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Stress als Grundvoraussetzung für Resilienz und Langlebigkeit

Stress als Grundvoraussetzung für Resilienz und Langlebigkeit

Wir suchen oft nach Forschern, die sich ihr ganzes Leben lang einer wissenschaftlichen Thematiken widmen. So sind wir auf Professor Sinclair gestoßen, der sich so ziemlich sein ganzes Leben lang mit Langlebigkeit auseinandergesetzt hat. In diesem Beitrag zeigen wir der interessantesten Erkenntnisse von Professor Sinclair.

Das Wichtigste zuerst:

Wenn man ihn fragt, was man für die eigene Langlebigkeit tun kann, spricht er vor allem folgendes Thema an. Wir müssen unseren Körper dazu zwingen, sich stets neuen Situationen anzupassen. Das heißt wir müssen aus unserer “Comfort Zone” treten und uns außergewöhnlichen Bedingungen aussetzen. Hierzu zählen zum Beispiel das Baden in einem kalten Fluss oder regelmäßige Saunagänge.

All dies sind Momente, wo der eigene Körper merkt: Das nächste Mal muss ich gewappnet sein, um der Gefahr besser trotzen zu können! Bei diesem Prozess werden lebensverlängernde Gene (sogenannte Sirtuine) aktiviert. Diese werden in diesen Extremsituationen aktiviert. Dies führt zu einer Verjüngung deines Körpers!

Auch auf Pflanzen trifft dieses Prinzip zu!

Das Gleiche passiert bei Pflanzen. Wenn Sie häufig unangenehmen Bedingungen angepasst sind, werden Gene abgelesen, die die Pflanzen verjüngen. Sie bilden sekundäre Pflanzenstoffe. Für den primären Stoffwechsel der Pflanze sind diese sekundären Pflanzenstoffe nicht wichtig. Aber Sie sind trotzdem sekundär wichtig, da sie die Pflanzen vor gefährlichen Verhältnissen beschützt.

Mangos und Trauben bilden zum Beispiel sekundäre Pflanzenstoffe mit Farbpigmenten, sodass Sie sich besser vor UV-Strahlung schützen können. Ein Umstand, der zu einer besonders großen Bildung sekundärer Pflanzenstoffe führt, ist die Trockenzeit. In anderen Worten: Pflanzen, die während Ihrer Wachstumsphase mehr Stress ausgesetzt sind, sind nahrhafter, da sie eine größere Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen enthalten.

Studien belegen dieses Phänomen

Eine polnische Studie untersuchte das antioxidative Potenzial von Linsensprossen, nachdem diese unterschiedlichen Temperaturen zwischen 4 und 40 Grad Celsius ausgesetzt wurden. Diese Temperaturschwankungen stressen die kleinen Keimlinge, die normalerweise bei Zimmertemperatur gezüchtet werden (1).

Stress
Wir sehen den Anteil der sekundären Pflanzenstoffe in den drei Gruppen: Eine Kontrollgruppe, eine Hitzegruppe und eine Kältegruppe. Viele der sekundären Pflanzenstoffe sind nach 6 Tagen in den letzten 2 Gruppen deutlich höher konzentriert. (1)
Diese Tabelle untersuchte, wie gut die drei Gruppen Radikale unschädlich machen. Auch hier sehen wir, dass am 6. Tag nach der Keimung, die Kälte- und Hitzegruppe deutlich besser abschneiden, als die Kontrollgruppe. (1)

Insgesamt hatten die Linsensprossen der Hitzegruppe die besten Nährstoffeigenschaften, wenn es um die Konzentration der sekundären Pflanzenstoffe, Radikalfängerfähigkeit, Reduktionskraft, Chelatbildung, Hemmung der Lipidperoxidation und den relativen Antioxidationsindex geht. (1)

Fazit: Die Überlebensgene der Pflanzen wirken sich auf deine Überlebensgene aus.

Wie anhand der oben erwähnten Studie erkannt haben, ist insbesondere Hitzestress für die Nahrhaftigkeit von Pflanzen unglaublich wichtig. Daher haben vornehmlich Pflanzen, die wild wachsen und Temperaturschwankung sowie Hitzewellen ausgesetzt sind, besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe.

Das kann man von konventionell angebauten Gemüse, dass oft in kontrollierten Umgebungen angebaut wird, nicht behaupten. Regelmäßiger, moderater umweltbedingter Stress ist für Mensch und Pflanze einfach unerlässlich. Wir werden dadurch resilienter und leben eventuell länger.

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Quellenverzeichnis:
  1. https://pubs.acs.org/doi/10.1021/jf403923x 

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