Selen bei Schilddrüsenunterfunktion: Do’s & Don’ts

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Selen bei Schilddrüsenunterfunktion: Do’s & Don’ts

Selen kann die Schilddrüse unterstützen, aber nur, wenn es richtig eingesetzt wird. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion sind Dosierung, Bedarf und Einnahme entscheidend. Untersuchungen zeigen, dass Selen nicht nur bei einer Unterfunktion relevant ist, sondern auch das Risiko, an Schilddrüsenkrebs und Autoimmunerkrankungen zu erkranken,  eng mit niedrigen Selenwerten verbunden zu sein scheint (1).

Das Wichtigste in Kürze:

Was ist Selen?

Selen ist ein essenzielles Spurenelement. Das bedeutet, dass der Körper Selen nicht selbst herstellen kann und es regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden muss.

Selen kommt in Lebensmitteln in unterschiedlichen Mengen vor, abhängig vom Selengehalt der Böden bzw. der Futtermittel. Gute natürliche Quellen sind unter anderem:

  • Paranüsse
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Fleisch und Eier
  • Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte

Trotz eines vergleichsweise geringen Bedarfs ist Selen an zahlreichen lebenswichtigen Prozessen beteiligt und spielt eine besondere Rolle für Schilddrüse, Immunsystem und Zellschutz.

Im Körper ist Selen Bestandteil sogenannter Selenoproteine. Diese Eiweiße übernehmen wichtige Aufgaben, unter anderem beim Schutz der Zellen vor oxidativem Stress. Sie wirken als Antioxidantien und helfen dabei, schädliche freie Radikale unschädlich zu machen. Dadurch trägt Selen zum Erhalt gesunder Zellen und Gewebe bei.

Eine der bekanntesten Funktionen von Selen betrifft die Schilddrüse. Mehrere Enzyme, die an der Aktivierung und Regulation der Schilddrüsenhormone beteiligt sind, sind selenabhängig. Dazu gehören die Deiodinasen, die das Speicherhormon Thyroxin (T₄) in das aktive Triiodthyronin (T₃) umwandeln. Ohne ausreichend Selen kann diese Umwandlung eingeschränkt sein, selbst wenn genügend Schilddrüsenhormone vorhanden sind.

Darüber hinaus unterstützt Selen das Immunsystem, indem es zur normalen Funktion von Immunzellen beiträgt, und spielt eine Rolle bei Entzündungsprozessen. Auch für die Fruchtbarkeit, insbesondere bei Männern, sowie für den Schutz von Herz und Gefäßen ist Selen von Bedeutung.

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Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?

Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) liegt vor, wenn die Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone produziert. 

Diese Hormone, vor allem Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3), steuern zahlreiche Prozesse im Körper, darunter Stoffwechsel, Energieverbrauch, Herzfrequenz, Körpertemperatur und geistige Leistungsfähigkeit. Sind sie nicht in ausreichender Menge vorhanden, laufen viele Körperfunktionen verlangsamt ab.

Typische Beschwerden einer Schilddrüsenunterfunktion sind:

  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung
  • Kälteempfindlichkeit
  • trockene Haut
  • Haarausfall
  • Verstopfung
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme

Auch Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen können auftreten. Nicht immer sind die Symptome direkt erkennbar. Sie entwickeln sich oft schleichend und werden deshalb nicht immer sofort erkannt.

In der Regel liegt die Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion direkt in der Schilddrüse, nur selten in einer gestörten hormonellen Steuerung durch Hypophyse oder Hypothalamus. Am häufigsten entsteht die Hypothyreose durch Hashimoto-Thyreoiditis, eine chronische Entzündung, bei der das Schilddrüsengewebe schrittweise seine Funktion verliert.

Weitere mögliche Ursachen sind 

  • Jodmangel
  • eine operative Entfernung von Schilddrüsengewebe
  • eine Radiojodtherapie 
  • oder bestimmte Medikamente. 

Auch Leber und Schilddrüse arbeiten so eng zusammen, dass durch eine Störung der Leberfunktion die Umwandlung der Schilddrüsenhormone in ihre aktive Form eingeschränkt sein kann und es trotz vollfunktionstüchtiger Schilddrüse zu den gleichen Symptome wie bei einer Unterfunktion kommen kann.

Diagnostiziert wird die Schilddrüsenunterfunktion in der Regel durch eine Blutuntersuchung. Typisch sind ein erhöhter TSH-Wert sowie erniedrigte oder grenzwertige Werte für T4 und T3.

Hilft Selen bei Schilddrüsenunterfunktion?

Die Schilddrüse und Selen bilden ein eng abgestimmtes Team. Mehrere Arten von sogenannten Selenoproteinen sorgen dafür, dass die Produktion und Aktivierung der Schilddrüsenhormone reibungslos abläuft. 

Fehlt Selen, können die Schutz- und Regulationsmechanismen der Schilddrüse folgenschwer beeinträchtigt werden. Ein Selenmangel gilt daher als wichtiger Risikofaktor für verschiedene Schilddrüsenerkrankungen und gleichzeitig kann die richtige Supplementierung von Selen die Rückkehr zur normalen Schilddrüsenfunktion beschleunigen.

1. Hashimoto-Thyreoiditis und Hypothyreose

Auch bei der Hashimoto-Thyreoiditis, der häufigsten Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion, besteht ein enger Zusammenhang mit der Selenversorgung. Ein Selenmangel ist mit dem Auftreten von Hashimoto und Hypothyreose assoziiert. Studien (1) zeigen, dass eine gezielte Selen-Supplementierung:

  • die Spiegel der Anti-TPO-Antikörper senken kann
  • die Struktur und Funktion des Schilddrüsengewebes positiv beeinflusst
  • Besonders Frauen und ältere Menschen sind häufiger von einem Selenmangel betroffen und profitieren daher potenziell von einer sorgfältigen Überprüfung ihres Selenstatus.

2. Morbus Basedow und Graves’ Orbitopathie

Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper die Schilddrüse dauerhaft stimulieren. In der aktiven Phase führt das typischerweise zu einer Überproduktion von Schilddrüsenhormonen, also zu einer Schilddrüsenüberfunktion

Im Behandlungsverlauf kann sich die Situation jedoch ändern: Durch therapeutische Maßnahmen wie Radiojodtherapie oder eine Operation geht funktionsfähiges Schilddrüsengewebe verloren. In der Folge entwickeln viele Betroffene eine Schilddrüsenunterfunktion, die dauerhaft behandelt werden muss.

Studien (1) zeigen, dass ein Selenmangel das Risiko für Morbus Basedow erhöht, selbst in Regionen, in denen die allgemeine Selenversorgung als ausreichend gilt. Die klinischen Untersuchungen weisen darauf hin, dass eine Selen-Supplementierung bei Morbus Basedow die Rückkehr zur normalen Schilddrüsenfunktion beschleunigen kann.

Besonders gut untersucht ist der Nutzen von Selen bei der Graves’ Orbitopathie, der typischen Augenbeteiligung bei Morbus Basedow. Hier konnte gezeigt werden, dass Selen:

  • die Lebensqualität verbessert
  • das Fortschreiten der Augenveränderungen verlangsamen kann

Aufgrund dieser Ergebnisse empfiehlt die EUGOGO-Leitlinie die Einnahme von Selen bei milder Graves’ Orbitopathie.

3. Kretinismus und angeborene Hypothyreose: Wirkung von Jod und Selen bei Schilddrüsenunterfunktion

In Regionen mit kombiniertem Jod- und Selenmangel kann ein unzureichender Selenstatus die Entwicklung von Kretinismus und angeborener Hypothyreose begünstigen (1). 

Kretinismus ist eine schwere Entwicklungsstörung, die durch einen unbehandelten Mangel an Schilddrüsenhormonen während der Schwangerschaft und frühen Kindheit entsteht. 

Die häufigste Ursache ist ein ausgeprägter Jodmangel, oft verstärkt durch einen gleichzeitigen Selenmangel. Da Schilddrüsenhormone für die Entwicklung von Gehirn, Nervensystem und Körperwachstum unverzichtbar sind, hat ihr Fehlen besonders in den ersten Lebensphasen gravierende Folgen.

Wichtig ist dabei, dass Selen nicht isoliert supplementiert wird. Ohne eine ausreichende Jodversorgung kann Selen die Schilddrüsenfunktion nicht sinnvoll unterstützen und unter Umständen sogar nachteilig wirken (1).

4. Schilddrüsenkrebs und Selen: Hinweise auf tumorhemmende und protektive Effekte

Niedrige Selenwerte werden auch mit einem erhöhten Risiko für Schilddrüsenkrebs sowie mit einem ungünstigeren Krankheitsverlauf in Verbindung gebracht (1). Selen besitzt antioxidative und immunmodulatorische Eigenschaften, die das Tumorwachstum möglicherweise hemmen können (1). 

Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass Selen die Nebenwirkungen einer Radiojodtherapie lindern kann, etwa durch den Schutz gesunden Gewebes vor oxidativem Stress (1).

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Schilddrüsenunterfunktion Selen Einnahme: Wie und wieviel hilft am besten?

Die empfohlene tägliche Selenzufuhr variiert je nach Alter, Geschlecht und Lebenssituation – etwa während der Schwangerschaft oder Stillzeit. Im Durchschnitt benötigen Erwachsene rund 60 bis 70 Mikrogramm Selen pro Tag (2).

AlterMänner (µg/Tag)Frauen (µg/Tag)
Säuglinge
0 – < 4 Monate1010
4 – < 12 Monate1515
Kinder & Jugendliche
1 – < 4 Jahre1515
4 – < 7 Jahre2020
7 – < 10 Jahre3030
10 – < 13 Jahre4545
13 – < 15 Jahre6060
15 – < 19 Jahre7060
Erwachsene
19 – < 25 Jahre7060
25 – < 51 Jahre7060
51 – < 65 Jahre7060
≥ 65 Jahre7060
Schwangere60
Stillende75
(2)

Bei anhaltendem Stress, chronischen Entzündungen, einer Schilddrüsenunterfunktion oder einer vegetarischen bzw. veganen Ernährung kann der Bedarf jedoch etwas höher liegen (2).

Schilddrüsenunterfunktion Selen Dosierung: Die richtige Dosis & Kombination

Studien (3) zeigen, dass bereits moderate Mengen Selen positive Effekte auf die Schilddrüse haben können. In der klinischen Praxis werden häufig Dosierungen zwischen 80 und 200 µg pro Tag eingesetzt. 

Höhere Dosen bringen nicht automatisch mehr Nutzen und können langfristig sogar problematisch sein. Deshalb gilt: Selen sollte gezielt, zeitlich begrenzt und idealerweise nach Bestimmung des Selenstatus supplementiert werden.

Selen allein kann bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, insbesondere bei Hashimoto-Thyreoiditis, zu einer Senkung von Schilddrüsenantikörpern und einer leichten Verbesserung des Wohlbefindens beitragen (3). Der Einfluss auf den TSH-Wert oder die eigentliche Hormonproduktion ist jedoch oft begrenzt.

Genau hier setzt die Forschung zu Kombinationen an:

1. Myo-Inositol + Selen: 

Eine randomisierte kontrollierte Studie (3) mit 168 Patientinnen und Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis und subklinischer Schilddrüsenunterfunktion zeigte, dass die Kombination aus Myo-Inositol (600 mg) und Selen (83 µg täglich) deutlich wirksamer war als Selen allein.

Nach sechs Monaten zeigte sich in der Kombinationsgruppe:

  • eine signifikante Senkung des TSH-Werts,
  • ein Anstieg von freiem T4,
  • eine deutliche Reduktion von TPO- und Tg-Antikörpern,
  • sowie eine spürbare Verbesserung der Symptome und Lebensqualität.

2. Selen und Zink: 

Eine große Auswertung (4) der US-amerikanischen NHANES-Daten zeigte, dass Menschen mit niedriger Zinkaufnahme ein deutlich erhöhtes Risiko für eine neu auftretende Schilddrüsenunterfunktion hatten. Besonders auffällig war der Effekt, wenn sowohl zu wenig Selen als auch Zink aufgenommen wurden.

In dieser Gruppe war das Risiko für eine Hypothyreose fast sechsmal höher. Frauen und übergewichtige Personen waren besonders betroffen. 

Diese Ergebnisse unterstreichen, dass Schilddrüsengesundheit nicht von einem einzelnen Nährstoff abhängt, sondern vom Zusammenspiel mehrerer Mikronährstoffe.

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Wie kann der Körper Selen am besten aufnehmen?

Europäische Böden gelten als vergleichsweise selenarm, weshalb pflanzliche Lebensmittel hier häufig weniger Selen enthalten als beispielsweise in den USA.

Zu den pflanzlichen Lebensmitteln mit potenziell höherem Selengehalt zählen:

  • Paranüsse (sehr selenreich, aber nur in kleinen Mengen empfehlenswert, da sie auch Radium anreichern können),
  • Kohlgemüse wie Brokkoli oder Weißkohl,
  • Zwiebelgewächse wie Knoblauch und Zwiebeln,
  • Spargel, Pilze sowie Hülsenfrüchte wie Linsen.

Bei bestimmten Erkrankungen, veganer Ernährung oder einem nachgewiesenen Selenmangel kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein.

Bei Schilddrüsen-Nahrungsergänzungsmitteln ist vor allem die Form des Selens entscheidend. Organisches Selen (z. B. Selenomethionin oder Selenhefe) ist in der Regel besser verträglich, wird langsamer freigesetzt und kann im Körper gespeichert werden.

Anorganisches Selen (z. B. Natriumselenit) steht dem Körper schneller zur Verfügung, wird jedoch auch rascher wieder ausgeschieden.

Inwieweit der Körper das eingenommene Selen auch tatsächlich aufnehmen und nutzen kann, wird durch mehrere Faktoren beeinflusst:

  • eine ausreichende Versorgung mit Vitamin E,
  • der Eisenstatus,
  • die Verfügbarkeit bestimmter Aminosäuren,
  • sowie eine gesunde Darmflora.

Störungen in diesen Bereichen können die Selenaufnahme und -wirkung signifikant einschränken.

Keine Schilddrüse mehr: Ist Selen dennoch wichtig?

Es gibt mehrere medizinische Gründe, warum ein Mensch keine Schilddrüse mehr hat. In den meisten Fällen ist dies die Folge einer notwendigen Entfernung: 

  • eines bösartigen Tumors, 
  • bei schweren Autoimmunerkrankungen 
  • oder eines großen Kropfes.

Menschen ohne Schilddrüse können mit einer gut eingestellten Hormonersatztherapie ein normales Leben führen, benötigen jedoch lebenslang Schilddrüsenhormone und intakte Systeme zur Verwertung der eingenommenen Schilddrüsenhormone.

Ein wesentlicher Aspekt davon ist die periphere Umwandlung von Schilddrüsenhormonen. Viele Menschen ohne Schilddrüse nehmen Levothyroxin ein. 

Die Umwandlung von T4 in das biologisch aktive T3 erfolgt in anderen Geweben wie Leber, Muskeln und Gehirn – und dafür sind selenabhängige Deiodinasen notwendig. Eine ausreichende Selenversorgung kann diesen Prozess unterstützen.

Darüber hinaus wirkt Selen

  • als Bestandteil antioxidativer Enzyme (z. B. Glutathionperoxidasen) und hilft, Zellen vor Entzündung und oxidativer Belastung zu schützen. Das ist besonders relevant nach Operationen, bei chronischen Entzündungen oder bei zusätzlicher Belastung durch Stress oder Erkrankungen.
  • auf das Immunsystem. Es moduliert Immunreaktionen und kann überschießende Entzündungsprozesse dämpfen – ein Aspekt, der gerade bei Menschen mit autoimmunem Hintergrund (z. B. ehemalige Hashimoto-Patienten) weiterhin Bedeutung hat, selbst wenn die Schilddrüse entfernt wurde.
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Fazit: Selen unterstützt bei Schilddrüsenerkrankungen 

Selen ist ein entscheidender Mikronährstoff für die Schilddrüsenfunktion – insbesondere bei einer Schilddrüsenunterfunktion. Es unterstützt die Umwandlung der Schilddrüsenhormone, schützt das Schilddrüsengewebe vor oxidativem Stress und kann bei autoimmunen Ursachen wie Hashimoto entzündungshemmend wirken. 

Für Betroffene besonders wichtig:

✅ Selen kann die Hormonverwertung (T4 → T3) unterstützen, ersetzt aber keine Schilddrüsenmedikamente.

✅ Eine Supplementierung ist vor allem bei nachgewiesenem Mangel oder Autoimmunerkrankungen sinnvoll.

✅ Kombinationen mit Myo-Inositol oder Zink können die Wirkung verstärken.

✅ Eine langfristige Einnahme sollte ärztlich begleitet werden, um Überdosierungen zu vermeiden.

Entscheidend ist jedoch nicht eine möglichst hohe Dosis, sondern eine bedarfsgerechte, individuell angepasste Versorgung, idealerweise auf Basis des Selenstatus. Ein bewusster, gut informierter Umgang mit Selen kann so zu einem wertvollen Baustein werden, um die eigene Schilddrüsengesundheit aktiv zu unterstützen und langfristig mehr Stabilität und Wohlbefinden zu erreichen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen:

Quellenverzeichnis:

(1) Wang F, Li C, Li S, Cui L, Zhao J and Liao L (2023) Selenium and thyroid diseases. Front. Endocrinol. 14:1133000. doi: 10.3389/fendo.2023.1133000

(2) https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/selen/

(3) Nordio M, Basciani S. Myo-inositol plus selenium supplementation restores euthyroid state in Hashimoto’s patients with subclinical hypothyroidism. Eur Rev Med Pharmacol Sci. 2017 Jun;21(2 Suppl):51-59. PMID: 28724185.

(4) Lu L, Huang Z, Wang X, Chen J. Interaction Between Dietary Selenium and Zinc Intakes on Hypothyroidism. Biol Trace Elem Res. 2023 Oct;201(10):4667-4676. doi: 10.1007/s12011-023-03563-w. Epub 2023 Feb 7. PMID: 36749549.

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