Seit Jahrtausenden wird Weihrauch in der traditionellen Heilkunst geschätzt: als Räucherwerk, Ritualpflanze und Naturheilmittel. Was einst als spirituelle Substanz galt, rückt heute zunehmend in den Fokus der modernen Medizin. Denn aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen: Die im Weihrauch enthaltenen Wirkstoffe, insbesondere die Boswelliasäuren, besitzen bemerkenswerte entzündungshemmende und immunmodulierende Eigenschaften.
- Weihrauch ist ein pflanzliches Heilmittel, gewonnen aus dem Harz des Weihrauchbaumes, mit nachgewiesener entzündungshemmender Wirkung.
- Studien zeigen positive Effekte bei Erkrankungen wie Arthrose (3), Morbus Crohn (4), Colitis (1), Asthma (1), Hauterkrankungen (5) und Schilddrüsenknoten (2).
- Die wirksamen Bestandteile, insbesondere Boswelliasäuren, greifen gezielt in entzündliche Signalwege ein, ohne die Schilddrüsenfunktion oder andere zentrale Stoffwechselprozesse zu beeinträchtigen.
Was ist Weihrauch?
Wird in der Medizin von Weihrauch gesprochen, dreht es sich nicht um das Einatmen verbrannter Räucherstäbchen, sondern um das Harz bestimmter Weihrauchbäume. Dieses Harz stammt vor allem von Bäumen der Gattung Boswellia, die in trockenen Regionen Afrikas, der Arabischen Halbinsel und Indiens wachsen.
Für medizinische Zwecke wird das Harz durch Anritzen der Baumrinde gewonnen. Dabei tritt ein milchig-weißer Saft aus, der an der Luft langsam aushärtet. Nach einigen Tagen wird das getrocknete Harz geerntet und weiterverarbeitet, zum Beispiel zu Pulver, Extrakten, Kapseln oder Cremes.
Der medizinisch wirksame Weihrauch enthält eine Vielzahl bioaktiver Substanzen, allen voran die Boswelliasäuren, denen entzündungshemmende und schützende Eigenschaften zugeschrieben werden.

Auf den Spuren der Weihrauch Heilwirkung
Weihrauch ist weit mehr als ein wohlriechendes Räucherwerk. Das Harz des indischen Weihrauchbaums Boswellia serrata wird seit Jahrhunderten gezielt als Heilmittel eingesetzt, besonders in der ayurvedischen Medizin, wo es unter dem Namen Salai guggul bekannt und bis heute auf indischen Märkten erhältlich ist.
Bereits früh erkannten Heilkundige seine entzündungshemmenden und reinigenden Eigenschaften, die ihn zu einem vielseitigen Naturheilmittel machten. Aufgrund seiner Seltenheit und seines intensiven Dufts wurde er ehrfürchtig als „Schweiß der Götter“ bezeichnet.
In der Ayurveda- und Unani-Medizin nahm Weihrauch eine zentrale Rolle ein. Er wurde innerlich wie äußerlich angewendet und galt als kräftigendes, reinigendes und ausgleichendes Mittel. Überliefert ist der Einsatz bei einer Vielzahl von Beschwerden, unter anderem:
- Entzündliche und rheumatische Erkrankungen
- Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall, Dysenterie und Wurmbefall
- Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Asthma und Husten
- Haut- und Bluterkrankungen, Verbrennungen und Wunden
- Fieberhafte Infekte und allgemeine Schwächezustände
- Gynäkologische Beschwerden wie Menstruationsstörungen und Vaginalbeschwerden
- Lebererkrankungen und zur gezielten Leberstimulation
- Hämorrhoiden, Aphten im Mund, Halsweh und Haarausfall
Darüber hinaus schrieb man dem Harz verschiedene medizinische Eigenschaften zu, darunter:
- antiseptisch (keimhemmend)
- adstringierend (zusammenziehend)
- diuretisch (harntreibend)
- diaphoretisch (schweißtreibend)
- stimulierend und reinigend
Mit dem Aufkommen moderner Medikamente im 20. Jahrhundert, insbesondere der Synthese von Antibiotika und Kortison, geriet das medizinische Potenzial des Weihrauchs zunehmend in Vergessenheit. Die schnelle und gezielte Wirkung synthetischer Arzneimittel verdrängte viele traditionelle Heilmittel aus der Schulmedizin.
Heute jedoch rückt Weihrauch wieder verstärkt in den Fokus der Forschung. Moderne Studien bestätigen zunehmend das, was traditionelle Medizinsysteme seit Jahrhunderten wussten: Weihrauch besitzt ein bemerkenswertes therapeutisches Potenzial, insbesondere bei chronischen Entzündungen und immunbedingten Erkrankungen.

Aktuelle Studienergebnisse: Weihrauch als natürlicher Entzündungshelfer
Moderne Analysen zeigen, dass Weihrauch ein hochkomplexes Naturharz ist. Insgesamt wurden über 200 verschiedene chemische Verbindungen identifiziert, die gemeinsam zu seinen vielseitigen Wirkungen beitragen (1).
Die wichtigsten Wirkstoffgruppen sind die Boswelliasäuren. Sie zählen zu den bedeutendsten Inhaltsstoffen und gehören chemisch zu den pentazyklischen Triterpenoiden. Besonders gut untersucht sind (1):
- AKBA (Acetyl-11-keto-β-boswelliasäure)
- KBA (11-keto-β-boswelliasäure)
- AbBA (Acetyl-β-boswelliasäure)
Diese Boswelliasäuren gelten als die zentralen Markerstoffe des Weihrauchharzes und werden häufig zur Qualitätsbewertung von Extrakten herangezogen.
Studien (1) konnten zwei weitere bedeutende bioaktive Schlüsselstoffe identifizieren: Incensol und Incensolacetat. Dabei handelt es sich um Diterpenoide, die lange Zeit wenig beachtet wurden. Sie werden unter anderem mit entzündungshemmenden, stimmungsaufhellenden und neuroaktiven Effekten in Verbindung gebracht.
Nicht jeder Weihrauch ist gleich – je nach Boswellia-Art (z. B. Boswellia serrata, B. sacra, B. carterii) variiert die Zusammensetzung der aktiven Inhaltsstoffe deutlich. Das erklärt, warum verschiedene Weihrauchsorten unterschiedliche therapeutische Schwerpunkte haben können, etwa auf Entzündungen, Darm, Gelenke oder das Nervensystem (1).
Weihrauchkapseln Wirkung auf die Schilddrüse
Die Schilddrüse ist weit mehr als ein kleines Organ am Hals. Sie wirkt wie ein zentraler Taktgeber des Körpers und beeinflusst nahezu jedes Organ und jeden Stoffwechselprozess.
Ihre Hormone bestimmen, wie schnell oder langsam unser Stoffwechsel arbeitet, wie viel Energie unsere Zellen zur Verfügung haben und wie gut Organe miteinander kommunizieren.
Eine doppelblinde, placebo-kontrollierte Cross-over-Studie (2) untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit einer nicht-invasiven Supplementtherapie bei Erwachsenen mit gutartigen Schilddrüsenknoten.
Schilddrüsenknoten sind umschriebene Gewebeveränderungen innerhalb der Schilddrüse, die sich als Verdickungen oder „Knoten“ im sonst gleichmäßigen Schilddrüsengewebe zeigen.
Die Einnahme erfolgte über 12 Wochen, jeweils zweimal täglich vor den Mahlzeiten und die eingesetzte Kombination bestand aus Spirulina (400 mg), Curcumin (50 mg) und Boswellia-Extrakt (50 mg).
Zentrale Ergebnisse auf einen Blick:
- Signifikante Verkleinerung der Schilddrüsenknoten: Die durchschnittliche Knotengröße nahm um etwa 20 % ab.
- Keine Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion: TSH und freies T4 (fT4) blieben während der gesamten Studiendauer stabil.
- Gute Verträglichkeit: Die Supplementation hatte keinen negativen Einfluss auf die Hormonlage und wurde insgesamt sehr gut vertragen.
Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Weihrauch in Kombination mit Curcumin und Spirulina eine sinnvolle ergänzende Option zur konservativen Behandlung gutartiger Schilddrüsenknoten sein kann, insbesondere für Menschen, die eine Operation vermeiden möchten oder sich eine begleitende, nicht-invasive Therapie wünschen.
Wichtig ist: Die Supplementation ersetzt keine ärztliche Abklärung, kann aber unter medizinischer Begleitung eine unterstützende Rolle spielen.

Weihrauch bei Arthrose: Zeigt der Extrakt Wirkung?
Arthrose, auch Osteoarthritis genannt, ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der der Knorpel in den Gelenken nach und nach abgebaut wird.
Boswellia-Extrakt zeigt in mehreren klinischen Studien eine positive Wirkung bei Arthrose. Insgesamt wurden in 7 randomisierten kontrollierten Studien (3) 545 Teilnehmer über Zeiträume von 4 bis 24 Wochen untersucht. Die tägliche Dosierung lag meist zwischen 100 und 250 mg Boswellia-Extrakt.
Nach etwa 4 Wochen traten bei regelmäßiger Einnahme bereits klare Wirkungen auf die Symptome auf:
- Schmerzen: deutliche Reduktion, messbar mit VAS- und WOMAC-Scores
- Gelenksteifigkeit: signifikant vermindert, erleichtert die Beweglichkeit
- Funktion: verbesserte Gelenkfunktion und Alltagsbeweglichkeit
Insgesamt zeigte Boswellia eine klar überlegene Wirkung gegenüber Placebo oder Standardtherapie und zeigte gleichzeitig kaum Nebenwirkungen.
Die schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung von Boswellia wurde durch die Hemmung entzündlicher Signalwege erklärt. Dadurch werden entzündliche Mediatoren reduziert, die bei Arthrose die Schmerzen und Gelenkveränderungen verstärken.
Weihrauch bei Morbus Crohn: Alternative Therapieoptionen im Überblick
Boswellia-Extrakte zeigen vielversprechende Wirkungen bei der Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn.
In einer randomisierten, doppelblinden, prospektiven Studie (4) mit 102 Patienten wurde die Wirksamkeit eines speziellen Boswellia-serrata-Extrakts über 8 Wochen untersucht und mit der Standardtherapie Mesalazin verglichen.
Die Dosierung betrug in der Boswellia-Gruppe 3 × 400 mg täglich, in der Mesalazin-Gruppe 3 × 1 g täglich.
Die Ergebnisse belegten sowohl die Verträglichkeit als auch die Wirksamkeit des Extraktes:
- Klinische Besserung: Beide Gruppen zeigten deutliche Verbesserungen der Symptome wie Durchfall und Bauchschmerzen, meist innerhalb von 4–6 Wochen.
- Remissionsraten: Ca. 70 % der Patienten in der Boswellia-Gruppe und 60 % in der Mesalazin-Gruppe erreichten einen so starken Rückgang der Krankheitssymptome, dass die Krankheit vorübergehend „ruhte“ oder kontrolliert war – statistisch kein signifikanter Unterschied.
- Entzündungsmarker: CRP und Leukozytenwerte sanken in beiden Gruppen deutlich.
- Verträglichkeit: Boswellia wurde sehr gut vertragen, Nebenwirkungen waren geringfügig und selten, vor allem leichte gastrointestinale Beschwerden. Anders als bei Mesalazin traten keine Veränderungen von Leber- oder Nierenwerten auf.
Die Hemmung der Leukotrien-vermittelten Entzündung kann nicht nur Symptome lindern, sondern auch die Mukosaheilung unterstützen. Dabei treten keine hormonellen Nebenwirkungen oder Ulzerationen auf, was die Substanz besonders attraktiv für Langzeitanwendungen macht.
Weihrauch Wirkung Psyche: Wie das Harz Stress, Stimmung und Konzentration unterstützen kann
Weihrauch kann auch auf die Psyche und das Gehirn positiv wirken. Studien (1) zeigen, dass Inhaltsstoffe des Harzes entzündungshemmende Botenstoffe im Nervensystem wie TNF-α und IL-1β senken.
Dadurch entsteht ein neuroprotektiver Effekt, der das Gehirn vor Überlastung und Schädigung schützt. In Untersuchungen verbesserte sich zudem die kognitive Leistungsfähigkeit, also Konzentration, Aufmerksamkeit und geistige Klarheit.
Ein weiterer bemerkenswerter Befund: Der Boswellia-Extrakt H15 konnte bei Patienten mit Hirnödemen infolge von Tumoren die Schwellung des Gehirns deutlich reduzieren – und das ohne relevante Nebenwirkungen (1).
Diese Effekte deuten darauf hin, dass Weihrauch helfen kann,
- Stressreaktionen im Gehirn abzumildern
- die Stimmung zu stabilisieren
- und mentale Leistungsfähigkeit zu unterstützen.
Weihrauch Wirkung auf die Haut: Entzündungshemmend, beruhigend und regenerierend
Weihrauch kann die Haut auf mehreren Ebenen unterstützen:
- Hemmung von Entzündungen
- Linderung von Juckreiz und Rötungen
- Schutz vor therapiebedingten Hautschäden
- Förderung von Regeneration und Elastizität
Cremes mit einem Weihrauchanteil von 2 % zeigten in Studien eine deutliche Wirksamkeit bei Psoriasis und erythematösem Ekzem. Rund 70 % der Psoriasis-Patienten und 50 % der Ekzem-Patienten berichteten über eine spürbare Reduktion der Symptome (5).
Auch beim Schutz vor Hautschädigungen, etwa im Rahmen einer Strahlentherapie, konnte Weihrauch überzeugen. In einer Studie mit 114 Frauen nach Brustkrebsoperationen reduzierte eine 2%ige Weihrauch-Creme die Intensität von Hautschäden und Erythemen deutlich. Zudem benötigten die Patientinnen der Weihrauch-Gruppe weniger zusätzliches Kortison als die Placebo-Gruppe (5).
Darüber hinaus gibt es Hinweise auf anti-aging-Effekte: In einer weiteren doppelblinden Studie verbesserte eine Creme mit 0,5 % Boswelliasäuren innerhalb von 30 Tagen Hautelastizität, feine Linien und Rauigkeit. Gleichzeitig nahm die Talgproduktion ab – ein Hinweis auf eine positive Wirkung gegen UV-bedingte Hautalterung (5).
Weihrauch bei Asthma: 70 % Besserungsrate
Boswellia-Extrakt kann auch bei Asthma bronchiale eine unterstützende Wirkung entfalten. In einer klinischen Untersuchung (1) zeigten rund 70 % der Patienten unter einer Einnahme von 3 × 300 mg Boswellia-Extrakt täglich über sechs Wochen eine deutliche Besserung ihrer Symptome.
Die entzündungshemmende Wirkung von Weihrauch, insbesondere die Hemmung der Leukotrienbildung, kann dazu beitragen, die Entzündung in den Atemwegen zu reduzieren und die Atmung zu erleichtern.
Damit stellt Weihrauch eine gut verträgliche pflanzliche Ergänzung zur klassischen Asthmatherapie dar, ersetzt diese jedoch nicht.
Weihrauch bei Colitis: Natürliche Hilfe bei Darmentzündung
Neben Morbus Crohn, einer der bekanntesten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, gewinnt auch die Colitis ulcerosa zunehmend Aufmerksamkeit, wenn es um pflanzliche Unterstützung und entzündungshemmende Therapien geht.
Weihrauch zeigte in Studien (1) eine lindernde Wirkung bei Entzündungen im Darm und kann Betroffenen helfen, die Beschwerden besser zu kontrollieren.
So wiesen in der Untersuchung 18 von 20 Patienten eine spürbare Verbesserung auf, teilweise sogar bessere Ergebnisse als bei der Behandlung mit Sulfasalazin – einem der drei gängigen Medikamente gegen Colitis.
Die richtige Anwendung: Weihrauch wie einnehmen?
Weihrauch, auch Boswellia genannt, wird am besten als standardisierter Extrakt in Kapsel- oder Tablettenform eingenommen. Pulver oder Tinkturen sind ebenfalls möglich, lassen sich aber schwieriger dosieren.
In Studien werden meist 100 bis 400 mg Boswellia-Extrakt zwei- bis dreimal täglich verwendet. Bei Kombinationspräparaten, zum Beispiel mit Curcumin oder Spirulina, richtet sich die Dosierung nach den Herstellerangaben.
Am besten eignet sich die Einnahme von Weihrauch mit oder nach einer Mahlzeit, um den Magen zu schonen. Geduld ist dabei wichtig: Die Wirkung zeigt sich oft erst nach vier bis sechs Wochen regelmäßiger Einnahme.
Bei chronischen Beschwerden kann eine längerfristige Anwendung sinnvoll sein. In diesem Fall empfiehlt sich ein kurzer Austausch mit der Ärztin oder dem Arzt.
Fazit: Für was ist Weihrauch gut?
Weihrauch (Boswellia-Harz) ist weit mehr als ein aromatisches Räuchermittel: Zahlreiche Studien belegen seine entzündungshemmenden, antioxidativen und schützenden Eigenschaften, die bei unterschiedlichen Erkrankungen therapeutisch genutzt werden können. Besonders hervorzuheben ist die gute Verträglichkeit, die ihn zu einer ergänzenden Option neben konventionellen Therapien macht.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
- ✅ Linderung von Gelenkschmerzen und Steifigkeit bei Arthrose
- ✅ Unterstützung der Darmgesundheit bei Morbus Crohn und Colitis
- ✅ Entzündungshemmende Wirkung bei Hautproblemen wie Psoriasis oder Ekzemen
- ✅ Schutz der Schilddrüse und Reduktion von Schilddrüsenknoten
- ✅ Positive Effekte auf Atemwege und Asthma
- ✅ Neuroprotektive Effekte und mögliche Unterstützung von Stressbewältigung und Konzentration
Weihrauch zeigt, wie traditionelle Heilkunst und moderne Medizin sinnvoll kombiniert werden können, um Körper und Wohlbefinden auf natürlichem Weg zu unterstützen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Weihrauch ist das Harz von Bäumen der Gattung Boswellia, das seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin (Ayurveda, Unani) verwendet wird. Es enthält bioaktive Substanzen wie Boswelliasäuren, die entzündungshemmend wirken.
Weihrauch hemmt entzündliche Signalwege wie 5-Lipoxygenase, NF-κB und MAPK, reduziert die Bildung von Entzündungsmediatoren und schützt so Gewebe vor Schäden.
Ja, Studien (3) zeigen, dass 100–250 mg Boswellia-Extrakt pro Tag Schmerzen lindern, Steifigkeit verringern und die Gelenkfunktion verbessern können, oft nach 4 Wochen regelmäßiger Einnahme.
Weihrauch kann die Leukotrien-vermittelte Entzündung hemmen, die bei Morbus Crohn und Colitis beteiligt ist. Studien zeigen vergleichbare Wirksamkeit wie Mesalazin und eine gute Verträglichkeit.
Wird es in Maßen eingenommen, wird Weihrauch generell gut vertragen. Selten treten leichte gastrointestinale Beschwerden auf. Schwere Nebenwirkungen wurden in den Studien nicht beobachtet.
Quellenverzeichnis:
(1) Moussaieff A, Mechoulam R. Boswellia resin: from religious ceremonies to medical uses; a review of in-vitro, in-vivo and clinical trials. J Pharm Pharmacol. 2009 Oct;61(10):1281-93. doi: 10.1211/jpp/61.10.0003. PMID: 19814859.
(2) Stancioiu F, Mihai D, Papadakis GZ, Tsatsakis A, Spandidos DA, Badiu C. Treatment for benign thyroid nodules with a combination of natural extracts. Mol Med Rep. 2019 Sep;20(3):2332-2338. doi: 10.3892/mmr.2019.10453. Epub 2019 Jul 1. PMID: 31322200; PMCID: PMC6691239.
(3) Yu G, Xiang W, Zhang T, Zeng L, Yang K, Li J. Effectiveness of Boswellia and Boswellia extract for osteoarthritis patients: a systematic review and meta-analysis. BMC Complement Med Ther. 2020 Jul 17;20(1):225. doi: 10.1186/s12906-020-02985-6. PMID: 32680575; PMCID: PMC7368679.
(4) Gerhardt H, Seifert F, Buvari P, Vogelsang H, Repges R. [Therapy of active Crohn disease with Boswellia serrata extract H 15]. Zeitschrift fur Gastroenterologie. 2001 Jan;39(1):11-17. DOI: 10.1055/s-2001-10708. PMID: 11215357.





