Natürlich die Blasenschleimhaut aufbauen: Do’s & Don’ts 

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Natürlich die Blasenschleimhaut aufbauen: Do’s & Don’ts 

Die Blasenschleimhaut schützt die Harnwege vor Reizstoffen, Bakterien und Entzündungen. Wird diese natürliche Schutzschicht geschwächt – etwa durch wiederkehrende Blasenentzündungen, Reizungen oder bestimmte Medikamente – kann sich die Blase empfindlicher anfühlen und Beschwerden wie Brennen, Harndrang oder Druckgefühl begünstigen.

Das Wichtigste in Kürze:

Was ist die Blasenschleimhaut?

Die Blasenschleimhaut ist die innere Auskleidung der Harnblase und erfüllt eine zentrale Schutzfunktion für die gesamten Harnwege. Sie sorgt dafür, dass die Blase den gespeicherten Urin über längere Zeit halten kann, ohne dass die enthaltenen Stoffe das empfindliche Gewebe angreifen.

Medizinisch besteht die Blasenschleimhaut aus mehreren Schichten:

1. Die innerste Schicht bildet das sogenannte Urothel – ein spezielles Übergangsepithel, das sich der Füllung der Blase flexibel anpassen kann. Wird die Blase voller, dehnt sich dieses Gewebe aus; nach dem Wasserlassen zieht es sich wieder zusammen. Dadurch bleibt die Blase gleichzeitig elastisch und dicht.

2. Auf dem Urothel liegt zusätzlich eine dünne Schutzschicht aus sogenannten Glykosaminoglykanen (GAG-Schicht). Diese Schicht wirkt wie ein natürlicher Schutzfilm auf der Blasenwand. Sie verhindert, dass Bakterien, Schadstoffe oder aggressive Bestandteile des Urins direkt mit dem darunterliegenden Gewebe in Kontakt kommen. Außerdem hilft sie dabei, Entzündungen und Reizungen abzuwehren.

3. Unter der Schleimhaut liegen weitere Gewebeschichten mit Blutgefäßen, Nerven und Muskulatur. Diese sind wichtig für die Versorgung der Blase sowie für die Steuerung von Harndrang und Blasenentleerung.

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Warum sollte man die Blasenschleimhaut unterstützen?

Wird die empfindliche Schutzschicht der Blase angegriffen – etwa durch wiederkehrende Blasenentzündungen, chronische Reizungen, Medikamente oder mechanische Belastungen – kann die Blasenwand vermutlich empfindlicher werden. (1)

Reizstoffe und Keime können dann leichter in tiefere Schichten eindringen und Beschwerden wie Brennen, Schmerzen, Druckgefühl oder häufigen Harndrang begünstigen. 

Häufige Ursachen für Verletzungen und Reizungen:

  • Bakterielle Infektionen: Bakterien (vor allem E. coli aus dem Darm) sind die Hauptursache für Blasenentzündungen, die die Schleimhaut angreifen.
  • Mechanische Einwirkungen:
    • Blasenkatheter: Das Einführen und Liegenlassen von Kathetern kann die Schleimhaut verletzen.
    • Blasensteine oder Tumore: Diese können mechanische Schäden in der Blasenwand verursachen.
    • Medizinische Eingriffe: Operationen im Beckenbereich oder Blasenspiegelungen können zu Verletzungen führen.
  • Irritierende Substanzen & Ernährung:
    • Scharfe Speisen, Alkohol und Kaffee: Können bei empfindlichen Personen die Blase reizen.
    • Säurehaltige Lebensmittel: Orangen, Grapefruits, Ananas und Tomaten können die Schleimhaut möglicherweise durch ihren Säuregehalt angreifen.
    • Aggressive Reinigungsprodukte oder Intimsprays: Übertriebene oder falsche Intimhygiene kann den Schutzfilm zerstören.
  • Thermische Faktoren: Unterkühlung (kalte Füße, nasse Badesachen) verringert die Durchblutung im Beckenbereich, was Bakterien den Angriff auf die Schleimhaut erleichtern kann
  • Hormonelle Veränderungen: Nach den Wechseljahren kann ein Östrogenmangel die Blasenschleimhaut dünner und anfälliger machen.
  • Chronische Entzündungen: Erkrankungen wie die Interstitielle Zystitis führen potenziell zu chronischen Schäden.
Schon gewusst?

Harnwegsinfektionen – zu denen auch die klassische Blasenentzündung gehört – zählen weltweit zu den häufigsten bakteriellen Infektionen (2). Besonders Frauen sind häufig betroffen, da ihre Harnröhre deutlich kürzer ist als die von Männern. Dadurch können Bakterien leichter in die Blase aufsteigen und dort Entzündungen verursachen.

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Wie Blasenentzündungen die Blasenschleimhaut angreifen

Blasenentzündungen greifen die Blasenschleimhaut direkt an. Meist steigen dabei Darmbakterien wie Escherichia coli über die Harnröhre in die Blase auf und stören dort die natürliche Schutzfunktion der Blasenwand. Die Folge ist eine Entzündungsreaktion, die Schmerzen, Brennen und häufigen Harndrang auslösen kann.

Die Blasenschleimhaut besitzt normalerweise eine natürliche Schutzschicht – die Glykosaminoglykan (GAG)-Schicht. Sie wirkt wie eine natürliche Barriere und verhindert, dass Bakterien, Schadstoffe oder reizende Bestandteile des Urins direkt mit den empfindlichen Zellen der Blasenwand in Kontakt kommen.

Bei einer Blasenentzündung wird diese schützende Oberflächenschicht angegriffen:

  1. Schädigung der Schutzschicht (GAG-Schicht): Die Bakterien können die schützende Schleimschicht der Blase schwächen. Dadurch werden die darunterliegenden Schleimhautzellen empfindlicher und anfälliger für Reizungen und Entzündungen. 
  1. Andocken und Eindringen der Bakterien: Die Erreger haften an der Blasenwand an und können teilweise sogar in die obersten Zellschichten eindringen. Das Immunsystem reagiert darauf mit einer Entzündungsreaktion – die Blasenwand schwillt an, wird gereizt und stärker durchblutet.
  1. Entzündungsreaktion und Zellschäden: Durch die Immunreaktion entstehen typische Beschwerden wie:
  • Brennen beim Wasserlassen
  • häufiger Harndrang
  • Schmerzen oder Druckgefühl im Unterbauch
  • selten Blut im Urin

Vor allem kleine Blutgefäße in der Schleimhaut können durch die Entzündung gereizt oder verletzt werden. Treten Blasenentzündungen häufiger auf, kann die Schleimhaut dauerhaft empfindlicher werden. Die Schutzbarriere regeneriert sich dann oft schlechter, wodurch Reizungen schneller entstehen und Beschwerden länger anhalten können.

Mögliche Folgen für die Blase sind unter anderem:

  • erhöhte Schmerzempfindlichkeit der Nerven
  • Verkrampfung der Blasenmuskulatur
  • anhaltender Harndrang trotz abgeklungener Infektion
  • Entwicklung einer sogenannten Reizblase

Wird eine Blasenentzündung frühzeitig und ausreichend behandelt, regeneriert sich die Blasenschleimhaut bei unkomplizierten Verläufen aber meist innerhalb kürzester Zeit.

Kann Magnesiummangel Blasenprobleme verursachen?

Neue wissenschaftliche Daten deuten darauf hin, dass ein möglicher Magnesiummangel mit Beschwerden einer überaktiven Blase zusammenhängen könnte. Dazu gehören vor allem plötzlicher Harndrang, häufiges Wasserlassen, nächtlicher Harndrang oder Dranginkontinenz.

In einer großen US-amerikanischen Studie (3) mit mehr als 32.000 Erwachsenen untersuchten Forschende, ob Menschen mit einem höheren Risiko für Magnesiummangel häufiger unter Symptomen einer Reizblase leiden. 

Dafür wurde nicht direkt der Magnesiumwert im Blut gemessen, sondern das individuelle Risiko für einen Magnesiummangel abgeschätzt. Berücksichtigt wurden dabei Faktoren wie:

  • die Einnahme bestimmter Medikamente, wie zum Beispiel Magensäureblocker oder Entwässerungsmittel
  • eingeschränkte Nierenfunktion
  • sowie starker Alkoholkonsum

Das Ergebnis: Je höher das geschätzte Risiko für einen Magnesiummangel war, desto häufiger traten Beschwerden einer überaktiven Blase auf. Pro Anstieg des Risikos stieg die Häufigkeit von Reizblasen-Symptomen um etwa 11%.

Die Forschenden vermuten mehrere mögliche Ursachen dafür:

  1. Magnesium beeinflusst die Reizweiterleitung der Nerven.
  2. Magnesium reguliert Muskelkontraktionen.
  3. Magnesium wirkt entzündungshemmend.
  4. Magnesium kann Einfluss auf den pH-Wert des Urins haben.

Fehlt Magnesium, könnte die Blasenmuskulatur und -schleimhaut beeinträchtigt sein . Dadurch könnten Harndrang und Blasenreizungen verstärkt werden.

Wichtig ist jedoch: Die Studie zeigt nur einen statistischen Zusammenhang – keinen direkten Beweis dafür, dass Magnesiummangel tatsächlich die Ursache der Beschwerden ist. Ob Magnesiumpräparate Symptome einer Reizblase verbessern können, müssen weitere klinische Studien erst noch zeigen.

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Aufbau der Blasenschleimhaut nach Antibiotika

Antibiotika schädigen die Blasenschleimhaut in der Regel nicht direkt, können aber indirekt zu einer Reizung führen, indem sie die körpereigene Flora von Darm und Vagina stören. Eine bereits durch eine bakterielle Infektion vorgeschädigte Schleimhaut kann nach der Behandlung anfälliger für neue Erreger sein.

Zusammenhang zwischen Antibiotika und Blasenschleimhaut:

  • Indirekte Reizung: Durch die Zerstörung guter Bakterien im Körper können Antibiotika das Milieu verändern, was nach der Therapie zu erneuten Blasenentzündungen führen kann.
  • Vorgeschädigtes Gewebe: Wenn die Blasenschleimhaut durch eine akute Infektion bereits entzündet ist, können Bakterien erneut Schäden verursachen, auch wenn das Antibiotikum die Symptome kurzfristig gelindert hat.
  • Keine Mitbehandlung der Schleimhaut: Antibiotika bekämpfen Bakterien, reparieren aber nicht die geschädigte Schleimhautschicht selbst, was bei chronischen Verläufen der Fall sein könnte
  • Nebenwirkungen: Antibiotika können zudem Magen-Darm-Beschwerden oder Pilzinfektionen (Vaginalpilz) als Folge der veränderten Flora begünstigen.

Aufgrund der Entzündung und möglicher Bildung von Bakterien-Biofilmen, in denen Erreger im Gewebe überdauern, bleibt die Schleimhaut oft noch nach Beendigung der Antibiotika-Therapie geschwächt und anfällig für Rezidive.

Muss man aktiv die Blasenschleimhaut stärken?

Die Blasenschleimhaut besitzt eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie kann sich nach Verletzungen oder Entzündungen sehr schnell selbst reparieren. Eine in vitro-Studie (4) deutet darauf hin, dass dieser Heilungsprozess deutlich komplexer und schneller abläuft, als lange angenommen wurde.

1. Heilungsprozess bei oberflächlichen Verletzungen der Blasenschleimhaut:

Schon innerhalb weniger Stunden nach einer oberflächlichen Schädigung, wie sie zum Beispiel im Rahmen einer Blasenentzündung auftreten kann, beginnt der Körper mit der Reparatur (4). 

Dabei lösen sich zunächst die obersten Schutzzellen ab, während darunterliegende Zellen sofort die freigewordene Oberfläche übernehmen (4). 

Bereits nach etwa 1 bis 3 Stunden beginnen sich erste „Dichtverbindungen“ zwischen den Zellen zu bilden. Nach rund 24 Stunden ist die Schutzbarriere in vielen Fällen bereits wieder weitgehend hergestellt (4).

2. Heilungsprozess bei tieferen Verletzungen der Blasenschleimhaut:

Bei tieferen Schäden läuft der Prozess etwas langsamer ab. Hier teilen sich vor allem Zellen aus tieferen Schichten, wandern an die Oberfläche und bilden neues Gewebe (4). 

Auch in diesem Fall entsteht innerhalb von etwa zwei Tagen wieder eine erste funktionelle Schutzschicht, die sich anschließend weiter stabilisiert (4).

Diese Erkenntnisse zeigen, dass die Blasenschleimhaut grundsätzlich über ein sehr effizientes Selbstheilungssystem verfügt. In vielen Fällen regeneriert sie sich nach einer akuten Reizung oder Infektion innerhalb weniger Tage von selbst.

Das bedeutet: Eine „aktive Stärkung“ im Sinne einer direkten Reparatur ist in der Regel nicht notwendig. Entscheidend ist vielmehr, die natürlichen Heilungsprozesse nicht zu stören – also der Schleimhaut Zeit zu geben, Reizungen zu vermeiden und die Bedingungen für eine ungestörte Regeneration zu unterstützen.

Wichtig bleibt zu erwähnen, dass es sich um vorläufige Studienergebnisse handelt, deren Übertragbarkeit auf den Menschen noch belegt werden muss.

Was tut der Blase gut?

Da die Blasenschleimhaut die Fähigkeit besitzt, sich nach Reizungen oder Entzündungen selbst zu regenerieren, ist es entscheidend, die Blase möglichst wenig zusätzlich zu belasten und Entzündungen vorzubeugen. Denn in einer möglichst reizarmen Umgebung kann sich die natürliche Schutzschicht der Blase besserl aufbauen.

Bestimmte Gewohnheiten können dabei helfen, die Heilung zu unterstützen und das Risiko für erneute Beschwerden zu senken:

  1. Ausreichend trinken: Genügend Flüssigkeit sorgt dafür, dass die Harnwege regelmäßig gespült werden. Dadurch werden Bakterien, Entzündungsstoffe und reizende Bestandteile des Urins schneller ausgeschieden. Besonders geeignet sind Wasser und ungesüßte Kräutertees.
  1. Regelmäßig Wasserlassen: Urin sollte nicht über längere Zeit „angehalten“ werden. Häufiges Entleeren der Blase kann verhindern, dass sich Bakterien stärker vermehren.
  1. Reizstoffe reduzieren: Alkohol, Nikotin, sehr scharfe Speisen oder stark säurehaltige Getränke können die Blase zusätzlich reizen. Gerade während oder nach einer Entzündung empfinden viele Betroffene eine reizärmere Ernährung als angenehmer.
  1. Sanfte Intimhygiene: Übertriebene Hygiene oder aggressive Intimprodukte können die natürliche Schutzfunktion im Intimbereich stören. Oft reicht Wasser oder eine milde, pH-neutrale Pflege völlig aus.
  1. Ruhe und Stressreduktion: Entzündungen bedeuten Belastung für den Körper. Ausreichend Schlaf, Erholung und Stressabbau können die Regeneration unterstützen.
  1. Blasenentzündungen vorbeugen: Da wiederkehrende Infektionen die Schleimhaut immer wieder reizen können, spielt Vorbeugung eine wichtige Rolle. Dazu gehören beispielsweise:
  • Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr
  • Unterkühlung vermeiden
  • auf gute Intimhygiene achten
  • unnötige Reizstoffe vermeiden

Blase stärken pflanzlich & traditionell

Pflanzliche und unterstützende Maßnahmen zielen traditionell weniger darauf ab, die Schleimhaut direkt „aufzubauen“, sondern vielmehr darauf, Entzündungen zu reduzieren, die natürliche Schutzbarriere zu unterstützen und erneuten Reizungen vorzubeugen – besonders bei wiederkehrenden Blasenentzündungen oder einer empfindlichen Blase.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (Blasenentzündung TCM) wird eine Blasenentzündung nicht nur als lokale Infektion verstanden, sondern als Ausdruck eines inneren Ungleichgewichts. 

Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder Druck im Unterbauch werden häufig sogenannten „Feuchtigkeit-Hitze“-Mustern in den Harnwegen zugeordnet.

Ziel der TCM ist es traditionell:

  • „Hitze“ zu reduzieren
  • „Feuchtigkeit“ auszuleiten
  • die Blase zu beruhigen
  • und die körpereigene Balance zu unterstützen

Zum Einsatz kommen dabei häufig pflanzliche Kräuterrezepturen, Akupunktur sowie unterstützende Maßnahmen wie eine angepasste Ernährung, Stressreduktion und ausreichend Ruhe. Viele der verwendeten Kräuter gelten in der TCM traditionell als kühlend, harntreibend oder entzündungsberuhigend und sollen die Harnwege entlasten.

Cranberry: Schutz vor dem Anhaften von Bakterien

Cranberry-Produkte gehören zu den bekanntesten natürlichen Mitteln zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen. Verantwortlich dafür sind unter anderem sogenannte Proanthocyanidine. Diese Pflanzenstoffe können verhindern, dass sich bestimmte Bakterien – vor allem Escherichia coli – an der Blasenschleimhaut festsetzen.

Eine große Übersichtsarbeit (5), die Studienergebnisse mit insgesamt über 8.800 Teilnehmenden auswertet, zeigte, dass Cranberry-Produkte das Risiko für wiederkehrende, symptomatische Harnwegsinfektionen um etwa 30 % senken konnten. Besonders deutlich war der Effekt bei:

  • Frauen mit häufigen Blasenentzündungen
  • Kindern
  • Personen mit erhöhtem Risiko nach Eingriffen oder Bestrahlungen

Kapseln oder Tabletten haben gegenüber Cranberry-Saft den Vorteil, dass sie potenziell einfacher eingenommen werden können.

Pflanzliche Kombinationen aus Rosmarin, Liebstöckel & Tausendgüldenkraut

Traditionell werden bei Beschwerden der Harnwege auch Heilpflanzen wie Rosmarin, Liebstöckel und Tausendgüldenkraut eingesetzt.

Eine größere klinische Studie (6) untersuchte eine Kombination dieser Pflanzenextrakte bei Frauen mit akuter unkomplizierter Blasenentzündung. Dabei zeigte sich, dass viele Patientinnen ohne zusätzliche Antibiotika auskamen und sich die Beschwerden deutlich besserten.

Die Pflanzenstoffe werden vor allem wegen ihrer möglichen beruhigenden Eigenschaften eingesetzt. Dazu zählen:

  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Krampflösender Effekt
  • Harntreibender Einfluss

Gleichzeitig könnte eine solche Therapie helfen, Antibiotikaeinsätze bei einfachen Blasenentzündungen mit milden Symptomen zu reduzieren und das natürliche Mikrobiom besser zu schonen.

Schon gewusst?

Der Blasen-Komplex von Purazell vereint standardisierte Pflanzenextrakte von höchster Qualität, ausgewählt um die Gesundheit der Blase optimal zu unterstützen und ist:

Unterstützung der natürlichen Schutzschicht der Blase mit “Rohmaterial”

Im Zusammenhang mit chronischen Blasenreizungen oder interstitieller Zystitis werden außerdem Stoffe untersucht, die Bestandteile der natürlichen Blasenschutzschicht enthalten oder unterstützen könnten.

Dazu gehören unter anderem:

  • Glucosamin-Sulfat
  • Chondroitinsulfat
  • Hyaluronsäure

Diese Stoffe sind Bestandteile der sogenannten GAG-Schicht (Glykosaminoglykan-Schicht), die die Blasenwand schützt.

Theoretisch könnten sie helfen:

  • die Schleimhautbarriere zu stabilisieren
  • die Durchlässigkeit der Blasenwand zu verringern
  • Reizungen und Entzündungen abzumildern

In ersten Studien (1, 7) berichteten viele Betroffene über eine Verbesserung ihrer Beschwerden. Die Forschung dazu läuft allerdings noch, weshalb solche Präparate bisher eher als unterstützende Maßnahme gelten.

Wichtig zu wissen:

Pflanzliche oder traditionelle Mittel können die Blase unterstützend begleiten, ersetzen bei akuten oder bakteriellen Infektionen jedoch keine ärztliche Abklärung oder notwendige Behandlung.

Wieviel Vitamin C bei Blasenentzündung wirklich hilft

Vitamin C wird seit Langem mit dem Immunsystem und dem Schutz vor Infektionen in Verbindung gebracht. Auch für die Harnwege könnte Vitamin C eine unterstützende Rolle spielen – insbesondere bei der Vorbeugung von Harnwegsinfektionen.

Hinweise darauf liefert unter anderem eine klinische Studie (8) mit schwangeren Frauen. Dabei erhielten die Teilnehmerinnen über drei Monate täglich entweder:

  • Eisen + Folsäure + 100 mg Vitamin C
    oder
  • nur Eisen + Folsäure.

Das Ergebnis: In der Gruppe mit zusätzlichem Vitamin C traten deutlich seltener Harnwegsinfektionen auf. Während etwa 29 % der Frauen ohne Vitamin C eine Infektion entwickelten, waren es mit Vitamin C nur rund 13 %.

Fachleute vermuten, dass Vitamin C die Harnwege auf mehrere Arten unterstützen könnte. Diskutiert werden unter anderem:

  • antioxidative Effekte,
  • Unterstützung des Immunsystems,
  • sowie eine mögliche Veränderung des Urinmilieus, wodurch sich bestimmte Bakterien schlechter vermehren könnten.

Die Studie untersuchte vor allem die Vorbeugung von Harnwegsinfektionen während der Schwangerschaft. Daraus lässt sich nicht automatisch ableiten, dass Vitamin C allein eine bestehende Blasenentzündung behandeln kann.

Fazit: Blasenschleimhaut aufbauen mit Medikamenten, Homöopathie oder macht der Körper es von selbst?

Die Blasenschleimhaut regeneriert sich in vielen Fällen erstaunlich gut von selbst  und wird schnell vom “Selbstheilsystem” des Körpers versorgt. 

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist jedoch, die Blase möglichst wenig zusätzlich zu belasten und wiederkehrende Entzündungen zu vermeiden.

✅ Ausreichend trinken

✅ Eine angepasste Intimhygiene

✅ Der Verzicht auf reizende Stoffe 

✅ Eine frühzeitige Behandlung von Harnwegsinfekten 

Diese einfachen Maßnahmen können die natürlichen Heilungsprozesse unterstützen.

Auch pflanzliche Wirkstoffe wie die aus Cranberries und bestimmten Kräuterextrakten werden traditionell zur Unterstützung der Harnwege eingesetzt. Sie ersetzen zwar keine medizinische Behandlung, können aber helfen, die Blase langfristig zu entlasten und Rückfällen vorzubeugen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Blasenschleimhaut aufbauen

Quellenverzeichnis:

(1) Dr. Isabella Bartmann. Ialuril® bei Harnwegsinfekten Neue Studienergebnisse untermauern Wirksamkeit. SPECTRUM UROLOGIE 2/2018

(2) Flores-Mireles AL, Walker JN, Caparon M, Hultgren SJ. Urinary tract infections: epidemiology, mechanisms of infection and treatment options. Nat Rev Microbiol. 2015 May;13(5):269-84. doi: 10.1038/nrmicro3432. Epub 2015 Apr 8. PMID: 25853778; PMCID: PMC4457377.

(3) Gong H, Zhao W, Choi S, Huang S. The association between magnesium depletion score (MDS) and overactive bladder (OAB) among the U.S. population. J Health Popul Nutr. 2025 Apr 3;44(1):106. doi: 10.1186/s41043-025-00846-x. PMID: 40181471; PMCID: PMC11969968.

(4) Kreft ME, Sterle M, Veranic P, Jezernik K. Urothelial injuries and the early wound healing response: tight junctions and urothelial cytodifferentiation. Histochem Cell Biol. 2005 Jun;123(4-5):529-39. doi: 10.1007/s00418-005-0770-9. Epub 2005 May 3. PMID: 15868181.

(5) Williams G, Hahn D, Stephens JH, Craig JC, Hodson EM. Cranberries for preventing urinary tract infections. Cochrane Database Syst Rev. 2023 Apr 17;4(4):CD001321. doi: 10.1002/14651858.CD001321.pub6. Update in: Cochrane Database Syst Rev. 2023 Nov 10;11:CD001321. doi: 10.1002/14651858.CD001321.pub7. PMID: 37068952; PMCID: PMC10108827.

(6) Wagenlehner FM, Abramov-Sommariva D, Höller M, Steindl H, Naber KG. Non-Antibiotic Herbal Therapy (BNO 1045) versus Antibiotic Therapy (Fosfomycin Trometamol) for the Treatment of Acute Lower Uncomplicated Urinary Tract Infections in Women: A Double-Blind, Parallel-Group, Randomized, Multicentre, Non-Inferiority Phase III Trial. Urol Int. 2018;101(3):327-336. doi: 10.1159/000493368. Epub 2018 Sep 19. PMID: 30231252; PMCID: PMC6262678.

(7) Theoharides TC, Kempuraj D, Vakali S, Sant GR. Treatment of refractory interstitial cystitis/painful bladder syndrome with CystoProtek–an oral multi-agent natural supplement. Can J Urol. 2008 Dec;15(6):4410-4. PMID: 19046494.

(8) Ochoa-Brust GJ, Fernández AR, Villanueva-Ruiz GJ, Velasco R, Trujillo-Hernández B, Vásquez C. Daily intake of 100 mg ascorbic acid as urinary tract infection prophylactic agent during pregnancy. Acta Obstet Gynecol Scand. 2007;86(7):783-7. doi: 10.1080/00016340701273189. PMID: 17611821.

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