Artischocken Wirkung: Unterstützung für Leber, Galle & Co

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Artischocken Wirkung: Unterstützung für Leber, Galle & Co

Artischocken gelten seit Jahrhunderten als wertvolles Heil- und Nahrungsmittel. Besonders für Leber und Galle werden ihnen positive Effekte zugeschrieben: Sie sollen die Entgiftung fördern, die Verdauung anregen und das allgemeine Wohlbefinden unterstützen. Wer die Warnsignale für die Leber kennt, kann frühzeitig handeln: Artischocken können neben Omega 3, Löwenzahn und Mariendistel einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden Leber liefern.

Das Wichtigste in Kürze:

Was sind Artischocken? Herkunft & Geschichte in der Heilmedizin

Die Artischocke (Cynara scolymus) ist eine distelartige Pflanze aus der Familie der Korbblütler, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt. Vermutlich liegt ihr Ursprung in Nordafrika oder im östlichen Mittelmeergebiet, von wo aus sie sich schon früh in den Küchen und Heiltraditionen verbreitete. 

Heute wird sie vor allem in Italien, Spanien, Frankreich, Ägypten und Kalifornien angebaut. Botanisch ist sie eng mit der Wildart Cynara cardunculus verwandt. Gegessen werden die noch geschlossenen Blütenknospen, bevor sie aufblühen und sich in eine distelähnliche Blüte verwandeln.

Bereits in der Antike nutzten Griechen und Römer die Artischocke zur Unterstützung der Verdauung und zur Förderung der Lebergesundheit. Im Mittelalter beschrieben arabische Ärzte wie Avicenna ihre Wirkung gegen „schlechte Galle“ und Verdauungsprobleme. 

Während der Renaissance wurde die Artischocke in Europa zum exklusiven Heil- und Genussmittel des Adels und galt neben ihrer verdauungsfördernden Wirkung sogar als Aphrodisiakum.

In der modernen Pflanzenheilkunde spielt die Artischocke vor allem in Form von Blattextrakten eine Rolle. Diese sind reich an Bitterstoffen, Vitaminen und Antioxidantien, wobei der Wirkstoff Cynarin im Mittelpunkt steht. 

Studien (1) zufolge kann er die Gallenproduktion anregen, den Fettstoffwechsel unterstützen, die Leber entlasten und erhöhte Blutfettwerte positiv beeinflussen. Damit verbindet die Artischocke kulinarischen Genuss mit einer jahrtausendealten Heiltradition, die auch heute noch in der Naturmedizin geschätzt wird.

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Artischocken gesundheitliche Wirkung: Für was sind sie gut?

Artischockenblattextrakt ist ein bewährtes pflanzliches Präparat mit vielseitigen gesundheitlichen Vorteilen. Besonders bekannt sind Artischocken für ihre verdauungsfördernde Wirkung. Doch Artischockenblattextrakt hat ein weit vielseitigeres Wirkungspaket:

  • Cholesterinsenkend: Reduziert Gesamtcholesterin und Triglyzeride, fördert HDL-Anstieg, hemmt Cholesterinsynthese in der Leber (1).
  • Leber- & verdauungsfördernd: Steigert Gallenproduktion, unterstützt Fettverdauung, lindert Verdauungsbeschwerden (1).
  • Antioxidativ & leberschützend: Neutralisiert freie Radikale, hemmt Lipidperoxidation, schützt Leberzellen (1).
  • Entzündungshemmend: Reduziert Entzündungsmarker (1).
  • DNA-Schutz: In niedrigen Dosen antioxidativer Effekt, kann DNA-Schäden vorbeugen (1).
  • Weitere Effekte: Antimikrobiell, immunmodulierend, kardioprotektiv und möglicherweise blutzuckersenkend (1).

Sind Artischocken gesund für die Leber?

Besonders in Form von Artischockenblattextrakt können Artischocken der Leber spürbar guttun. Das zeigt eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie (3) mit 100 Patienten, die an einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) litten.

NAFLD steht für Non-Alcoholic Fatty Liver Disease, also Fettlebererkrankung ohne Alkohol als Hauptursache. Sie entsteht meist durch ungesunde Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel oder Insulinresistenz. Dabei lagert sich zu viel Fett in der Leber ein, was auf Dauer zu Entzündungen, Vernarbung (Fibrose) und sogar Leberzirrhose führen kann. Viele Betroffene merken lange nichts, bis Blutuntersuchungen erhöhte Leberwerte zeigen.

Bereits nach 8-wöchigerEinnahme von 200 mg Artischockenblattextrakt, mit jeweils 2 mg Cynarin pro Tablette, zeigten sich eindeutige Verbesserungen:

  • Leberwerte verbessern sich: Die Werte ALT und AST – typische Marker für Leberschäden – gingen deutlich zurück. 
  • Leberstruktur gestärkt: Im Ultraschall zeigt sich: bei über 80 % der Teilnehmer verbesserte sich die Leberstruktur – ein klarer Unterschied zu den nur 5 % in der Placebo-Gruppe. 
  • APRI-Score: Auch Marker für Leberfibrose entwickelten sich positiv.

Nicht nur Menschen mit nicht-alkoholischer Fettleber können von den positiven Effekten der Artischocke profitieren. Unsere Leber ist täglich gefordert – sie muss Schadstoffe, Rückstände von Medikamenten und auch Alkohol abbauen. Die Unterstützung mit Artischockenextrakt ist daher eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit, ihr diese Arbeit zu erleichtern und die Lebergesundheit langfristig zu fördern.

Artischocken zum Abnehmen: Mythos vs. Realität

Die Artischocke wird nicht nur als Leber- und Cholesterinhelfer geschätzt, sondern auch oft als „Fatburner“ beworben. Doch was sagt die Wissenschaft wirklich dazu?

Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse (2), in der neun klinische Studien ausgewertet wurden, liefert ein klares Bild:

  • Körpergewicht & BMI: Die Einnahme von Artischockenextrakt zeigte keinen signifikanten Einfluss auf das Körpergewicht oder den BMI.
  • Taillenumfang: Lediglich beim Bauchumfang gab es einen kleinen, aber statistisch signifikanten Rückgang von durchschnittlich rund 1,1 cm – ein Effekt, der besonders bei Personen mit Bluthochdruck stärker ausgeprägt war.
  • Dosis & Dauer: Eine eindeutige Dosis-Wirkungs-Beziehung konnte nicht nachgewiesen werden, die Studiendauern lagen zwischen 8 und 12 Wochen.

Das bedeutet: Wer auf „schnelles Abnehmen mit Artischocke“ hofft, wird enttäuscht – die Pflanze allein ist kein Wundermittel für die Waage. Als Artischocke gegen Bauchfett kann sie jedoch im Rahmen einer gesunden Ernährung und aktiven Lebensweise einen kleinen, unterstützenden Effekt haben, insbesondere in Kombination mit weiteren positiven Wirkungen:

Lebergesundheit: Senkt Leberwerte und unterstützt die Entgiftung.
Cholesterin & Blutfette: Reduziert Gesamtcholesterin, LDL und Triglyzeride signifikant.
Stoffwechselbonus: Leichte Reduktion von BMI und Taillenumfang in mehreren Studien (2, 3).

Artischocke Verdauung: Helfen Artischocken bei Blähungen?

Der Extrakt aus Artischockenblättern (ALE) kann der Verdauung auf ganz natürliche Weise helfen. Er regt die Produktion von Galle in der Leber an und sorgt dafür, dass diese besser in den Darm fließt. Galle ist ein wichtiger Helfer bei der Fettverdauung – sie zerkleinert Fette aus der Nahrung, sodass der Körper sie leichter aufnehmen kann. Wenn dieser Prozess reibungslos funktioniert, fühlen wir uns nach dem Essen seltener aufgebläht, übervoll oder träge.

Was Studien zeigen:

  • In einer Untersuchung (4) verbesserten sich bei der Hälfte der Menschen mit Verdauungsbeschwerden (sogenannter Dyspepsie) die Symptome schon nach zweiwöchiger Einnahme von Artischockenblattextrakt.
  • Bei Betroffenen mit Reizdarmsyndrom (IBS) und Dyspepsie verringerte sich die Häufigkeit von IBS-Beschwerden um 26,4 %, und Symptome wie Völlegefühl und Blähungen nahmen sogar um 41 % ab (4).

Besonders spannend: Eine Studie (4) mit dem pflanzlichen Präparat, das Artischocken- und Ingwerextrakt kombiniert, konnte zeigen, dass sich der Magen nach dem Essen deutlich schneller entleert. 

Das Magenvolumen war 24 % kleiner als bei einer Placebo-Behandlung – ein klarer Hinweis auf weniger Völlegefühl. Bei einer doppelten Dosis war der Effekt sogar noch stärker (38 % kleineres Magenvolumen), und das ganz ohne Nebenwirkungen.

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Artischocken Nebenwirkungen & mögliche Allergien

Die gute Nachricht zuerst: In den meisten Studien war die Einnahme von Artischockenblattextrakt sehr gut verträglich. Selbst bei längerer Anwendung wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet (3).

Trotzdem gilt, wie bei allen pflanzlichen Präparaten, dass nicht jeder Körper gleich reagiert. Mögliche Nebenwirkungen können sein: 

  • Leichte Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, weicher Stuhl oder Magenkrämpfe können in den ersten Tagen auftreten. Diese sind oft vorübergehend und klingen ab, sobald sich der Körper an die verdauungsfördernde Wirkung gewöhnt.
  • Gallenbeschwerden: Da Artischockenextrakt den Gallenfluss anregt, sollten Menschen mit einem bekannten Gallensteinleiden vorsichtig sein. Die verstärkte Gallenproduktion kann theoretisch einen Stein in Bewegung setzen und Schmerzen verursachen. In diesem Fall ist vorherige ärztliche Rücksprache unbedingt notwendig.

Artischocken gehören zur Familie der Korbblütler. Wer auf Pflanzen wie Beifuß, Kamille oder Ringelblume allergisch reagiert, sollte auf mögliche Kreuzreaktionen achten. Symptome können Hautausschlag, Juckreiz oder – sehr selten – Atembeschwerden sein.

Auch bei einer Allergie gegen Löwenzahn oder Gänseblümchen ist Vorsicht geboten.

Insgesamt ist das Risiko für Nebenwirkungen oder eine Allergie gegen Artischocken jedoch sehr gering – die meisten Menschen vertragen den Extrakt problemlos.

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Artischocken Verwendung: Wie sollte man Artischocken einnehmen?

So lässt sich das Risiko von Nebenwirkungen verringern

  • Langsam starten: Besonders wenn der Verdauungstrakt empfindlich reagiert, empfiehlt es sich, mit einer niedrigeren Dosis zu beginnen und diese schrittweise zu steigern.
  • Auf Qualität achten: Nur standardisierte Präparate aus geprüften Quellen verwenden. So ist sichergestellt, dass die Inhaltsstoffe in gleichbleibender Konzentration enthalten und keine schädlichen Rückstände vorhanden sind.
  • Viel trinken: Die anregende Wirkung auf Verdauung und Galle funktioniert am besten, wenn genügend Flüssigkeit vorhanden ist.
  • Nicht auf nüchternen Magen einnehmen, wenn der Magen empfindlich ist – die Einnahme zu oder nach einer Mahlzeit ist meist bekömmlicher.

5 Tipps zur Einnahme: Wie kann man die Artischocken Wirkung verstärken?

Die Bioverfügbarkeit von Artischocken, also wie gut die enthaltenen Wirkstoffe nach der Einnahme tatsächlich ins Blut gelangen, hängt stark davon ab, in welcher Form man sie konsumiert und wie sie aufbereitet wurden. Denn ihre Wirkung lässt sich – richtig eingenommen – um ein Vielfaches steigern.

1. Mit synergistischen Pflanzenstoffen kombinieren

Besonders effektiv für die Leber ist die Kombination von Artischockenextrakt mit anderen Pflanzenextrakten und Nährstoffen in einem Konzentrat, da sie sich gegenseitig verstärken:

  • Mariendistel: Bekannt für ihren hohen Gehalt an Silymarin, das die Leberzellen vor Giftstoffen schützt, die Regeneration geschädigter Leberzellen fördert und antioxidativ wirkt.
  • Löwenzahn: Fördert die Entgiftung und wirkt harntreibend.
  • Taurin & Cholin: Wichtige Aminosäuren, die die Entgiftung und den Fettstoffwechsel der Leber unterstützen.
  • B-Vitamine: Schützen die Leberzellen vor oxidativem Stress und unterstützen die Energieproduktion.

Außerdem zeigen Studien (4), dass Ingwer die Magenentleerung zusätzlich beschleunigen kann – gut gegen Völlegefühl und Blähungen.

2. Richtige Einnahmezeit wählen

Artischockenpräparate wirken am besten, wenn sie vor den Mahlzeiten eingenommen werden, da sie so die Gallenproduktion rechtzeitig anregen und die Fettverdauung optimal unterstützen.

3. Mit der Ernährung kombinieren

Eine leber- und verdauungsfreundliche Ernährung verstärkt den Effekt:

  • Viel Gemüse, bittere Salate (z. B. Rucola, Chicorée)
  • Gesunde Fette (Olivenöl, Leinöl)
  • Wenig Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel

4. Regelmäßigkeit ist entscheidend

Artischockenextrakt wirkt nicht wie eine Schmerztablette sofort, sondern entfaltet seinen vollen Nutzen oft erst nach 2–4 Wochen konsequenter Einnahme.

5. Bewegung & Lebensstil

Moderate Bewegung fördert den Stoffwechsel und den Gallenfluss und wirkt so synergetisch mit der Artischocke.

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Was wirkt besser: Frische Artischocken vs. Artischocken Extrakt

Ob frisch auf dem Teller oder als konzentrierter Extrakt in einer Kapsel – beide Varianten der Artischocke haben ihre Vorzüge.

Frische Artischocken liefern ein ganzes Paket an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Sie enthalten die Wirkstoffe Cynarin, Flavonoide und Chlorogensäure in natürlicher Form, wenn auch in schwankender und meist geringerer Konzentration als in einem Extrakt. 

Der große Vorteil: Frische Artischocken sind ein leckeres, sättigendes Gemüse, das zusätzlich die Darmgesundheit unterstützt. Durch ihre Ballaststoffe fördern sie die Verdauung und kann helfen, Blutzuckerspitzen nach dem Essen abzufangen.

Artischockenextrakt hingegen wird aus den Blättern der Pflanze gewonnen und auf einen definierten Wirkstoffgehalt standardisiert – meist mit hohem Cynarin-Anteil. Das bedeutet: Bereits eine kleine Menge Extrakt kann eine deutlich höhere und reproduzierbare Wirkstoffdosis liefern als eine Portion frischer Artischocken. 

Studien (1, 2, 3, 4) zeigen, dass standardisierte Extrakte bei Leberproblemen, erhöhten Blutfetten oder Verdauungsbeschwerden besonders effektiv sind, da die Konzentration der aktiven Pflanzenstoffe höher ist und gezielt wirkt.

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Fazit: Mit Artischocken Leber entgiften, Verdauung anregen und Entzündungen bekämpfen

Frische Artischocken sind ideal, um die Verdauung zu fördern, Ballaststoffe zu tanken und gesunde Mahlzeiten zu genießen. Wer jedoch gezielt hohe Wirkstoffmengen für Leber, Fettstoffwechsel oder Verdauung einsetzen möchte, erreicht mit einem hochwertigen Artischockenextrakt oft schneller messbare Effekte. 

Ein hochqualitatives Artischockenextrakt hilft, 

✅ die Leberfunktion zu unterstützen

✅ die Verdauung anzuregen 

✅ und entzündungshemmende Prozesse im Körper zu unterstützen. 

Durch ihre Kombination aus antioxidativen, leberstärkenden und verdauungsfördernden Inhaltsstoffen bieten Artischocken eine natürliche Möglichkeit, Stoffwechsel und Wohlbefinden auf sanfte Weise zu fördern und das mit einem sehr geringen Risiko für Nebenwirkungen.

Die Artischocke ist kein Diät-Wunder, aber ein wertvoller Baustein für Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System und Leber – und kann so indirekt auch das Abnehmen erleichtern.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Quellenverzeichnis:

(1) Ben Salem M, Affes H, Ksouda K, Dhouibi R, Sahnoun Z, Hammami S, Zeghal KM. Pharmacological Studies of Artichoke Leaf Extract and Their Health Benefits. Plant Foods Hum Nutr. 2015 Dec;70(4):441-53. doi: 10.1007/s11130-015-0503-8. PMID: 26310198.

(2) bitte Link ergänzen

(3) Panahi Y, Kianpour P, Mohtashami R, Atkin SL, Butler AE, Jafari R, Badeli R, Sahebkar A. Efficacy of artichoke leaf extract in non-alcoholic fatty liver disease: A pilot double-blind randomized controlled trial. Phytother Res. 2018 Jul;32(7):1382-1387. doi: 10.1002/ptr.6073. Epub 2018 Mar 9. PMID: 29520889.

(4) Lazzini S, Polinelli W, Riva A, Morazzoni P, Bombardelli E. The effect of ginger (Zingiber officinalis) and artichoke (Cynara cardunculus) extract supplementation on gastric motility: a pilot randomized study in healthy volunteers. Eur Rev Med Pharmacol Sci. 2016;20(1):146-9. PMID: 26813467.

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