Kommt deine Periode mal nach 24 Tagen, dann erst nach 40 Tagen oder bleibt sie sogar ganz aus? Ein unregelmäßiger Menstruationszyklus ist vor allem in den ersten Jahren nach der ersten Regelblutung häufig und in vielen Fällen zunächst kein Grund zur Sorge (1). Halten die Zyklusschwankungen jedoch über längere Zeit an oder treten zusätzliche Beschwerden auf, sollten die Ursachen ärztlich abgeklärt werden.
Text wichtige Information.
- Ein unregelmäßiger Zyklus ist häufig, kann aber auch auf hormonelle Störungen, Stress, PCOS oder andere Erkrankungen hinweisen.
- Entscheidend ist die Ursache: Anhaltende Zyklusveränderungen sollten gynäkologisch abgeklärt werden, um die passende Behandlung zu finden.
- Viele Zyklusstörungen sind gut behandelbar – je nach Auslöser helfen Lebensstiländerungen, Medikamente oder pflanzliche Präparate wie Mönchspfeffer (1–4).
8 Arten von Zyklusstörungen: Wann spricht man von einem unregelmäßigen Zyklus?
Nicht jeder Menstruationszyklus verläuft exakt gleich. Schwankungen von wenigen Tagen sind völlig normal. Von einem unregelmäßigen Zyklus spricht man erst dann, wenn die Länge des Zyklus oder die Blutung deutlich von den üblichen Bereichen abweichen oder sich das Muster über längere Zeit verändert.
Je nach Art der Veränderung unterscheiden Ärztinnen und Ärzte verschiedene Formen von Zyklusstörungen:
- Polymenorrhoe: Die Periode tritt zu häufig auf. Der Zyklus dauert weniger als 21 Tage.
- Oligomenorrhoe: Die Menstruation kommt zu selten. Die Zykluslänge beträgt mehr als 35-45 Tage.
- Amenorrhoe: Die Periode bleibt vollständig aus. Man unterscheidet zwischen einer primären Amenorrhoe (erste Menstruation bleibt aus) und einer sekundären Amenorrhoe (die Periode setzt nach zuvor regelmäßigen Zyklen über 90 Tage aus).
- Hypermenorrhoe: Die Monatsblutung ist ungewöhnlich stark.
- Hypomenorrhoe: Die Blutung ist ungewöhnlich schwach.
- Menorrhagie: Die Menstruationsblutung hält länger als sieben Tage an.
- Metrorrhagie: Blutungen treten außerhalb des normalen Menstruationszyklus auf.
- Dysmenorrhoe: Starke Regelschmerzen stehen im Vordergrund. Sie kann gemeinsam mit anderen Zyklusstörungen auftreten.
Besonders in den ersten Jahren nach der ersten Regelblutung (1) sowie in den Jahren vor den Wechseljahren sind unregelmäßige Zyklen häufig, da sich die hormonelle Regulation erst einpendelt beziehungsweise allmählich verändert.

Wodurch entstehen Zyklusschwankungen? Von Stress & Mangelernährung bis hin zu seltenen Syndromen
Der Menstruationszyklus wird durch ein fein abgestimmtes Zusammenspiel zwischen Gehirn, Eierstöcken und verschiedenen Hormonen gesteuert. Schon kleine Veränderungen in diesem System können dazu führen, dass der Eisprung ausbleibt oder sich verschiebt – mit der Folge, dass die Periode unregelmäßig kommt oder ganz ausbleibt.

1. Energiemangel durch Diäten oder intensiven Sport
Eine der häufigsten Ursachen für eine ausbleibende oder unregelmäßige Periode ist die sogenannte funktionelle hypothalamische Amenorrhoe (FHA), eine Form des hypogonadotropen Hypogonadismus. Er entsteht, wenn dem Körper über längere Zeit zu wenig Energie zur Verfügung steht – etwa durch starkes Untergewicht, eine Magersucht (Anorexia nervosa) oder sehr intensiven Ausdauersport (1).
In diesen Situationen schaltet der Körper gewissermaßen in einen Energiesparmodus. Die Ausschüttung wichtiger Hormone aus dem Gehirn nimmt ab, wodurch der Eisprung ausbleiben kann. Die Folge sind verlängerte Zyklen oder das vollständige Ausbleiben der Menstruation.
2. Hormonelle Erkrankungen
Auch verschiedene hormonelle Erkrankungen können den Menstruationszyklus stören. Dazu gehören unter anderem:
- Schilddrüsenerkrankungen wie eine Unterfunktion (Hypothyreose) oder Überfunktion (Hyperthyreose)
- das Cushing-Syndrom, bei dem der Körper dauerhaft zu viel Cortisol produziert
- eine Hyperprolaktinämie, also erhöhte Prolaktinwerte, beispielsweise durch ein Prolaktinom der Hirnanhangsdrüse
Wird die zugrunde liegende Erkrankung behandelt, normalisiert sich der Zyklus bei vielen Betroffenen wieder.
3. Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist die häufigste hormonelle Erkrankung bei Frauen im gebärfähigen Alter und eine der häufigsten Ursachen für einen unregelmäßigen Menstruationszyklus (1).
Typisch für PCOS sind seltene oder ausbleibende Eisprünge sowie erhöhte männliche Geschlechtshormone (Androgene), die sich unter anderem durch Akne, verstärkten Haarwuchs oder Haarausfall bemerkbar machen können. Häufig besteht zusätzlich eine Insulinresistenz, die die Hormonstörung weiter verstärkt. Durch das Ausbleiben des Eisprungs verlängern sich die Zyklen häufig deutlich oder die Periode bleibt ganz aus (1).
4. Primäre Amenorrhoe: Wenn die erste Periode ausbleibt
Von einer primären Amenorrhoe spricht man, wenn die erste Menstruation bis zu einem bestimmten Alter ausbleibt. Die Ursachen unterscheiden sich je nachdem, ob sich die sekundären Geschlechtsmerkmale – beispielsweise Brustentwicklung oder Schambehaarung – normal entwickelt haben.
Bleibt neben der Menstruation auch die normale Pubertätsentwicklung aus, kommen vor allem Störungen der Eierstöcke oder Chromosomenveränderungen infrage.
1. Eine der häufigsten Ursachen ist das Turner-Syndrom.
Dabei fehlt ein X-Chromosom teilweise oder vollständig. Betroffene haben meist nicht funktionsfähige Eierstöcke (Gonadendysgenesie), wodurch kaum Östrogen gebildet wird. Häufig treten zusätzlich Kleinwuchs und weitere typische körperliche Merkmale auf. Die Behandlung besteht in der Regel aus einer Hormonersatztherapie mit Östrogenen und später ergänzend Gestagenen, um die Pubertätsentwicklung zu ermöglichen.
(1)
2. Auch eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz kann bereits in jungen Jahren auftreten.
Sie kann autoimmun oder genetisch bedingt sein und kann beispielsweise im Rahmen sogenannter polyglandulärer Autoimmunsyndrome entstehen.
(1)
3. Sind die sekundären Geschlechtsmerkmale normal entwickelt, liegen häufig anatomische Ursachen vor.
Dazu gehören:
- Abflussstörungen wie ein vollständig verschlossenes Hymen
- oder eine angeborene Scheidewand in der Vagina (transverses Vaginalseptum). Zwar wird die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut, das Menstruationsblut kann den Körper jedoch nicht verlassen.
(1)
4. Eine weitere Ursache ist das Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom (MRKH-Syndrom).
Betroffene besitzen normale Eierstöcke und entwickeln sich hormonell normal, jedoch fehlen die Gebärmutter und Teile der Vagina angeboren.
(1)
5. Seltener liegt eine Androgeninsensitivität vor.
Obwohl die Betroffenen einen männlichen Chromosomensatz (46,XY) besitzen, reagieren ihre Körperzellen nicht auf männliche Geschlechtshormone. Dadurch entwickeln sie ein weibliches äußeres Erscheinungsbild, allerdings ohne Gebärmutter. Da die vorhandenen Gonaden langfristig ein erhöhtes Tumorrisiko aufweisen, wird in vielen Fällen ihre operative Entfernung nach abgeschlossener körperlicher Entwicklung empfohlen.
(1)
4. Weitere mögliche Ursachen für einen unregelmäßigen Zyklus
Neben den häufigsten Ursachen können auch andere Faktoren den Menstruationszyklus beeinflussen. Dazu gehören unter anderem:
- psychischer Stress: Anhaltende Belastungen im Beruf, Studium oder Privatleben können die Hormonfreisetzung im Gehirn beeinflussen und dazu führen, dass sich der Eisprung verzögert oder ganz ausbleibt (2).
- bestimmte Medikamente: Dazu zählen beispielsweise einige hormonelle Präparate, Psychopharmaka oder Medikamente, die den Hormonhaushalt beeinflussen. Ob ein Arzneimittel für die Zyklusveränderungen verantwortlich ist, sollte immer ärztlich abgeklärt werden (2).
- angeborene beziehungsweise erworbene Erkrankungen des Hormonhaushalts: Störungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), des Hypothalamus oder anderer hormonproduzierender Organe können die Steuerung des Menstruationszyklus beeinträchtigen und zu unregelmäßigen oder ausbleibenden Blutungen führen (2).
Nicht immer steckt hinter einer schwächeren Periode, plötzlich längeren Zyklen oder Zwischenblutungen eine ernsthafte Erkrankung. Häufig handelt es sich um eine vorübergehende Reaktion des Körpers auf innere oder äußere Belastungen.
Halten die Zyklusstörungen jedoch über mehrere Monate an, verschlimmern sie sich oder treten zusätzliche Beschwerden wie starke Schmerzen, Zwischenblutungen oder ein vollständiges Ausbleiben der Menstruation auf, sollte die Ursache gynäkologisch abgeklärt werden. Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, behandlungsbedürftige Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Diagnose: Unregelmäßige Periode – wann zum Arzt?
Am Anfang der Diagnostik steht ein ausführliches Gespräch. Dabei fragt der Arzt unter anderem nach:
- dem Alter bei der ersten Regelblutung (Menarche),
- der Zykluslänge sowie Dauer und Stärke der Menstruation,
- möglichen Begleitsymptomen wie verstärktem Haarwuchs (Hirsutismus), Milchfluss aus der Brust (Galaktorrhoe) oder Kopfschmerzen,
- dem Essverhalten, der körperlichen Aktivität und möglichen Gewichtsveränderungen,
- eingenommenen Medikamenten sowie
- Erkrankungen in der Familie.
Diese Informationen liefern häufig bereits wichtige Hinweise auf die mögliche Ursache der Zyklusstörung.
Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung. Dabei werden unter anderem Körpergröße, Gewicht und der Body-Mass-Index (BMI) erfasst. Außerdem achtet der Arzt auf Anzeichen hormoneller Veränderungen, beispielsweise Akne, verstärkten Haarwuchs oder Haarausfall, die auf einen erhöhten Androgenspiegel – etwa bei einem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) – hindeuten können.
Je nach Alter und Beschwerden werden außerdem die äußeren Geschlechtsorgane untersucht, um angeborene Veränderungen oder Hinweise auf hormonelle Störungen auszuschließen.
Zur Basisdiagnostik gehören unter anderem:
- ein Schwangerschaftstest,
- ein Blutbild,
- Schilddrüsenwerte (TSH),
- Prolaktin,
- die Geschlechtshormone LH, FSH und Estradiol sowie
- je nach Verdacht Testosteron, SHBG und 17-Hydroxyprogesteron.
Anhand dieser Werte lassen sich beispielsweise Schilddrüsenerkrankungen, eine Hyperprolaktinämie oder hormonelle Störungen wie PCOS besser einordnen.
Ergänzend wird häufig eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter und Eierstöcke durchgeführt. Damit können strukturelle Veränderungen erkannt und typische Merkmale eines polyzystischen Ovarialsyndroms oder anderer gynäkologischer Erkrankungen beurteilt werden.
Erst die Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung, Laborwerten und gegebenenfalls Ultraschall ermöglicht es, die Ursache einer unregelmäßigen Periode einzugrenzen und eine gezielte Behandlung einzuleiten.

Periode zu lang, schwache Periode, kurze Periode… Was hilft?
Die Behandlung einer Zyklusstörung richtet sich immer nach der zugrunde liegenden Ursache. Liegt beispielsweise ein polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) vor, kommen je nach Beschwerden und Kinderwunsch unterschiedliche Therapien infrage.
Häufig werden kombinierte hormonelle Verhütungsmittel eingesetzt, um den Zyklus zu regulieren und die Androgenproduktion zu senken. Bei einer bestehenden Insulinresistenz kann zusätzlich Metformin sinnvoll sein. Stehen Akne oder verstärkter Haarwuchs im Vordergrund, können ergänzend Antiandrogene zum Einsatz kommen.
Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, da PCOS langfristig unter anderem das Risiko für Unfruchtbarkeit, Typ-2-Diabetes und Gebärmutterschleimhautkrebs erhöhen kann.
Mönchspfeffer: Die am besten untersuchte Heilpflanze bei Zyklusstörungen
Viele Frauen wünschen sich zunächst eine pflanzliche Alternative oder Ergänzung zu hormonellen Medikamenten. Am besten untersucht ist hierbei Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus).
Eine große Beobachtungsstudie (3) mit rund 1.700 Frauen zeigte, dass die Einnahme eines Mönchspfeffer-Extrakts über etwa drei Monate verschiedene Menstruationsbeschwerden deutlich verbessern konnte. Besonders ausgeprägt waren die Effekte bei:
- unregelmäßigem Zyklus,
- Menstruationsschmerzen,
- starken oder unregelmäßigen Blutungen,
- Brustspannen sowie
- Stimmungsschwankungen.
Auch die Lebensqualität, Schlafqualität und die Leistungsfähigkeit im Alltag verbesserten sich deutlich. Gleichzeitig erwies sich Mönchspfeffer als gut verträglich. Unerwünschte Wirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder leichte Magen-Darm-Beschwerden traten nur selten auf.
Neben Beobachtungsstudien spricht auch eine systematische Übersichtsarbeit (4) dafür, dass Mönchspfeffer zu den am besten wissenschaftlich untersuchten Heilpflanzen bei Zyklusstörungen gehört. Die Studien zeigen Hinweise darauf, dass der Pflanzenextrakt:
- die Zykluslänge normalisieren kann,
- den Eisprung fördern kann,
- den Progesteronspiegel in der zweiten Zyklushälfte unterstützt und
- die Schwangerschaftsrate bei Frauen mit bestimmten Zyklusstörungen verbessern könnte.
Vermutlich wirkt Mönchspfeffer unter anderem über eine Regulation von Prolaktin, LH und FSH und unterstützt dadurch die normale Follikelreifung und den Eisprung. Dennoch ersetzt die Einnahme keine ärztliche Diagnostik – insbesondere dann nicht, wenn die Periode über längere Zeit ausbleibt oder starke Blutungsstörungen bestehen.
Weitere pflanzliche Ansätze bei unregelmäßigen Blutungen
Neben Mönchspfeffer wurden in den vergangenen Jahren auch zahlreiche andere Heilpflanzen auf ihre Wirkung bei Zyklusstörungen untersucht.
Ein systematisches Review (4) kombinierte Erkenntnisse aus der traditionellen persischen Medizin mit moderner klinischer Forschung. In der traditionellen persischen Medizin werden seit Jahrhunderten pflanzliche Wirkstoffe eingesetzt, um den Menstruationszyklus zu regulieren. Die Forschenden identifizierten fast 200 Pflanzen, denen eine Wirkung auf den Zyklus zugeschrieben wird. Für acht dieser Pflanzen liegen inzwischen auch klinische Studien am Menschen vor.
Zu den am besten untersuchten zählen neben Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) auch Zimt, Fenchel, Pfefferminze (Mentha longifolia), Sesam, Pfingstrose und Brennnessel. Je nach Pflanze zeigten die Studien Hinweise darauf, dass sie:
- die Menstruation nach längeren Zyklen wieder auslösen können,
- zu lange Menstruationszyklen verkürzen,
- die Zyklusregelmäßigkeit verbessern,
- verschiedene Hormonwerte wie Progesteron, LH, FSH oder Prolaktinbeeinflussen können.
Besonders interessant sind die Ergebnisse zu Zimt, der in Studien bei Frauen mit PCOS die Zyklusregelmäßigkeit verbessern konnte. Für Pfefferminze (Mentha longifolia) wurde beobachtet, dass deutlich häufiger wieder regelmäßige Blutungen auftraten als unter Placebo. Auch Sesam und Kombinationen aus Pfingstrose und Zimt zeigten in kleineren Studien vielversprechende Ergebnisse.
Trotz dieser positiven Befunde ist die wissenschaftliche Evidenz für die meisten Heilpflanzen bislang noch begrenzt. Viele Studien umfassen nur wenige Teilnehmerinnen oder wurden nur über kurze Zeiträume durchgeführt. Mönchspfeffer ist derzeit die am besten untersuchte Heilpflanze zur Unterstützung des Menstruationszyklus. Insbesondere für die übrigen Pflanzen sind weitere hochwertige Studien erforderlich, bevor sich daraus allgemeine Therapieempfehlungen ableiten lassen.
Halten Zyklusstörungen über mehrere Monate an, treten sie erstmals plötzlich auf oder gehen sie mit starken Schmerzen, sehr starken Blutungen oder einem Ausbleiben der Periode einher, sollte die Ursache immer gynäkologisch abgeklärt werden. Eine gezielte Behandlung ist nur möglich, wenn die zugrunde liegende Erkrankung bekannt ist.
Fazit: Zyklus aus dem Gleichgewicht? Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick
Ein unregelmäßiger Zyklus ist weit verbreitet und kann viele verschiedene Ursachen haben. Besonders in den ersten Jahren nach der ersten Periode sind Zyklusschwankungen häufig und oft Teil der normalen körperlichen Entwicklung. Bleiben die Veränderungen jedoch über längere Zeit bestehen, treten sie plötzlich auf oder kommen weitere Beschwerden hinzu, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Hinter einer unregelmäßigen Periode können ganz unterschiedliche Faktoren stehen:
❌ Stress
❌ starker Gewichtsverlust oder intensiver Sport
❌ Störungen des Hormonhaushalts
❌ das polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS)
❌ oder Schilddrüsenerkrankungen
Eine genaue Diagnose ist wichtig, denn nur wenn die Ursache bekannt ist, kann die passende Behandlung gefunden werden.
Die gute Nachricht: Viele Zyklusstörungen lassen sich gut behandeln. Je nach Auslöser können Veränderungen des Lebensstils, eine gezielte Therapie der Grunderkrankung, hormonelle Behandlungen oder unterstützende Maßnahmen wie pflanzliche Präparate zum Einsatz kommen.
Wichtig ist: Die Periode muss nicht bei jeder Frau exakt gleich ablaufen – Schwankungen sind normal. Wenn dein Zyklus jedoch dauerhaft unregelmäßig ist, Blutungen ungewöhnlich stark oder schwach werden oder die Periode über längere Zeit ausbleibt, lohnt sich eine gynäkologische Abklärung.
Dein Zyklus ist ein wichtiger Hinweis auf deine Gesundheit. Veränderungen solltest du nicht ignorieren, aber auch nicht automatisch als „normalen Stress“ abtun. Mit der richtigen Diagnose und Behandlung lassen sich viele Beschwerden deutlich verbessern und die Lebensqualität zurückgewinnen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu unregelmäßige Periode
Von einem unregelmäßigen Zyklus spricht man, wenn die Zeit zwischen zwei Menstruationen deutlich schwankt, die Periode häufig ausbleibt oder Blutungen ungewöhnlich früh oder spät auftreten.
Ja. In den ersten zwei bis drei Jahren nach der Menarche sind unregelmäßige Zyklen häufig, weil sich die hormonelle Steuerung des Zyklus erst einpendeln muss. Bleiben die Beschwerden bestehen oder treten Warnzeichen auf, sollte eine Untersuchung erfolgen.
Ja. Auch bei einem unregelmäßigen Zyklus kann ein Eisprung stattfinden und somit eine Schwangerschaft möglich sein. Da der Eisprung schwer vorherzusagen ist, eignet sich ein unregelmäßiger Zyklus nicht als sichere Verhütungsmethode.
Lange Zyklen liegen meist vor, wenn der Menstruationszyklus länger als 35 Tage dauert. Häufige Ursachen sind ein ausbleibender Eisprung, PCOS, Stress, Untergewicht, intensiver Sport oder hormonelle Erkrankungen wie Schilddrüsenstörungen. Treten lange Zyklen dauerhaft auf, sollten sie gynäkologisch untersucht werden.
Verkürzte Zyklus-Ursachen kommen infrage, wenn die Periode regelmäßig in Abständen von weniger als 21 Tagen auftritt. Dahinter können hormonelle Veränderungen, eine verkürzte erste oder zweite Zyklushälfte, Schilddrüsenerkrankungen, Stress oder die beginnenden Wechseljahre stecken. Auch hier gilt: Halten die Veränderungen an, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Quellenverzeichnis:
(1) Foster C, Al-Zubeidi H. Menstrual Irregularities. Pediatr Ann. 2018 Jan 1;47(1):e23-e28. doi: 10.3928/19382359-20171219-01. PMID: 29323693.
(2) Hugara, Sharvani & Bala, Sumanji & Gaja, Jayashree. (2024). A Short Survey for Understanding Hormonal Imbalance and Its Causes. International Journal of Research and Review. 11. 412-417. 10.52403/ijrr.20240445.
(3) Höller M, Steindl H, Abramov-Sommariva D, Kleemann J, Loleit A, Abels C, Stute P. Use of Vitex agnus-castus in patients with menstrual cycle disorders: a single-center retrospective longitudinal cohort study. Arch Gynecol Obstet. 2024 May;309(5):2089-2098. doi: 10.1007/s00404-023-07363-4. Epub 2024 Feb 23. PMID: 38393671; PMCID: PMC11018691.
(4) Moini Jazani, Arezoo, Hamdi, Kobra, Tansaz, Mojgan, Nazemiyeh, Hossein, Sadeghi Bazargani, Homayoun, Fazljou, Seyed Mohammad Bagher, Nasimi Doost Azgomi, Ramin, Herbal Medicine for Oligomenorrhea and Amenorrhea: A Systematic Review of Ancient and Conventional Medicine, BioMed Research International, 2018, 3052768, 22 pages, 2018.





