Viele Frauen kennen es: Kurz vor der Menstruation spannen die Brüste, der Bauch wirkt aufgebläht, die Beine fühlen sich schwer an. Auch in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren können Schwellungen auftreten.
Die gute Nachricht: Hormonell bedingte Wassereinlagerungen sind in den meisten Fällen vorübergehend und gut beeinflussbar. Mit gezielten Maßnahmen – von Ernährung und Bewegung bis hin zu pflanzlichen oder medikamentösen Optionen – lässt sich der Körper effektiv unterstützen. Entscheidend ist, die Ursache richtig einzuordnen und zwischen normalen zyklusabhängigen Veränderungen und behandlungsbedürftigen Beschwerden zu unterscheiden.
- Hormonelle Wassereinlagerungen entstehen durch Veränderungen von Östrogen und Progesteron und treten besonders während des Zyklus, in der Schwangerschaft und in den Wechseljahren auf.
- Studien (3) zeigen, dass die stärkste zyklusbedingte Flüssigkeitsretention häufig am ersten Tag der Menstruation auftritt – nicht davor – und, dass Alterungsprozesse sowie Hormonersatztherapie die Wasser- und Natriumregulation zusätzlich beeinflussen können (2).
- Eine gezielte Kombination aus Ursachenbehandlung (z. B. Magnesium, Calcium, Mönchspfeffer) und symptomlindernden Maßnahmen hilft vielen Frauen, Schwellungen nachhaltig zu reduzieren.
Was sind Wassereinlagerungen eigentlich?
Wassereinlagerungen, wie geschwollene Beine, dicke Knöchel oder spannende Brüste, sind Ansammlungen von Flüssigkeit im sogenannten Zwischenzellraum (Interstitium), also im Bereich zwischen den einzelnen Körperzellen.
Bei einer hormonell bedingten Wassereinlagerung liegt die Ursache im Gegensatz zu vielen anderen Ödemen jedoch nicht primär in einer Erkrankung von Herz, Nieren oder Venen, sondern in natürlichen hormonellen Schwankungen.
Die Rolle von Östrogen und Progesteron bei Wassereinlagerungen
Insbesondere Östrogen und Progesteron beeinflussen den Flüssigkeitshaushalt deutlich. Sexualhormone haben nachweisbare Effekte auf die Osmoregulation, den Natriumhaushalt und die Verteilung der Körperflüssigkeit (1).
Östrogen verschiebt die osmotische Regulation, ohne jedoch zwingend die Netto-Wasserresorption insgesamt zu erhöhen. Das bedeutet: Es wird nicht automatisch mehr Wasser im Körper „eingelagert“, sondern die Verteilung zwischen den Flüssigkeitsräumen verändert sich. Gleichzeitig beeinflusst Östrogen das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System und damit die Salz- und Wasserregulation (1).
Progesteron wirkt ebenfalls auf Gefäßtonus, Natriumhandling und Flüssigkeitsverteilung. Zusammen können Östrogen und Progesteron die extrazelluläre Flüssigkeitsverteilung (ECF) verändern. Diese Verschiebung wird klinisch häufig als „Wassereinlagerung“ wahrgenommen – auch wenn es sich physiologisch eher um eine Umverteilung als um eine reine Mehrspeicherung handelt (1).
Normalerweise besteht im Körper ein fein abgestimmtes Gleichgewicht zwischen der Flüssigkeit in den Blutgefäßen und jener, die ins Gewebe übertritt. Dieses Gleichgewicht wird stabilisiert durch:
- den hydrostatischen Druck in den Gefäßen
- die Eiweißkonzentration im Blut (onkotischer Druck)
- die Nierenfunktion und den Natriumhaushalt
- sowie das Lymphsystem
Kommt es im Rahmen des Menstruationszyklus, einer Schwangerschaft oder der Wechseljahre zu hormonellen Veränderungen, kann sich die Regulation der Osmolarität und der Natriumkonzentration verschieben. Die Folge ist eine veränderte extrazelluläre Flüssigkeitsverteilung, die sich als Schwellung bemerkbar machen kann.
Bei älteren Frauen, insbesondere postmenopausal, können diese hormonellen Effekte zusätzlich an Bedeutung gewinnen. In bestimmten Konstellationen – etwa bei veränderter Durstregulation oder Begleiterkrankungen – kann dies auch das Risiko für Störungen des Natriumhaushalts, beispielsweise eine Hyponatriämie, beeinflussen (1).
Symptome hormoneller Wassereinlagerungen
Hormonell bedingte Wassereinlagerungen treten besonders häufig an:
- Beinen
- Füßen
- Knöcheln
- Händen
- Brüsten
- oder im Bauchbereich
auf.
Typisch sind ein Spannungsgefühl, geschwollene Haut, Druckempfindlichkeit oder das Gefühl „schwerer“ Beine. Oft zeigt sich auch das sogenannte Dellenphänomen: Nach Druck mit dem Finger bleibt kurzzeitig eine Eindellung zurück.
Charakteristisch für hormonelle Ödeme ist ihr zyklischer Verlauf. Viele Frauen bemerken die Schwellungen vor allem in der zweiten Zyklushälfte, kurz vor der Menstruation. In den Wechseljahren können sie unregelmäßiger auftreten, während sie in der Schwangerschaft durch die anhaltend veränderte Hormonlage länger bestehen können.
Wichtig ist: Wassereinlagerungen sind keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom. Bei hormonellen Ursachen sind sie meist vorübergehend und abhängig von der jeweiligen Lebensphase. Entscheidend für die Einordnung sind Zeitpunkt, Dauer, Begleitsymptome und der individuelle hormonelle Kontext.
Ursachen für eine hormonbedingte Wassereinlagerung: Wenn der weibliche Hormonzyklus Wassereinlagerungen begünstigt
Hormone sind die zentralen Steuerungssysteme des menschlichen Körpers. Von Schilddrüsenhormonen über Stresshormone wie Cortisol bis hin zu den Sexualhormonen – sie regulieren nahezu alle biologischen Prozesse. Haarwachstum, Stoffwechsel, Fruchtbarkeit, Stimmung und auch der Flüssigkeitshaushalt stehen unter hormonellem Einfluss.
Kein Wunder also, dass insbesondere Frauen in bestimmten Lebensphasen anfälliger für Wassereinlagerungen sind. Dabei handelt es sich nicht um „Störungen“, sondern um physiologische Umstellungsprozesse – die jedoch spürbare Auswirkungen haben können.
Besonders häufig treten hormonell bedingte Wassereinlagerungen auf bei:
- Menstruationszyklus (v. a. in der Lutealphase)
- Schwangerschaft
- Wechseljahren
- Einnahme hormoneller Verhütungsmittel
- Hormontherapien
In diesen Phasen verändern sich Östrogen- und Progesteronspiegel teils deutlich – und mit ihnen die Regulation von Natrium, Gefäßdurchlässigkeit und Flüssigkeitsverteilung im Körper.
Wassereinlagerungen während der Periode vs. Wassereinlagerungen in der Zyklusmitte
Viele Frauen berichten, dass sie sich im Verlauf ihres Menstruationszyklus „aufgeschwemmt“ fühlen – besonders kurz vor der Periode oder rund um den Eisprung. Eine umfangreiche prospektive Studie hat dieses Phänomen über ein ganzes Jahr hinweg genauer untersucht.
Studiendesign im Überblick
- 62 gesunde Frauen im Alter von 20–42 Jahren
- Beobachtungszeitraum: 1 Jahr
- 765 ausgewertete Zyklen
- Tägliche Selbsteinschätzung der Flüssigkeitsretention (Skala 0–4)
- Bestimmung der Ovulation über Basaltemperaturanalyse
- Messung von Estradiol und Progesteron jeweils zu Beginn und am Ende des Studienjahres
Wichtig: Erfasst wurde die subjektiv empfundene Flüssigkeitsretention („Bloating“) – nicht objektiv gemessene Wassermengen im Körper.
Das zentrale Ergebnis der Untersuchung widerspricht einer weit verbreiteten Annahme: Der höchste Wert der Flüssigkeitsretention trat am ersten Tag der Menstruation auf – nicht davor.
Weitere Beobachtungen ergaben:
- Niedrigste Werte: mittlere Follikelphase (nach Ende der Blutung)
- Leichter, allmählicher Anstieg rund um den Eisprung
- Insgesamt war die Ausprägung meist mild (überwiegend 0–1 auf der 4-Punkte-Skala)
Damit zeigt sich: Das typische „prämenstruelle Wassereinlagern“ kurz vor der Periode konnte in dieser Studie so nicht bestätigt werden.
Ein Vergleich zwischen Zyklen mit und ohne Eisprung ergab keinen signifikanten Unterschied in der wahrgenommenen Flüssigkeitsretention. Anovulatorische Zyklen zeigten tendenziell sogar etwas geringere Werte um die Zyklusmitte – statistisch jedoch nicht signifikant.
Das bedeutet: Ob ein Eisprung stattfindet oder nicht, scheint für das subjektive „Aufgeschwemmtsein“ keine entscheidende Rolle zu spielen.
Wassereinlagerungen während der Schwangerschaft
Wassereinlagerungen sind in der Schwangerschaft sehr häufig und in den meisten Fällen völlig normal. Etwa 35–80 % aller Schwangeren entwickeln Beinschwellungen. Vor allem im zweiten und dritten Trimester bemerken viele Frauen geschwollene Füße, Knöchel oder Hände. Auch das Gesicht kann etwas voller wirken.
Die Ursachen sind vielfältig:
- Der Körper produziert mehr Blut- und Gewebsflüssigkeit, um Mutter und Kind optimal zu versorgen.
- Gleichzeitig steigt der Progesteronspiegel, was die Gefäßwände entspannter macht. Dadurch tritt leichter Flüssigkeit ins umliegende Gewebe über.
- Hinzu kommt, dass die wachsende Gebärmutter Druck auf die Beckenvenen ausübt. Der venöse Rückfluss aus den Beinen wird dadurch verlangsamt – Flüssigkeit staut sich schneller in den unteren Extremitäten.
Typisch ist, dass die Schwellungen im Laufe des Tages zunehmen und sich in Ruhe oder über Nacht wieder bessern. Wärme, langes Stehen oder Sitzen verstärken die Beschwerden zusätzlich. Nach der Entbindung setzt der Entwässerungsprozess bei gesunden Frauen meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden ein.
Wichtig ist jedoch die Abgrenzung zu Warnzeichen: Treten plötzlich starke, einseitige Schwellungen, Kopfschmerzen, Sehstörungen oder ein rascher Blutdruckanstieg auf, sollte ärztlich abgeklärt werden, da in seltenen Fällen eine Präeklampsie dahinterstecken kann.
Wassereinlagerung Wechseljahre
Die Wechseljahre sind keine klar abgeschlossene Phase, sondern ein komplexer hormoneller Übergang, der weitreichende Auswirkungen auf die Regulation von Körperflüssigkeit, Natriumhaushalt, Durstmechanismen und Blutdruck hat. Besonders das Zusammenspiel von Östrogen und Progesteron verändert sich deutlich – mit spürbaren Folgen für die Flüssigkeitsverteilung im Körper.
In der Perimenopause schwanken Estradiol- und Follikelstimulierender-Hormon-Spiegel teils stark. Diese hormonelle Instabilität kann die Regulation von Durst, Wasserbindung und Natriumausscheidung unvorhersehbar beeinflussen (2).
In der Postmenopause sinkt die körpereigene Östrogenproduktion deutlich, während FSH dauerhaft erhöht bleibt. Gleichzeitig wirken altersbedingte Veränderungen auf die Nierenfunktion und die hormonelle Steuerung der Flüssigkeitsbalance ein. Faktoren wie Adipositas oder Insulinresistenz können die Hormonspiegel zusätzlich modulieren (2).
Die Kontrolle des Körperwassers erfolgt über mehrere Systeme:
- Osmorezeptoren reagieren auf die Salzkonzentration im Blut
- Volumen- und Druckrezeptoren messen Blutvolumen und -druck
- Vasopressin reguliert die freie Wasserretention (Rückhalt von Wasser)
- Renin–Angiotensin–Aldosteron-System steuert die Natrium- und damit indirekt die Wasserretention
Vasopressin sorgt dafür, dass die Niere Wasser zurückhält. Aldosteron steigert die Rückresorption von Natrium – und Wasser folgt dem Natrium (2).
Östrogen beeinflusst mehrere dieser Regelkreise gleichzeitig:
- Senkung der Osmolalitätsschwelle: Durst und Vasopressin werden früher aktiviert (2)
- Erhöhung der Vasopressin-Ausschüttung (2)
- Stimulation des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems durch gesteigerte Angiotensinogen-Produktion (2)
- Zunahme von Aldosteron führt zu verstärkter Natriumrückresorption (2)
Das erhöht das Risiko für sichtbare Ödeme, Hyponatriämie und einen Anstieg des Blutdrucks (2). Unabhängig vom Hormonstatus zeigen ältere Frauen außerdem häufig:
- eine höhere Basal-Osmolalität im Plasma (2)
- ein reduziertes Durstempfinden bei Volumenmangel (2)
- eine verlangsamte Wasserausscheidung (2)
Das bedeutet: Der Körper reagiert träger auf Schwankungen. Dadurch steigt sowohl das Risiko für Dehydrierung als auch für Wasserüberladung (2).
Der Einfluss einer Hormonersatztherapie auf Wassereinlagerungen
Werden in der Postmenopause zusätzlich Hormone im Rahmen einer Hormonersatztherapie zugeführt, verschiebt sich die Vasopressin-Schwelle erneut nach unten. Anders als bei jungen Frauen folgt darauf jedoch häufiger eine echte Retention von Wasser und Natrium (2).
Wichtig ist dabei die Art des eingesetzten Gestagens:
- Natürliches Progesteron wirkt anti-aldosteronartig und fördert die Natriumausscheidung (2).
- Einige synthetische Progestine besitzen diese Eigenschaft nicht – sie können die östrogenbedingte Wasserretention sogar verstärken (2).
- Bestimmte Substanzen wie Drospirenon wirken eher ausgleichend (2).
Eine individuell angepasste Dosierung und sorgfältige Auswahl der Kombination sind daher entscheidend, insbesondere bei Frauen mit erhöhtem Risiko für Bluthochdruck oder Elektrolytverschiebungen.
Was hilft wirklich gegen hormonelle Wassereinlagerungen?
Hormonell bedingte Wassereinlagerungen entstehen meist im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus, den Wechseljahren oder einer hormonellen Therapie. Entscheidend für die Behandlung ist das Verständnis, dass es sich dabei in der Regel nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um eine hormonell gesteuerte Veränderung der Flüssigkeitsverteilung handelt.
Die Therapie richtet sich deshalb nach zwei Grundprinzipien: Zum einen kann man versuchen, die hormonellen Auslöser positiv zu beeinflussen. Zum anderen lassen sich die Beschwerden gezielt lindern, indem der Abtransport von Flüssigkeit unterstützt und typische Begleitsymptome reduziert werden.
Welche Strategie sinnvoll ist, hängt von der Lebensphase, der Intensität der Beschwerden und möglichen Begleiterkrankungen ab.

Ursachenbehandlung mit Sangokoralle, Magnesium & Co
Hormonell bedingte Wassereinlagerungen entstehen häufig im Rahmen des prämenstruellen Syndroms. Statt nur die Schwellung selbst zu behandeln, kann es sinnvoll sein, mögliche zugrunde liegende Nährstoffdefizite oder hormonelle Regulationsstörungen gezielt zu beeinflussen.
Studien zeigen, dass bestimmte Mikronährstoffe und pflanzliche Wirkstoffe hier ansetzen können – allerdings mit zeitlicher Verzögerung:
1. Magnesium – Wirkung nach mehreren Zyklen
In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Crossover-Studie (3) erhielten junge Frauen über mehrere Zyklen täglich 200 mg Magnesium als Magnesiumoxid. Untersucht wurde unter anderem die PMS-Unterkategorie „Hydration“, zu der Wassereinlagerungen, Brustspannen, Gewichtszunahme und Blähungen gehören.
Das Ergebnis:
- Im ersten Zyklus zeigte sich noch kein signifikanter Effekt.
- Nach zwei Zyklen kam es jedoch zu einer signifikanten Reduktion der Wasserretentions-Symptome.
Andere PMS-Beschwerden verbesserten sich leicht, aber nicht statistisch signifikant. Urinanalysen bestätigten eine erhöhte Magnesiumausscheidung unter Supplementation, was die tatsächliche Aufnahme belegte. Interessant: Viele Teilnehmerinnen wiesen zu Beginn niedrige Magnesiumwerte auf.
2. Calcium – schrittweiser Effekt auf Schwellungen
Auch Calcium wurde in einer doppelblinden, randomisierten Studie (4) untersucht. 500 mg täglich über zwei Menstruationszyklen führten zu einer signifikanten Verbesserung der PMS-Gesamtsymptomatik.
Bezogen auf die Kategorie „Water retention“ (Ödeme, Brustspannen, Bloating) zeigte sich:
- Im ersten Zyklus bereits eine Verbesserung
- Im zweiten Zyklus ein stabiler, weiterhin signifikanter Effekt
Zusätzlich verbesserten sich Stimmungssymptome, Angst, depressive Verstimmungen und körperliche Beschwerden. Die Wirkung entwickelte sich also ebenfalls über mehrere Wochen hinweg.
3. Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) – hormonelle Regulation
Mönchspfeffer gilt als klassischer pflanzlicher Ansatz bei zyklusabhängigen Beschwerden. In einer prospektiven, randomisierten, doppelblinden Studie (5) mit moderaten bis schweren PMS-Symptomen zeigte sich nach drei Einnahmezyklen eine signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo.
Besonders deutlich war die Wirkung in den Bereichen:
- Wasserretention (Schwellungen, Brustspannen, Bloating)
- Negative Stimmungssymptome
Der Water-Retention-Score war im dritten Zyklus unter Vitex signifikant niedriger als unter Placebo. Insgesamt erreichten 84,85 % der Frauen unter Vitex eine deutliche Symptomreduktion, verglichen mit 55,89 % in der Placebogruppe.
Auch hier baut sich die Wirkung schrittweise über mehrere Zyklen auf – ähnlich wie bei Magnesium und Calcium.
Schon gewusst? Als natürlicher Lieferant von über 70 wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen ist Sangokoralle perfekt zur täglichen Versorgung mit Magnesium, Calcium und weiteren wichtigen Mineralstoffen geeignet.
Symptombehandlung mit Entwässerungstabletten in den Wechseljahren, Hausmitteln bei Schwangerschaftsödemen & Co
Diuretika in Form von Entwässerungstabletten steigern die Harnausscheidung und reduzieren so kurzfristig das Flüssigkeitsvolumen im Körper. Sie können bei ausgeprägten Beschwerden helfen, sollten jedoch:
- nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden
- nicht dauerhaft ohne Indikation verwendet werden
- regelmäßig kontrolliert werden (Elektrolyte, Nierenfunktion)
Gerade in der Peri- und Postmenopause besteht ein erhöhtes Risiko für Elektrolytverschiebungen, insbesondere für Natriumstörungen. Eine unkritische Selbstmedikation kann daher mehr schaden als nutzen.
Bei milderen Beschwerden sind oft schon konservative Maßnahmen, wie entwässernde Hausmittel, ausreichend, bevor zu Medikamenten gegriffen wird:
- Sanft entwässernde Tees, z. B. Brennnesseltee
- Pflanzliche Wirkstoffe, wie in Ackerschachtelhalm, Löwenzahn oder Tigergras enthalten
- Beine regelmäßig hochlagern, idealerweise mehrmals täglich
- Linke Seitenlage, um den Druck auf große Gefäße zu reduzieren
- Sanfte Bewegung, z. B. Spazierengehen oder Schwimmen
- Kompressionsstrümpfe, wenn ärztlich empfohlen
- Ausreichend trinken, um die Nierenfunktion zu unterstützen
Von stark entwässernden Tees oder Diuretika ist in der Schwangerschaft jedoch ohne ärztliche Anweisung abzuraten, weil sie in den sensiblen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt von Mutter und Kind eingreifen können.
Diuretika erhöhen die Harnausscheidung und können dabei nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe wie Natrium und Kalium vermehrt ausschwemmen. In der Schwangerschaft steigt das Blutvolumen physiologisch an – dieser Prozess ist notwendig, um die Plazenta ausreichend zu versorgen. Eine künstliche Reduktion des Flüssigkeitsvolumens kann theoretisch:
- die Durchblutung der Plazenta beeinträchtigen
- Elektrolytverschiebungen begünstigen
- Kreislaufprobleme verstärken
- das Risiko für Dehydrierung erhöhen
Auch stark entwässernde Kräutertees sind nicht automatisch harmlos. Manche Pflanzen wirken ausgeprägt diuretisch oder beeinflussen zusätzlich den Hormonhaushalt.
Da Schwangerschaftsödeme in den meisten Fällen physiologisch sind, steht nicht die „Entwässerung“, sondern die Entlastung des venösen Systems im Vordergrund – etwa durch Hochlagern, Bewegung und Kompression nach ärztlicher Empfehlung.
Fazit: Menoelle Gewichtszunahme, Schwangerschaftsödeme und Wassereinlagerungen in der Menopause können gelindert werden
Hormonelle Wassereinlagerungen sind ein häufiges, aber oft missverstandenes Phänomen. Sie treten typischerweise im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus, einer Schwangerschaft oder den Wechseljahren auf und sind Ausdruck komplexer Veränderungen im Zusammenspiel von Östrogen, Progesteron, Natriumhaushalt und Flüssigkeitsregulation.
Wichtig ist: Nicht jede Schwellung bedeutet, dass „zu viel Wasser“ im Körper ist. Häufig handelt es sich um eine veränderte Flüssigkeitsverteilung oder eine hormonell verschobene Regulation von Durst, Vasopressin und Natrium – also um eine funktionelle Anpassung des Körpers.
Für den Umgang mit hormonellen Ödemen lassen sich drei zentrale Punkte festhalten:
✅ Ursache erkennen: Zyklusphase, Lebensphase oder hormonelle Therapie berücksichtigen.
✅ Gezielt regulieren: Mikronährstoffe wie Magnesium oder Calcium sowie pflanzliche Optionen wie Mönchspfeffer können bei zyklusabhängigen Beschwerden unterstützen – meist mit verzögertem Wirkungseintritt über mehrere Zyklen.
✅ Symptome lindern: Bewegung, Kompression, ausreichendes Trinken und – bei Bedarf – ärztlich begleitete medikamentöse Maßnahmen können Beschwerden spürbar reduzieren.
Entscheidend ist die richtige Einordnung: Treten Schwellungen neu, einseitig, schmerzhaft oder in Kombination mit weiteren Symptomen auf, sollte immer eine medizinische Abklärung erfolgen.
Hormonell bedingte Wassereinlagerungen sind also meist gutartig – aber sie verdienen Aufmerksamkeit. Wer die Mechanismen versteht und individuell gegensteuert, kann Beschwerden wirksam lindern und gleichzeitig unnötige Sorgen vermeiden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Hormonelle Wassereinlagerungen sind Schwellungen oder ein „aufgeblähtes“ Gefühl im Gewebe, das durch Veränderungen von Östrogen, Progesteron oder anderen Hormonen entsteht. Sie treten häufig im Menstruationszyklus, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auf.
Östrogen und Progesteron beeinflussen die Flüssigkeitsverteilung im Körper. Rund um die Menstruation kann es daher zu Spannungsgefühl, Schwellungen, Brustspannen oder Bloating kommen – meist am stärksten am ersten Tag der Blutung.
Nein. Hormonell bedingte Wassereinlagerungen können in allen Lebensphasen auftreten – bei jungen Frauen im Zyklus, während der Schwangerschaft und besonders während der Menopause, wenn sich Östrogen- und Progesteronspiegel verändern.
Ja, bis zu einem gewissen Grad geht das. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Flüssigkeit, eine ausgewogene Ernährung und gezielte Mikronährstoffe (z. B. Magnesium oder Calcium) können helfen, die Beschwerden zu reduzieren. Pflanzliche Präparate wie Mönchspfeffer wirken unterstützend.
Die Wirkung baut sich meist über mehrere Zyklen auf. Studien zeigen, dass spürbare Verbesserungen bei Wasserretention oft erst nach 2–3 Monaten regelmäßiger Einnahme auftreten.
In den meisten Fällen sind sie harmlos. Treten jedoch einseitige, schmerzhafte Schwellungen, Rötungen, Atemnot oder plötzliches starkes Anschwellen auf, sollte sofort eine medizinische Abklärung erfolgen.
Quellenverzeichnis:
(1) Stachenfeld NS. Sex hormone effects on body fluid regulation. Exerc Sport Sci Rev. 2008 Jul;36(3):152-9. doi: 10.1097/JES.0b013e31817be928. PMID: 18580296; PMCID: PMC2849969.
(2) Stachenfeld NS. Hormonal changes during menopause and the impact on fluid regulation. Reprod Sci. 2014 May;21(5):555-61. doi: 10.1177/1933719113518992. Epub 2014 Feb 3. PMID: 24492487; PMCID: PMC3984489.
(3) White CP, Hitchcock CL, Vigna YM, Prior JC. Fluid Retention over the Menstrual Cycle: 1-Year Data from the Prospective Ovulation Cohort. Obstet Gynecol Int. 2011;2011:138451. doi: 10.1155/2011/138451. Epub 2011 Aug 8. PMID: 21845193; PMCID: PMC3154522.
(4) Walker AF, De Souza MC, Vickers MF, Abeyasekera S, Collins ML, Trinca LA. Magnesium supplementation alleviates premenstrual symptoms of fluid retention. J Womens Health. 1998 Nov;7(9):1157-65. doi: 10.1089/jwh.1998.7.1157. PMID: 9861593.
(5) Ma L, Lin S, Chen R, Wang X. Treatment of moderate to severe premenstrual syndrome with Vitex agnus castus (BNO 1095) in Chinese women. Gynecol Endocrinol. 2010 Aug;26(8):612-6. doi: 10.3109/09513591003632126. PMID: 20334585.





