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Welche Nahrungsergänzungsmittel helfen gegen Durchfall?

Welche Nahrungsergänzungsmittel helfen gegen Durchfall?

Durchfall ist für viele Menschen eine unangenehme Erkrankung, die auch andere Symptome nach sich ziehen kann. Oft leiden Betroffene ebenfalls unter starken Schmerzen in der Bauchgegend oder Blähungen. Solche Krankheiten können den Alltag beeinträchtigen. Unterschiedliche Nahrungsergänzungsmittel können helfen, Durchfall und dessen Begleiterscheinungen zu reduzieren. 

Das Wichtigste zuerst:

Definition Durchfall

Generell sprechen Mediziner von Durchfall oder Diarrhö, wenn jeden Tag mindestens drei ungeformte Stuhlgänge mit einem Wassergehalt von über 75 Prozent ausgeschieden werden. Unter einem ungeformten Stuhlgang versteht man eine wässrige, breiige Konsistenz. Der Begriff Diarrhö wird ebenfalls verwendet, wenn die Stuhlmasse mindestens 250 Gramm beträgt. Erkrankungen dieser Art dauern bis zu 14 Tage an. Bei einer länger anhaltenden Symptomatik wird von akutem oder chronischem Durchfall gesprochen. 

Jede dritte Person in Deutschland leidet einige Tage pro Jahr an Durchfall. Besonders gefährdet sind dabei Kinder und ältere Menschen. Das liegt daran, dass ihr Immunsystem geschwächt ist. Gerade sie sollten bei anhaltendem Durchfall einen Arzt aufsuchen. Weitere Risikogruppen sind Menschen, die in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten. An Orten mit vielen Personen können sich Erreger besser ausbreiten. Im Normalfall verschwindet Durchfall mit den einhergehenden Symptomen nach wenigen Tagen automatisch. Diarrhö durch eine virale Infektion tritt in Deutschland am häufigsten auf.

Durchfall – Diese Aufgaben haben Darmbakterien

Der Darm ist voll von Bakterien: Rund 1,3-mal so viele Bakterien, wie es in den Zellen des Körpers gibt, befinden sich allein im Darm. Diese werden benötigt für die zahlreichen Prozesse, die mit der Verdauung einhergehen. Dazu gehört ebenfalls die Synthese von Vitaminen und die Abwehr von möglichen Krankheitserregern. Dabei gibt es vier unterschiedliche Bakterien-Familien, die bereits einen Anteil von 99 Prozent abdecken: Proteobacteria, Actinobacteria, Firmicutes und Bacteroidetes. Bei einem Verlust von Bakterien kann es dazu kommen, dass Allergien begünstigt werden. 

Das sind die Ursachen für Durchfall

Unverträglichkeit bestimmter Nahrungsmittel

  • Glutenunverträglichkeit
  • Milcheiweißallergie
  • Laktoseintoleranz

Infektionen

  • Bakterielle Infektionen nach einer Lebensmittelvergiftung wie Staphylokokken
  • Parasiten nach einem Aufenthalt in den Tropen wie Plasmodien bei Malaria
  • Pilze
  • Befall einer Viruserkrankung wie ein Rotavirus, Norovirus oder Adenovirus
  • Bakterien wie Amöben, Salmonellen, E. coli, Shigellen, Kryptosporidien oder Campylobacter

Auch Darmerkrankungen wie Darmtumore, Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn können die Ursache von Durchfall sein. Krankheiten, die nicht chronisch sind, wie eine akute Appendizitis oder auch Blinddarmentzündungen haben Durchfall als Begleiterscheinung. Zusätzlich gibt es systematische Erkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion, Nierenbecken- oder Mittelohrentzündungen, die sich durch Durchfall bemerkbar machen können.  

Bei anhaltender Symptomatik ist ein Arzt aufzusuchen. Dieser findet die Ursache für den Durchfall und kann eine individuelle Behandlung empfehlen. Zuerst erfolgt eine Anamnese, bei der die Krankheitsgeschichte abgefragt wird. Dafür sind die genaue Beschaffenheit und Dauer des Stuhlgangs mitzuteilen. Eine anschließende körperliche Untersuchung unter Berücksichtigung von Durchblutung und Darmgeräuschen kann Klarheit schaffen. Ist die Ursache unklar, kann es zu einer Analyse durch das Labor kommen, um mögliche Viren, Parasiten oder Bakterien zu finden.

Welche Vitamine verliert man bei Durchfall?

Durch akuten oder chronischen Durchfall kann die ausreichende Aufnahme von Nahrung und essentiellen Stoffen in den Körper verhindert werden. Dabei gehen wichtige Vitamine, Elektrolyte und Mineralstoffe über den Darm verloren. 

Wissenswert!

Chronischer Durchfall über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten kann das Risiko eines Mangels an wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen erhöhen. Dabei tritt es häufig auf, dass Betroffene einen Mangel an Vitamin B12 und Eisen vorweisen. Langfristig kann dies weitere Symptome nach sich ziehen, wie beispielsweise Blutarmut.

Solche Mängel können unterschiedliche Konsequenzen haben. Ein Beispiel wäre ein gestörter Stoffwechsel, da Vitamine wie B1, B3, B6 und B12 wichtig sind und zahlreiche Aufgaben im Stoffwechsel übernehmen. Zusätzlich kann eine gestörte Aufnahme der Stoffe über den Darm Symptomatiken wie Durchfall und Bauchschmerzen auslösen. 

Langanhaltender Mangel an Mineralstoffen kann unterschiedliche Folgeerkrankungen auslösen:

  • Mangelernährung
  • Kachexie/Auszehrung
  • Elektrolytverlust 
  • Ausbreitung der Infektion auf weitere Organe
  • Chronifizierung des Durchfalls

Welche Mineralien verliert man bei Durchfall?

Ein weiteres Problem von Durchfall ist, dass der Körper Flüssigkeit verliert. Damit verliert er zusätzlich wichtige Mineralstoffe, die dem Körper anschließend fehlen. Durch chronischen Durchfall kann es dadurch sogar zu lebensbedrohlichen Situationen kommen, wie beispielsweise zu Kreislaufzusammenbrüchen. 

Gerade Mängel durch Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Natrium, Zink und Magnesium entstehen durch Durchfall. Diese Mineralien erfüllen wichtige Aufgaben im Bereich des Wasserhaushaltes, der wiederum Einfluss auf den Kreislauf und den Blutdruck hat.

Um die massiven Verluste von Salz auszugleichen, empfiehlt es sich ebenfalls, Mineralien wie Kalium, Zink und Magnesium einzunehmen. Diese sind entscheidend für den Wasserhaushalt des Körpers, die Funktion von Nerven- und Muskelzellen und werden für den Kreislauf, den Energiestoffwechsel und gegen Bluthochdruck benötigt. 

Folgen von chronischem Wasserverlust:

  • Austrocknung des Körpers durch Wasserverlust: Kreislauf wird extrem belastet, v.A. bei Kleinkindern
  • Schwere Fälle führen zu einem niedrigen Blutdruck, Kreislaufschwäche und können sogar Bewusstseinsstörungen auslösen

Welche Nahrungsergänzungen helfen bei Durchfall?

Die Einnahme von unterschiedlichen Nahrungsergänzungsmitteln kann helfen, den Durchfall schneller loszuwerden. Zudem können Defizite an bestimmten Stoffen ausgeglichen werden, was den Körper bei der Genesung unterstützt. Dadurch, dass Mangelerscheinungen ausgeglichen werden, kann es auch verhindert werden, dass Folgeerkrankungen entstehen.

 

Mineralien wie Kalium, Calcium, Natrium, Zink und Magnesium

Wer an Durchfall leidet, verliert viele Salze. Deshalb ist es ratsam, Kalium, Zink und Magnesium einzunehmen, um den Salzhaushalt des Körpers wieder auszugleichen. Salze sind wichtig für die Funktion von beispielsweise Nervenzellen oder Muskelzellen. Auch der Energiestoffwechsel benötigt sie. 

Stoffe wie diese sind wichtig für den Wasserhaushalt des Körpers. Sie nehmen Einfluss auf den Kreislauf, weshalb es bei einem starken Mangel zu einem Kreislaufzusammenbruch kommen kann. Auch spielen bei der Aufrechterhaltung des Blutdrucks Mineralien eine Rolle. 

Die B-Vitamine

Häufig leiden Betroffene von Durchfall unter einem Vitamin B12-Mangel. Auch die anderen Vitamine der B-Familie sind betroffen, wie Vitamin B1, B3, B6 und B12, da es sich um wasserlösliche Vitamine handelt. Ihre Rolle im Körper ist nicht zu unterschätzen, sie sind wichtig für unterschiedliche Aufgaben im Stoffwechsel. Ein Mangel an diesen Vitaminen kann zu zusätzlichem Durchfall und Bauchschmerzen führen. Zudem können eine Vielzahl von Folgeerkrankungen entstehen. 

Vitamine für das Immunsystem wie Vitamin C und Vitamin D

Vitamin C ist wichtig für unterschiedliche Stoffwechselprozesse. Zusätzlich spielt es eine Rolle bei dem Aufbau von Bindegewebe, Knochen und Zähnen. Es wirkt antioxidativ und bekämpft somit schädliche Stoffe im Körper. Durch Vitamin C kann ebenso die Verwertung von Stoffen verbessert werden.  Vitamin D  fördert die Aufnahme von unterschiedlichen Stoffen, besonders Calcium, im Darm. Dadurch wird die Mineralisierung von Knochen beeinflusst, ebenso wie zahlreiche Hormone.

Untersuchungen zeigen, dass besonders in Patienten mit Reizdarmsyndrom die Aufnahme von Vitamin D über die Sonne nicht ausreichend ist. Vermutlich führen die einschränkenden Symptome dazu, dass die Patienten weniger Zeit im Freien verbringen. Deshalb ist gerade bei Erkrankten die Versorgung mit Vitamin D über die Nahrung oder durch Nahrungsergänzungen wichtig.

Wissenswert!

Mediziner empfehlen bei chronischem Durchfall meist ein Multipräparat, das alle benötigten Stoffe wie Mineralien und Vitamine enthält. Solche Präparate enthalten meistens sämtliche B-Vitamine und Vitamine, die für die Aufrechterhaltung des Immunsystems wichtig sind, beispielsweise Vitamin C und D.

Studien zur Nahrungsergänzung

In Bezug auf Durchfallerkrankungen liegen ebenfalls einige Studien vor, die im Folgenden vorgestellt werden. In einer Studie wurde die Wirkung von Vitaminen und Mineralstoffen auf das Immunsystem überprüft. Dies geschah in einer placebokontrollierten Studie mit 75 Kindern, die unterschiedliche Mikronährstoffe erhielten wie Zink, Eisen, Vitamin C, Vitamin D und Folsäure/Vitamin B9. Ebenfalls nahmen sie inaktivierte Milchsäurebakterien oder Placebo ein. Die Gruppe, die ausschließlich Mikronährstoffe einnahm, zeigte ein deutlich selteneres Auftreten von Diarrhö (15 Prozent) im Vergleich zu den anderen beiden Gruppen (beide 26 Prozent).

Die Gruppe für die Studie war nicht besonders groß, weshalb die Auswirkungen der Vitamine und Mineralstoffe weiter untersucht wurden. Die Auswertung weiterer Studien durch Wissenschaftler ergab kein verringertes Auftreten von Durchfall bei der Einnahme von Zink im Vergleich zur Einnahme von Vitamin A alleine. An der Studie nahmen HIV-infizierte oder beeinträchtigte Kinder teil. Insgesamt wurden 350 Versuchsprobanden verwendet, die im Alter von 6-24 Monaten waren. Trotz ähnlicher Prävalenz konnte die Einnahme von Zink und Multivitamin-Präparaten die Sterblichkeit reduzieren. 

Probleme wie das Reizdarmsyndrom sind weit verbreitet. Zahlreiche Beschwerden und Symptome können Betroffene über Tage oder sogar Monate quälen. Sie leiden ebenfalls häufig unter einem Mangel von Vitamin D, oft bis zu 95 Prozent. 

Deshalb setzten sich Wissenschaftler mit der Auswirkung von Vitamin D-Wochendosierungen (50.000 IE/Woche) auseinander. Dafür wurden die Symptome über einen Zeitraum von 9 Wochen untersucht. Die zusätzliche Einnahme wirkte sich positiv auf den Visceral Sensitivity Index aus. Dieser beschreibt spezifische Angstsymptome, die oft eine Folge von Magen-Darm-Problematiken sind. Die Schlussfolgerung der Forscher ist, dass die Einnahme von Vitamin D sich positiv auf Patienten auswirkt, die sonst keine ausreichende Vitamin D Versorgung haben. 

In einer weiteren Studie wurden Kinder mit dem Reizdarmsyndrom untersucht. Diese nehmen über die Nahrung deutlich weniger Vitamin C ein. Es wird vermutet, dass ein Ausgleich des Mangels durch Nahrungsergänzungen sich positiv auf die Symptome auswirkt. 

Welche Lebensmittel sollten bei Durchfall vermieden werden?

Milch und Milchprodukte:

  • Milchzucker oder auch Lactose ist in Milch und deren Produkten enthalten und gilt als leichtes Abführmittel. Das ist der Grund dafür, weshalb sämtliche Milchprodukte bei Durchfall kontraproduktiv sind und vermieden werden sollten.
  • Darminfekte führen dazu, dass vermehrt Lactase im Darm gebildet wird, wodurch das Problem weiter verschlimmert wird.
  • Milchprodukte und fettige oder scharfe Gerichte belasten den Verdauungstrakt und sollten bei Durchfall vermieden werden. 

Kaffee:

  • Kaffee ist für viele eine Art morgendliches Abführmittel, das Verstopfung verhindert. Insbesondere das Koffein regt die Peristaltik des Darms an und leitet den Stuhlgang in die Wege.
  • Leidet eine Person bereits unter Durchfall, würde Kaffee zu einer Hyperaktivität des Darms führen und sollte deshalb vermieden werden.

Chili:

  • Scharfe Gewürze wie Chili reizen die Darmwände. Diese sind bei von Durchfall geplagten Menschen bereits gereizt und dadurch empfindlicher.
  • Deshalb sollten scharfe Gewürze vermieden werden, denn der Wirkstoff von Chili, Capsaicin, kann die Probleme weiter verschlimmern. 

Hülsenfrüchte:

  • Bei manchen Menschen führen Gerichte wie Linsengemüse, Bohneneintopf und Kidneybohnen-Salat zu Blähungen und können bereits vorhandenen Durchfall weiter verschlimmern.

Alkohol:

  • Alkohol erschwert die Verdauung und reizt die Schleimhäute des Verdauungssystems. Auch die Verwertung von wichtigen Nährstoffen wird durch Alkohol erschwert. Die Wirkung des Alkohols lässt sich ebenfalls im Stoffwechsel der Leber beobachten, der negativ beeinflusst wird.
  • Alkoholkonsum während einer Durchfallerkrankung kann problematisch sein, da der Körper auf eine leistungsfähige Leber angewiesen ist. Diese wird insbesondere dafür benötigt, den Infekt oder den chronischen Zustand der Erkrankung zu überwinden. 
  • Ein weiterer negativer Aspekt ist der dehydrierende Charakter von Alkohol, der gerade bei einem niedrigen Wasserhaushalt durch anhaltenden Durchfall kontraproduktiv ist.

Nüsse und Trockenfrüchte:

  • Nüsse sind ein schwer verdauliches Nahrungsmittel. Zusätzlich enthalten Trockenfrüchte und Nüsse kaum Wasser, welches bei Durchfallerkrankungen dringend benötigt wird.
  • In Trockenfrüchten und Nüssen sind viele unlösliche Ballaststoffe enthalten. Diese können Durchfall ebenfalls verschlimmern.
  • Zusätzlich können so Blähungen entstehen und die Darmschleimhaut irritiert werden. Beides ist schädigend für einen bereits gereizten Darm. 

Fleisch:

  • Fleischgerichte wirken entzündungsfördernd. Generell ist Fleisch schwer verdaulich. 
  • Auf Wurst und Fleisch sollte deshalb verzichtet werden, wenn jemand an Durchfall leidet und einen strapazierten Magen hat. 

Zuckeraustauschstoffe:

  • Viele Produkte enthalten Zuckeralkohole wie Sorbit, Mannit, Isomalt oder Maltit. 
  • Beispiele wären Schaumküsse, Fruchtgummis, Waffeln, Senf, manche Saucen, Kaubonbons, manche Softdrinks und Kaugummis. Nahrungsmittel wie diese können Durchfall und Blähungen verschlimmern. 

Fettige Nahrungsmittel:

  • Fettreiche Mahlzeiten sind schwer zu verdauen und strengen den Magen zusätzlich an, weshalb sie gemieden werden sollten.
  • Dazu gehören Braten, Pommes und generell Fast Food. 

Cola und Salzstangen:

  • Problematisch an Cola ist die Tatsache, dass sie viel Zucker enthält. Zucker bindet an Wasser und sorgt somit für eine weitere Flüssigkeitszufuhr im Darm. 
  • Auch das Koffein in der Cola verschlimmert den Verlust von Kalium. 
  • Salzstangen enthalten kein Kalium, aber Natrium. Beide Mineralien werden bei Durchfall ausgeschieden und sollten gleichmäßig wieder zugeführt werden, um den Salzhaushalt des Körpers auszugleichen.  

Weitere Lebensmittel: 

  • Früchte
  • Fleisch
  • Kohlensäurehaltige Getränke
  • Inulinhaltige Lebensmittel wie Knoblauch, Spargel, Zwiebeln usw. 
  • Kohl

Durchfall – Welche Lebensmittel sind geeignet?

Generell ist bei einem gereizten Darm durch Durchfall Schonkost zu empfehlen. Ein vollständiger Verzicht auf Nahrung ist dagegen nicht erforderlich. Durch Nahrung kann der Wasserhaushalt wieder ausgeglichen werden, indem Flüssigkeit aufgenommen wird. Auch Energie und wichtige Nährstoffe werden vom Körper benötigt. 

Getränke

Eine hohe Flüssigkeitsaufnahme ist während Zeiten von Durchfall unerlässlich für den Körper. So kann der in Anspruch genommene Wasserhaushalt sich wieder erholen. Geeignet sind Getränke, die keine Kohlensäure enthalten. Besonders stilles Wasser, Tee oder Karottensaft sind zu empfehlen. Vermieden werden sollten Teesorten, die Koffein enthalten, wie beispielsweise Schwarztee.

Wissenswert!

Besonders wirksam bei Durchfällen ist Kamillentee. Dieser kann den Darm beruhigen. Generell wird Kamille schon lange als Heilpflanze eingesetzt und wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und entkrampfend. Kamille soll ähnlich wie der Wirkstoff Loperamid wirken und kann so Krämpfe, Durchfälle und Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchgegend lindern.

Essen

  • Gekochte Haferflocken: Sie beruhigen Magen und Darm. Schmelzflocken sind besser geeignet als Haferflocken, da diese leichter verdaulich sind. 
  • Geriebene Äpfel oder zerdrückte Bananen: Sie enthalten den Ballaststoff Pektin, der Flüssigkeit bindet und den Stuhl fester machen kann. Er befindet sich in der Schale von Äpfeln, weshalb diese nicht geschält werden sollten. Auch Bananen eignen sich gut gegen Durchfall. Sie enthalten den Mineralstoff Kalium, den der Körper bei Durchfall verliert. 
  • Zwieback: Dieser ist ein bekannter Klassiker bei Problemen wie Durchfall. Er ist leicht zu verdauen, bekömmlich und enthält kaum Fett.
  • Reis-, Haferschleim und Gemüsebrühe: Sie enthalten wichtige Mineralstoffe und Elektrolyte, die dem strapazierten Körper fehlen. Zusätzlich sind sie leicht zu verdauen und bestehen zu einem Großteil aus dringend benötigter Flüssigkeit.
  • Gekochte Möhren: Diese gelten als magenfreundliches Gericht, wodurch sie den Verdauungstrakt entlasten. Wichtig ist, dass die Möhren gekocht werden. Rohe Möhren erfordern viel Arbeit des angestrengten Magen-Darm-Trakts. 

Durchfall – Mikronährstoff-Empfehlung pro Tag

Ballaststoffe und Probiotika  

Probiotika mit Laktobazillen und Hefe Saccharomyces boulardii

1 bis 20 Milliarden koloniebildende Einheiten

Resistente Stärke

bis zu 25 Gramm

 Mineralstoffe

 

Kalium

300 bis 500 Milligramm

Magnesium

100 bis 150 Milligramm

Calcium

200 bis 300 Milligramm

Zink

10 bis 20 Milligramm für Kinder

Vitamin

Vitamin B12                 

Vitamin D                    

Vitamin B9                

 

4 Mikrogramm pro Tag 

7.000 IE pro Tag

400 Mikrogramm pro Tag 

 Pflanzenstoffe

 

EGCG

400 bis 800 Milligramm

Rutin

25 bis zu 50 Milligramm

Quercetin

bis zu 500 Milligramm

Kamille-Extrakt

70 bis 300 Milligramm

Welche Medikamente bei akutem, anhaltendem Durchfall?

Wenn Betroffene über einen längeren Zeitraum hinweg unter Durchfall leiden, empfiehlt es sich, den Arzt aufzusuchen. Langanhaltender Durchfall, den Betroffene nur schwer loswerden, kann teilweise medikamentös behandelt werden. Ziel der ärztlichen Behandlung ist die Normalisierung des Flüssigkeits- und Salzhaushaltes und die Linderung von Beschwerden. 

Beispiele für Medikamente, die gegen Durchfall eingesetzt werden, sind Peristaltikhemmer. Diese senken die gesteigerte Tätigkeit des Darmes und lindern so den Stuhldrang. Einer der entsprechenden Wirkstoffe ist Loperamid. In manchen Fällen ist auch die Einnahme von Antibiotika sinnvoll. Menschen mit einem geschwächtem Immunsystem oder blutigen Durchfällen bekommen es oft verschrieben.

Dies funktioniert nur, wenn der Grund für den Durchfall eine bakterielle Infektion ist. Wenn Durchfall in Kombination mit Erbrechen auftritt, werden Antiemetika verschrieben, welche gegen Übelkeit und Brechreiz helfen. Wirkstoffe sind beispielsweise Domperidon, Metoclopramid oder Dimenhydrinat. 

Wissenswert!

Wer dagegen auch bei leichtem Durchfall auf Medikamente setzen möchte, dem bieten Gerbstoffe eine gute Möglichkeit. Sie enthalten teilweise Tanninen und können in der Apotheke ohne Rezept gekauft werden. Auch probiotische Präparate bieten Hilfe: Sie wirken, indem sie die natürliche Darmflora unterstützen.

Durchfall – Wie kann man ihm vorbeugen?

Hygiene: Auftauwasser von Lebensmitteln wie Fisch oder Fleisch ist häufig mit Bakterien verunreinigt. Fleisch und Gemüse sollten mit unterschiedlichen Brettern geschnitten werden, die eher aus Plastik und nicht aus Holz bestehen sollten. 

Händewaschen: Einzuhalten sind die gewöhnlichen Hygienemaßnahmen wie das Waschen der Hände nach jedem Gang auf die Toilette. Auch vor dem Kochen, dem Essen und dem Betreten des Hauses sollten die Hände mit Seife gewaschen werden und mit einem sauberen Handtuch getrocknet werden. Eine Desinfektion ist nur dann nötig, wenn eine kranke Person im Haus ist, um das Risiko einer Ansteckung zu vermeiden. 

Vorsicht mit Lebensmitteln: Generell sollten Lebensmittel ausreichend gekühlt werden. Bei manchen Lebensmitteln ist es okay, wenn die Nahrung überprüft wird und auch nach dem Ablaufen der Mindesthaltbarkeitsdaten noch zu sich genommen werden. Aber bei Fleisch oder Eierprodukten sollte darauf verzichtet werden. 

Schutzimpfungen: Für einige wenige Erreger von Durchfall besteht die Möglichkeit einer Schutzimpfung. Säuglinge beispielsweise werden gegen Rotaviren geimpft. Auch Urlauber, die in tropische Länder reisen wollen, sollten sich vorab über die lokal möglichen Krankheiten informieren und eine Impfung in Betracht ziehen. In tropischen Ländern sollte kein Leitungswasser getrunken werden. Nur Getränke, die in verschließbaren Flaschen aufbewahrt werden, sind sicher.

 

Fazit: Zufuhr von zusätzlichen Nahrungsergänzungsmitteln und einer passenden Ernährung helfen, Durchfall loszuwerden

Durchfallerkrankungen können für Betroffene anstrengend sein und strapazieren langfristig den Körper. Es kommt zu Mangelerscheinungen, was wiederum weitere Krankheiten auslösen kann. Dem Körper fehlen Vitamine wie Eisen und die unterschiedlichen B-Vitamine.

Auch Elektrolyte und Mineralstoffe gehen verloren, obwohl der Körper diese Stoffe braucht, um den Infekt aktiv zu bekämpfen. Beispiele wären die Mineralstoffe Zink, Magnesium, Calcium und Natrium. Es empfiehlt sich, Stoffe wie diese zusätzlich einzunehmen, damit der Körper schneller auskurieren kann. 

Hilfreich ist ebenfalls eine passende Ernährung, die die Genesung und Befreiung von Durchfall fördert. Dazu gehört eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, wobei auf Koffein und kohlensäurehaltige Getränke verzichtet werden sollte.

Es eignet sich beispielsweise stilles Wasser oder verschiedene koffeinfreie Teesorten. Bei der Nahrungsaufnahme ist auf eine schonende, leicht verdauliche Kost zu achten. Der strapazierte Magen-Darm-Trakt sollte nicht beansprucht werden. Auch bieten Speisen eine gute Gelegenheit, um weitere verloren gegangene wertvolle Inhaltsstoffe auszugleichen. 

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Purazell GmbH

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