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Welche Nahrungsergänzungsmittel helfen bei Bluthochdruck?

Welche Nahrungsergänzungsmittel helfen bei Bluthochdruck?

Bluthochdruck gehört zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in der westlichen Welt. Kein Wunder, dass viele Menschen auf der Suche nach natürlichen Lösungen sind. Die erste Adresse sind hier natürlich gesunde Ernährung und Supplements. Aber welche Nahrungsergänzungsmittel helfen bei Bluthochdruck?

Hier werfen wir einen umfassenden Blick auf wichtige Vitamine und Vitalstoffe und ihre Wirkung auf unseren Blutdruck. Denn die gute Nachricht gleich vorweg: Wir können auf vielfältige Weise positiv auf unseren Blutdruck einwirken!

Das Wichtigste zuerst:

Wie kommt es zum hohen Blutdruck?

Unser Herz pumpt ständig Blut in alle Organe und Bereiche unseres Körpers. Ist der Druck in unserem Kreislaufsystem jedoch zu hoch, kann es dabei zu schwerwiegenden Problemen und Folgeerkrankungen kommen. 

Man spricht dabei von Bluthochdruck oder Hypotonie, wenn der systolische (obere) Blutdruck 140 mmHg übersteigt und/oder der diastolische (untere) Blutdruck über 90 mmHg liegt.

Zu den häufigsten Komplikationen zählen: 

  • Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
  • Durchblutungsstörungen von Nieren, Hirn und Herz
  • Schlaganfälle
  • Herzinfarkte
  • Durchblutungsstörungen in den Beinen
  • Herzmuskelschwäche

Das Problematische am hohen Blutdruck: Betroffene merken oft lange Zeit nichts von den Symptomen! Ein dauerhaft erhöhter Druck belastet unseren Körper aber enorm. Besonders die Arterien und das Herz selbst müssen sich mühsam an die Zusatzbelastung anpassen.

Wissenswert!

In 9 von 10 Fällen gibt es keinen einzelnen, konkreten Grund für den Bluthochdruck (Primäre Hypertonie). Nur in 1 von 10 Fällen lässt sich eine genaue Ursache, zum Beispiel eine Erkrankung, festmachen (Sekundäre Hypertonie).

In Deutschland leiden etwa ein Drittel aller Erwachsenen unter ärztlich festgestelltem Bluthochdruck. Dabei sind Männer (33 %) etwas häufiger betroffen als Frauen (31 %). Mit steigendem Alter nimmt auch das Auftreten von Hypotonien zu. 

Es gibt zwei Ursachen für Bluthochdruck, die einzeln oder gemeinsam auftreten können: Das Herz pumpt entweder zu viel Blut, oder der Widerstand in unseren Blutgefäßen ist zu stark. 

Bedingt werden diese Probleme in erster Linie durch unseren Lebenswandel: Alkoholkonsum, Übergewicht, Rauchen, Stress, Bewegungsmangel, ungesunde und insbesondere sehr salzreiche Ernährung zählen zu den Hauptfaktoren. Auch die genetische Veranlagung trägt maßgeblich zum Entstehen von Bluthochdruck bei. 

Welches Vitamin senkt den Blutdruck?

Die gute Nachricht: Mehrere Vitamine sind in der Lage, unseren Blutdruck zu senken. Dies gelingt durch verschiedene Prozesse, die von den jeweiligen Vitaminen unterstützt oder angestoßen werden. 

Blutdruck senken mit Vitamin C 

Verengte Blutgefäße und in der Folge hoher Widerstand sorgen für Bluthochdruck. Stickoxide sind jedoch in der Lage, für eine Weitung der Gefäße zu sorgen und können den Blutdruck dadurch senken. 

Es gibt sehr deutliche Anzeichen dafür, dass Vitamin C zur Bildung solcher Stickoxide beiträgt: Es unterstützt die Produktion eines wichtigen Cofaktors, der wiederum für den Aufbau der Stickoxide unerlässlich ist. 

In Studien (1) und Metastudien (2) konnten diese positiven Effekte des Vitamin C bei Bluthochdruck bereits belegt werden. Obwohl noch weitere Forschung abzuwarten ist, halten viele Experten den Einsatz von Vitamin C bei Hypertonie bereits für sinnvoll.

 

Auch Vitamin D senkt den Blutdruck

Auf die Frage “welche Nahrungsergänzungsmittel helfen bei Bluthochdruck” liegt man mit der Antwort “Vitamin D” goldrichtig. Denn das fettlösliche Vitamin hilft gleich auf mehrere Arten, unseren Blutdruck zu senken!

Besonders erwähnenswert ist dabei seine Fähigkeit, den Botenstoff Angiotensin II zu hemmen. Dieser ist unter anderem für eine Verengung der Blutgefäße verantwortlich, die zu einer Hypertonie führen oder sie verstärken kann. 

Dass Vitamin D dem Angiotensin II Einhalt gebieten kann, ist längst einwandfrei belegt. Es wurde unter anderem in einer Humanstudie (3) aus dem Jahr 2010 nachgewiesen. Auch in Tierversuchen zeigte sich der gleiche Effekt: Eine Studie (4) an Mäusen belegte eine Steigerung von Angiotensin II, wenn es an Vitamin D mangelt. 

Interessanterweise entdeckten die Forscher dabei, dass die Gen-Aktivität von Renin in den Tieren ebenfalls zunahm, wenn es an Vitamin D fehlte. Dieses Enzym wird von Organismen (auch uns Menschen) zur Steigerung des Blutdrucks ausgeschüttet. 

Die bereits unter Vitamin C beschriebenen Stickoxide, die eine Erweiterung der Blutgefäße bewirken, werden scheinbar ebenfalls durch einen Vitamin-D-Mangel in Mitleidenschaft gezogen: In einer weiteren Studie (5) an Mäusen reduzierte sich die Bildung der Stickoxide, wenn es an Vitamin D mangelte. Es kam in der Folge zu Gefäßversteifung bei den Tieren. 

Zuletzt spielt Vitamin D eine wichtige Rolle bei Nierenproblemen. Da die Nieren maßgeblich an der Regulation des Blutdrucks beteiligt sind, können Erkrankungen schnell zu einer Hypotonie führen. 

Gleichzeitig kommt es in diesen Fällen häufig zu einem Vitamin-D-Mangel, da dieses dann verstärkt über die Nieren ausgeschieden wird. Studien (6, 7) geben Grund zur Annahme, dass Vitamin D im Falle von Nierenerkrankungen bei der Regulation des Blutdrucks helfen könnte. 

Vitamin D ist also ein bekanntes und effektives Mittel zur Bekämpfung von Bluthochdruck. Wie nützlich das Vitamin tatsächlich ist, zeigt sich zum Beispiel in einer Studie (8) aus Dänemark: Den 1330 teilnehmenden Bluthochdruckpatienten wurde täglich 3.000 IE Vitamin D verabreicht. In der Folge sank der Blutdruck um durchschnittlich 7 bzw. 2 mmHg!

Wissenswert!

Eine Meta-Analyse (9) zeigte, dass Bluthochdruck umso häufiger auftritt, je niedriger der Vitamin-D-Spiegel ist.

L-Arginin bei Bluthochdruck

Die Aminosäure L-Arginin hilft unserem Körper dabei, Stickstoffmonoxid zu bilden, welches zur Weitung der Blutgefäße beiträgt und somit den Blutdruck senken kann. In einer Meta-Analyse (22) bestehender Studien wurde der Effekt genauer beschrieben.

Es zeigte sich eine Blutdruck-Senkung von 5,4 mmHg diastolisch und 2,7 mmHg systolisch, wenn L-Arginin mit mindestens 3 g pro Tag eingenommen wurde. Auch die Funktion der Blutgefäße verbesserte sich und eine Reduktion von Ablagerungen konnte beobachtet werden, die das Arteriosklerose-Risiko senken kann. 

Wirkung von Magnesium auf den Blutdruck

Kalzium und Magnesium wirken in unserem Körper oft als Gegenspieler; während Kalzium zu einer Verengung der Gefäße führen kann, ist Magnesium geeignet, dem entgegenzuwirken (10). Ein ausgeglichenes Verhältnis der beiden Erdalkalimetalle ist daher für unseren Blutdruck hilfreich. 

Magnesium ist aber auch ein wichtiger Cofaktor für zahlreiche antioxidative Prozesse in unserem Körper. Dadurch kann es zum Schutz unserer Blutgefäße vor oxidativem Stress beitragen wie zahlreiche Studien (11, 12) zeigen. Die Folgen von Bluthochdruck für unsere Zellen lassen sich dadurch abmildern. 

Dass Magnesium dabei helfen kann, den Blutdruck zu senken, zeigte sich auch in einer Meta-Analyse (13) von 34 vorhergehenden Studien. In diesen wurden mehr als 2.000 Teilnehmende in randomisierten Doppelblindstudien mit Magnesium behandelt. Die durchschnittliche Menge lag bei 368 mg pro Tag über drei Monate. 

Die Meta-Studie zeigt: Magnesium führte in fast allen Untersuchungen zu einer Senkung des Blutdrucks

Das Ergebnis: Magnesium senkte schon nach einem Monat regelmäßiger Einnahme den Blutdruck der Patienten! Obwohl Menschen mit erhöhtem und normalem Blutdruck gleichermaßen profitierten, war der Effekt nur bei Personen mit Bluthochdruck statistisch signifikant. 

Das bestätigt die lang gehegte Annahme, dass Magnesium eine Gefäßverengung durch Kalzium kompensieren kann. Die Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel oder durch eine gezielt magnesiumreiche Ernährung kann daher zur Bekämpfung von Bluthochdruck beitragen. 

B-Vitamine (B6, B12, Folsäure) können bei Bluthochdruck helfen

Stickoxide verhindern die Weitstellung der Blutgefäße und können so zu Bluthochdruck führen. Ihre Entstehung wird durch einen mehrschrittigen Prozess begünstigt: Ein Mangel an den B-Vitaminen B6, B12 und Folsäure verringert den Abbau von Homocystein. 

Reichert sich Homocystein auf diese Weise im Körper an, bilden sich sogenannte Superoxide. Diese radikalen Sauerstoff-Oxide unterstützen die Entstehung von Stickoxiden, sodass es zu Bluthochdruck kommen kann. 

Ein Mangel an den wichtigen Vitaminen B6, Folsäure und B12 kann daher zu Bluthochdruck und Schäden an den Gefäßwänden führen. Dieser Zusammenhang wurde unter anderem in Studien aus den Jahren 2000 (14) und 1992 (15) nachgewiesen. 

Auch eine Beobachtungsstudie aus China (16) mit mehr als 25.000 Teilnehmenden bestätigte diese Ergebnisse: Ein steigender Homocystein-Spiegel resultierte hier in einer höheren Wahrscheinlichkeit, an Bluthochdruck zu leiden. 

Mit steigendem Homocystein-Spiegel nahm in der Studie die Wahrscheinlichkeit für Bluthochdruck zu.

Aus einer ebenfalls chinesischen Studie (17) geht darüber hinaus hervor: Es besteht ein leichter Zusammenhang zwischen einer erhöhten Aufnahme von Vitamin B6 und ein starker Zusammenhang mit einer erhöhten Aufnahme von B12 und einem verringerten Risiko für Bluthochdruck.  

Eine weitere Studie (18) unter Bluthochdruck-Patienten konnte ebenfalls eine leichte Verbesserung feststellen, wenn Vitamin B6 supplementiert wurde. Die Forscher vermuteten auch hier eine Verringerung von Homocystein als Ursache. 

Dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6, B9 (Folsäure) und B12 Abhilfe bei Bluthochdruck schaffen kann, hat sich längst herumgesprochen. Nahrungsergänzungsmittel mit den drei B-Vitaminen können, neben anderen positiven Effekten, speziell bei Hypotonie helfen. 

Q10 hilft bei Hypotonie… manchmal!

Das starke Antioxidans Q10 kommt in allen Zellen unseres Körpers vor und ist dort an der Energieproduktion beteiligt. Besonders im Herzen finden sich hohe Mengen. Mit steigendem Alter nimmt die Konzentration in unserem Körper jedoch stetig ab. 

Ein Mangel von Q10 wird seit längerem mit Bluthochdruck in Verbindung gebracht und konnte in Studien (19) beobachtet werden. Auch die positiven Effekte bei einigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind wissenschaftlich gesichert (20).

Dass Q10 Bluthochdruck senken kann, bewies eine Studie aus dem Jahr 2007 (21): Dabei wurden 362 Patienten, die unter Hypotonie litten, mit dem Coenzym behandelt. Der Erfolg war deutlich und äußerte sich in einer durchschnittlichen Reduktion des diastolischen Drucks um 11 bis 17 mmHg und des systolischen Drucks um 8 bis 10 mmHg! 

Während der Untersuchung zeigte sich allerdings auch, dass der positive Effekt nicht sofort eintritt; Q10 muss über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um messbare Resultate zu erzielen. 

Die herausragende Wirkung von Q10 wird in der medizinischen Fachliteratur ausgiebig beschrieben (21). Auch in unserem großen Artikel zur Supplementierung von Q10 findest du hilfreiche Informationen. 

Achtung

Aus ungeklärten Gründen hat Q10 bei einigen Personen keinen Einfluss auf den Blutdruck! In den meisten Fällen dürfte jedoch eine Normalisierung zu erwarten sein.

Kann Vitamin B12 den Blutdruck erhöhen?

Gelegentlich ist das Gerücht zu hören, Vitamin B12 würde den Blutdruck erhöhen. Tatsächlich ist hier eine differenzierte Sichtweise notwendig: Personen mit niedrigem Blutdruck leiden oft unter einem Mangel an Vitamin B12 und Folsäure. 

Wird in solchen Fällen Vitamin B12 durch Nahrungsergänzungsmittel oder die Ernährung zugeführt, steigt der Blutdruck tatsächlich an! Als Ausgleich für einen Mangel an Mikronährstoffen wirkt das Vitamin also Blutdrucksteigernd. Treffender wäre hier jedoch die Aussage: Das Vitamin B12 kann den Blutdruck auf einen normalen Wert anheben. 

Bei Menschen mit normalem Blutdruck dürfte die zusätzliche Einnahme in den meisten Fällen hingegen kaum Auswirkungen auf den Druck haben – weder senken noch steigernd. Aufgrund der vielfältigen weiteren Vorteile kann die Supplementierung von B-Vitaminen dennoch sinnvoll sein. In unserem umfangreichen Artikel erfährst du mehr. 

Wer hingegen unter Bluthochdruck leidet, kann oft eine Verbesserung erzielen, wenn B-Vitamine zugeführt werden. In diesen Fällen gilt: Vitamin B12 kann den Blutdruck senken! Insbesondere, wenn die Hypotonie mit einem B12-Mangel einhergeht (oder durch diesen entsteht), lassen sich größtenteils gute Resultate durch eine Supplementierung erzielen. 

Was sollte man bei hohem Blutdruck nicht essen? 

Einige Lebens- und Genussmittel bzw. die darin enthaltenen Stoffe können einen hohen Blutdruck weiter steigern. Um zusätzliches Komplikationen zu verhindern, sollten Personen mit Hypotonie diese nach Möglichkeit meiden. 

Es handelt sich dabei vor allem um: 

Salz

Ein zu hoher Salzkonsum ist in der westlichen Welt häufig anzutreffen. Besonders Fast-Food und Fertigprodukte enthalten hohe Mengen! Neben weiteren, negativen Effekten kann die übermäßige Aufnahme auch zu Bluthochdruck führen oder diesen verstärken.  

Empfohlen wird ein täglicher Verzehr von nicht mehr als 6 Gramm. Wir müssen also nicht völlig auf den wichtigen Geschmacksträger verzichten! Eine Reduktion kann jedoch für Bluthochdruck-Patienten sinnvoll sein. 

Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Reaktion auf Salz nicht bei jedem Menschen gleich ist. Auch Faktoren wie das Körpergewicht und das Alter spielen für unsere Salz-Sensivität eine große Rolle. Das sogenannte “metabolische Syndrom” oder chronische Nierenerkrankungen beeinflussen die Effekte ebenfalls. 

Eine reduzierte Salzaufnahme kann bei Bluthochdruck dennoch sinnvoll sein. Sollte sich nach mehreren Wochen keine Verbesserung einstellen, kann die Einschränkung wieder aufgegeben werden. 

Nikotin

Rauchen und Hypotonie gehen in vielen Fällen Hand in Hand. Der Nikotinkonsum gilt als Hauptrisikofaktor für Arteriosklerose, die zu einer Verengung der Gefäße und damit einem erhöhten Blutdruck führen kann. 

Wird Zigarettenrauch eingeatmet, kommt es zu einer fast sofortigen Erhöhung des Herzschlags, denn das Nervengift Nikotin sorgt für die Ausschüttung von Adrenalin. Auch die Gefäße verengen sich direkt, sodass der Blutdruck zunimmt.  

Das Rauchen führt auch zu einer verstärkten Bildung von Blutgerinnseln. Daher ist es nicht überraschend, dass es als maßgeblicher Auslöser für Herzinfarkte und andere Kreislauferkrankungen gilt. Wer das Rauchen aufgibt, senkt damit nicht nur seinen Blutdruck, sondern hilft dem eigenen Körper auf vielfältige Weise. 

Alkohol

Der Konsum von Alkohol kann den Blutdruck erhöhen und dadurch bestehende Probleme verschlimmern. Da auch Organe wie die Leber oder die Bauchspeicheldrüse in Mitleidenschaft gezogen werden, sollte der Konsum möglichst begrenzt werden. 

Insbesondere, wer täglich Alkohol zu sich nimmt, gefährdet seine Gesundheit. Bluthochdruckpatienten sollten ihren Konsum daher nach Möglichkeit auf ein Minimum reduzieren. 

Welche Lebensmittel sind gut bei hohem Blutdruck?

Um den Blutdruck zu senken, stehen uns eine Reihe von Nahrungsmitteln und Vitalstoffen zur Verfügung. Oft können schon vergleichsweise kleine Veränderungen der Essgewohnheiten zu positiven Ergebnissen führen. Durch die Supplementierung wünschenswerter Stoffe lässt sich oft eine zusätzliche Verbesserung erzielen.

Diese Lebensmittel helfen bei hohem Blutdruck: 

Kalium

Gleichzeitig mit einer Reduktion von Natrium (Salz) empfehlen Ernährungsexperten bei Bluthochdruck in der Regel eine erhöhte Kaliumaufnahme. Das Mineral gilt als förderlich für die Herzgesundheit und zahlreiche wichtige Prozesse in unserem Körper. 

Ob und wie stark Kalium bei Bluthochdruck helfen kann, ist jedoch nach wie vor Gegenstand der aktuellen Forschung. So kam eine Meta-Analys (23) zu dem Ergebnis, dass bisherige Studien gemischte Resultate hervorgebracht haben. 

Eine Studie (24) aus den USA konnte etwa zeigen, dass eine erhöhte Kaliumaufnahme von bis zu 4,7 Gramm pro Tag positiv auf den Blutdruck wirkt. In anderen Untersuchungen konnten die förderlichen Effekte jedoch nicht immer reproduziert werden.

Kalium lässt sich über Obst, Hülsenfrüchte oder Nahrungsergänzungsmittel vergleichsweise leicht zuführen. Zu den Vorteilen zählt unter anderem ein verringertes Risiko für Herzrhythmusstörungen. 

Achtung

Patienten mit einer veränderten Nierenfunktion sollten ärztlichen Rat einholen, bevor sie höhere Kaliummengen zu sich nehmen.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3 wird vor allem mit fetthaltigen Fischen in Verbindung gebracht. Tatsächlich genügen drei solcher Mahlzeiten pro Woche bereits aus, um die empfohlene Menge von 900 mg pro Tag zu erreichen. Nachdem sich die Omega-3-Fettsäuren in den Zellen angereichert haben, genügt sogar ein Wert von lediglich 300 mg pro Tag (eine Fisch-Mahlzeit pro Woche) zur Aufrechterhaltung eines gesunden Mittels. 

In Untersuchungen zeigen sich immer wieder förderlichen Effekte von Omega-3. So wurde in einer Studie (25) unter Bluthochdruckpatienten in Dialyse eine Senkung von 22 mmHg beim systolischen Blutdruck nachgewiesen, nachdem 3 Gramm pro Tag über einen Zeitraum von 8 Wochen verabreicht wurden. 

Die tägliche Einnahme von Omega-3 führte zu einer drastischen Senkung des Blutdrucks
Wissenswert!

Das Fleisch von Wildtieren und Tieren, die auf Weiden gehalten werden, enthält mehr Omega-3-Fettsäuren. Massenproduktion mit Mais- oder Sojafütterung führt hingegen zu einem verringerten Gehalt.

Knoblauch

Für Menschen mit einem erhöhten Blutdruck kann Knoblauch gleich auf mehrere Arten Abhilfe schaffen: Die enthaltenen Stoffe agieren als natürliche Blutverdünner und verbessern die Fließeigenschaften. 

Gleichzeitig wirken sie stärkend auf unsere Blutgefäße, entspannen diese und erlauben eine Weitung, die positiv auf unser Herz-Kreislauf-System wirken kann. Dass diese Eigenschaften bei Bluthochdruck helfen können, zeigt sich unter anderem in einer Studie (26) aus dem Jahr 2010. 

Dort wurde 50 Patienten, die unter erhöhtem Blutdruck litten, gealterter Knoblauchextrakt verabreicht. In der Folge konnte eine Reduktion des Blutdrucks beobachtet werden, während die Werte der Placebogruppe erwartungsgemäß unverändert blieben. 

In einer Folgestudie mit 88 weiteren Bluthochdruckpatienten konnte der gleiche Effekt wiederholt werden: Auch hier zeigten sich Verbesserungen des systolischen und diastolischen Blutdrucks, nachdem 12 Wochen lang gealterter Knoblauch konsumiert wurde. 

Dass die Forscher gealterten Knoblauch nutzten, kam dabei nicht von ungefähr: Im Gegensatz zu frischem Knoblauch hat die gealterte Version einen weniger strengen Geruch bei weitgehend gleichbleibendem Wirkstoffgehalt. 

Olivenblattextrakt

Die besonders hohe Lebenserwartung in vielen mediterranen Regionen fasziniert Forscher seit langem. Neben den positiven Effekten aus der Aufnahme von Traubenkernextrakt, die aus der Vorliebe für Rotwein resultieren, ist vor allem Olivenöl ein wichtiger Faktor für die Gesundheit bis ins hohe Alter.

Die förderliche Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System ist aber nicht nur im Öl, sondern auch in den Blättern des Olivenbaumes zu finden. Olivenblattextrakt hat zusätzliche eine blutdrucksenkende Funktion. 

Wie stark dieser Effekt ist, zeigte sich in einer Untersuchung (27), die Olivenblattextrakt mit dem Medikament Captopril verglich. Letzteres zählt zu den Standard-Arzneimitteln bei Bluthochdruck. Seine Wirkung war jedoch nur geringfügig höher als der Extrakt der Olivenblätter!

Während die Senkung des Blutdrucks bei beiden Substanzen vergleichbare Ergebnisse erzielte, konnte der Olivenblattextrakt zusätzlich für eine Senkung der Triglyceride bei den teilnehmenden Personen sorgen. Das Medikament Captopril kann hingegen keinen derartigen Zusatznutzen für sich beanspruchen. 

Ein zusätzlicher Nachweis für die Effektivität von Olivenblattextrakt findet sich außerdem in einer Studie aus dem Jahre 2008 (28): Vierzig eineiigen Zwillingen wurde im Rahmen des Versuchs ein niedrig dosiertes oder hoch dosiertes Ollivenblattextrakt-Präparat verabreicht. Die Vergleichsgruppe erhielt währenddessen ein Placebo. 

Während das sowohl das Placebo als auch das niedrig dosierte Präparat keine signifikanten Veränderungen bewirken, konnte der hoch dosierte Olivenblattextrakt für eine siginifkante Reduktion des Blutdrucks sorgen! 

Brennnesseltee als natürliches Heilmittel

Der Brennnessel wird ein positiver Effekt bei Bluthochdruck nachgesagt. Sie soll unter anderem entspannend auf die Blutgefäße wirken, das Blut verdünnen und seine Fließeigenschaften verbessern. 

Obwohl zur Wirkung von Brennnesseln bei Bluthochdruck keine Studien vorliegen, greifen viele Menschen gerne zum Naturprodukt. Brennnesseltee kann daher eine wohltuende Ergänzung zu einer gesunden Ernährung darstellen.

Achtung

Brennnesseln können entwässernd wirken! Ausreichende Wasseraufnahme neben dem Brennnesseltee ist zu empfehlen!

Fazit: Verschiedene Nahrungsergänzungsmittel helfen bei Bluthochdruck

Die Ursachen für hohen Blutdruck sind zahlreich. In vielen Fällen ist es unmöglich, die genaue Ursache für eine Hypertonie zu bestimmen. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitalstoffen, der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum und Rauchen sowie ein gesundes Gewicht, Bewegung und die Vermeidung von Stress können jedoch helfen. 

Nahrungsergänzungsmittel sind darüber hinaus ideal geeignet, um Mangelerscheingungen auszugleichen und die Aufnahme von wichtigen Vitaminen, Mineralien und anderen Stoffen zu steigern. 

Insbesondere ausreichend Vitamin D, Vitamin B6, B12 und Folsäure sowie Magnesium sind für Personen mit Bluthochdruck zu empfehlen. Ein Überblick über die eigene Versorgung durch ein Blutbild ist in den meisten Fällen sinnvoll. Im Anschluss können Supplements eingesetzt werden, um Defizite auszugleichen. 

In der Regel ist eine Umstellung der eigenen Lebens- und Essgewohnheiten notwendig, um hohen Blutdruck langfristig zu verringern. Schon kleinere Veränderungen, zum Beispiel durch die Zufuhr zusätzlicher Vitamine, können jedoch dabei helfen, den Blutdruck zu regulieren. 

Wer auf die hier aufgeführten Vitamine C, B, D, Magnesium, Q10 und weitere Vitalstoffe achtet, kann einer Hypotonie oft Herr werden. Zusätzlich lassen sich durch eine solche Versorgung viele Ursachen für Herz- und Gefäßerkrankungen hohen Blutdruck bekämpfen.

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Purazell GmbH

Quellenverzeichnis:
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