Blutdruck Schilddrüse: Studien bestätigen Zusammenhang

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Blutdruck Schilddrüse: Studien bestätigen Zusammenhang

Die Schilddrüse ist ein erstaunlich kleines Organ – und doch hat sie einen enormen Einfluss auf nahezu alle Funktionen des Körpers. Das Herz reagiert besonders sensibel auf die Wirkung der Schilddrüsenhormone. Störungen der Schilddrüsenfunktion wirken sich deshalb nahezu immer auf das Herz-Kreislauf-System aus. Und auch umgekehrt gilt: Bei Erkrankungen oder Auffälligkeiten des Herz-Kreislauf-Systems sollte stets geprüft werden, ob eine Beteiligung der Schilddrüse vorliegt.

Das Wichtigste in Kürze:

Was ist die Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ, das vorn am Hals direkt unterhalb des Kehlkopfs liegt. Trotz ihrer geringen Größe spielt sie eine entscheidende Rolle für den gesamten Körper.

Die Schilddrüse produziert die Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin). Diese Hormone steuern den Stoffwechsel – sprich, wie schnell oder langsam Zellen arbeiten. Dadurch beeinflusst die Schilddrüse:

  • den Energieverbrauch
  • den Herzschlag
  • die Körpertemperatur
  • die Verdauung
  • das Nerven- und Muskel­system
  • das Körpergewicht

Sie ist damit eine Art „Taktgeber“ für den gesamten Organismus. Doch sie arbeitet nicht allein. Sie wird von einem komplexen System, unter anderem dem TSH-Hormon aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), reguliert. Dieses System sorgt dafür, dass immer genau so viele Hormone produziert werden, wie der Körper benötigt.

Wenn die Schilddrüse zu viel oder zu wenig arbeitet, geraten viele Körperfunktionen aus dem Gleichgewicht. Typische Folgen können Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, Herzrasen, Haarausfall, depressive Verstimmungen oder eben auch Veränderungen des Blutdrucks sein.

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Puls, Blutdruck, Schilddrüse – alles spinnt?

Die Schilddrüsenhormone wirken unmittelbar auf das Herz und zählen dort zu den wichtigsten Einflussfaktoren. Gemeinsam mit anderen körpereigenen Regelmechanismen bestimmen sie, wie kräftig das Herz schlägt, wie schnell es arbeitet und wie viel Blut im Körper zirkuliert.

Der Puls ist der spürbare Herzschlag, der sich als rhythmische Welle durch die Blutgefäße ausbreitet. Jedes Mal, wenn das Herz pumpt, schickt es Blut in die Arterien – diese Bewegung kann man als Puls fühlen.

Er gibt direkte Hinweise auf:

  • Herzfrequenz
  • Kreislauffunktion
  • körperliche Anstrengung oder Stress
  • mögliche Herzrhythmusstörungen

Kurz gesagt: Der Puls zeigt, wie schnell das Herz schlägt.

Gerät die Schilddrüse aus dem Gleichgewicht, sei es durch eine Über- oder Unterfunktion, spiegelt sich das daher fast immer im Herz-Kreislauf-System wider. Herzrasen, verlangsamter Puls oder Veränderungen des Blutdrucks können typische Folgen sein.

Ebenso gilt: Treten Probleme im Herz-Kreislauf-System auf, sollte stets auch die Schilddrüse als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden, da beide Systeme eng miteinander verflochten sind.

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Achtung bei Herzmedikamenten: Mögliche Auswirkungen auf die Schilddrüse 

Ein zentrales Beispiel ist das Herzmedikament Amiodaron. Es wird bei schweren Herzrhythmusstörungen eingesetzt und enthält extrem hohe Mengen Jod. Jod ist ein essenzieller Baustein für die Schilddrüsenhormonproduktion – in dieser Menge kann es jedoch problematisch werden.

Nach längerer Einnahme kann Amiodaron selbst bei zuvor schilddrüsengesunden Menschen eine Amiodaron-induzierte Schilddrüsenüberfunktion auslösen. Die Folgen können ein beschleunigter Puls, Blutdruckanstieg, Herzrhythmusstörungen und eine deutliche Belastung des Herz-Kreislauf-Systems sein.

Besonders gefährlich ist Amiodaron, wenn bereits eine unerkannte („schlafende“) oder manifeste Schilddrüsenüberfunktion besteht. Die zusätzliche Jodzufuhr kann die Hormonproduktion explosionsartig steigern und zu einer rasanten, im Extremfall lebensbedrohlichen Verschlechterung führen.

Auch andere Herzmedikamente können im Zusammenspiel mit der Schilddrüse relevant sein:

  • Chinidin oder Digitalis können die Wirkung der Schilddrüsenhormone auf das Herz verstärken. Dadurch können sich Herzrhythmusstörungen verschlechtern, insbesondere wenn bereits eine Schilddrüsenüberfunktion besteht.
  • Betablocker nehmen eine besondere Rolle ein. Sie dämpfen die Auswirkungen einer Schilddrüsenüberfunktion auf das Herz, indem sie Herzfrequenz und Blutdruck senken. Deshalb werden sie gezielt eingesetzt, um die Herz-Kreislauf-Belastung bei Hyperthyreose zu reduzieren. Problematisch kann es jedoch werden, wenn Betablocker bei einer nicht erkannten Schilddrüsenüberfunktion plötzlich abgesetzt werden. Dann können unerwartet schwere Herzrhythmusstörungen auftreten.

Aus diesem Grund muss die Schilddrüsenfunktion vor Beginn und während einer Therapie regelmäßig kontrolliert werden.

Blutdruckschwankungen durch eine Unterfunktion der Schilddrüse

Studien (1) zeigen, dass eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) einen messbaren Einfluss auf den Blutdruck hat. Dies gilt nicht nur für die manifeste Hypothyreose mit klar erniedrigten Schilddrüsenhormonwerten, sondern auch für die subklinische Form, bei der die Hormonveränderungen weniger ausgeprägt sind.

Ein entscheidender Mechanismus liegt in den Blutgefäßen. Bei einer Hypothyreose wird weniger Stickstoffmonoxid gebildet. Stickstoffmonoxid ist ein wichtiger Botenstoff, der dafür sorgt, dass sich die Gefäßmuskulatur entspannt und die Blutgefäße weit bleiben. Ist diese Stickstoffmonoxid-Produktion vermindert, können sich die Gefäße nicht mehr ausreichend entspannen (1).

Gleichzeitig ist die Relaxation der glatten Gefäßmuskulatur gestört. Beides zusammen führt zu einem Anstieg des systemischen Gefäßwiderstands. Das Blut muss also gegen einen höheren Widerstand durch die Gefäße gepumpt werden (1).

Werte richtig deuten: Niedriger Blutdruck Schilddrüse vs. hoher Blutdruck Schilddrüse

Der Blutdruck wird standardmäßig in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben und besteht immer aus zwei Werten, die zusammen notiert werden, zum Beispiel 120/80 mmHg. Diese Schreibweise ist weltweit einheitlich und ermöglicht es, die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems gut einzuschätzen.

  • Der erste, höhere Wert ist der sogenannte systolische Blutdruck: Er entsteht in dem Moment, in dem sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Gefäße pumpt.
  • Der zweite, niedrigere Wert wird als diastolischer Blutdruck bezeichnet: Er zeigt den Druck in den Arterien an, wenn sich das Herz zwischen zwei Herzschlägen entspannt und wieder mit Blut füllt. 

Beide Werte liefern wichtige Informationen, da sie unterschiedliche Phasen der Herzfunktion widerspiegeln.

Ein Blutdruck von 120/80 mmHg bedeutet also, dass der Druck während des Herzschlags 120 mmHg und in der Ruhephase 80 mmHg beträgt. Beide Werte sind medizinisch relevant, da Veränderungen entweder des systolischen oder des diastolischen Blutdrucks auf unterschiedliche gesundheitliche Ursachen hinweisen können. 

Die Folge eines aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion erhöhten Gefäßwiderstands ist vor allem ein Anstieg des diastolischen Blutdrucks, also des unteren Blutdruckwertes. Man spricht hier typischerweise von einer diastolischen Hypertonie. Der systolische Blutdruck ist hingegen meist weniger stark betroffen (1). 

Dadurch kommt es zu einer sogenannten verengten Pulsdruckamplitude, also zu einem geringeren Abstand zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck.

Schilddrüsenunterfunktion: Hoher Blutdruck & niedriger Puls vs. Hoher Puls & normaler Blutdruck 

Bei einer ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion arbeitet der Stoffwechsel insgesamt langsamer. Das betrifft auch das Herz: Der Puls ist häufig erniedrigt, weil die Schilddrüsenhormone normalerweise die Herzfrequenz und die Schlagkraft steigern. Fehlen diese Hormone, schlägt das Herz langsamer.

Gleichzeitig kann es dennoch zu erhöhtem Blutdruck kommen, vor allem zu einem Anstieg des diastolischen Blutdrucks. Diese Kombination aus niedrigem Puls und hohem Blutdruck ist typisch für eine Hypothyreose und unterscheidet sich von anderen Formen des Bluthochdrucks.

Ein erhöhter Puls bei gleichzeitig normalem Blutdruck kann ebenfalls mit der Schilddrüse zusammenhängen, tritt aber eher in frühen Phasen, bei schwankender Hormonlage oder bei Überdosierung von Schilddrüsenhormonen auf. 

In solchen Fällen reagiert das Herz sensibel auf Veränderungen der Hormonkonzentration, während die Gefäße ihren Widerstand noch gut regulieren können. Der Blutdruck bleibt dann im Normbereich, obwohl das Herz schneller schlägt.

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Schilddrüse und Blutdruck normalisieren: Was hilft?

Ein erhöhter diastolischer Blutdruck kann ein stiller Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Wenn er unbehandelt bleibt, kann er langfristig die Entstehung oder Verschlimmerung von Bluthochdruck begünstigen. 

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Behandlung, zum Beispiel Levothyroxin, lässt sich nicht nur der Blutdruck wieder in den Normbereich bringen, sondern auch das Herz-Kreislauf-Risiko deutlich senken. 

Auch Nahrungsergänzungen, die gezielt die Schilddrüse unterstützen, können dazu beitragen, Herz und Gefäße zu entlasten und das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme weiter zu reduzieren.

Natürliche Balance für die Schilddrüse 

Studien (1) zeigen, dass die Behandlung der Hypothyreose den diastolischen Blutdruck normalisieren und das kardiovaskuläre Risiko senken kann. 

Diese Entdeckung stimmt mit anderen Studienergebnissen überein, die subklinische Hypothyreose als unabhängigen Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen einordneten (2). 

Um die Schilddrüse in Balance zu bringen, braucht es einen Mix aus medizinischer Abklärung, gezielter Versorgung und Lebensstilfaktoren, die die Hormonregulation unterstützen. 

1. Schilddrüsenwerte prüfen und richtig behandeln

Der wichtigste Schritt ist immer die medizinische Basis:

  • TSH, fT3, fT4, TPO-AK, Tg-AK bestimmen lassen
  • Bei Unterfunktion ggf. L-Thyroxin einstellen
  • Bei Überfunktion je nach Ursache Thyreostatika, Betablocker oder weitere Therapie

Eine korrekt eingestellte Schilddrüse stabilisiert oft auch Energie, Stimmung und Stoffwechsel.

2. Ausreichend Jod, Selen, Eisen & Schilddrüsenvitamine

Ein ausgeglichenes Maß an Nährstoffen ist essenziell für die Schilddrüse – ein Mangel kann die Hormonproduktion bremsen, ein Überschuss in manchen Fällen ebenfalls schaden.

  • Jod: Nötig für die Hormonbildung.
  • Selen: Wichtig für die Umwandlung von T4 zu T3 und zur Regulierung des Immunsystems.
  • Eisen / Ferritin: Ohne Eisen läuft die Produktion der Schilddrüsenhormone nicht optimal.
  • Schilddrüsen-Vitamine: Ein Vitamin B12-Mangel erhöht nachweislich das Risiko einer Schilddrüsenerkrankung und auch Vitamin A, K und D sind unerlässlich.
Schon gewusst?

Nährstoffe immer gezielt nach Blutwerten ergänzen, nicht blind. Viele Mineralstoffe und Vitamine bedingen ihre Wirksamkeit im Körper gegenseitig, weshalb eine gezielte, hochqualitative Schilddrüsen Nahrungsergänzung optimalerweise alle wichtigen Wirkstoffe vereinen sollte.

3. Stress reduzieren – Cortisol wirkt auf die Schilddrüse

Chronischer Stress dämpft die HPT-Achse und kann sowohl Unter- als auch Überfunktion verschlechtern. Hilfreich sind z. B.:

  • regelmäßige Bewegung (moderate Intensität)
  • Atemübungen
  • Meditation
  • Schlafoptimierung

Schon kleine Stressreduktionen können die Hormonregulation verbessern.

4. Entzündungen senken

Die Schilddrüse reagiert empfindlich auf stille Entzündungen.
Helfen können:

  • Wertvolle Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Algenöl vorkommen
  • antioxidative Ernährung (viel Gemüse, Beeren, Kräuter)
  • weniger Zucker & hochverarbeitete Lebensmittel

In Studien (4) zeigte vor allem die sogenannte DASH-Diät positive Auswirkungen auf den Blutdruck von Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion. DASH steht für: reich an Obst, Gemüse, fettarmen Milchprodukten und dafür wenig gesättigte Fette und Salz.

5. Darmgesundheit stärken

Etwa 20 % der T4-zu-T3-Umwandlung passiert im Darm. Ein gesunder Darm kann daher die Schilddrüsenfunktion verbessern:

  • probiotische Lebensmittel, wie fermentiertes Gemüse
  • ausreichend Ballaststoffe
  • entzündungshemmende Ernährung

Nahrungsergänzungsmittel, die probiotische (aktive Bakterienkulturen) und präbiotische (Ballaststoffe als optimaler Nährgrund für die Kulturen) Inhalte vereinen, nennt man Synbiotika. Sie sind optimal für die Stärkung der Darmflora und zeigten in Studien (3), dass sie den systolischen Blutdruck senken können.

6. Bewegung – aber in der richtigen Intensität

Regelmäßige Bewegung verbessert:

  • Stoffwechsel
  • Stressregulation
  • Hormonbalance

Bei starker Unterfunktion eher sanft starten, bei Überfunktion intensive Belastungen vermeiden, bis die Werte stabil sind.

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Wie kann man den Blutdruck direkt unterstützen?

Den Blutdruck direkt zu unterstützen bedeutet, das Herz zu entlasten, die Blutgefäße geschmeidig zu halten und Regulationsmechanismen im Körper zu stärken. Dabei geht es nicht um schnelle Effekte, sondern um Maßnahmen, die nachhaltig wirken und sich gut in den Alltag integrieren lassen.

Zentrale Ansatzpunkte sind, gleich wie für eine ausbalancierte Schilddrüse, die richtige Kombination aus:

  • Ernährung: Eine salzbewusste, naturbelassene Kost hilft, den Gefäßdruck zu senken. Gleichzeitig unterstützen kaliumreiche Lebensmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst den Ausgleich im Flüssigkeitshaushalt und wirken blutdruckregulierend. Auch ausreichend Magnesium kann zur Entspannung der Gefäßmuskulatur beitragen.
  • Bewegung ist ein weiterer wichtiger Schlüssel. Regelmäßige, moderate Aktivität wie zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen verbessert die Gefäßfunktion, senkt den Gefäßwiderstand und hilft dem Blutdruck, sich langfristig zu stabilisieren. 
  • Entspannungsverfahren wie Atemübungen, Yoga, Meditation oder bewusste Pausen im Alltag helfen, das vegetative Nervensystem zu beruhigen und den Blutdruck sanft zu senken. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus und ausreichende Erholungsphasen unterstützen die natürliche Blutdrucksenkung in der Nacht.

Darüber hinaus können gezielte Mikronährstoffe den Blutdruck positiv beeinflussen. Magnesium, Kalium (5) und Omega-3-Fettsäuren (6) tragen zur Gefäßentspannung und Entzündungshemmung bei. 

Es ist jedoch zu beachten, dass der Grundsatz “Viel hilft viel” nicht immer anwendbar ist. Eine Studie (5), die die Wirksamkeit von Kaliumsupplementation zur Blutdrucksenkung beweisen konnte, warnt, dass sich der blutdrucksenkende Effekt bei einer Überdosierung ins Gegenteil wandelt.

Nicht zuletzt gehört auch der bewusste Umgang mit Genussmitteln dazu: Der Verzicht auf Rauchen und ein maßvoller Alkoholkonsum verbessern die Gefäßgesundheit und senken das Herz-Kreislauf-Risiko deutlich.

Risikofaktoren im Blick: Warum Natrium & Co. oft unterschätzt werden

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die diastolische Hypertonie bei Hypothyreose häufig natriumsensitiv ist. Das bedeutet, dass eine hohe Salzaufnahme den Blutdruck zusätzlich ansteigen lassen kann. Dies erklärt, warum Betroffene besonders empfindlich auf salzreiche Ernährung reagieren (1).

Auch bei einer subklinischen Hypothyreose können diese Veränderungen bereits auftreten, wenn auch meist in milderer Ausprägung. Das unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung und regelmäßigen Kontrolle der Schilddrüsenfunktion, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem diastolischem Blutdruck (1).

Wer seinen Körper bestmöglich unterstützen möchte, sollte insgesamt auf eine schilddrüsen- und herz-kreislauf­freundliche Lebensweise achten. Dazu gehört insbesondere, weitere beeinflussbare Risikofaktoren zu reduzieren.

Reduzierbare Risikofaktoren SchilddrüseReduzierbare Risikofaktoren Blutdruck
chronischer Stresschronischer Stress
übermäßige Jodzufuhr (z. B. durch Medikamente oder Algenprodukte)hohe Salz- / Natriumzufuhr
Nährstoffmängel (z. B. Selen-, Eisen-, Jodmangel)Bewegungsmangel
stark verarbeitete LebensmittelÜbergewicht (v. a. Bauchfett)
SchlafmangelSchlafmangel
RauchenRauchen
hormonelle Belastungen (z. B. unkontrollierte Hormontherapien)übermäßiger Alkoholkonsum
Umweltgifte (z. B. Pestizide, Weichmacher)hoher Zuckerkonsum
unregelmäßige Einnahme von Schilddrüsenmedikamentenbestimmte Medikamente (z. B. NSAR, Kortison)
fehlende regelmäßige Kontrollen der Schilddrüsenwerteanhaltende psychische Belastung
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Fazit: Bluthochdruck und Schilddrüsenunterfunktion unter Kontrolle – So geht’s

Schilddrüse und Blutdruck stehen in einem engen und wechselseitigen Zusammenhang. Eine gestörte Schilddrüsenfunktion, insbesondere eine Unterfunktion, kann den Blutdruck nachhaltig beeinflussen und das Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen. Umgekehrt kann ein auffälliger Blutdruck ein wichtiger Hinweis auf eine bislang unerkannte Schilddrüsenerkrankung sein. Entscheidend ist daher ein ganzheitlicher Blick auf beide Systeme.

Was besonders wichtig ist:

✅ Eine Schilddrüsenunterfunktion erhöht häufig den diastolischen Blutdruck und kann zur Entwicklung oder Verschlechterung einer Hypertonie beitragen.
✅ Die gezielte Behandlung der Hypothyreose (z. B. mit Levothyroxin) kann den Blutdruck normalisieren und das kardiovaskuläre Risiko senken.
✅ Auch subklinische Schilddrüsenstörungen können den Blutdruck beeinflussen und sollten ernst genommen werden.
✅ Herz- und Blutdruckmedikamente können die Schilddrüsenfunktion beeinflussen. Regelmäßige Kontrollen sind daher essenziell.
✅ Eine schilddrüsen- und gefäßfreundliche Lebensweise (Ernährung, Bewegung, Stressreduktion, Schlaf) unterstützt die Blutdruckregulation.
✅ Sinnvoll eingesetzte Mikronährstoffe können sowohl die Schilddrüsenfunktion als auch die Gefäßgesundheit positiv beeinflussen.

Kurz gesagt: Wer Blutdruckprobleme nachhaltig in den Griff bekommen möchte, sollte die Schilddrüse immer mitbedenken. Die Kombination aus medizinischer Therapie, gezielter Lebensstil-Anpassung und regelmäßiger Kontrolle bietet die beste Grundlage für stabile Werte und langfristige Herz-Kreislauf-Gesundheit.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Blutdruck Schilddrüse

Quellenverzeichnis:

(1) Udovcic M, Pena RH, Patham B, Tabatabai L, Kansara A. Hypothyroidism and the Heart. Methodist Debakey Cardiovasc J. 2017 Apr-Jun;13(2):55-59. doi: 10.14797/mdcj-13-2-55. PMID: 28740582; PMCID: PMC5512679.

(2) Cai Y, Ren Y, Shi J. Blood pressure levels in patients with subclinical thyroid dysfunction: a meta-analysis of cross-sectional data. Hypertens Res. 2011 Oct;34(10):1098-105. doi: 10.1038/hr.2011.91. Epub 2011 Jul 28. PMID: 21796125.

(3) Ramezani M, Reisian M, Sajadi Hezaveh Z. The effect of synbiotic supplementation on hypothyroidism: A randomized double-blind placebo controlled clinical trial. PLoS One. 2023 Feb 6;18(2):e0277213. doi: 10.1371/journal.pone.0277213. PMID: 36745650; PMCID: PMC9901790.

(4) Filippou CD, Tsioufis CP, Thomopoulos CG, Mihas CC, Dimitriadis KS, Sotiropoulou LI, Chrysochoou CA, Nihoyannopoulos PI, Tousoulis DM. Dietary Approaches to Stop Hypertension (DASH) Diet and Blood Pressure Reduction in Adults with and without Hypertension: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Adv Nutr. 2020 Sep 1;11(5):1150-1160. doi: 10.1093/advances/nmaa041. PMID: 32330233; PMCID: PMC7490167.

(5) Filippini T, Naska A, Kasdagli MI, Torres D, Lopes C, Carvalho C, Moreira P, Malavolti M, Orsini N, Whelton PK, Vinceti M. Potassium Intake and Blood Pressure: A Dose-Response Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. J Am Heart Assoc. 2020 Jun 16;9(12):e015719. doi: 10.1161/JAHA.119.015719. Epub 2020 Jun 5. PMID: 32500831; PMCID: PMC7429027.

(6) Zhang X, Ritonja JA, Zhou N, Chen BE, Li X. Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids Intake and Blood Pressure: A Dose-Response Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. J Am Heart Assoc. 2022 Jun 7;11(11):e025071. doi: 10.1161/JAHA.121.025071. Epub 2022 Jun 1. PMID: 35647665; PMCID: PMC9238708.

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