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Wenn die Pharma KÖNNTE, würde sie Heidelbeeren patentieren – so wirken sie!

Wenn die Pharma KÖNNTE, würde sie Heidelbeeren patentieren – so wirken sie!

Die Annahme, dass Kulturheidelbeeren Abkömmlinge der Wildheidelbeeren sind, ist komplett falsch! Tatsächlich haben die beiden Beeren fast gar nichts miteinander zu tun. Dies wird deutlich, wenn du sie in der Mitte auseinander schneidest und dir das Fruchtfleisch ansiehst. Die eine ist prächtig lila mit vielen kleinen Kernen, die andere eher weiß und wässrig. In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Heidelbeere am gesündesten ist, und wie dein Körper von den kleinen blauen Beeren profitiert.

Das Wichtigste zuerst:

Die Wildheidelbeere als Grundnahrungsmittel

Wenn du selbst schonmal wilde Heidelbeeren gegessen hast, wirst du sicher bemerkt haben, dass deine Zunge danach komplett blau ist. Genau, das ist auch ernährungswissenschaftlich gesehen der größte Unterschied zwischen wilden Heidelbeeren und Kulturheidelbeeren. Die Wildheidelbeere enthält Anthocyane, das sind ganz wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, die blau sind. 

Heidelbeeren sind eines der Lebensmittel, das wie für den Menschen gemacht scheint. So viele sekundäre Pflanzenstoffe und dazu noch reichlich Ballaststoffe! Kein Wunder also, dass die wilde Heidelbeere, evolutionär gesehen, immer ein Grundnahrungsmittel für uns Menschen war.

Warum kleine Heidelbeeren besser sind

Wilde Heidelbeeren sind nur circa halb so groß, wie die kommerziell angebauten Kulturheidelbeeren. Doch das ist gut so! Denn wie auch bei anderen Früchten stecken bei Heidelbeeren die meisten sekundären Pflanzenstoffe direkt in der Haut! Eine kleinere Heidelbeere hat einfach mehr Oberfläche, und daher mehr Haut. 

Heidelbeere
Aufgrund der Bergmannschen Regel wissen wir: Das Volumen der Heidelbeere nimmt um den Faktor 3 zu, die Oberfläche allerdings nur um den Faktor 2.

Dies ist auch der Grund, wieso Eisbären größer sind als andere Bären. Sie brauchen mehr Volumen in Relation zur Oberfläche, um Wärme besser speichern zu können. Daher gilt generell auch: je kälter der Lebensraum, desto größer das Tier. 

Unterschiedliche Heidelbeeren im Vergleich

Eine Studie verglich viele verschiedene Arten von Heidelbeeren, die auf der ganzen Welt wachsen. Das Ergebnis war nicht überraschend. Aus dutzenden Arten hatte die wilde Heidelbeere den höchsten Anthocyan-Gehalt (603 mg pro 100g). (1)

Was bringen uns diese Anthocyane?

Die häufigste Todesursache in Deutschland sind eindeutig Herz-Kreislauf-Erkrankungen.  Vielen Leuten ist gar nicht bewusst, wie viel man mit seinem Lebensstil beeinflussen kann. 

Wir sehen im Detail, dass chronische ischämische Herzkrankheit, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz, die häufigsten Todesursachen in Deutschland sind. Alle drei zählen zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Über diese Epidemie wird jedoch in der Politik nur selten geredet. Erschreckend ist, dass Forscher zeigten, dass 58 Prozent der neu entwickelten Pharmazeutika keine bessere Wirkung haben als ältere Medikamente.

Das amerikanische Journal der Epidemiologie veröffentlichte 2017 eine Metaanalyse von 22 Kohortenstudien. Es wurde untersucht, inwiefern die tägliche Einnahme von Flavonoiden (dazu zählen auch die Anthocyane) unser Herz-Kreislauf-Risiko beeinflussen. Das Ergebnis: 100 MG Flavonoide reduzierten das Risiko um 6 %. (2)

Weitere Goldstandard-Studien zu Heidelbeeren

Eine placebokontrollierte Studie aus dem Jahr 2009 untersuchte, wie sich Anthocyane auf den Cholesterinspiegel auswirken. Das Fazit: Eine Anthocyan-Supplementierung beim Menschen verbessert die LDL- und HDL-Cholesterinkonzentration und erhöht den zellulären Cholesterin-Efflux ins Serum. (3)

Dies zeigt, dass Heidelbeeren LDL-Spiegel senken könnten und den HDL-Spiegel erhöhen können. Das ist gut so! Denn das HDL-Cholesterin transportiert das überschüssige Cholesterin vom Blutkreislauf in die Leber, sodass es sich nicht in der Blutbahn anreichern kann. Eine Grundvoraussetzung für ein gesundes Herz-Kreislauf-System. 

Die FMD ist ein Messwert, der zeigt, wie stark sich der Durchmesser deiner Arteria Brachialis aufgrund einer Stressreaktion verändert. Hierbei spielt die Stickstoffmonoxid-Konzentration eine wichtige Rolle, und der FMD-Test informiert über die Funktionsfähigkeit deiner Arterien. Glutathion ist das wichtigste intrazelluläre Antioxidans im menschlichen Körper. Es beschützt das Stickstoffmonoxid, was den FMD-Wert verbessert. Doch auch Blaubeeren erzielen diesen Effekt. Der arterielle Durchmesser steigt bereits nach einer Tasse Blaubeeren. Außerdem wurden auch viele andere positive Effekte nachgewiesen: 

  • Die Steifheit der Arterien dadurch abnimmt (eine gute Sache!)
  • Die Zellkommunikation nimmt zu
  • Das Sehvermögen wird verbessert
  • Der Blutdruck sinkt
  • Der Insulinspiegel wird reguliert (4)

Doch wurden diese positiven Effekte wirklich durch die Anthocyane hervorgerufen oder war ein anderer Stoff in den Heidelbeeren dafür verantwortlich? Die wurde belegt, nachdem die Wissenschaftler den Anthocyan-Spiegel im Blut der Probanden untersucht hatten. (4)

Weiters hat eine andere placebokontrollierte Doppelblindstudie gezeigt, dass die Einnahme von 240 mg Heidelbeerextrakt über zwei Wochen, die Akkumulation des Ziliarmuskels lindert. Dies ist ein äußerst großer Vorteil, denn dieser Muskel wird vor allem beeinträchtigt, wenn wir längere Zeit auf Bildschirme starren. 

Fazit: Heidelbeeren sind ein Superfood, das genauso gut als Medikament verschrieben werden könnte.

Die positiven gesundheitlichen Auswirkungen, die Heidelbeeren auf den Menschen haben, sind nicht länger von der Hand zu weisen. Man könnte stundenlange Vorträge über Studien halten, die einwandfrei gestaltet sind und die gesundheitlichen Vorteile der Heidelbeere mit Placebokontrollen nachweisen. Sie verbessern unsere Cholesterinwerte, senken das Herz-Kreislauf-Risiko, verbessern den FMD-Wert, senken die Steifheit der Arterien, fördern die Zellkommunikation, regulieren den Insulinspiegel, verbessern das Sehvermögen und senken den Blutdruck. Und das beste: Sie sind teilweise kostenlos zu pflücken und sehr lecker!

Autor
Autor

Gilg Philipp

Quellenverzeichnis:
  1. https://content.iospress.com/download/journal-of-berry-research/jbr038?id=journal-of-berry-research%2Fjbr038
  2. https://academic.oup.com/aje/article/185/12/1304/3793084?login=false
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19640950/#:~:text=Conclusions%3A%20Anthocyanin%20supplementation%20in%20humans,to%20the%20inhibition%20of%20CETP.
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6537945/

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