Viele Frauen kennen es: Kurz vor oder während der Periode treten nicht nur Unterleibsschmerzen, sondern auch Beschwerden wie Magenschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit oder Blähungen auf. Der Grund dafür liegt im komplexen Zusammenspiel von Hormonen, Gebärmutter und dem Magen-Darm-System.
In diesem Artikel erfährst du, warum die Periode den Magen beeinflussen kann, welche Rolle die Hormone im Zyklus spielen und was gegen zyklusbedingte Beschwerden helfen kann.
Text wichtige Information.
- Magen-Darm-Beschwerden wie Magenschmerzen, ein aufgeblähter Bauch, Übelkeit oder Durchfall gehören für viele Frauen zu den typischen Begleiterscheinungen des Menstruationszyklus.
- Ursache sind vor allem hormonelle Veränderungen nach dem Eisprung und die vermehrte Ausschüttung von Prostaglandinen während der Menstruation.
- Sind die Beschwerden sehr stark, treten regelmäßig auf oder gehen mit schmerzhaftem Stuhlgang oder Erbrechen einher, sollten sie gynäkologisch oder ärztlich abgeklärt werden.
Wann verursacht die Periode Magen-Darm-Probleme?
Viele Frauen kennen das Gefühl: Kurz vor der Periode oder mit Beginn der Menstruation treten plötzlich Magenschmerzen, Blähungen, Übelkeit oder Durchfall auf. Tatsächlich sind Magen-Darm-Beschwerden rund um die Menstruation sehr häufig.
Über 70 % der Frauen haben bereits vor der Menstruation Bauchprobleme
Eine Studie (1) mit 156 gesunden Frauen zeigte, dass:
- 73 % bereits in den fünf Tagen vor der Menstruation mindestens ein Magen-Darm-Symptom hatten.
- Während der Periode waren es immer noch 69 %.
Etwa jede dritte Teilnehmerin berichtete sogar von zwei oder mehr Beschwerden gleichzeitig.
Am häufigsten traten Bauchschmerzen auf, von denen etwa 55 bis 58 % der Frauen betroffen waren. Ebenfalls häufig waren Blähungen (51–62 %) sowie Durchfall (24–28 %). Seltener kamen Übelkeit oder Erbrechen vor. Die Ergebnisse zeigen, dass Verdauungsprobleme keineswegs ungewöhnlich sind, sondern für viele Frauen zum Menstruationszyklus gehören.
Warum habe ich Magenschmerzen schon vor der Periode?
Die Beschwerden beginnen häufig bereits einige Tage vor der Blutung. Das liegt daran, dass sich der Hormonhaushalt schon in der zweiten Zyklushälfte verändert und der Körper sich auf die Menstruation vorbereitet.
Nach dem Eisprung beginnt die sogenannte Lutealphase, also die zweite Hälfte des Menstruationszyklus. Aus dem zurückbleibenden Follikel im Eierstock entsteht der Gelbkörper, der nun vermehrt das Hormon Progesteron produziert.
Progesteron sorgt dafür, dass sich die zuvor unter dem Einfluss von Östrogen aufgebaute Gebärmutterschleimhaut weiterentwickelt und auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet.
Während dieser Phase bleibt der Progesteronspiegel zunächst erhöht. Gleichzeitig erreicht auch das Östrogen nochmals einen zweiten, kleineren Anstieg. Bleibt eine Befruchtung aus, bildet sich der Gelbkörper nach etwa 10 bis 14 Tagen zurück. Dadurch sinken die Spiegel von Progesteron und Östrogen wieder deutlich ab.
Besonders in dieser Phase treten häufig Beschwerden des prämenstruellen Syndroms (PMS) oder der stärkeren Form, der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS), auf. Ihre Ursache ist nicht genaustens geklärt, sie entstehen aber im Zusammenhang mit den natürlichen hormonellen Veränderungen vor der Menstruation und können sich sowohl körperlich als auch psychisch bemerkbar machen.
Dieser Hormonabfall signalisiert dem Körper den Beginn eines neuen Zyklus: Die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen – die Menstruation setzt ein. Gleichzeitig verändert sich in dieser Übergangsphase die Aktivität verschiedener Botenstoffe, die den Körper auf die Blutung vorbereiten.
Die Tage vor der Periode werden deshalb häufig als besonders empfindliche Phase wahrgenommen. Viele Frauen bemerken in dieser Zeit typische prämenstruelle Beschwerden, die mit den natürlichen hormonellen Schwankungen des Zyklus zusammenhängen können. Dazu gehören unter anderem Veränderungen der Stimmung, Spannungsgefühle in der Brust, Müdigkeit sowie Beschwerden im Bauchbereich.

Period-poop und andere seltsame zyklusbedingte Symptome: Wann sollte ich zum Arzt?
Viele Frauen bemerken während ihrer Periode Veränderungen, die auf den ersten Blick gar nichts mit der Gebärmutter zu tun haben. Plötzlich treten häufiger Stuhldrang (auch als Period-poop bezeichnet), Durchfall, Magenschmerzen während der Periode, Sodbrennen, Blähungen oder sogar Übelkeit auf.
Verantwortlich sind vor allem die Prostaglandine, die zu Beginn der Menstruation vermehrt ausgeschüttet werden. Sie sorgen dafür, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht und die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird.
Ein schmerzhafter Stuhlgang während der Periode ist ebenfalls keine Seltenheit. Die Gebärmutterkrämpfe können auf umliegende Organe ausstrahlen. Da Gebärmutter und Enddarm anatomisch eng beieinanderliegen, empfinden viele Frauen den Toilettengang während der Menstruation als unangenehm oder sogar schmerzhaft. Verstärkte Darmbewegungen und Krämpfe können dieses Gefühl zusätzlich verstärken.
Sind die Schmerzen jedoch sehr stark, treten sie ausschließlich beim Stuhlgang auf oder kommen Blut im Stuhl, Fieber oder chronische Verdauungsbeschwerden hinzu, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. In einigen Fällen können beispielsweise eine Endometriose oder Darmerkrankungen dahinterstecken.
Wann solltest du mit Magen-Darm-Beschwerden zum Arzt?
🟢 Meist normal
- Leichte bis mäßige Magenschmerzen oder Bauchkrämpfe vor und während der Periode
- Vorübergehende Übelkeit
- Blähungen oder Völlegefühl
- Kurzzeitiger Durchfall oder leichte Verstopfung
- Leichtes Sodbrennen rund um die Menstruation
- Beschwerden verschwinden nach 1–3 Tagen wieder
Meist Folge der hormonellen Veränderungen und Prostaglandine.
🟡 Beobachten
- Beschwerden treten in fast jedem Zyklus auf und werden stärker
- Magen-Darm-Beschwerden dauern länger als die Menstruation
- Wiederkehrendes starkes Sodbrennen vor der Periode
- Häufig schmerzhafter Stuhlgang während der Periode
- Schmerzen beeinträchtigen Alltag oder Arbeit
Symptome dokumentieren und bei der nächsten gynäkologischen Untersuchung ansprechen.
🔴 Ärztlich abklären
- Sehr starke Bauch- oder Oberbauchschmerzen
- Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl
- Anhaltendes Erbrechen oder starke Übelkeit
- Fieber oder Kreislaufprobleme
- Schmerzen beim Stuhlgang, die jeden Zyklus auftreten oder auch außerhalb der Periode bestehen
- Beschwerden bleiben über mehrere Zyklen unverändert stark oder nehmen zu
- Verdacht auf Endometriose (z. B. starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Stuhlgang oder beim Geschlechtsverkehr)
Hier können neben zyklusbedingten Beschwerden auch Erkrankungen wie Endometriose, Magen-Darm-Erkrankungen oder andere behandlungsbedürftige Ursachen vorliegen.
Periode, Magenschmerzen & Übelkeit: Das geht im Körper vor sich
Während des Menstruationszyklus schwanken verschiedene Hormone und Botenstoffe, die nicht nur die Gebärmutter, sondern auch den Verdauungstrakt beeinflussen. Dadurch können je nach Zyklusphase ganz unterschiedliche Beschwerden auftreten.
Für diese Veränderungen sind vor allem drei Mechanismen verantwortlich.
Grund 1: Progesteron verlangsamt die Verdauung
Bereits nach dem Eisprung steigt der Progesteronspiegel deutlich an und erreicht während der zweiten Zyklushälfte (Lutealphase) seinen Höchststand. Progesteron bereitet den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor – beeinflusst dabei jedoch nicht nur die Gebärmutter, sondern auch den Magen-Darm-Trakt. (2)
Entlang des gesamten Verdauungstrakts befinden sich Rezeptoren für Progesteron. Das Hormon entspannt die glatte Muskulatur des Darms und verlangsamt dadurch die Darmbewegungen. Unter anderem geschieht dies über eine verstärkte Bildung von Stickstoffmonoxid, das die Darmmuskulatur lockert, sowie durch die Hemmung von Signalwegen, die normalerweise die Darmkontraktionen fördern. (2)
Dadurch wird der Transport des Speisebreis durch den Darm verlangsamt. Viele Frauen leiden deshalb bereits vor der Periode unter Verdauungsbeschwerden wie:
- Verstopfung
- Blähungen
- Völlegefühl
- Druckgefühl oder Magenschmerzen
(2)
Je höher der Progesteronspiegel, desto stärker können diese Beschwerden ausfallen. Ähnliche Effekte werden auch während einer Schwangerschaft beobachtet. (2)
Grund 2: Prostaglandine lösen Krämpfe und Durchfall aus
Bleibt eine Schwangerschaft aus, sinken die Spiegel von Progesteron und Östrogen wieder ab. Gleichzeitig bildet der Körper vermehrt Prostaglandine. Diese hormonähnlichen Botenstoffe sorgen dafür, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht und die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird – die Menstruation beginnt.
Prostaglandine wirken jedoch nicht ausschließlich auf die Gebärmutter. Sie beeinflussen auch die glatte Muskulatur des Darms und können dort die Darmbewegungen verstärken. Deshalb wechseln viele Frauen kurz vor oder während der Periode von einer eher trägen Verdauung zu Beschwerden wie:
- Bauchkrämpfen
- Magenschmerzen
- Durchfall
- häufigem Stuhlgang
- Übelkeit
Je stärker die Ausschüttung von Prostaglandinen, desto ausgeprägter können sowohl die Gebärmutterkrämpfe als auch die Magen-Darm-Beschwerden sein.
Grund 3: Die Darm-Hirn-Achse verstärkt die Beschwerden
Eine weitere wichtige Rolle spielt möglicherweise die sogenannte Darm-Hirn-Achse (Brain-Gut-Axis). Über Nervenbahnen, Hormone und Botenstoffe wie Serotonin stehen Gehirn und Verdauungstrakt in ständigem Austausch. Dadurch können sich hormonelle Veränderungen und psychische Belastungen unmittelbar auf die Verdauung auswirken.
Eine Studie (1) zeigte, dass Frauen mit Angst oder depressiver Stimmung deutlich häufiger mehrere Magen-Darm-Beschwerden gleichzeitig entwickelten. Auch ausgeprägte Müdigkeit (Fatigue) war mit einer höheren Symptomlast verbunden.
Besonders betroffen waren Frauen mit schmerzhaften Menstruationen (Dysmenorrhoe). Sie berichteten sowohl vor als auch während der Periode häufiger über Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit als Frauen mit weniger schmerzhaften Zyklen.
Zusammengenommen zeigen die bisherigen Forschungsergebnisse, dass zyklusbedingte Magen-Darm-Beschwerden nicht nur subjektiv empfunden werden. Vielmehr beeinflussen die natürlichen Hormonschwankungen des Menstruationszyklus die Funktion des Verdauungstrakts über verschiedene biologische Mechanismen – von einer verlangsamten Darmbewegung vor der Periode bis hin zu verstärkten Darmkontraktionen während der Menstruation.
Durch die Entspannung der Muskulatur des Verdauungstraktes kann es auch vermehrt zu Sodbrennen vor der Periode kommen. Die Magenentleerung verlangsamt sich und der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre (unterer Ösophagussphinkter) kann erschlaffen. Magensäure kann dadurch leichter in die Speiseröhre zurückfließen.
Was hilft gegen Schmerzen bei der Periode und PMS-Magenschmerzen?
Magen-Darm-Beschwerden rund um die Periode lassen sich häufig nicht vollständig vermeiden, aber oft deutlich lindern. Welche Maßnahmen am besten helfen, hängt davon ab, ob vor allem Gebärmutterkrämpfe, Verdauungsprobleme oder Beschwerden wie Übelkeit und Sodbrennen im Vordergrund stehen.

5 Hausmittel gegen zyklusbedingte Verdauungsprobleme
1. Wärme entspannt die Muskulatur
Wärme zählt zu den wirksamsten Hausmitteln gegen Regelschmerzen. Eine Wärmflasche, ein Kirschkernkissen oder ein warmes Bad können die Muskulatur der Gebärmutter entspannen und dadurch Krämpfe lindern. Viele Frauen empfinden Wärme auch bei Bauchkrämpfen und Magenschmerzen während der Periode als angenehm.
2. Regelmäßige Bewegung statt Schonhaltung
Auch wenn Bewegung zunächst schwerfällt, können Spaziergänge, Yoga oder lockeres Ausdauertraining die Beschwerden verbessern. Körperliche Aktivität fördert die Durchblutung, wirkt entspannend und kann die Ausschüttung körpereigener Schmerzhemmer (Endorphine) anregen. Gleichzeitig wird die Darmtätigkeit unterstützt, was Blähungen und Verstopfung entgegenwirken kann.
3. Die Ernährung anpassen
Viele Frauen vertragen während der Periode mehrere kleine, leicht verdauliche Mahlzeiten besser als wenige große Portionen. Hilfreich können sein:
- ausreichend trinken
- ballaststoffreiche Lebensmittel bei Verstopfung
- leicht verdauliche Kost bei Übelkeit oder Durchfall
- fettige, sehr scharfe oder stark zuckerhaltige Speisen reduzieren
- Alkohol und größere Mengen Koffein möglichst einschränken
Bei zyklusbedingtem Sodbrennen kann es zusätzlich helfen, spätabendliche Mahlzeiten zu vermeiden und nach dem Essen nicht direkt flach zu liegen.
4. Stress reduzieren
Stress beeinflusst über die Darm-Hirn-Achse sowohl den Hormonhaushalt als auch den Verdauungstrakt. Entspannungstechniken wie Atemübungen, Meditation oder progressive Muskelentspannung können deshalb nicht nur PMS-Beschwerden, sondern auch Magenschmerzen, Übelkeit oder Blähungen verbessern.
5. Schmerzmittel gezielt einsetzen
Bei starken Regelschmerzen können nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Naproxen helfen. Sie hemmen die Bildung von Prostaglandinen – den Botenstoffen, die sowohl Gebärmutterkrämpfe als auch viele Magen-Darm-Beschwerden während der Periode mitverursachen.
Die Medikamente wirken am besten, wenn sie möglichst früh zu Beginn der Beschwerden eingenommen werden. Sie sollten jedoch nur nach Packungsbeilage beziehungsweise ärztlicher Empfehlung angewendet werden und sind nicht für jede Person geeignet.
4 Pflanzliche Wirkstoffe, die Linderung verschaffen können
Einige Heilpflanzen werden traditionell bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Ingwer kann bei Übelkeit helfen, während Fenchel- oder Pfefferminztee von vielen Betroffenen als wohltuend bei Bauchkrämpfen und Blähungen empfunden werden. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch je nach Pflanze unterschiedlich.
Für Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) dagegen gibt es die beste wissenschaftliche Datenlage zur Unterstützung bei Zyklusbeschwerden und PMS. Auch Zink, bestimmte B-Vitamine und Kamille zeigen in aktuellen Studien Wirkung.
1. Kamille (Matricaria chamomilla)
In einer randomisierten klinischen Studie (3) verbesserte ein Kamillenextrakt sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden. Er konnten typische PMS-Beschwerden wie Blähungen, Müdigkeit und Kopfschmerzen gelindert werden. Da Stress und psychische Belastungen die Darm-Hirn-Achse beeinflussen, könnte die beruhigende Wirkung von Kamille zusätzlich auch indirekt zyklusbedingte Magen-Darm-Beschwerden unterstützen.
2. Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)
Mehrere hochwertige Studien (4) zeigen, dass er insbesondere Blähungen, Brustspannen, Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen sowie Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen lindern kann. Vermutlich beeinflusst Mönchspfeffer die hormonelle Zyklusregulation über Prolaktin und andere Hormone. Dadurch kann er vor allem körperliche PMS-Beschwerden verbessern und den Menstruationszyklus unterstützen.
3. Zink
Zink ist zwar kein pflanzlicher Wirkstoff, spielt aber eine wichtige Rolle für die Hormonregulation und das Nervensystem. In einer placebokontrollierten Studie (5) verringerte eine dreimonatige Zinksupplementierung sowohl körperliche Beschwerden wie Blähungen als auch psychische Symptome wie Angst, Reizbarkeit, Müdigkeit und depressive Stimmung deutlich.
Da Zink entzündungshemmend wirkt und an der Regulation von Serotonin beteiligt ist, könnte es sowohl die Stressbelastung als auch damit verbundene Magen-Darm-Beschwerden positiv beeinflussen.
4. Vitamin B1 (Thiamin)
Vitamin B1 zeigte in einer randomisierten Studie (6) ebenfalls positive Effekte auf PMS. Besonders deutlich verbesserten sich Angst, innere Anspannung, Müdigkeit, Schlafstörungen und depressive Stimmung. Aber auch körperliche Beschwerden wie Blähungen, Kopfschmerzen und Brustspannen nahmen ab.
Da Vitamin B1 die Energieversorgung der Nervenzellen unterstützt und Einfluss auf verschiedene Botenstoffe im Gehirn hat, könnte es die Funktion der Darm-Hirn-Achse unterstützen und dadurch sowohl psychische als auch zyklusbedingte Verdauungsbeschwerden abschwächen.
Fazit: Magenschmerzen während der Periode: Das Wichtigste zusammengefasst
Magenschmerzen, Übelkeit, Blähungen oder Veränderungen des Stuhlgangs sind rund um die Periode häufig und entstehen meist durch die natürlichen Hormonschwankungen im Zyklus. Besonders Prostaglandine und Progesteron beeinflussen neben der Gebärmutter auch den Magen-Darm-Trakt.
Mit Wärme, ausreichend Schlaf, Bewegung, Stressreduktion und einer ausgewogenen Ernährung lassen sich viele Beschwerden lindern. Auch bestimmte pflanzliche Wirkstoffe können bei PMS unterstützend wirken.
Zum Beispiel:
✅ Kamille: kann PMS-Beschwerden sowie psychische Symptome wie Reizbarkeit, innere Anspannung oder Schlafprobleme lindern (3).
✅ Ingwer: kann insbesondere bei zyklusbedingter Übelkeit unterstützend wirken.
✅ Fenchel/Pfefferminze: werden traditionell bei Blähungen, Völlegefühl und anderen Verdauungsbeschwerden eingesetzt.
✅ Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus): kann vor allem PMS-bedingte Beschwerden wie Blähungen, Brustspannen und Stimmungsschwankungen verbessern (4).
✅ Vitamin B1 (Thiamin): kann PMS-Symptome reduzieren und zeigte in Studien besonders positive Effekte auf psychische Beschwerden aber auch körperliche Symptome wie Blähungen konnten sich verbessern (6).
✅ Zink: kann PMS-Beschwerden wie Reizbarkeit, Angst, depressive Stimmung, Müdigkeit sowie körperliche Symptome wie Blähungen und Brustspannen lindern und die Lebensqualität verbessern (5).
Starke, neue oder anhaltende Beschwerden sowie sehr schmerzhafter Stuhlgang während der Periode sollten jedoch ärztlich abgeklärt werden, um mögliche Erkrankungen auszuschließen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Magenschmerzen Periode
Ja. Viele Frauen leiden während der Menstruation unter Magenschmerzen, Bauchkrämpfen, Blähungen oder Übelkeit.
Bereits nach dem Eisprung verändert sich der Hormonhaushalt. Der Progesteronspiegel steigt an und kann die Darmbewegung verlangsamen. Kurz vor der Menstruation sinkt Progesteron wieder ab, während Prostaglandine zunehmen. Dadurch können schon einige Tage vor der Periode Magenschmerzen, Blähungen oder Verdauungsprobleme auftreten.
Während der Menstruation werden vermehrt Prostaglandine freigesetzt. Sie lösen nicht nur Gebärmutterkrämpfe aus, sondern regen auch die Darmbewegung an. Deshalb haben viele Frauen während ihrer Periode weicheren Stuhl oder Durchfall.
Gebärmutter und Darm liegen eng beieinander und werden teilweise über dieselben Nerven versorgt. Gebärmutterkrämpfe können deshalb Schmerzen beim Stuhlgang verursachen. Sind die Beschwerden sehr stark oder treten sie regelmäßig auf, sollte Endometriose als mögliche Ursache ärztlich ausgeschlossen werden.
Quellenverzeichnis:
(1) Bernstein MT, Graff LA, Avery L, Palatnick C, Parnerowski K, Targownik LE. Gastrointestinal symptoms before and during menses in healthy women. BMC Womens Health. 2014 Jan 22;14:14. doi: 10.1186/1472-6874-14-14. PMID: 24450290; PMCID: PMC3901893.
(2) Alqudah M, Al-Shboul O, Al Dwairi A, Al-U´Datt DG, Alqudah A. Progesterone inhibitory role on gastrointestinal motility. Physiol Res. 2022 Apr 30;71(2):193-198. doi: 10.33549/physiolres.934824. Epub 2022 Mar 28. PMID: 35344673; PMCID: PMC9150547.
(3) Sharifi F, Simbar M, Mojab F, Majd HA. Comparison of the effects of Matricaria chamomila (Chamomile) extract and mefenamic acid on the intensity of premenstrual syndrome. Complement Ther Clin Pract. 2014 Feb;20(1):81-8. doi: 10.1016/j.ctcp.2013.09.002. Epub 2013 Oct 9. PMID: 24439651.
(4) Cerqueira RO, Frey BN, Leclerc E, Brietzke E. Vitex agnus castus for premenstrual syndrome and premenstrual dysphoric disorder: a systematic review. Arch Womens Ment Health. 2017 Dec;20(6):713-719. doi: 10.1007/s00737-017-0791-0. Epub 2017 Oct 23. PMID: 29063202.
(5) Siahbazi S, Behboudi-Gandevani S, Moghaddam-Banaem L, Montazeri A. Effect of zinc sulfate supplementation on premenstrual syndrome and health-related quality of life: Clinical randomized controlled trial. J Obstet Gynaecol Res. 2017 May;43(5):887-894. doi: 10.1111/jog.13299. Epub 2017 Feb 11. PMID: 28188965.
(6) Abdollahifard S, Rahmanian Koshkaki A, Moazamiyanfar R. The effects of vitamin B1 on ameliorating the premenstrual syndrome symptoms. Glob J Health Sci. 2014 Jul 29;6(6):144-53. doi: 10.5539/gjhs.v6n6p144. PMID: 25363099; PMCID: PMC4825494.





