppe nach 16 Wochen im Durchschnitt 5,36 Kilogramm Körpergewicht, 2,08 BMI-Punkte, 5,36 cm Taillenumfang und 4,49 cm Hüftumfang verloren. (4)

In einer Tierstudie wurden Ratten in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde normal ernährt, während die andere eine Ernährung mit viel Fett und Wasser, mit 20 % Fructose erhielt. Die Tiere der zweiten Gruppe hatten nach 60 Tagen Studienlaufzeit deutlich schlechtere Zuckerwerte. Der Blutzucker und das Insulin war höher. Auch der sogenannte Homa-Index war 30-mal so hoch! (5)

Diese Experimentalgruppe erhielt anschließend 30 Tage lang ein Moringa-Extrakt. Die Ergebnisse: Die oben erwähnten Werte verbesserten sich drastisch. Blutzucker ↓, Insulin ↓, Homa-Index ↓ und Körpergewicht ↓. (5)

Alles, was man in der zuvor erwähnten Menschenstudie beobachtet hat, wurde in dieser Tierstudie bestätigt. 

Moringa und die Belastung durch Schwermetalle

Ein weiterer bemerkenswerter Vorteil von Moringa ist, dass es uns eventuell vor Schwermetallen wie Blei oder Arsen schützt. Die ganzen Antioxidantien des Körpers, die Giftstoffe im Körper neutralisieren, sind durch die Zugabe von Moringa trotz Schwerbelastung wieder gestiegen. (6)

Im Umkehrschluss konnte gezeigt werden, dass die Entzündungsparameter, die teilweise durch Schwermetalle ausgelöst werden, durch Moringa antiproportional gesenkt werden. Des Weiteren wurde auch gezeigt, dass die Einnahme von Moringa – obwohl dieses selbst kein Vitamin B12 enthält – den Vitamin-B12-Spiegel im Körper erhöhen konnte. Faszinierende Ergebnisse.

Fazit: Moringa enthält einzigartige sekundäre Pflanzenstoffe, die ein wichtiges Werkzeug im Kampf gegen Diabetes oder Schwermetallbelastungen sein könnten

Wie du gelesen hast, ist Moringa weit mehr als nur eine weitere grüne Pflanze mit zahlreichen Antioxidantien. Sie hat ein paar unersetzbare Eigenschaften, die sie sehr wertvoll machen. Vor allem bei zuckerkranken Menschen könnten ein paar Presslinge pro Tag einen bemerkenswerten Unterschied machen. Doch auch gesunde Menschen, könnten davon profitieren, wenn Sie dadurch Ihren Blutzucker etwas senken. Denn ein niedriger Blutzucker ist immer erstrebenswert – egal ob jung, alt, gesund oder krank!

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Quellenverzeichnis:
  1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32444043
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5442099/
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6213450/
  4. https://dom-pubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/dom.13443
  5. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/13813455.2020.1762661?journalCode=iarp20
  6. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32964820/

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