Schilddrüse und Leber werden oft getrennt betrachtet – dabei arbeiten sie im Hintergrund eng zusammen. Was viele nicht wissen: Schilddrüsenhormone werden in der Leber abgebaut, und genau deshalb hat der Zustand der Leber direkten Einfluss darauf, wie gut die Schilddrüsenfunktion im Körper ist. Umgekehrt beeinflussen Schilddrüsenhormone zentrale Stoffwechselprozesse in der Leber und damit auch ihre Gesundheit.
- Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) haben ein um 43 % erhöhtes Risiko, eine Fettleber zu entwickeln (1).
- Zudem treten Lebererkrankungen bei Betroffenen nicht nur häufiger auf, sondern verlaufen oft auch schwerwiegender (2).
- Sowohl Schilddrüse als auch Leber können von der Kraft natürlicher Wirkstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln für die Schilddrüse oder hochwertigen Leberkomplexen profitieren.
Schilddrüse und Leber: Welcher Zusammenhang verbindet sie?
Der Zusammenhang zwischen Schilddrüse und Leber ist wechselseitig:
- Die Leber spielt eine zentrale Rolle bei der Aktivierung, Inaktivierung, dem Transport und dem Metabolismus der Schilddrüsenhormone.
- Die Schilddrüse wirkt umgekehrt direkt auf die Hepatozyten und den Leberstoffwechsel ein.
Klinisch ist dieses Zusammenspiel hochrelevant, da Funktionsstörungen des einen Organs Symptome oder Fehlfunktionen des anderen nachahmen, verstärken oder verschleiern können (2).
Die Rolle der Schilddrüse im Stoffwechsel
Die Schilddrüse ist eines der wichtigsten Steuerorgane des Stoffwechsels. Sie produziert die Hormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3), die in nahezu allen Körperzellen wirken. Diese Hormone bestimmen, wie schnell oder langsam Stoffwechselprozesse ablaufen und wie effizient Energie genutzt wird.
Schilddrüsenhormone regulieren den Grundumsatz des Körpers, also die Energiemenge, die selbst in Ruhe verbraucht wird. Sie beeinflussen, wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße verwertet werden, und spielen eine zentrale Rolle bei der Wärmeproduktion, dem Körpergewicht und dem Energielevel. Sind zu wenig Hormone vorhanden, verlangsamt sich der Stoffwechsel; bei einem Überschuss läuft er beschleunigt ab.
| Aspekt | Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) | Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) |
| Hormonlage | Zu viel T3 und T4 | Zu wenig T3 und T4 |
| Stoffwechsel | Stark beschleunigt | Verlangsamt |
| Grundumsatz | Erhöht | Erniedrigt |
| Körpergewicht | Gewichtsabnahme trotz normalem/erhöhtem Appetit | Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung |
| Fettstoffwechsel | Erhöhter Fettabbau | Verminderter Fettabbau, Fettansammlung |
| Wärmehaushalt | Erhöhte Wärmeproduktion, Hitzeempfindlichkeit | Verminderte Wärmeproduktion, Kälteempfindlichkeit |
| Herz-Kreislauf-System | Erhöhter Puls, evtl. Bluthochdruck | Verlangsamter Puls, häufig erhöhter diastolischer Blutdruck |
| Nervensystem | Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen | Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit |
| Muskelstoffwechsel | Muskelabbau und -schwäche | Muskelsteifheit, Kraftlosigkeit |
Schilddrüsenhormone wirken auf das Herz-Kreislauf-System, indem sie Herzfrequenz und Schlagkraft beeinflussen, sowie auf das Nervensystem, wo sie Konzentration, Stimmung und Reaktionsfähigkeit mitsteuern.
Auch Organe wie Leber, Muskeln und Darm sind auf eine ausreichende Versorgung mit Schilddrüsenhormonen angewiesen, um ihre Stoffwechselfunktionen optimal auszuführen.
Kurz gesagt: Die Schilddrüse fungiert als Taktgeber des Stoffwechsels. Schon leichte Störungen ihrer Funktion können weitreichende Auswirkungen auf Energiehaushalt, Gewicht, Leistungsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden haben.
Wie die Leber die Schilddrüsenhormone steuert: Umwandlung T4 in T3 in der Leber
Die Leber spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie aktive Schilddrüsenhormone dem Körper tatsächlich zur Verfügung stehen. Die Schilddrüse selbst produziert überwiegend Thyroxin (T4), eine biologisch weitgehend inaktive Vorstufe.
Erst durch die Umwandlung von T4 in das aktive Hormon Triiodthyronin (T3) entfalten die Hormone ihre volle Wirkung im Stoffwechsel. Ein großer Teil dieser Umwandlung findet in der Leber statt. Dort sorgen spezielle Enzyme, sogenannte Dejodasen, dafür, dass von T4 ein Jodatom abgespalten wird.

So entsteht T3, das in den Körperkreislauf abgegeben wird und an nahezu allen Organen wirksam ist. Zusätzlich reguliert die Leber auch den Abbau überschüssiger Schilddrüsenhormone und trägt damit zur hormonellen Balance bei.
Ist die Leberfunktion beeinträchtigt, etwa durch Fettleber, chronische Entzündungen oder Stoffwechselbelastungen, kann die T4-zu-T3-Umwandlung vermindert sein. In solchen Fällen können trotz scheinbar normaler Schilddrüsenwerte Symptome einer Unterfunktion auftreten, da dem Körper nicht ausreichend aktives T3 zur Verfügung steht.
Damit wird deutlich: Eine gesunde Leber ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Schilddrüsenhormone ihre Wirkung entfalten können und der Stoffwechsel im Gleichgewicht bleibt.
Leberveränderungen bei Schilddrüsenerkrankungen: Fettleberrisiko steigt beachtlich
Störungen der Schilddrüsenfunktion gehen häufig mit Veränderungen der Leber einher. Diese betreffen sowohl Laborwerte als auch die Leberstruktur. Bei Betroffenen kann es sinnvoll sein, Maßnahmen zu ergreifen, um Leberwerte zu senken und die Leberfunktion zu unterstützen.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion finden sich häufig erhöhte Leberwerte, insbesondere:
- ALT,
- AST,
- GGT
- und LDH.
Diese Veränderungen stehen im Zusammenhang mit einer insgesamt verlangsamten Stoffwechsellage.
Ein zentraler Befund ist die Assoziation mit der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD). Studien (2) zeigen, dass Hypothyreose, teilweise bereits in subklinischer Form, das Risiko für eine Fettleber erhöht. Ursachen dafür sind unter anderem ein verminderter Fettabbau und häufig begleitende Fettstoffwechselstörungen.
Seltenere Komplikationen, wie Hyperammonämie, Aszites im Rahmen eines Myxödems oder eine Enzephalopathie, können in schweren Fällen einer Schilddrüsenunterfunktion sogar ein Leberversagen imitieren.
Zusätzlich ist das Risiko für Gallensteinerkrankungen erhöht. Gründe hierfür sind eine reduzierte Bilirubinausscheidung, erhöhte Cholesterinwerte sowie eine verminderte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase.
Auch bei einer Schilddrüsenüberfunktion zeigen viele Betroffene veränderte Leberwerte. Je nach Studie sind 15 bis 76 % der Patienten betroffen. Typische Laborveränderungen betrafen
- ALP,
- AST,
- ALT,
- GGT
- und Bilirubin.
Der stark gesteigerte Stoffwechsel führt zu einem erhöhten Sauerstoffverbrauch, wodurch es in der Leber zu relativer Hypoxie und oxidativem Stress kommen kann. Zusätzlich besteht eine erhöhte Assoziation mit autoimmunen hepatobiliären Erkrankungen (4).
Die Daten einer Meta-Analyse mit 10 Studien und 38.425 Teilnehmenden (3) unterstützt diese Erkenntnisse und zeigt, dass insbesondere niedrige FT4- und hohe FT3-Werte das Risiko für eine Fettleber erhöhen kann.
Eine gezielte Schilddrüsenbehandlung kann somit indirekt dazu beitragen, Leberwerte zu senken.
Leberveränderungen durch Schilddrüsentherapien: Kann L Thyroxin Leberwerte erhöhen?
L-Thyroxin ist der erste Schritt zur Behandlung einer ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion. Es ersetzt das fehlende T4-Hormon und normalisiert so den Stoffwechsel, die Herzfrequenz und viele andere Organfunktionen.
Grundsätzlich gilt: L-Thyroxin ist gut verträglich und erhöht bei den meisten Patienten nicht die Leberwerte. Allerdings zeigen Einzelfälle, dass in seltenen Situationen die Einnahme von L-Thyroxin zu leichten Veränderungen der Leberwerte oder einer immunoallergischen Hepatitis führen kann, meist aufgrund einer Überempfindlichkeit gegen das Medikament (2).
Während L-Thyroxin in der Regel gut verträglich ist, können andere Medikamente, abhängig von Substanz und Dosierung, einen milden bis schwerwiegenden Einfluss auf die Leber haben (2).
1. Thionamide (zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion):
- Dazu gehören Propylthiouracil (PTU), Methimazol (MMI) und Carbimazol (2).
- Hepatotoxizität tritt bei diesen Medikamenten insgesamt selten (<0,5 %) auf (2).
2. Propylthiouracil (PTU)
- Risiko für schwerwiegende Leberschäden höher als bei MMI oder Carbimazol.
- Komplikationen können bis zu Leberversagen, Transplantation oder sogar Todesfälle (ca. 25 %) führen.
- Deshalb wird PTU heutzutage nur in Ausnahmefällen eingesetzt
3. Methimazol (MMI) und Carbimazol
- Seltenere Leberschädigung, meist mild und cholestatisch (also vor allem Störungen des Gallenflusses).
- Allgemein gelten sie als sicherer für die Leber im Vergleich zu PTU.
Regelmäßige Kontrollen von Schilddrüsen- und Leberwerten sind dennoch sinnvoll, insbesondere zu Beginn der Therapie.
Schilddrüsenveränderungen bei Lebererkrankungen
Lebererkrankungen können die Funktion der Schilddrüse beeinflussen und zu messbaren Veränderungen der Hormone oder zu Erkrankungen führen. Der Zusammenhang ist insbesondere bei chronischer Hepatitis C, Leberzirrhose und Leberkrebs gut dokumentiert.
Chronische Hepatitis C (HCV)
- Etwa 10–15 % der Patienten zeigen Antikörper gegen die Schilddrüse, was auf eine Autoimmunthyreoiditis hindeutet (2).
- Sowohl Hypothyreose als auch seltener Hyperthyreose können auftreten.
- Ursache ist eine Kombination aus direkter Viruswirkung auf Schilddrüsenzellen und einer Immunaktivierung, die die Schilddrüse angreift.
- Studien (2) deuten darauf hin, dass HCV möglicherweise das Risiko für Schilddrüsenkarzinome erhöhen könnte.
Leberzirrhose
- Häufig findet sich ein erniedrigtes freies T3, während das reverse T3 (rT3) erhöht ist. TSH bleibt meist normal oder leicht erhöht (2).
- Die T3-Konzentration korreliert mit dem Schweregrad der Leberzirrhose und kann als prognostischer Marker genutzt werden (2).
- Diese Veränderungen spiegeln eine reduzierte Umwandlung von T4 in das aktive T3 wider und zeigen, wie eng Schilddrüse und Leberstoffwechsel miteinander verknüpft sind.
Hepatozelluläres Karzinom (HCC) und Cholangiokarzinom
- Eine länger bestehende Hypothyreose kann das Risiko für die Entstehung eines HCC erhöhen (2).
- Schilddrüsenmetastasen in der Leber kommen dagegen selten vor (2).
Schilddrüsenveränderungen durch Lebertherapien: Auslöser und Verstärker von Funktionsstörungen
Die Therapie von Lebererkrankungen kann die Schilddrüse direkt beeinflussen und Funktionsstörungen hervorrufen. Sowohl Hepatitis-C-Behandlungen als auch Therapien bei Leberkrebs sind dafür bekannt.
- Bei der Behandlung einer Hepatitis C mit Interferon ± Ribavirin entwickelten in einer Studie bis zu 35 % der Patienten Schilddrüsenfunktionsstörungen – sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion. Das Risiko war besonders hoch, wenn bereits eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse bestand. In manchen Fällen blieb die Hypothyreose auch nach Ende der Therapie bestehen (2).
- Bei direkt antiviralen Medikamenten (DAA) ist das Risiko für Schilddrüsenveränderungen bislang geringer und weniger gut untersucht.
- Zur Behandlung von Leberkrebs werden Tyrosinkinaseinhibitoren eingesetzt, die eine Schilddrüsenentzündung auslösen können und so potenziell sowohl eine Hypo- als auch eine Hyperthyreose verursachen (2).
- Checkpoint-Inhibitoren (ebenfalls zur Behandlung von Leberkrebs) haben in Studien (2) als häufigste endokrine Nebenwirkung eine Schilddrüsenerkrankung, meist Hypothyreose, seltener Hyperthyreose.
Regelmäßige Kontrollen von TSH, freiem T4 und freiem T3 helfen, Funktionsstörungen früh zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln.
Wie kann man Schilddrüse & Leber gezielt unterstützen?
Schilddrüse und Leber arbeiten eng zusammen: Wird das eine Organ unterstützt, profitiert meist auch das andere. Gleichzeitig kann selbst eine gut eingestellte Schilddrüse in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, wenn die Leber belastet oder geschwächt ist. Deshalb ist eine ganzheitliche Betrachtung besonders wichtig.
- Ein erster Schritt ist die Bestimmung relevanter Laborwerte. Sowohl Schilddrüsenwerte (TSH, fT4, fT3) als auch Leberwerte (z. B. ALT, AST, GGT) lassen sich medizinisch erfassen und geben bei Verdacht auf eine Dysbalance wichtige Hinweise für das weitere Vorgehen.
- Je nach Befund können Medikamente sinnvoll sein – etwa eine Hormontherapie zur Stabilisierung der Schilddrüsenfunktion oder gezielte Maßnahmen zur Unterstützung der Leber. Diese sollten immer individuell angepasst und ärztlich begleitet werden.
- Eine zentrale Rolle spielen zudem Lebensstilfaktoren: Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung sowie die Reduktion von Stress und anderen Risikofaktoren entlasten beide Organe und fördern den Stoffwechsel.
- Ergänzend kann die Unterstützung der körpereigenen Regenerations- und Heilprozesse durch wissenschaftlich belegte natürliche Wirkstoffe sinnvoll sein – insbesondere solche, die entzündungshemmend wirken und den Hormon- sowie Leberstoffwechsel unterstützen.

So einfach kannst du deine Leber unterstützen: Pflanzliche Wirkstoffe für eine natürliche Balance
Pflanzliche Wirkstoffe können die Leber auf natürliche Weise unterstützen, Leberschäden reduzieren und die Leberwerte normalisieren. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bestimmte Pflanzenstoffe sowohl präventiv als auch regenerativ gegen eine Fettleber wirken können – vor allem, wenn man ihre Wirkstoffe kombiniert und Nutzen von ihrer synergetischen Wirkung macht.
Daher kombinieren viele wirkungsvolle Leberkomplexe mehrere Wirkstoffe. Als besonders effektiv zeigen sich in aktuellen Studien der Extrakt von Mariendistel, Löwenzahnwurzel, Artischocken und Cholin.
Silymarin – der Hauptwirkstoff der Mariendistel kann:
- Leberwerte verbessern: Silymarin senkt die wichtigen Leberwerte ALT und AST, die anzeigen, wie stark die Leber belastet ist (5).
- Leberfett reduzieren: Der Fettleber-Index, der Fettleber-Score und der Steatose-Grad verbessern sich – die Leber speichert also weniger Fett (5).
- Blutfette positiv beeinflussen: Gesamtcholesterin, LDL und Triglyzeride sinken, während das „gute“ HDL-Cholesterin steigt, was das Herz schützt (5).
- Stoffwechsel unterstützen: Silymarin hilft, den Insulinspiegel zu senken und die Insulinempfindlichkeit zu verbessern. Der Blutzucker ändert sich meist kaum (5).
Am besten wirkt Silymarin, wenn die Fettleber noch im Anfangsstadium ist. Bei fortgeschrittener Fettleber ist der Effekt geringer. Ob Silymarin die Vernarbung der Leber langfristig verbessert, ist noch nicht ausreichend untersucht und bedarf weiterer Studien (5).
Artischockenextrakt zeigt ebenfalls positive Auswirkungen in Studien (6):
- Leberwerte verbessern: Artischockenextrakt senkt deutlich die ALT- und AST-Werte, die anzeigen, wie stark die Leber belastet ist.
- Dosis- und zeitabhängig: Höhere Dosierungen (>500 mg/Tag) und kürzere Studiendauern (≤8 Wochen) zeigen größere Effekte.
- Antioxidative Wirkung: Inhaltsstoffe wie Cynarin, Chlorogensäure und Flavonoide schützen die Leberzellen vor Schäden durch freie Radikale.
Die positiven Effekte wurden bei Menschen mit Fettleber, nicht-alkoholischer Steatohepatitis, Typ-2-Diabetes, Übergewicht oder erhöhtem Cholesterin beobachtet und traten ohne schwere Nebenwirkungen auf (6).
Auch für Löwenzahnextrakt konnte in Studien (7) eine verbessernde Wirkung bei der nicht-alkoholischen Fettleber nachgewiesen werden:
- Leberfett reduzieren: Löwenzahnextrakt senkt die Fettansammlungen in der Leber, die durch fettreiche Ernährung verursacht werden.
- Blutfettwerte verbessern: Triglyzeride und Cholesterin im Blut werden signifikant gesenkt.
- Insulinresistenz verringern: Löwenzahnextrakt senkt Nüchternglukose, Insulinwerte und HOMA-IR und verbessert die Glukosetoleranz.
- Gewichts- und Leberkontrolle: Löwenzahnextrakt reduziert die durch fettreiche Ernährung bedingte Gewichtszunahme und Vergrößerung der Leber.
Alle diese Wirkstoffe – von Mariendistel über Artischocke und Löwenzahn bis hin zu Cholin, Betain, Taurin, Glycin und den B-Vitaminen – unterstützen die Leberzellen, fördern die Entgiftung, regulieren Fett- und Energiestoffwechsel, schützen vor oxidativem Stress und tragen so dazu bei, die Leberfunktion zu erhalten oder wiederherzustellen. So können die Leberwerte stabilisiert und die Umwandlung der Schilddrüsenhormone aufrechterhalten werden.

So einfach kannst du deine Schilddrüse bei einer Unterfunktion unterstützen: Mit der Kraft der Pflanzen
Sind die Nährstoffe Jod, Selen, Eisen, Tyrosin und Zink, die die Schilddrüse zur Produktion der lebenswichtigen Hormone braucht, nicht ausreichend vorhanden, kann eine gezielte Supplementierung oder eine bewusst zusammengestellte, nährstoffreiche Ernährung helfen, den Hormonhaushalt wieder zu stabilisieren.
Darüber hinaus gibt es weitere Substanzen, die die Schilddrüsenfunktion unterstützen und das hormonelle Gleichgewicht fördern:
- Kupfer, Magnesium, Vitamin A, Vitamin B12 und Vitamin D unterstützen die Hormonproduktion, die Umwandlung von T4 in T3 und regulieren das Immunsystem.
- Schwarzkümmelöl enthält natürliche Pflanzenstoffe mit entzündungshemmenden, antioxidativen und immunmodulierenden Eigenschaften, die insbesondere bei autoimmunbedingten Schilddrüsenerkrankungen unterstützend wirken können.
- Coenzym Q10 schützt Herz und Zellen vor oxidativem Stress und kann das Energieniveau verbessern.
- Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) idealerweise aus Algenöl: Sie wirken entzündungshemmend und unterstützen die Zellgesundheit.
Wichtig ist die klare Unterscheidung zwischen Schilddrüsenunterfunktion und -überfunktion, da sich die Behandlung grundlegend unterscheidet.
Wer unter Hashimoto leidet, sollte ein speziell darauf zugeschnittenes Supplement wählen, um die wechselnden Phasen zwischen Über- und Unterfunktion nicht eventuell zu verschlimmern. Hashimoto Nahrungsergänzungsmittel verzichten, im Gegenteil zu Supplementen bei einer Schilddrüsenunterfunktion, bewusst auf Jod.
Fazit: Schilddrüse, Leber & Stoffwechsel – Nur gemeinsam im Gleichgewicht
Dass die Schilddrüse Leber, Herz und viele weitere Organe beeinflusst, überrascht nicht. Schilddrüsenhormone steuern nicht nur lebenswichtige Prozesse, sondern geben dem gesamten Stoffwechsel den Takt vor. Ohne die Leber würde dieses fein abgestimmte System jedoch nicht funktionieren: Erst dort wird ein Großteil der Hormone in ihre aktive Form umgewandelt und gleichzeitig wieder abgebaut, um das hormonelle Gleichgewicht zu wahren.
Dieser enge funktionelle Zusammenhang erklärt, warum eine Störung auf einer Seite fast immer Auswirkungen auf die andere hat, oft schleichend, manchmal mit gravierenden Folgen. Eine unbehandelte oder unerkannte Dysbalance kann unter anderem begünstigen:
✅ anhaltend erhöhte oder entgleiste Leberwerte
✅ die Entwicklung einer Fettleber oder Leberfibrose
✅ Blutdruck- und Herzrhythmusstörungen
✅ Fettstoffwechselstörungen und erhöhtes kardiovaskuläres Risiko
✅ chronische Müdigkeit, Leistungsabfall und Gewichtszunahme
Das Fazit ist klar: Schilddrüse, Leber und Herz sollten niemals isoliert betrachtet werden. Nur ein ganzheitlicher Blick auf Hormone, Stoffwechsel und Organfunktion ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu erkennen, gezielt gegenzusteuern und langfristige Schäden zu vermeiden.
FAQ – Häufig gestellten Fragen Schilddrüsen und Leber
Die Leber ist entscheidend für die Aktivierung (T4 → T3) und den Abbau von Schilddrüsenhormonen. Eine gestörte Leberfunktion kann daher die Wirkung der Schilddrüsenhormone deutlich beeinflussen.
Sie verursachen sie meist nicht direkt, können aber Schilddrüsenwerte verändern, Symptome verstärken oder eine bestehende Funktionsstörung verschlechtern.
In der Regel nein. L-Thyroxin gilt als lebersicher. Sehr selten können immunallergische Reaktionen auftreten, weshalb Kontrollen sinnvoll sind.
Sinnvoll sind:
– TSH, fT4, fT3 (Schilddrüse)
– ALT, AST, GGT (Leber)
Bei chronischen Erkrankungen oder Therapien sollten diese regelmäßig überprüft werden.
Bei Hashimoto-Thyreoiditis ist die Schilddrüse chronisch entzündet. Die Leber spielt dabei eine wichtige unterstützende Rolle, weil sie Schilddrüsenhormone aktiviert (T4 → T3), überschüssige Hormone abbaut, Entzündungsstoffe und Stoffwechselprodukte verarbeitet und am Hormon- und Immungleichgewicht beteiligt ist. Wichtig ist es, “Entgiften” richtig zu verstehen. Aggressive Detox-Kuren, Fasten oder Tees sind bei Hashimoto nicht empfehlenswert. Sinnvoll ist stattdessen eine sanfte Leberunterstützung.
Quellenverzeichnis:
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(3) Xiang LL, Cao YT, Sun J, Li RH, Qi F, Zhang YJ, Zhang WH, Yan L, Zhou XQ. Association between thyroid function and nonalcoholic fatty liver disease: a dose-response meta-analysis. Front Endocrinol (Lausanne). 2024 Jun 25;15:1399517. doi: 10.3389/fendo.2024.1399517. PMID: 38982990; PMCID: PMC11231071.
(4) Bano A, Chaker L, Muka T, Mattace-Raso FUS, Bally L, Franco OH, Peeters RP, Razvi S. Thyroid Function and the Risk of Fibrosis of the Liver, Heart, and Lung in Humans: A Systematic Review and Meta-Analysis. Thyroid. 2020 Jun;30(6):806-820. doi: 10.1089/thy.2019.0572. Epub 2020 Feb 13. PMID: 31910097.
(5) Li S, Duan F, Li S, Lu B. Administration of silymarin in NAFLD/NASH: A systematic review and meta-analysis. Ann Hepatol. 2024 Mar-Apr;29(2):101174. doi: 10.1016/j.aohep.2023.101174. Epub 2023 Oct 29. PMID: 38579127.
(6) Panahi Y, Kianpour P, Mohtashami R, Atkin SL, Butler AE, Jafari R, Badeli R, Sahebkar A. Efficacy of artichoke leaf extract in non-alcoholic fatty liver disease: A pilot double-blind randomized controlled trial. Phytother Res. 2018 Jul;32(7):1382-1387. doi: 10.1002/ptr.6073. Epub 2018 Mar 9. PMID: 29520889.
(7) Xu L, Yu Y, Sang R, Li J, Ge B, Zhang X. Protective Effects of Taraxasterol against Ethanol-Induced Liver Injury by Regulating CYP2E1/Nrf2/HO-1 and NF-κB Signaling Pathways in Mice. Oxid Med Cell Longev. 2018 Sep 23;2018:8284107. doi: 10.1155/2018/8284107. PMID: 30344887; PMCID: PMC6174809.





