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Chemiker erklärt – Was dir keiner über Kaffee sagt

Was dir keiner über Kaffee verrät

Kein Getränk erfreut sich rund um die Welt größerer Beliebtheit als der Kaffee. Pro Jahr konsumiert der Durchschnittsdeutsche 166 Liter des Gebräus. Doch obwohl Kaffee als Naturprodukt mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen scheinbar nicht gesünder sein könnte, gehen die Meinungen stark auseinander. 

Denn der Genuss ist mit Risiken verbunden und auch der tatsächliche Nährwert streitbar, da Kaffee und das darin enthaltene Koffein keine Stoffe sind, die regulär in unserem Körper vorkommen. Heute wollen wir daher genau analysieren, wie Kaffee tatsächlich auf unseren Körper wirkt und was wir beim Konsum beachten sollten. 

Die positive Wirkung des Kaffees

Dass Kaffee eine Vielzahl von förderlichen Effekten auf unseren Organismus hat, ist längst wissenschaftlich bewiesen. In der bisher größten Metastudie zum Thema Kaffee aus dem Jahr 2019 wurde etwa die Wirkung auf das kardiovaskuläre Risiko untersucht.(1) 

Die Ergebnisse zeigten, dass das Risiko, an einer solchen Herz-Kreislauf-Erkrankung zu leiden, bereits nach zweieinhalb Tassen Kaffee pro Tag auf den niedrigsten Stand gefallen war. Wie in der folgenden Grafik zu sehen ist, lässt sich ein ähnlicher Trend auch in Bezug auf das Risiko für Krebs und Diabetes beobachten. 

Was dir keiner über Kaffee sagt

Sogar die generelle Sterblichkeit nahm durch etwa 2,5 Tassen Kaffee am Tag ab! Die Gefahr, an einer Atemwegserkrankung zu leiden, sank so gar mit steigender Anzahl an Kaffeetassen pro Tag immer weiter.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2018 bestätigte ebenfalls die positiven Auswirkungen von Kaffee: auch hier sank das generelle Erkrankungsrisiko bei 2,4 Tassen Kaffee pro Tag auf einen absoluten Tiefstand. (2)

Auch beim Konsum von Tee konnten ähnliche Effekte nachgewiesen werden: in einer Studie wurde belegt, dass sowohl das kardiovaskuläre Risiko als auch die allgemeine Sterblichkeit deutlich sank, je mehr Tee getrunken wurde. (3)

Kaffee in unserem Körper

Die aus Afrika stammende Kaffeepflanze ist ein Naturprodukt mit vielen positiven, einigen negativen und einer Vielzahl von noch unerforschten Effekten für unseren Körper. Das Getränk enthält zum Beispiel Antioxidantien, die einen schützenden Effekt auf unseren Organismus haben. 

Ebenso enthält Kaffee natürlich Koffein, wodurch eine berauschende, wach machende Wirkung erzielt wird, die allerdings auch zur Abhängigkeit führen kann. Die beschriebenen positiven Auswirkungen von Kaffee und Tee kommen allerdings nicht durch dieses Koffein zustande.

Stattdessen sind es die hohen Mengen an enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen, durch die eine förderliche Wirkung entsteht. Daraus lässt sich die Vermutung ableiten, dass eine Ernährung mit hohen Mengen dieser Substanzen besonders Gesund ist – unabhängig davon, aus welchem Lebensmittel die sekundären Pflanzenstoffe genau kommen. 

Nicht alle Effekte sind erforscht

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse könnten uns glauben lassen, dass wir alle hohe Mengen Kaffee konsumieren sollten, um uns an den gesundheitlichen Vorzügen zu erfreuen. Tatsächlich ist es aber nicht so einfach, das beliebte Heißgetränk zu kategorisieren!

Viele der enthaltenen Stoffe und ihre Wirkung in unserem Körper sind nämlich noch kaum erforscht. So verfügen zum Beispiel die im Kaffee reichlich enthaltenen Ent-Kaurane schon alleine über acht bekannte Derivate, die sich beim Konsum in unserem Organismus bilden. Die Effekte von keiner dieser neuen Substanzen auf unseren Körper wurde bisher nennenswert erforscht!

Bisher wurden bereits zwölf Mechanismen untersucht, mit denen Kaffee zur Vermeidung von neurodegenerative Erkrankungen beitragen kann – weitere könnten folgen. Auch die Auswirkung unterschiedlicher Röstungsgrade wird dabei vielfach diskutiert. 

Je höher nämlich die Temperatur beim Röstvorgang ist, desto mehr Acrylamid und Melanoidine werden gebildet. Letztere wirken erwiesenermaßen gewebsschädigend. Auch Acrylamid wird immer wieder mit der Entstehung von Krebs in Zusammenhang gebracht. 

Dank der hohen Mengen an sekundären Pflanzenstoffen und deren positiven Effekten können diese Gefahren jedoch kompensiert werden – diese Vermutung liegt zumindest nahe, wenn die zur Verfügung stehenden Studien betrachtet werden. 

Sekundäre Pflanzenstoffe machen den Unterschied

Die Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe zeigt sich nicht nur beim Konsum von Kaffee oder Tee. Auch in einer Metastudie mit 600.000 Probanden aus dem Jahr 2018, in der die Auswirkung von Weinkonsum auf die Entstehung von Prostatakrebs untersucht wurde, liefert dazu interessante Daten: 

Weißwein erhöhte dabei das Risiko von Prostatakrebs unter den Probanden, während das Trinken von Rotwein diesen Wert senken konnte. Als Ursache dafür wird das reichliche Vorkommen von sekundären Pflanzenstoffen in der roten Variante angenommen.

Interessant ist dabei auch der große Umfang der Studie: 200.000 Probanden wurden dazu über elf Jahre begleitet. 

Fazit: Geht es noch besser?

Kaffee ist ein populäres Getränk, das einen positiven Effekt auf die Gesundheit zu haben scheint. Etwa 2,4 Tassen am Tag sollen laut Studienergebnissen ideal sein, um die präventive Effekte sein – gleiches gilt beim Tee. Die Ursache sind hohe Mengen an sekundären Pflanzenstoffen, die in beiden Getränken enthalten sind. 

Diese Substanzen finden sich daneben auch noch in anderen Produkten, oft sogar in deutlich höheren Mengen. Die aktuelle Forschungslage ist hier jedoch noch vergleichsweise gering, da kein Getränk an die weltweite Beliebtheit von Kaffee heranreichen kann. 

Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass in Zukunft neue Ergebnisse die ebenso nützliche (oder noch deutlich stärkere) Wirkung von anderen Produkten mit hohen Mengen an sekundären Pflanzenstoffen bestätigen werden. 

Zu den vielversprechendsten Kandidaten zählen dabei Lebensmittel mit OPC (Oligomere Proanthocyanidine) oder dem Chaga Pilz (zum Beispiel als Chaga Tee). Sie könnten auch für Nicht-Kaffeetrinker eine sehr gute Quelle der nützlichen sekundären Pflanzenstoffe bilden. 

Auch unsere hauseigenen Produkte können die Zufuhr dieser sehr förderlichen Substanzen einfach und bekömmlich ermöglichen, denn sie enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe aus ökologischem Anbau. Dieses wurden sogar extra zertifiziert und garantieren höchste Qualität für alle, die keinen oder nur wenig Kaffee zu sich nehmen wollen!

Quellenverzeichnis

  1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31055709/
  2. https://www.bmj.com/content/359/bmj.j5024
  3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26202661/

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