Coenzym Q10 – Was dir auch dein Arzt nicht sagt

Das Coenzym Q10 kennen die meisten aus den Werbekampagnen großer Beauty-Produkt-Firmen. Welche enormen Auswirkungen Q10 auf unseren Kreislauf und generelles, körperliches Wohlbefinden hat, bleibt hingegen bis heute meist unerwähnt. 

Dabei handelt es sich nicht um ein angebliches Wundermittel; Coenzym Q10 ist schlicht und ergreifend einer der wichtigsten Bausteine unseres Stoffwechsels und für uns und unseren Körper unerlässlich. Leider sind wir vor allem im Alter nicht mehr in der Lage, dieselben Mengen wie in unserer Jugend zu generieren. Schauen wir uns einmal genauer an, was Q10 bewirkt, wie es in unserem Körper zum Einsatz kommt und wie man das wichtige Coenzym durch ein liposomales Trägerkonzept von außen zuführen kann. 

Was ist eigentlich Coenzym Q10?

Zur Energieversorgung unseres Körpers verstoffwechseln wir permanent Glukose, um den Energielieferant Adenosintriphosphat (ATP) zu erzeugen. Dabei entstehen jedoch leider immer auch Radikale, die unseren Körper schädigen. Ein Konstruktionsfehler, könnte man meinen, aber durch den Einsatz von Q10, das unser Organismus ebenfalls produziert, wird dieses Problem wieder kompensiert.

Grundsätzlich zählt Q10 zu den Oxidantien und ist in jeder einzelnen Zelle zu finden, wo es eine fundamentale Rolle in der Erzeugung von Energie spielt. Denn bei der Umwandlung von Glukose in ATP sorgt Q10 für den nötigen Wechselprozess von Kreatin in die wichtigen Phosphatgruppen. 

Mängel an Coenzym Q10 oder Kreatin erschweren diesen Prozess und bewirken einen spürbaren Energieverlust – ein Effekt, auf den wir selbstverständlich wenig Lust haben! Obwohl Q10 aber so eine starke Auswirkung auf unseren gesamten Körper und besonders auch den Bereich Lunge/Atmung hat, wird es nach wie vor hauptsächlich für Anti-Aging-Cremes beworben. 

Das bringt Q10 unserem Körper

Die Effekte von Q10 auf unseren Körper sind, gelinde gesagt, dramatisch. Insbesondere, wenn ein Mangel vorliegt, macht uns der damit verbundene Energieverlust deutlich zu schaffen. Gerade die Lunge profitiert darüber hinaus von höheren Q10 Werten – eine bessere Funktion und die Aufnahme von mehr Sauerstoff sind die Folge. 

VO2Max ist die maximale Sauerstoffaufnahme der Lunge. Der obere Balken steigt nach der Gabe von Q10 enorm an.

Eine 30 prozentige Verbesserung der Sauerstoffsättigung war in einer Studie nach der Einnahme von Q10 Präparaten zu beobachten, denn die Lunge ist besonders für das Coenzym empfänglich. Auch bei Durchblutungsstörungen ist die positive Wirkung von Coenzym Q10 bekannt und belegt. (1)

Daneben konnte in einer anderen Studie auch eine knapp viermal höhere Blutplasma-Konzentration nachgewiesen werden, nachdem die Probanden 6 Wochen lang Ubiquinon zu sich genommen hatten. (2)

Der weiße Balken zeigt die erhöhte Blutplasma-Konzentration nach der Einnahmen von Q10

Ein ebenfalls eindeutiger Anstieg ist bei der Glukoseverstoffwechselung nachgewiesen: Durch die Einnahme von Q10 steigt die Menge an pro Minute verstoffwechseltem Sauerstoff an. Damit verbunden ist mehr Glukose und Makronährstoffe, die unserem Körper zur Verfügung gestellt werden und letztlich in mehr nutzbarer Energie resultieren.

Wir können diese Erfolge allerdings auch in besser greifbaren Ergebnissen darstellen: Für eine Studie wurde der Trainingserfolg mittels des Gewichts, das pro Kilogramm Körpergewicht bewegt werden konnte, gemessen. Die Probandengruppe, die Q10 zu sich nahm, konnte im Trainingszeitraum, eine Leistungszunahme von 40 % erreichen, während die Placebogruppe nur 20 %, also die Hälfte, erzielte. (3)

Wie alle Daten sind auch diese Studienergebnisse kritisch zu sehen: Andere Faktoren hinsichtlich Umwelt, Ernährung und so weiter könnten die Ergebnisse durchaus verfälscht haben. Die schiere Menge an positiven Resultaten in Studien, Untersuchungen oder Erfahrungsberichten lässt aber eine mehr als deutliche Tendenz erkennen.

Q10 hilft unserem Herzen

In einer Metastudie zu Forschungsergebnisse aus den Jahren 1985 bis 2003 konnte der positive Effekt von Q10 bei Herzinsuffizienz bereits deutlich nachgewiesen werden: Zehn der Zwölf darin enthaltenen Studien zeigten eine deutlich verbesserte Herzleistung nach Einnahme des Coenzyms Q10, eine Studie zeigte das Gegenteil und die Ergebnisse einer weiteren waren neutral. (4)

Auch neuere Arbeiten zu diesem Thema lassen sich mühelos finden: 2014 bewies eine weitere Studie mit 400 an Herzinsuffizienz leidenden Teilnehmern, dass die Sterblichkeitsrate und nötige Menge von Herzmedikamenten sinkt, wenn Q10 eingenommen wird. In diesem Fall handelte es sich um eine sehr hohe Dosierung von 300 Milligramm pro Tag über einen Zeitraum von zwei Jahren. (5)

Beide Kennzahlen, die Sterblichkeit und die Menge an notwendigen Herzmedikament, gingen gegenüber der Placebo-Gruppe deutlich zurück. Besonders beeindruckend ist dabei die Anzahl der Herzinfarkte, die sich unter den Probanden nahezu halbiert hat. 

Auch ein Blick auf die unterschiedlichen Herzmedikamente und wer wie viel von ihnen benötigt hat, spricht eine deutliche Sprache: Die Placebo-Gruppe hatte in allen Kategorien einen höheren Medikamentenbedarf als die Probanden, die das Q10 einnahmen. 

Resultat der Studie: Die ergänzende Behandlung mit Q10 ist sicher und wird vom Körper ohne Nebenwirkungen toleriert.

“Super, dann geben wir allen Patienten mit Herzinsuffizienz 300 mg Q10 pro Tag!” – So einfach ist es nicht, denn in Deutschland sind nur maximal 100 Milligramm pro Tag zulässig. Wie man zu dieser Zahl kommt, obwohl doch der positive Effekt eindrucksvoll bewiesen wurde und dadurch unnötiges Leiden verhindert werden könnte? Unbekannt. 

Wie viel Q10 vertragen wir?

Die Fragen nach der zu empfehlenden Q10-Dosis sowie möglicher Nebenwirkungen sind interessant und zeigen viele der Probleme auf, die mit der Empfehlung und Anwendung des Coenzyms verbunden sind. Denn für die 100 mg pro Tag, die in Deutschland lediglich zulässig sind, gibt es aktuell keine haltbare, medizinische Begründung. 

So konnte etwa in einer Studie belegt werden, dass 1.200 Milligramm, also das Zwölffache der bei uns zulässigen Dosis, möglich sind. Zu den Nebenwirkungen, die bei mehr als 100mg Tagesdosis auftreten können, zählt unter anderem Schlaflosigkeit – kein Wunder, wirkt doch Q10 als Energiebooster, da es sich um einen Baustein der Atmungskette und damit der Energiegewinnung handelt! (6)

Auch extremere Mengen wurden in einer Studie an Hunden erforscht: 1.800 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht wurden dabei verabreicht. Die Ergebnisse waren jedoch wenig spektakulär, da keine Nebenwirkungen erkennbar waren. Aus medizinischer Sicht würde dies für mögliche Dosierungen von bis zu 2.400 mg pro Tag bei Menschen sprechen. Eine solch hohe Menge, so das Ergebnis der Studie, sollte in klinischen Studien erprobt werden. (7)

Nach Nebenwirkungen von Q10 selbst in höheren Dosen suchen wir also bis heute größtenteils vergeblich. Gleichzeitig liest sich die Liste der Medikamente, die wir alltäglich einsetzen, wie eine einzige Warnung. Medikamente, wohlgemerkt, die durch die Zunahme von Q10 – erwiesenermaßen – in geringeren Maßen oder sogar überhaupt nicht mehr eingenommen werden müssten.  

Durch die oben genannten Studienergebnissen haben wir Q10 als Verstärker in das Heavy Metal Detox Bundle integriert. Probiere das Bundle am besten selbst aus!

Der Q10-Spiegel sinkt im Alter

Das Q10 für den Zellstoffwechsel unerlässlich ist und unsere Energieproduktion antreibt, ist also kein Geheimnis. Wir könnten es nun dabei belassen und uns anderen Themen widmen, wenn unser Körper nicht mit steigendem Alter die Produktion dieses wichtigen Coenzyms Stück für Stück reduzieren würde.

Der Q10-Spiegel sinkt mit dem Alter im Körper

Während wir mit etwa 20 Jahren das Maximum an Coenzym Q10 in Herz, Leber und Nieren vorfinden, sinkt der Pegel im Alter drastisch ab: Mit 40 Jahren ist zum Beispiel nur noch halb so viel im Herzen vorhanden! Das mag evolutionär verständlich sein, denn wir Menschen wurden historisch ohnehin nicht älter als 30 oder 40 Jahre. 

Heutzutage dürften sich die meisten jedoch nicht mit dem Umstand zufriedengeben wollen, dass es ab 20 bergab geht. Die gute Nachricht: Wir müssen uns hier keine Niederlage eingestehen, sondern können mit Q10 Supplements problemlos wieder auf den Höchststand unserer jüngeren Jahre kommen. 

In der heutigen Medizin spielt dieser dramatische Abfall des Q10-Spiegels in unseren Organen so gut wie keine Rolle – zumindest sprechen Ärzte in der Regel nicht mit uns darüber. Anstatt diese Veränderung unseres Körpers direkt anzugehen, werden aus unterschiedlichsten Gründen oft deutlich aggressivere Medikamente verschrieben, wenn es an der Leistung von Herz und Co. hapert. 

Ubiquinol und Ubiquinon – der teure Unterschied

Q10 tritt generell in zwei verschiedenen Formen auf: in der reduzierten Variante Ubiquinol und oxidiert als Ubiquinon. In unserem Körper finden wir zu 95 % die erstere Form, Ubiquinol, was durch modernes Marketing entsprechend ausgenutzt wurde. Die Folge: in der reduzierten Form ist Coenzym Q10 heute dreimal so teuer wie das oxidierte Ubiquinon.

Ob nun die eine oder andere Form nützlicher ist, kann man ausgiebig diskutieren. Eine Studie aus Italien hat etwa belegt, dass das günstigere Ubiquinon wirksamer sein kann. Andere Untersuchungen zeigen hingegen, dass der Schutz unserer DNA vor Radikalen unterschiedlich ausfällt: Die beiden Arten von Basenpaaren, Pyrimidin und Purin, werden durch die beiden Q10 Formen jeweils besser geschützt. (8) (9)

Die Unterschiede zwischen Ubiquinon und Ubiquinol verschwimmen noch weiter, wenn wir uns bewusst machen, dass die beiden Formen in unserem Körper jederzeit konvertiert werden können. Durch die hohe Bereitschaft des Wasserstoffs, der reichlich in unserem Margen-Darm-Trakt entsteht, Elektronen abzugeben, funktioniert dieser Wandel problemlos. 

Welche Form von Q10 wir zu uns nehmen spielt also keine Rolle: Unser Körper wandelt sie, falls nötig, in die jeweils andere um, wie in der bereits erwähnten Studie aus Italien belegt wurde. Damit bleibt die Frage “Ubiquinon oder Ubiquinol?” eine rein finanzielle. 

Eingriffe in den Q10-Haushalt

Ein Großteil der Ärzte und Pharmaindustrie reagieren schon bei bloßer Nennung von Q10 allergisch und greifen stattdessen lieber auf unterschiedliche Medikamente zurück. Ich habe, zum Vergleich, einmal das häufig eingesetzt “Lovastatin” herangezogen, welches den Blutcholesterinspiegel senken kann. 

Die Nebenwirkungen lassen sich, wie bei Medikamenten üblich, auf Beipackzetteln oder der gelben Liste finden. Nicht erwähnt wird dabei jedoch, dass Lovastatin auch den Q10 Spiegel senkt! 

Die naheliegende Konsequenz wäre nun, Patienten, die Lovastatin einnehmen, auf die Notwendigkeit einer Q10-reichen Ernährung oder die Verwendung von Q10-Supplements hinzuweisen. Da diese Nebenwirkung allerdings kaum irgendwo Erwähnung findet, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass diese Informationen wirklich an Patienten weitergegeben werden. 

Das kann, aufgrund der positiven Wirkung von Q10 auf den Energiehaushalt, Wohlbefinden und ganz konkret bei verschiedenen Leiden (z.B. Herzinsuffizienz), negative bis gefährliche Folgen haben. Man könnte diese Ignoranz gegenüber dem Q10-Haushalt – trotz belegter, wissenschaftlicher Erkenntnisse – durchaus als Fahrlässig bezeichnen. 

Wo bekommen wir Q10 her?

Wollen wir Q10 über die Nahrung aufnehmen, sind tierische Lebensmittel unsere erste Adresse. Gerade Organe wie das Herz weisen einen hohen Gehalt des Coenzyms auf und können uns dabei helfen, unsere Werte zu steigern. Natürlich möchte aber nicht jeder tierische Produkte zu sich nehmen und selbst unter überzeugten Fleischessern erfreuen sich Innereien nicht immer der größten Beliebtheit… 

Zusätzlich sinkt selbst im Falle einer ausgewogenen Ernährung der Q10-Spiegel im Alter ab, da unsere körpereigene Produktion immer weiter zurückgeht. Wer ausschließlich auf pflanzliche Produkte und ihren geringeren Q10-Gehalt setzt oder nur in sehr geringen Mengen zu Fleisch und Co. greift, wird diese Auswirkungen deutlich stärker spüren. 

Da unser Körper die Q10 Produktion jenseits der 20 Jahre nach und nach herunterfährt, müssen wir entweder mit dem daraus resultierenden Energieverlust leben oder ihn durch die externe Einnahme ausgleichen. Hierfür stehen uns mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Q10 in der Nahrungsergänzung

So nützlich Q10 für unseren Körper auch ist, so gering ist leider auch seine Bioverfügbarkeit. Das heißt: nur ein geringer Anteil des aufgenommenen Wirkstoffs findet seinen Weg auch in unseren Kreislauf. 

Um diesen Umstand zu beheben, wurde jedoch schon lange an möglichen Transportmedien geforscht. Solid-Lipid-Nanocarrier (SLN) können durch ihre einfache Lipidschicht den Wirkstoff besonders gut ausliefern und sind das bisher erfolgreichste Resultat dieser Arbeit.

Verglichen mit “normalem” Q10 zeigte SLN eine deutlich bessere Wirkung: 6-mal mehr Wirkstoff schafft es in unseren Kreislauf! Die Verwendung von Liposomen wurde ebenfalls getestet und auch, wenn hier bessere Ergebnisse als mit regulären Q10 erzielt wurden, glänzt SLN noch immer mit einer 4-fach besseren Leistung im Vergleich.

Diese erhöhte Wirksamkeit von liposomalem Q10 kommt unter anderem auch Diabetikern zugute, wie eine weitere Studie⁶ belegen konnte. Denn die Verstoffwechselung von Glukose konnte durch Q10 Einnahme erwartungsgemäß gesteigert werden. Durch liposomales Q10 konnte dieses Ergebnis noch einmal deutlich überboten werden!  

Kein Wunder also, das Liposomales Q10 in verschiedenen Formen immer weitere Verbreitung findet. Zahlreiche Beauty-Konzerne bieten zum Beispiel schon heute erste Produkte, die auf diesem Konzept basieren, an. 

Fazit: Brauche ich Q10?

Die Faktenlage zu den positiven Effekten ist eindeutig, aber nicht jeder sollte automatisch Q10-Präparate zu sich nehmen. Wenn du gerade um die 20 Jahre alt bist und deine Ernährung tierische Produkte beinhaltet, musst du dir über die von deinem Körper produzierte Menge keine Gedanken machen. 

Hast du bereits einige Jahre mehr hinter dir oder ernährst dich vollständig oder größtenteils pflanzlich, kann ein liposomales Q10 Präparat für dich sinnvoll sein. Die Aussicht auf ein deutliches Plus an Energie, verbesserter Durchblutung und mehr könnte das Ausprobieren solcher Supplements durchaus rechtfertigen. 

Die Entscheidung liegt aber ganz allein bei dir. Denn ein sinkender Q10-Spiegel kann zwar unangenehme Folgen mit sich bringen; gefährlich oder gar lebensbedrohlich ist er allerdings nicht.

Quellenverzeichnis:

  1. T Ylikoski et al.
  2. Studie zu Ubiquinon Kapseln, 11:22 Coenzym Q10 Telegram
  3. Studie zu Fitness 13:36, Coenzym Q10 Telegram
  4. “The impact of coenzyme Q10 on systolic function in patients with chronic heart failure”, Sanders et al.
  5. “The Effect of Coenzyme Q10 on Morbidity and Mortality in Chronic Heart Failure”, Mortensen et al.
  6. “Safety assessment of Coenzyme Q10”, Hidaka et al.
  7. “Oral Repeated Dose Toxicity Studies of Coenzyme Q10 in Beagle Dogs”, Yerramilli-Rao et al.
  8. Italienische Studie von Dr. William Judy, weitere Information fehlt
  9. Untersuchung zur Wirkung auf Basenpaare der Doppelhelix ohne Information

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