Die Tage vor der Periode können für viele Frauen zur echten Belastung werden. Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Heißhunger, Brustspannen, Kopfschmerzen oder Unterleibsschmerzen treten oft Monat für Monat wieder auf und können das Wohlbefinden sowie den Alltag spürbar beeinträchtigen.
Wer sich in dieser Zeit „nicht wie sie selbst“ fühlt, ist damit nicht allein. PMS betrifft Millionen von Frauen und kann sich körperlich wie emotional sehr unterschiedlich äußern. Die gute Nachricht: Auch wenn PMS nicht vollständig verhindert werden kann, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Beschwerden gezielt zu lindern.
- PMS ist eine zyklisch auftretende Kombination aus psychischen, kognitiven und somatischen Symptomen in der Lutealphase (1).
- Die wirksamsten Behandlungsansätze sind multimodal und umfassen insbesondere regelmäßige aerobe Bewegung, Ernährungsanpassung, kognitive Verhaltenstherapie sowie – bei schweren Verläufen – SSRI oder hormonelle Kontrazeptiva.
- Studien (2-9) zeigen zudem, dass bestimmte Mikronährstoffe (z. B. Calcium, Vitamin B6, Zink) und pflanzliche Wirkstoffe (z. B. Safran, Mönchspfeffer) einzelne PMS-Symptome signifikant lindern können.
PMS Behandlung Schritt 1: Die Diagnose
Wer PMS behandeln möchte, sollte zunächst sicherstellen, dass die Beschwerden tatsächlich durch ein Prämenstruelles Syndrom verursacht werden. Denn Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Müdigkeit oder Unterleibsschmerzen können auch andere Ursachen haben.
Von PMS spricht man, wenn:
- mindestens ein psychisches (affektives)
- und ein körperliches (somatisches) Symptom
regelmäßig vor der Menstruation auftreten und den Alltag spürbar beeinträchtigen.
Die schwerere Form, die Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS bzw. PMDD), ist vor allem durch ausgeprägte psychische Beschwerden gekennzeichnet und wird nach klar definierten Kriterien diagnostiziert.
Entscheidend für die Diagnose ist die Abgrenzung zu anderen Erkrankungen. Das wichtigste Merkmal von PMS ist das zyklusabhängige Auftreten der Beschwerden: Die Symptome entwickeln sich in der zweiten Zyklushälfte, verschlimmern sich häufig kurz vor der Periode und klingen mit Beginn der Menstruation oder kurz danach wieder vollständig ab.
Da die Ursachen von PMS noch nicht vollständig geklärt sind und vermutlich eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den natürlichen Schwankungen von Östrogen und Progesteron sowie Veränderungen von Botenstoffen wie Serotonin und GABA. Da mehrere Faktoren eine Rolle spielen, gibt es keinen einzelnen Laborwert zur Diagnosestellung.
Der Goldstandard ist deshalb die prospektive Erfassung der Symptome über mindestens zwei Menstruationszyklen. Hierfür wird häufig das Daily Record of Severity of Problems (DRSP) eingesetzt, in dem Betroffene ihre Beschwerden täglich dokumentieren. Erst durch diese regelmäßige Aufzeichnung lässt sich zuverlässig erkennen, ob tatsächlich ein PMS oder eine PMDS vorliegt.
Bevor mit der Behandlung begonnen wird, sollten außerdem andere mögliche Ursachen ausgeschlossen werden. Dazu gehören insbesondere:
- Depressionen
- Angststörungen
- Schilddrüsenerkrankungen
- oder andere hormonelle und gynäkologische Beschwerden.
Die richtige Diagnose ist somit der erste und wichtigste Schritt, um PMS gezielt und wirksam behandeln zu können.

Schritt 2: Was hilft bei PMS
Von Ernährung und Bewegung über Entspannungstechniken bis hin zu ausgewählten pflanzlichen Wirkstoffen und Mikronährstoffen – viele Maßnahmen können dazu beitragen, den Zyklus angenehmer zu gestalten und die Lebensqualität zu verbessern.
Dabei lohnt es sich, zunächst einen Blick auf die individuellen Beschwerden zu werfen. Denn PMS kann sich sehr unterschiedlich äußern:
Während manche Frauen vor allem unter körperlichen Symptomen leiden, stehen bei anderen psychische Beschwerden wie Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Ängste oder depressive Verstimmungen im Vordergrund.
Da nicht jede Maßnahme auf alle Symptome gleichermaßen wirkt, kann es sinnvoll sein, körperliche und psychische Beschwerden gezielt zu unterscheiden und entsprechend zu behandeln.

1. PMS pflanzlich behandeln: Studien stützen die Wirksamkeit von PMS Nahrungsergänzungsmitteln
Viele Frauen wünschen sich eine natürliche Unterstützung bei PMS-Beschwerden. Tatsächlich zeigen zahlreiche Studien, dass bestimmte Pflanzenextrakte und Mikronährstoffe sowohl körperliche als auch psychische Symptome positiv beeinflussen können.
- Calcium: Supplementierung (ca. 1200 mg/Tag) kann PMS-Symptome lindern (2)
- Magnesium und Kalium: bei PMS oft niedriger aufgenommen (2)
- Zink: Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei
- Eisen: höhere Zufuhr ist mit geringerem PMS-Risiko verbunden (2)
- Natrium und Kupfer: höhere Aufnahme wird eher mit stärkeren Symptomen assoziiert (2)
- B-Vitamine (B1, B2, B6): Vitamin B6 trägt zu Regulierung der Hormontätigkeit und Reduktion von Müdigkeit und Erschöpfung bei
- Vitamin D: niedrige Spiegel werden mit stärkerem PMS in Verbindung gebracht (2)
- Omega-3-Fettsäuren: entzündungshemmend und möglicherweise hilfreich (2)
- Tryptophan und komplexe Kohlenhydrate: können die Stimmung positiv beeinflussen (2)
Wichtig ist dabei zu verstehen: PMS entsteht nicht durch einen einzelnen Auslöser. Vielmehr spielen Hormonschwankungen, Entzündungsprozesse, Neurotransmitter wie Serotonin sowie individuelle Unterschiede im Nährstoffstatus eine Rolle.
Daher konzentrieren wir uns bei Purazell auf natürliche Wirkstoffe, die über die reine Nährstoffversorgung hinausgehen und in Studien mit PMS-Patientinnen eine deutliche Linderung körperlicher und psychischer Symptome zeigen konnten.
1. Yamswurzel-Extrakt
In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Crossover-Studie (3) mit jungen Frauen, die unter PMS litten, führte die tägliche Einnahme von 300 mg Yamswurzelpulver über vier Wochen zu einer deutlichen Verbesserung sowohl körperlicher als auch psychischer Beschwerden.
Die Teilnehmerinnen zeigten:
- eine signifikante Verringerung von Entzündungsmarkern wie PGE₂ und COX-2,
- geringere Menstruationsschmerzen,
- weniger Uteruskontraktionen, die häufig für krampfartige Beschwerden verantwortlich sind,
- sowie eine Verbesserung des DRSP-Gesamtscores, einem standardisierten Maß zur Erfassung der Schwere von PMS-Symptomen.
Interessanterweise wurden keine signifikanten Veränderungen der Hormonspiegel, beispielsweise von Estradiol oder Progesteron, festgestellt. Die positiven Effekte scheinen daher nicht auf einer direkten hormonellen Wirkung zu beruhen. Dies macht Yamswurzel zu einem vielversprechenden natürlichen Ansatz zur Unterstützung bei PMS und Menstruationsbeschwerden, der gleichzeitig als gut verträglich gilt.
2. Kamillenextrakt
Im Vergleich mit Mefenaminsäure (MA wird unter anderem bei Regelschmerzen verschrieben) konnte eine Studie (4) zeigen, dass 100 mg Kamillen-Extrakt 3× täglich, ab Tag 21 des Zyklus bis zur Menstruation eingenommen, ab dem 2. Zyklus sogar bessere Ergebnisse lieferte als MA.
Beide Behandlungen führten zu einer signifikanten Symptomreduktion, aber:
- Kamille zeigte eine deutlich stärkere Reduktion psychischer Symptome, u. a. Reizbarkeit, Ärger, depressive Stimmung, Schlafstörungen.
- Kamille ist besonders hilfreich bei vegetativen und entzündungsnahen körperlichen PMS-Beschwerden (z. B. Kopfschmerzen, Blähungen, Brustspannen, Müdigkeit).
- Bei körperlichen PMS-Beschwerden gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Behandlungsgruppen, aber sowohl MA als auch Kamille trugen zu einer Reduktion bei.
In puncto Nebenwirkungen kam es bei der Supplementation von Kamillenextrakt häufiger zu verstärkten Menstruationsblutungen und bei MA zu gastrointestinalen Beschwerden – schwerwiegende Nebenwirkungen traten insgesamt keine auf. Mefenaminsäure ist in Deutschland nicht zugelassen, hat aber eine ähnliche Wirkung wie andere Medikamente aus der Gruppe der NSAR, wie z.B. Ibuprofen.
3. Safran-Extrakt
In einer randomisierten, doppelt verblindeten, placebokontrollierten Studie (5) erhielten 50 Frauen mit PMS-Diagnose entweder 30 mg Safran täglich oder ein Placebo über zwei Zyklen.
Safran beeinflusste emotionale, körperliche und schmerzbezogene PMS-Symptome gleichermaßen und zeigte eine signifikante Reduktion der Symptome bereits im ersten Zyklus der Einnahme sowie eine weitere deutliche Verbesserung im zweiten Zyklus der Einnahme. Placebo zeigte dagegen nur geringe Veränderungen.:
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Safran eine vielversprechende und nebenwirkungsarme Alternative zu den etablierten SSRIs, einer Gruppe von Antidepressiva, darstellen könnte. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl und der relativ kurzen Studiendauer besteht jedoch weiterer Forschungsbedarf, um diese Theorie zu bestätigen.
4. Mönchspfeffer
Eine Review (6) zur Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung vom PMS und PMDS mit Mönchspfeffer konnte aus insgesamt 8 repräsentativen Studien vor allem bei körperlichen Symptomen Verbesserungen feststellen.
Nach 2-3 Zyklen besserte sich die Gesamtsymptomatik und besonders:
- Brustspannen
- Blähungen / Wassereinlagerungen
- Kopfschmerzen
- Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
Die vorhandenen Studien sprechen dafür, dass Mönchspfeffer eine wirksame und sichere Therapieoption bei PMS und PMDD ist – Besonders zur Linderung körperlicher Symptome. Milde und vorübergehende Nebenwirkungen, wie z.B. Kopfschmerzen oder Übelkeit, sind jedoch möglich.
5. Vitamin B1 und B6
Die Wirkung von 100mg Vitamin B1, zweimal täglich die Woche vor Einsetzen der Periode (7) oder 50 mg Vitamin B6 täglich über 3 Monate hinweg (8) konnten in Studien positive Ergebnisse liefern.
| Vitamin B1 | Vitamin B6 | |
| psychische Symptome | Besonders stark verbessert:Angst (−96 %)Depression (−80,4 %)Schlafstörungen (−80,2 %)Müdigkeit (−73,9 %)Konzentrationsstörungen (−70,5 %)innere Anspannung / Reizbarkeit (55,2 %) | Besonders stark verbessert:DepressionReizbarkeitMüdigkeit |
| körperliche Symptome | Deutlich verbessert:KopfschmerzenBrustspannenBlähungen | keine messbaren Unterschiede zwischen Placebo und B6-Gruppe |
| geringe/keine Wirkung | LibidoHeißhungerÖdemePalpitationen | KopfschmerzenBrustspannenÖdeme UnterleibsschmerzenRückenschmerzen |
Besonders psychische Symptome scheinen stark auf die Gabe von B1 und B6 zu reagieren und Betroffenen könnte dadurch in der PMS-Phase Erleichterung verschafft werden.
6. Zink
Eine randomisierte, doppelt verblindete, placebokontrollierte Studie (9) untersuchte, ob eine Supplementierung mit Zinksulfat die Symptome des prämenstruellen Syndroms sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität verbessern kann.
Über 3 Behandlungszyklen erhielten mit PMS diagnostizierte Frauen vom 16. Zyklustag bis zum 2. Tag der Menstruation 220 mg Zinksulfat täglich, das entspricht 50 mg elementarem Zink.
Dabei konnte eine signifikante Reduktion aller PSST-Symptomkomponenten über 3 Monate festgestellt werden. Darunter:
- Reizbarkeit
- Angst / Anspannung
- depressive Stimmung
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- körperlichen Symptomen (z. B. Brustspannen, Blähungen)
Zink verbessert dadurch nicht nur einzelne Symptome, sondern auch Alltagsfunktionen und Wohlbefinden. Diese Ergebnisse stützen die Hypothese eines Zinkmangels als Risikofaktor für PMS.

2. PMS Medikamente: Wie sicher sind Schmerzmittel & Co?
Ein echtes Zaubermittel gegen PMS gibt es bislang nicht. Das liegt vor allem daran, dass PMS keine einzelne Ursache hat, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel von Hormonen, Neurotransmittern und individuellen Faktoren entsteht. Entsprechend unterschiedlich fällt auch die Wirkung verschiedener Behandlungsansätze aus.
Bei stärkeren Beschwerden können Medikamente helfen, die Symptome zu lindern. Dennoch sollte man sich bewusst machen, dass viele dieser Therapien nicht die Ursache beseitigen, sondern vor allem die Beschwerden kontrollieren.
1. Antidepressiva (SSRI)
Als wirksamste medikamentöse Behandlung gelten sogenannte SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer). Sie werden insbesondere bei ausgeprägten psychischen Symptomen wie Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Ängsten oder depressiven Verstimmungen eingesetzt und gelten als First-Line-Therapie bei PMDS (1).
Sie können entweder dauerhaft oder nur in der zweiten Zyklushälfte eingenommen werden. Obwohl ihre Wirksamkeit gut belegt ist, können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder sexuelle Funktionsstörungen auftreten (1).
Auch SNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) wie Venlafaxin werden teilweise bei PMDS eingesetzt. Die Anwendung erfolgt meist außerhalb der offiziellen Zulassung (Off-Label-Use) und wird vor allem bei ausgeprägten psychischen Beschwerden erwogen (1).
2. Hormonelle Verhütung
Orale Kontrazeptiva („die Pille“) können insbesondere körperliche PMS-Symptome wie Brustspannen, Unterleibsbeschwerden oder Wassereinlagerungen verbessern. Allerdings profitieren nicht alle Frauen gleichermaßen davon. Während einige eine deutliche Linderung erfahren, berichten andere über unveränderte oder sogar verstärkte Beschwerden. Die wissenschaftliche Evidenz ist daher insgesamt gemischt (1).
Medikamente können insbesondere bei mittelschweren bis schweren PMS- oder PMDS-Beschwerden eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig sind sie nicht frei von Nebenwirkungen und wirken nicht bei jeder Betroffenen gleich gut.
Deshalb kann es sinnvoll sein, zunächst Lebensstilmaßnahmen, Ernährung und wissenschaftlich untersuchte pflanzliche Wirkstoffe in Betracht zu ziehen oder diese ergänzend einzusetzen. Welche Therapie am besten geeignet ist, hängt letztlich von Art und Schwere der individuellen Beschwerden ab. Auch pflanzliche Wirkstoffe sind nicht frei von Nebenwirkungen, aber in den Studien wurden sie überwiegend gut vertragen.
3. PMS Ernährung: PMS Symptome lindern mit angepassten Essgewohnheiten
Studien (2) zeigen, dass sich sowohl die Energieaufnahme als auch das Essverhalten im Verlauf des Menstruationszyklus verändern können. Besonders in der zweiten Zyklushälfte vor der Periode steigt die Energieaufnahme häufig an.
Viele Betroffene berichten in dieser Phase auch von Heißhungerattacken, vor allem auf kohlenhydrat- und fettreiche Lebensmittel, die in großen Mengen jedoch ungünstig für die Stoffwechselbalance sein können:
- Ein ungünstiges („westliches“) Ernährungsmuster mit viel Zucker, gesättigten Fetten, Salz, Fast Food und Alkohol wird häufiger mit stärkeren PMS-Beschwerden in Verbindung gebracht.
- Ein günstigeres Ernährungsmuster mit viel Obst, Gemüse, Ballaststoffen sowie Fisch und Meeresfrüchten wird dagegen eher mit weniger Symptomen assoziiert.
Als möglicher Einflussfaktor wird unter anderem das Hormon Progesteron diskutiert. Allerdings ist die Studienlage teils widersprüchlich, und ein direkter Ursache-Wirkungs-Zusammenhang konnte bisher nicht sicher belegt werden.
PMS wird außerdem mit emotionalem Essen, Kontrollverlust beim Essen und gestörtem Essverhalten in Verbindung gebracht.
Besonders bei PMDS zeigt sich eine höhere Häufigkeit von Essstörungen wie Bulimie. Ob PMS dabei Ursache oder Folge ist, ist noch nicht eindeutig geklärt – es wird vermutet, dass sich beide gegenseitig beeinflussen (2).
4. Prämenstruelles Syndrom Behandlung: Psychotherapie und mentale Strategien
Die Behandlung des prämenstruellen Syndroms umfasst nicht nur körperliche Ansätze, sondern auch psychologische Verfahren, die gezielt auf den Umgang mit emotionalen und kognitiven Symptomen abzielen.
Gerade weil beim prämenstruellen Syndrom häufig Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Ängste oder depressive Verstimmungen im Vordergrund stehen, können mentale Strategien eine wichtige Ergänzung darstellen.
Ein besonders gut untersuchter Ansatz ist die kognitive Verhaltenstherapie. Studien zeigen, dass sie zu einer nachweislichen Verbesserung von Stimmung und Alltagsfunktion beitragen kann (1).
Dabei lernen Betroffene, belastende Gedankenmuster zu erkennen, zu hinterfragen und durch hilfreichere Denk- und Verhaltensweisen zu ersetzen. Zusätzlich werden Strategien zur Stressbewältigung, Emotionsregulation und zum Umgang mit zyklischen Beschwerden vermittelt.
Neben der KVT können auch weitere mentale Strategien hilfreich sein, etwa:
- Achtsamkeitsübungen
- Entspannungstechniken
- Stressmanagement-Training
Ziel dieser Ansätze ist es, die emotionale Belastung in der zweiten Zyklushälfte zu reduzieren und den Umgang mit den wiederkehrenden Symptomen des prämenstruellen Syndroms zu erleichtern.
5. PMS Linderung durch Bewegung: Jogging, Schwimmen, Tanzen & Co
Mehrere systematische Reviews und randomisierte kontrollierte Studien (10) zeigen, dass körperliche Aktivität zu einer signifikanten Reduktion körperlicher PMS-Symptome und einer moderaten Verbesserung psychischer Beschwerden führen kann. Besonders gut untersucht ist dabei aerobe Bewegung.
Aerobe Bewegung ist körperliche Aktivität mit moderater Intensität, bei der der Körper die Energie hauptsächlich mithilfe von Sauerstoff gewinnt. Typisch ist, dass Herzschlag und Atmung zwar ansteigen, man sich aber noch unterhalten kann, ohne völlig außer Atem zu geraten.
Beispiele sind:
- zügiges Gehen oder Walking
- Jogging oder leichtes Lauftraining
- Radfahren
- Schwimmen
- Tanzen
- Yoga oder Pilates
Diese Formen kombinieren körperliche Aktivität mit Stressreduktion und sind daher besonders gut für PMS-Beschwerden geeignet.
Empfohlen werden circa 30 Minuten Bewegung an 3–5 Tagen pro Woche über einen längeren Zeitraum regelmäßig durchgeführt. Dabei zeigt sich: Nicht eine einzelne Sportart ist entscheidend, sondern die Kontinuität (10).
Denn die positiven Effekte von Bewegung bei PMS lassen sich auf mehrere Mechanismen zurückführen:
- Körperliche Aktivität kann die Ausschüttung von Endorphinen steigern, die Stimmung stabilisieren und das allgemeine Wohlbefinden verbessern.
- Zudem wird eine regulierende Wirkung auf den Hormonhaushalt (Östrogen und Progesteron), entzündungshemmende Prozesse sowie eine Reduktion von Stressreaktionen im Körper diskutiert.
- Auch Selbstwertgefühl und emotionale Stabilität können von regelmäßiger Bewegung profitieren.
Körperliche Aktivität gilt laut internationalen Empfehlungen (u. a. ACOG) als First-Line-Therapie ohne Medikamente bei PMS (10). Regelmäßige Bewegung ist damit eine einfache, sichere und wissenschaftlich gut gestützte Maßnahme, um sowohl körperliche als auch psychische Symptome des PMS spürbar zu lindern – insbesondere, wenn sie langfristig und konsequent umgesetzt wird.
5 Qualitätsmerkmale für Mittel gegen PMS
Nicht jedes Nahrungsergänzungsmittel ist automatisch sinnvoll oder hochwertig. Gerade bei PMS, wo körperliche und psychische Beschwerden sehr individuell ausfallen, kommt es auf Qualität, Transparenz und wissenschaftliche Grundlage besonders an. Hochwertige Produkte sollten sich daher an klaren Kriterien messen lassen.
1. Studienbasierte Inhaltsstoffe
Wirksame PMS-Produkte setzen auf Inhaltsstoffe, deren Nutzen in Studien untersucht wurde. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Mikronährstoffe und pflanzliche Extrakte, die in wissenschaftlichen Untersuchungen mit einer Verbesserung typischer PMS-Symptome in Verbindung gebracht werden. Entscheidend ist nicht die Menge an Inhaltsstoffen, sondern deren nachgewiesene Relevanz.
2. Kundenorientierte Zusammensetzung
Ein gutes Produkt orientiert sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Anwenderinnen. Da PMS sowohl körperliche als auch psychische Symptome umfasst, ist eine ausgewogene Kombination sinnvoll, die unterschiedliche Beschwerdebereiche berücksichtigt – statt nur einzelne Symptome isoliert anzusprechen.
3. Sicherheit und Verträglichkeit
Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zeichnen sich durch gute Verträglichkeit und eine sichere Dosierung aus. Ziel ist es, den Körper zu unterstützen, ohne ihn unnötig zu belasten. Besonders bei einer regelmäßigen Einnahme über mehrere Zyklen ist ein gutes Sicherheitsprofil entscheidend.
4. Laborgeprüfte Qualität
Seriöse Produkte werden regelmäßig unabhängig im Labor getestet. Dadurch wird sichergestellt, dass Reinheit, Wirkstoffgehalt und Qualität konstant sind und keine unerwünschten Verunreinigungen enthalten sind. Diese Transparenz schafft Vertrauen und Sicherheit.
5. Frei von unnötigen Zusätzen
Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel kommen ohne unnötige Füllstoffe, künstliche Farb- oder Konservierungsstoffe aus. Stattdessen stehen hochwertige Rohstoffe im Vordergrund, die möglichst rein und gut bioverfügbar sind.
Genau hier setzen wir bei Purazell an: mit einem PMS-Supplement, das auf ausgewählten, studienbasierten Inhaltsstoffen basiert, konsequent auf Qualität geprüft wird und bewusst auf unnötige Zusätze verzichtet – für eine zuverlässige und alltagstaugliche Unterstützung bei PMS-Beschwerden.
Fazit: Prämenstruelles Syndrom – Was hilft wirklich?
Das prämenstruelle Syndrom ist ein vielschichtiges Beschwerdebild, das durch das Zusammenspiel von hormonellen Schwankungen, Neurotransmittern, individuellen Faktoren sowie Lebensstil- und Ernährungsgewohnheiten entsteht. Entsprechend unterschiedlich fallen auch die Symptome aus – von körperlichen Beschwerden wie Schmerzen oder Wassereinlagerungen bis hin zu psychischen Symptomen wie Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder Antriebslosigkeit.
Ein einzelner „richtiger“ Lösungsweg existiert daher nicht. Vielmehr zeigt die aktuelle Studienlage, dass ein multimodaler Ansatz am sinnvollsten ist. Dazu gehören:
✅ Bewegung
✅ Ernährungsanpassungen
✅ Stressreduktion
✅ psychotherapeutische Verfahren
✅ sowie – je nach Ausprägung – auch medikamentöse oder hormonelle Therapien.
Ergänzend können ausgewählte pflanzliche Wirkstoffe und Mikronährstoffe eine unterstützende Rolle spielen. Studien (3-9) deuten darauf hin, dass bestimmte Substanzen sowohl körperliche als auch psychische Symptome positiv beeinflussen können, insbesondere wenn sie gezielt und kombiniert eingesetzt werden.
Wichtig ist dabei vor allem eines: PMS ist real, individuell und behandelbar. Viele Betroffene profitieren bereits deutlich von kleinen, aber konsequenten Veränderungen im Alltag. Entscheidend ist, die eigenen Symptome zu verstehen und Schritt für Schritt herauszufinden, welche Maßnahmen persönlich am besten wirken.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Bei einem PMS-Verdacht sollte zunächst beobachtet werden, ob die Beschwerden zyklisch auftreten, also regelmäßig in der zweiten Zyklushälfte beginnen und mit der Menstruation wieder abklingen. Zur sicheren Einschätzung empfiehlt sich eine prospektive Symptomaufzeichnung über mindestens zwei Zyklen, idealerweise mit einem standardisierten Tool wie dem DRSP (Daily Record of Severity of Problems). Außerdem sollten andere Ursachen wie Depressionen, Angststörungen oder Schilddrüsenerkrankungen ärztlich ausgeschlossen werden.
Erste Anlaufstellen sind Gynäkologen oder Hausärzte, die eine diagnostische Abklärung durchführen können. Bei ausgeprägten psychischen Symptomen kann zusätzlich eine psychotherapeutische oder psychiatrische Mitbetreuung sinnvoll sein, insbesondere bei Verdacht auf PMDS/PMDD. Auch spezialisierte Zyklus- oder Hormonsprechstunden bieten zunehmend gezielte Unterstützung.
Die wirksamsten Maßnahmen gegen PMS sind multimodal. Studien zeigen besonders gute Effekte durch regelmäßige aerobe Bewegung (10), eine ausgewogene Ernährung (2), Stressreduktion und gegebenenfalls kognitive Verhaltenstherapie (1). Bei stärkeren Beschwerden können zusätzlich Medikamente wie SSRI oder hormonelle Kontrazeptiva eingesetzt werden (1). Entscheidend ist, die Behandlung individuell an die körperlichen und psychischen Symptome anzupassen.
Studien zeigen Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit verschiedener Mikronährstoffe und pflanzlicher Wirkstoffe. Dazu gehören insbesondere Calcium (ca. 1.000–1.200 mg/Tag), Vitamin B6, Zink, sowie bei einzelnen Frauen auch Magnesium und Vitamin D (2). Pflanzliche Extrakte wie Yam-Extrakt (3), Safran (5), Mönchspfeffer (6) oder Kamille (4) wurden ebenfalls mit Verbesserungen typischer PMS-Symptome in Verbindung gebracht. Die Wirkung ist individuell unterschiedlich und entfaltet sich meist am besten im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes.
Quellenverzeichnis:
(1) Hofmeister S, Bodden S. Premenstrual Syndrome and Premenstrual Dysphoric Disorder. Am Fam Physician. 2016 Aug 1;94(3):236-40. PMID: 27479626.
(2) Oboza, P.; Ogarek, N.; Wójtowicz, M.; Rhaiem, T.B.; Olszanecka-Glinianowicz, M.; Kocełak, P. Relationships between Premenstrual Syndrome (PMS) and Diet Composition, Dietary Patterns and Eating Behaviors. Nutrients 2024, 16, 1911. https://doi.org/10.3390/ nu16121911
(3) Sato K, Seto K. The effect of Dioscorea esculenta powder on prostaglandin E2 and cytochrome c oxidase subunit 2 levels, menstrual pain, and premenstrual syndrome in young women: A randomized double-blind controlled trial. Nutr Health. 2024 Sep;30(3):597-603. doi: 10.1177/02601060221130889. Epub 2022 Oct 11. PMID: 36217795.
(4) Sharifi F, Simbar M, Mojab F, Majd HA. Comparison of the effects of Matricaria chamomila (Chamomile) extract and mefenamic acid on the intensity of premenstrual syndrome. Complement Ther Clin Pract. 2014 Feb;20(1):81-8. doi: 10.1016/j.ctcp.2013.09.002. Epub 2013 Oct 9. PMID: 24439651.
(5) Agha-Hosseini M, Kashani L, Aleyaseen A, Ghoreishi A, Rahmanpour H, Zarrinara AR, Akhondzadeh S. Crocus sativus L. (saffron) in the treatment of premenstrual syndrome: a double-blind, randomised and placebo-controlled trial. BJOG. 2008 Mar;115(4):515-9. doi: 10.1111/j.1471-0528.2007.01652.x. PMID: 18271889.
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