Jod Wirkung einfach erklärt: Funktionen, Mangel & Überdosierung

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Jod Wirkung einfach erklärt: Funktionen, Mangel & Überdosierung

Sowohl ein Jodmangel als auch eine Überdosierung können die empfindliche Balance des Körpers aus dem Gleichgewicht bringen. Besonders betroffen ist die Schilddrüse, die zentrale Prozesse wie Stoffwechsel, Leberfunktion, Gehirnleistung und Energiehaushalt steuert – ohne Jod kann sie ihre Hormone nicht bilden. Eine übermäßige Jodzufuhr kann jedoch ebenfalls problematisch sein und unter Umständen Schilddrüsenfehlfunktionen bis hin zu entzündlichen oder autoimmunen Reaktionen auslösen.

Das Wichtigste in Kürze:

Was ist Jod?

Jod ist ein natürlich vorkommendes chemisches Element mit dem Symbol I (von Iodum) und gehört zur Gruppe der Halogene. Es ist ein Spurenelement, das heißt: Der menschliche Körper benötigt es nur in sehr kleinen Mengen, kann darauf aber nicht verzichten. 

In reiner Form ist Jod ein dunkelgrau-violetter Feststoff, der bei Erwärmung direkt in einen violettfarbenen Dampf übergeht – eine Eigenschaft, die es von vielen anderen Elementen unterscheidet.

Im menschlichen Körper kommt Jod nicht frei vor, sondern wird in chemisch gebundener Form genutzt. Da der Körper Jod nicht selbst herstellen kann, ist er vollständig auf eine Zufuhr von außen angewiesen. 

In der Natur findet man Jod vor allem im Meer, da es sich dort über Jahrmillionen angereichert hat. Deshalb enthalten 

  • Algen, 
  • Meeresfrüchte 
  • und Meeresfische besonders hohe Jodmengen.

An Land ist der Jodgehalt von Lebensmitteln stark vom Boden abhängig. In vielen Regionen Europas sind die Böden jodarm, wodurch pflanzliche Lebensmittel nur geringe Mengen enthalten. Über die Nahrungskette gelangt Jod dennoch in Milch, Milchprodukte und Eier, insbesondere wenn Tierfutter jodiert ist. 

Zusätzlich wird in vielen Ländern jodiertes Speisesalz eingesetzt, um die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

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Jod oder Jodid: Wo liegt der Unterschied?

Umgangssprachlich wird oft einfach von „Jod“ gesprochen. Im Körper kommt dieses Spurenelement jedoch fast ausschließlich in Form von Jodid vor. Der Unterschied ist wichtig, um zu verstehen, wie Jod aufgenommen und genutzt wird.

  • Jod (I₂) ist die elementare, ungeladene Form.
  • Jodid (I⁻) ist die geladene, wasserlösliche Form – und genau diese Form kann der Körper aufnehmen und verwerten.

In Lebensmitteln, jodiertem Salz, Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten liegt Jod daher immer als Jodid vor.

Nach der Aufnahme über Nahrung oder Supplemente passiert Folgendes:

  1. Aufnahme im Darm: Über 90 % des aufgenommenen Jods werden im Darm resorbiert, hauptsächlich in der Schilddrüse gespeichert oder über die Nieren ausgeschieden.
  2. Verteilung im Körper: Über den Blutkreislauf gelangt Jodid zu verschiedenen Organen, vor allem:
    • zur Schilddrüse (Hauptspeicher),
    • zu Speicheldrüsen, Magen, Brustgewebe,
    • und in geringerem Maß zu anderen Geweben.
  3. Aktivierung in der Schilddrüse: In der Schilddrüse wird Jodid an die Aminosäure Tyrosin gebunden.
    So entstehen die Schilddrüsenhormone:
    • T4 (Thyroxin) und
    • T3 (Trijodthyronin).
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Wirkung von Jod: Für was ist es gut?

Jod ist weit mehr als nur ein „Schilddrüsenmineral“. Als essenzielles Spurenelement übernimmt es eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel, beeinflusst hormonelle Prozesse und wirkt auch außerhalb der Schilddrüse auf Immunfunktion, Zellschutz und Stoffwechselregulation

Ein ausgeglichener Jodstatus ist daher entscheidend für die metabolische Gesundheit des gesamten Körpers.

Die wichtigsten Wirkungen von Jod im Überblick:

  • Schilddrüse: Jod wird gebraucht, um die Schilddrüsenhormone zu bilden, die den Stoffwechsel steuern.
  • Energie & Wärme: Es hilft dem Körper, Energie zu produzieren und Körperwärme zu regulieren.
  • Gewicht & Blutzucker: Jod beeinflusst, wie der Körper Fett speichert und Zucker verarbeitet.
  • Schutz der Zellen: Jod wirkt als Radikalfänger und hilft, oxidativen Stress zu reduzieren. Dieser Schutz ist besonders relevant für Stoffwechselorgane wie Leber, Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse.
  • Immunsystem: Jod moduliert entzündungsrelevante Signalwege wie COX-2, iNOS, MAPK und NF-κB und unterstützt eine ausgeglichene Abwehr.
  • Darmgesundheit: Jod kann die Zusammensetzung der Darmflora verändern. Da das Mikrobiom eng mit Insulinresistenz, Körpergewicht und Entzündungsprozessen verknüpft ist, wirkt Jod indirekt auch auf den gesamten Stoffwechsel.

Jod wirkt nicht nur in der Schilddrüse, sondern auch in anderen Geweben als Antioxidans, Immunmodulator und Differenzierungsfaktor. Diese Effekte unterstreichen seine Bedeutung für die ganzheitliche Gesundheit.

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Wie schnell wirkt Jod auf die Schilddrüse?

Jod ist ein essentielles Spurenelement und bildet die Grundlage für die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin). Ohne eine ausreichende Jodversorgung kann die Schilddrüse diese Hormone nicht in ausreichender Menge herstellen. 

T3 und T4 wirken dabei wie ein biologischer Taktgeber: Sie regulieren den Energieumsatz, die Wärmeproduktion (Thermogenese), den Fett- und Zuckerstoffwechsel sowie wichtige Wachstums-, Reifungs- und Entwicklungsprozesse im gesamten Körper.

Darüber hinaus ist Jod auch an der Aktivierung der Schilddrüsenhormone beteiligt. Über die sogenannte Typ-2-Deiodinase (D2) wird das inaktive T4 in das biologisch aktive T3 umgewandelt. 

Dieses aktive Hormon wirkt direkt in den Zellen und beeinflusst unter anderem den Grundumsatz, die Fettverbrennung, die Muskelaktivität und die körperliche sowie geistige Leistungsfähigkeit. Ein ausgewogener Jodstatus ist daher entscheidend für eine stabile Schilddrüsenfunktion und einen gut regulierten Stoffwechsel.

Jod Bedeutung für das metabolische Syndrom

Das metabolische System, auch Stoffwechselsystem, umfasst alle Prozesse im Körper, mit denen Nährstoffe aufgenommen, umgewandelt, genutzt, gespeichert und wieder abgebaut werden. Es sorgt dafür, dass der Körper ständig mit Energie und Baustoffen versorgt wird und im Gleichgewicht bleibt.

Alles Vorgänge, in die Jod direkt oder indirekt involviert ist. Allein durch die zentrale Position der Schilddrüse und ihrer Hormone, die ohne Jod nicht gebildet werden können, beeinflusst die Jodzufuhr unausweichlich den Stoffwechsel. 

Ist das metabolische System gestört, kommt es zu:

  • Gewichtszunahme oder -verlust
  • Insulinresistenz und Diabetes
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Erschöpfung und Leistungsabfall
  • Bluthochdruck und metabolischem Syndrom
Schon gewusst?

Als metabolisches Syndrom bezeichnet man das Auftreten von Adipositas, Bluthochdruck, Dyslipidämie und Hyperglykämie. Studien (1) zeigen dabei einen engen Zusammenhang zwischen dem Jodstatus und der Entwicklung dieser Stoffwechselstörungen.

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Jodmangel vs. Jodexzess: Warum die richtige Menge entscheidend ist

Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, doch seine Wirkung folgt keinem einfachen „mehr ist besser“-Prinzip. Sowohl ein Mangel als auch ein Zuviel an Jod können den Stoffwechsel, die Schilddrüse und langfristig die Gesundheit belasten. 

Der Körper funktioniert am besten innerhalb eines engen, optimalen Jodbereichs – außerhalb dieses Bereichs steigt das Risiko für verschiedene Erkrankungen.

Der Grund dafür, dass die Schilddrüse so sensibel reagiert, ist, dass sie sich aktiv an die Jodversorgung anpasst:

  • Bei Mangel nimmt sie mehr Jod auf und wächst
  • Bei Überversorgung kann die Hormonproduktion gehemmt oder fehlgesteuert werden

Wichtige Marker dafür sind TSH und UIC (Urin-Jod-Konzentration). Ersteres ist der wichtigste Laborwert zur Beurteilung der individuellen Schilddrüsenfunktion, da er zeigt, wie stark die Schilddrüse vom Körper zur Hormonproduktion angeregt wird, während die UIC den zuverlässigsten Marker für die tatsächliche Jodaufnahme darstellt. 

Was passiert bei Jodmangel? 

Jodmangel ist ein weitverbreitetes Problem und betrifft schätzungsweise 35–45 % der Weltbevölkerung

Studien (3) in schweren Jodmangelgebieten wie Xinjiang (China) zeigen, dass unzureichende Jodversorgung in der Bevölkerung vor allem Kinder stark betrifft: Ohne frühzeitige Iod-Supplementierung steigt das Risiko für kongenitale Hypothyreose, Entwicklungsverzögerungen sowie Beeinträchtigungen in Visuomotorik, Feinmotorik und Kopfumfang. 

Eine gezielte Jodgabe bereits im 1. oder 2. Trimester der Schwangerschaft kann diese Risiken deutlich reduzieren und die kindliche Entwicklung im Schulalter verbessern.

Auch in Industrienationen ist er häufiger, als viele denken: Deutschland gilt aufgrund seiner jodarmen Böden als sogenanntes Jodmangelgebiet. Ein unzureichender Jodstatus kann dabei weitreichende Folgen für die Gesundheit haben:

  • Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf), besonders bei Kindern
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Erhöhter TSH-Wert, als Zeichen gesteigerter Schilddrüsenaktivität
  • Ungünstiges Lipidprofil, z. B. erhöhtes Gesamt- und LDL-Cholesterin
  • Erhöhtes Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes
  • Entwicklungsstörungen bei Kindern, insbesondere bei Jodmangel während der Schwangerschaft

Besonders gefährdet sind Frauen im gebärfähigen Alter, Schwangere und Stillende aufgrund ihres erhöhten Bedarfs, aber auch Veganer, Vegetarier und Personen mit geringem Milch- oder Fischkonsum

Nebenwirkungen: Was passiert, wenn man zu viel Jod zu sich nimmt?

Ein Jodüberschuss ist seltener als ein Mangel, kann aber auftreten, insbesondere durch hochdosierte Jodpräparate oder eine plötzliche Erhöhung der Jodzufuhr in ehemals jodarmen Regionen. 

Ein übermäßiger Jodspiegel kann die empfindliche Balance der Schilddrüse stören und zu verschiedenen Problemen führen:

  • Hyperthyreose oder Schilddrüsenknoten: In Einzelfällen kann es zu Überfunktion oder knotigen Veränderungen kommen (2).
  • Förderung von Autoimmunreaktionen: Ein Jodüberschuss kann die Entstehung oder Verschlechterung von Schilddrüsenautoimmunität begünstigen (2).
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen im Alter: Langfristig steigt das Risiko für Funktionsstörungen oder Knotenbildungen (2).
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Besonders häufig bei Menschen mit bereits bestehenden Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto (4).

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, die durch einen Jodmangel entstanden ist, kann die Erhöhung der Jodzufuhr eine Normalisierung der Schilddrüsenfunktion unterstützen. Aber was macht Jod im Körper bei einer Schilddrüsenüberfunktion?

Quellen und epidemiologischen Beobachtungen weisen darauf hin, dass ein Jodüberschuss auch bei Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion problematisch sein kann, aber die Effekte zeigen sich anders als bei einer Unterfunktion:

Bei Menschen mit latenter oder bestehender Überfunktion (z. B. autonome Knoten) kann eine plötzliche hohe Jodzufuhr die Hormonproduktion weiter steigern, da diese Knoten unabhängig von TSH arbeiten. Daraus resultiert eine weitere Verstärkung der Überfunktion sowie der damit einhergehenden Symptome.

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Jod einnehmen: So geht es richtig

Historisch gesehen war Jodmangel lange ein weltweites Problem. Die Einführung von Jodsalz hat die Versorgungssituation deutlich verbessert, dennoch gelten bis heute rund 30 % der Weltbevölkerung als gefährdet. 

Auch in Industrienationen nimmt die Jodaufnahme wieder ab, was unter anderem auf veränderte Ernährungsgewohnheiten, weniger Jodsalz in der Lebensmittelproduktion und einen geringeren Konsum jodreicher Lebensmittel zurückzuführen ist (2).

Wenig bekannt ist, dass nicht nur die Schilddrüse Jod aufnehmen kann. Auch andere Organe wie Speicheldrüsen, Magen, Brustdrüse, Eierstöcke, Prostata und sogar das Pankreas verfügen über Mechanismen zur Jodaufnahme. Diese Tatsache unterstreicht, dass Jod im Körper vielfältige Funktionen erfüllt (1).

Wie viel Jod braucht der Mensch?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt folgende tägliche Jodzufuhr (6):

  • Erwachsene: 150 µg
  • Schwangere: 220 µg
  • Stillende: 230 µg

Als optimal gilt eine Jodversorgung, wenn die mediane Urin-Jod-Konzentration (mUIC) zwischen 100 und 299 µg/L liegt. Dieser Bereich ist mit der geringsten Rate an Schilddrüsenfunktionsstörungen assoziiert (1).

Die empfohlenen Referenzwerte geben eine wichtige Orientierung für die tägliche Jodzufuhr. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien (1), dass der Jodbedarf nicht nur für die Schilddrüsenfunktion relevant ist, sondern auch mit verschiedenen Stoffwechselparametern in Zusammenhang steht.

Beobachtungsstudien (1) deuten darauf hin, dass eine gute Jodversorgung über den reinen Mindestbedarf hinaus mit günstigen metabolischen Effekten verbunden sein könnte. So waren höhere Urin-Jod-Konzentrationen (UIC) mit einer geringeren zentralen Adipositas assoziiert, während übergewichtige Kinder und Frauen häufig niedrigere UIC-Werte aufwiesen. 

Auch für den Blutdruck zeigte sich ein klarer Zusammenhang: Die niedrigste Prävalenz von Bluthochdruck wurde in einem UIC-Bereich von etwa 300–499 µg/L beobachtet.

Darüber hinaus beeinflusst der Jodstatus offenbar den Fettstoffwechsel. Niedrige UIC-Werte gingen mit erhöhtem Gesamt- und LDL-Cholesterin einher, während Interventionen mit jodreichen Lebensmitteln wie Seetang zu einer Verbesserung des Lipidprofils führten. 

Ähnliche Zusammenhänge wurden auch für den Purinstoffwechsel beschrieben: Eine höhere Jodaufnahme war mit einer geringeren Prävalenz von Hyperurikämie und Gicht assoziiert.

Natürliche Jodquellen im Alltag & Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll eingesetzt

Jod kann über verschiedene Wege aufgenommen werden. Besonders relevant sind:

  • jodiertes Speisesalz
  • Milch und Milchprodukte
  • Seefisch und Meeresfrüchte
  • Seetang (stark schwankender Jodgehalt!)
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • bestimmte Medikamente (z. B. Amiodaron)

In der Praxis zeigt sich, dass viele Menschen, insbesondere bei geringer Salzaufnahme, vegetarischer oder veganer Ernährung oder in Schwangerschaft und Stillzeit, ihren Bedarf über die Ernährung allein nicht zuverlässig decken (1).

Hier können Jodpräparate eine sinnvolle Unterstützung sein. Studien (5) zeigen, dass eine sechsmonatige Jod-Supplementierung bei Frauen mit Jodmangel zu einer messbaren Verbesserung der Schilddrüsenfunktion führt. Entscheidend ist dabei nicht „viel hilft viel“, sondern eine bedarfsgerechte Dosierung, idealerweise orientiert an den offiziellen Empfehlungen.

Ein moderat dosiertes Nahrungsergänzungsmittel kann besonders hilfreich sein für:

  • Frauen im gebärfähigen Alter
  • Schwangere und Stillende
  • Menschen mit geringer Aufnahme jodreicher Lebensmittel, wie Vegetarier und Veganer
  • Personen aus bekannten Jodmangelregionen

Achtung: Jod Tabletten Wirkung bei Hashimoto

Bei Hashimoto ist Vorsicht bei der Jodeinnahme geboten. Die Erkrankung ist durch Schwankungen zwischen Unter- und Überfunktion gekennzeichnet, sodass Jod, das in einer Phase helfen könnte, in einer anderen Phase kontraproduktiv sein kann.

Studien (4) zeigen, dass eine zu hohe Jodzufuhr die Schilddrüsenunterfunktion sogar verschlimmern kann. Klingt auf den ersten Blick widersprüchlich, ist aber wissenschaftlich erklärbar.

Bei Menschen, die bereits eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse (z. B. Hashimoto) haben oder eine genetische Prädisposition besitzen, kann ein plötzlicher Jodüberschuss tatsächlich eine Hypothyreose auslösen. Der Mechanismus ist folgender:

  • Jod als „Drossel“ der Schilddrüse: Bei sehr hoher Jodzufuhr kann die Schilddrüse vorübergehend ihre Hormonproduktion herunterfahren (Wolff-Chaikoff-Effekt).
  • Dauerhafte Wirkung bei Autoimmunität: Normalerweise normalisiert sich die Hormonproduktion nach einigen Tagen, aber bei Autoimmunpatienten kann die Hemmung bestehen bleiben, was zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt.

Insbesondere ältere Menschen oder Personen mit Hashimoto reagieren empfindlicher auf plötzliche Jodspitzen.

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Fazit: Warum die Wirkung von Jod für die Schilddrüse unverzichtbar ist

Jod kann vom Körper nicht selbst hergestellt werden und muss daher regelmäßig über die Ernährung oder gezielt ergänzt werden. Obwohl Jodmangel lange als weitgehend gelöst galt, zeigen aktuelle Daten, dass die Jodaufnahme in vielen Industrienationen wieder abnimmt.

Eine unzureichende Jodzufuhr kann langfristig zu einem Jodmangel führen. Mögliche Auswirkungen sind unter anderem:

✅  Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf) als Anpassungsreaktion

✅  Verminderte Bildung von Schilddrüsenhormonen

✅ Verlangsamter Stoffwechsel und geringerer Energieumsatz

✅  Ungünstige Veränderungen des Fett- und Zuckerstoffwechsels

✅  Erhöhte Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Leistungsabfall

✅  Entwicklungsstörungen bei Kindern, insbesondere bei Jodmangel in der Schwangerschaft

Jod richtig einzunehmen bedeutet, die eigene Versorgung realistisch einzuschätzen und gezielt zu ergänzen, da auch ein übermäßiger Jodkonsum Risiken birgt. Jodsalz und jodreiche Lebensmittel bilden die Basis, Nahrungsergänzungsmittel, wie spezifische Schilddrüsensupplemente können diese sinnvoll ergänzen. 

Bei angemessener Dosierung tragen sie dazu bei, die Schilddrüsenfunktion zu unterstützen und langfristigen Mangelfolgen vorzubeugen – einfach, effektiv und gut verträglich.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Jod Wirkung

Quellenverzeichnis:

(1) Zhang L, Shang F, Liu C, Zhai X. The correlation between iodine and metabolism: a review. Front Nutr. 2024 Mar 19;11:1346452. doi: 10.3389/fnut.2024.1346452. PMID: 38567251; PMCID: PMC10985161.

(2) Hatch-McChesney, A.; Lieberman, H.R. Iodine and Iodine Deficiency: A Comprehensive Review of a Re-Emerging Issue. Nutrients 2022, 14, 3474. 

(3) O’Donnell, K.J., Abdul Rakeman, M., Zhi-Hong, D., Xue-Yi, C., Yong Mei, Z., DeLong, N., Brenner, G., Tai, M., Dong, W. and Robert DeLong, G. (2002), Effects of iodine supplementation during pregnancy on child growth and development at school age. Developmental Medicine & Child Neurology, 44: 76-81.

(4) Laurberg P, Cerqueira C, Ovesen L, Rasmussen LB, Perrild H, Andersen S, Pedersen IB, Carlé A. Iodine intake as a determinant of thyroid disorders in populations. Best Pract Res Clin Endocrinol Metab. 2010 Feb;24(1):13-27. doi: 10.1016/j.beem.2009.08.013. PMID: 20172467.

(5) Herter-Aeberli I, Cherkaoui M, El Ansari N, Rohner R, Stinca S, Chabaa L, von Eckardstein A, Aboussad A, Zimmermann MB. Iodine Supplementation Decreases Hypercholesterolemia in Iodine-Deficient, Overweight Women: A Randomized Controlled Trial. J Nutr. 2015 Sep;145(9):2067-75. doi: 10.3945/jn.115.213439. Epub 2015 Jul 22. PMID: 26203098.

(6) https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/jod/

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