Viele Frauen bemerken kurz vor der Periode, dass sich der Körper plötzlich anders anfühlt: Der Bauch wirkt aufgebläht, die Brüste spannen, Ringe sitzen enger oder die Waage zeigt ein paar Kilo mehr an. Hinter diesen Veränderungen stecken häufig zyklusbedingte Prozesse – Wassereinlagerungen sind dabei eine mögliche Ursache.
- Zyklusbedingte Wassereinlagerungen sind nicht einfach „zu viel Wasser im Körper“, sondern vor allem hormonell gesteuerte Verschiebungen in der Osmoregulation und Flüssigkeitsverteilung.
- Entscheidend ist dabei weniger die absolute Hormonmenge als die veränderte Reaktion des Körpers auf Östrogen- und Progesteronschwankungen.
- Dadurch entstehen typische, vorübergehende Effekte wie Schwellungen, Spannungsgefühle und ein höheres Körpergewicht, die meist mit Einsetzen der Menstruation wieder abklingen.
Wo nimmt man vor & während der Periode zu?
Durch zyklusbedingte Veränderungen sind bei vielen Frauen einige Tage vor der Periode Schwankungen von etwa 0,5 bis 2 Kilogramm möglich. Mit Beginn oder nach Ende der Menstruation reguliert sich der Flüssigkeitshaushalt meist wieder.
Typische Bereiche, in denen sich Wasser vor der Periode einlagern kann, sind:
1. Bauch & Unterleib
Der Bauch wirkt häufig aufgebläht oder gespannt. Grund dafür können Wassereinlagerungen im Gewebe, aber auch hormonbedingte Veränderungen der Darmbewegung sein. Progesteron kann die Verdauung verlangsamen und dadurch Blähungen oder ein Völlegefühl verstärken.
2. Brüste
Viele Frauen bemerken vor der Periode:
- größere oder schwerere Brüste
- Spannungsgefühl
- Druckempfindlichkeit
Östrogen- und Progesteronschwankungen können dazu führen, dass sich Flüssigkeit im Brustgewebe stärker verteilt und das Gewebe empfindlicher wird.
3. Beine, Knöchel & Füße
Durch Veränderungen im Flüssigkeitshaushalt können entstehen:
- geschwollene Knöchel
- ein schweres Gefühl in den Beinen
- engere Schuhe oder Sockenabdrücke
4. Hände & Finger
Manche Frauen bemerken, dass:
- Ringe plötzlich enger sitzen
- Finger oder Hände sich „aufgequollen“ anfühlen
5. Gesicht
Vor allem kurz vor der Menstruation kann das Gesicht durch Wassereinlagerungen etwas voller wirken, häufig im Bereich:
- Augenpartie
- Wangen
- Kieferbereich

Warum wiegt man vor der Periode mehr?
Eine Gewichtszunahme vor oder während der Periode ist häufig und entsteht meist nicht durch eine tatsächliche Zunahme von Körperfett, sondern vor allem durch hormonell bedingte Wassereinlagerungen, Verdauungsveränderungen und einen veränderten Appetit.
Viele Frauen bemerken deshalb kurzfristig ein höheres Gewicht auf der Waage oder ein stärkeres Spannungsgefühl im Körper.
Hormone & Flüssigkeitshaushalt: Wenn Wassereinlagerungen hormonell bedingt sind
Wassereinlagerungen vor der Periode sind kein Zufall, sondern hängen eng mit den weiblichen Sexualhormonen Östradiol (Östrogen) und Progesteron zusammen. Beide beeinflussen im Körper nicht nur den Zyklus, sondern auch den Wasser- und Salzhaushalt, die sogenannte Osmoregulation sowie die Ausschüttung von Vasopressin (AVP) – einem Hormon, das Durst und Wasserrückhalt steuert (1).
Eine kontrollierte Humanstudie (1) untersuchte genau diesen Zusammenhang, indem die körpereigene Hormonproduktion zunächst gezielt unterdrückt wurde. Anschließend erhielten die Teilnehmenden entweder Östradiol, Progesteron oder eine Kombination aus beiden.
Danach wurden Reaktionen auf Dehydration, eine Kochsalzlösung (3 % NaCl) und AVP-Infusionen gemessen – inklusive Durstgefühl, Natriumwerte und Flüssigkeitsverteilung im Körper.
Die Ergebnisse zeigen: Hormone verändern weniger die Gesamtmenge an Wasser im Körper, sondern vor allem die Verteilung und die Steuerungsschwellen.
1. Östradiol:
Östrogen beeinflusst die Feinsteuerung des Wasserhaushalts. Es sorgt dafür, dass der Körper Veränderungen der Blutkonzentration früher wahrnimmt.
Normalerweise gilt:
- Wird das Blut etwas „konzentrierter“ (z. B. durch weniger Flüssigkeit), steigt Vasopressin (AVP) an.
- AVP signalisiert der Niere: Wasser zurückhalten.
- Gleichzeitig entsteht Durst.
Unter Östrogeneinfluss:
- reagiert dieser Mechanismus etwas früher
- der Körper beginnt früher Wasser zu halten und Durst auszulösen
- dadurch kann sich das Flüssigkeitsvolumen im Blut verändern
Außerdem kann Östrogen beeinflussen, wo sich Flüssigkeit im Körper verteilt:
- mehr Flüssigkeit bleibt im Blutkreislauf
- die Verschiebung zwischen Blutgefäßen und Gewebe verändert sich
2. Progesteron:
Progesteron beeinflusst den Flüssigkeitshaushalt ebenfalls, hat ähnliche, aber etwas mildere Effekte:
- Es verändert ebenfalls die Regulation von Wasser und Salz.
- Die Flüssigkeitsmenge außerhalb der Zellen (Extrazellulärraum) kann sich leicht verändern.
3. Kombination aus Östrogen + Progesteron:
- stärkster Effekt auf das Plasmavolumen
- deutlichste Veränderungen im Flüssigkeitshaushalt
Aber warum fühlt es sich dann vor der Periode wie „Wassereinlagerung“ an, wenn da doch Östrogen und Progesteron absinken?
Wichtig ist: Die Studie zeigt keine massive Zunahme der gesamten Körperflüssigkeit. Stattdessen verschieben Östrogen und Progesteron, wo sich Flüssigkeit im Körper befindet und wann Regulationsmechanismen reagieren.
Einfach gesagt: Nicht „Östrogen ist hoch = Wasser“ und „Östrogen ist niedrig = kein Wasser“. Entscheidend ist die Veränderung der Hormone – besonders das kleine Hormonhoch in der Lutealphase gefolgt von einem schnellen Abfall von Progesteron und Östrogen vor der Periode. Der Körper muss seine Wasser- und Salzsteuerung abrupt neu einstellen, und diese Übergangsphase kann sich als Wassereinlagerung zeigen.
Typische PMS Symptome: Brustspannen, Heißhunger und Wassereinlagerung vor der Periode
Hormonell bedingte Wassereinlagerungen sind nur ein möglicher Faktor für die wahrgenommenen körperlichen Veränderungen. Denn gleichzeitig spielen auch andere Faktoren eine Rolle:
- veränderte Darmtätigkeit durch hormonelle Schwankungen
- langsamere Verdauung in der Lutealphase
- erhöhte Aufnahme blähungsfördernder Nahrungsmittel durch Heißhunger
- psychische Belastung und ein Gefühl des Unwohlseins im eigenen Körper
Das Ergebnis ist häufig ein aufgeblähter Bauch oder allgemeines Schweregefühl, das nicht nur durch reine Wassereinlagerung erklärbar ist.
Auch das bekannte Spannen der Brüste in den Tagen vor der Periode ist nicht nur auf Wassereinlagerungen zurückzuführen, sondern vor allem auf die hormonelle Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Schwangerschaft.
Nach dem Eisprung steigt Progesteron an:
- Es bereitet den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor
- Das Brustgewebe reagiert darauf, indem sich Milchgänge und Drüsengewebe verändern und aktiver werden
- Dadurch kann das Gewebe vorübergehend anschwellen und empfindlicher werden
Auch Östrogen spielt eine Rolle:
- Es fördert das Wachstum und die Durchblutung des Brustgewebes
- Die verstärkte Durchblutung führt zu einem Gefühl von Spannung, Schwere oder Druckempfindlichkeit

So kannst du Wassereinlagerungen, PMS-Wassereinlagerungen und echte Gewichtszunahme vor der Periode unterscheiden
Der wichtigste Unterschied liegt darin, wie, wo und wie lange die Veränderungen auftreten.
1. Zyklusbedingte Wassereinlagerungen
Diese Form ist nicht selten vor der Periode und entsteht durch hormonelle Veränderungen in der zweiten Zyklushälfte. Bei gesunden Frauen zeigt es sich in milder bis moderater Form (2).
Typisch ist:
- leichte bis moderate Gewichtsschwankung (meist 0,5–2 kg)
- Gefühl von „Aufgeschwemmtsein“ oder Spannung
- häufige Bereiche: Bauch, Brüste, Hände, Beine, Gesicht
- zyklusabhängig: tritt regelmäßig vor der Periode auf und verschwindet danach
Ursache ist vor allem eine veränderte Regulation von Wasser und Salz, nicht eine echte Gewebevermehrung.
2. Echte Ödeme (krankhafte Flüssigkeitseinlagerung)
Echte Ödeme sind eine medizinisch relevante Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, die nicht nur zyklusbedingt ist.
Typische Merkmale:
- deutlich sichtbare Schwellungen (z. B. Knöchel, Unterschenkel)
- Dellen bleiben nach Druck mit dem Finger kurz bestehen („pitting edema“)
- oft unabhängig vom Zyklus oder über längere Zeit vorhanden
- mögliche zusätzliche Ursachen: Herz-, Nieren-, Leberprobleme, Medikamente, Venenschwäche
Wichtig: Wenn Schwellungen stark ausgeprägt, einseitig oder dauerhaft sind, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen.
3. PMS-bedingte Gewichtsschwankungen durch Verdauung
Neben Wasser spielen auch andere Faktoren eine Rolle:
- langsamere Verdauung durch Hormone
- Blähungen und vermehrte Gasbildung
- Heißhunger und veränderte Ernährung
- Salz- und Kohlenhydratspeicherung
Diese Veränderungen sind ebenfalls vorübergehend und zyklusabhängig, können aber das Körpergefühl deutlich beeinflussen.
4. Echte Gewichtszunahme
Hier handelt es sich um eine Veränderung der Körperzusammensetzung (meist Fettmasse).
Typische Hinweise:
- Gewicht bleibt über mehrere Zyklen erhöht
- keine Rückkehr zum Ausgangsgewicht nach der Periode
- langsame, kontinuierliche Entwicklung über Wochen oder Monate
- Ursache meist: langfristige positive Kalorienbilanz, Bewegungsmangel, Stoffwechselveränderungen

Was hilft gegen zyklusbedingte Wassereinlagerungen?
Nicht jede zyklusbedingte Veränderung muss aktiv behandelt werden. Viele dieser Beschwerden entstehen im Rahmen natürlicher hormoneller Schwankungen, verlaufen vorübergehend und können auch als Signal des Körpers verstanden werden, das Tempo zu reduzieren, mehr Ruhe einzuplanen oder Stress zu verringern.
Gleichzeitig erleben nicht alle Frauen ihren Zyklus gleich. Bis zu 80 % aller Frauen berichten über einzelne prämenstruelle Symptome, circa 12 % aller Frauen leiden unter PMS und davon 4 % unter schweren psychischen und physischen Beschwerden (3).
Neben schmerzlindernden Medikamenten, hormoneller Verhütung oder Antidepressiva rücken daher zunehmend auch alltagsnahe Maßnahmen und pflanzliche Ansätze in den Fokus, die eine sanfte, aber wirksame Unterstützung zur Linderung der Symptome bieten können.
Welche Nährstoffe können bei PMS-Wassereinlagerungen unterstützend wirken?
Studien zeigen, dass bestimmte Nährstoffe und pflanzliche Wirkstoffe die typischen Symptome wie Schwellungen, Brustspannen oder das Gefühl von „Aufgeblähtsein“ messbar lindern können.
Besonders gut untersucht sind dabei:
1. Magnesium
Eine randomisierte, doppelblind-placebokontrollierte Crossover-Studie (4) untersuchte die Wirkung von 200 mg Magnesium (Magnesiumoxid) täglich über mehrere Menstruationszyklen auf prämenstruelle Wassereinlagerungen.
Die Ergebnisse zeigen:
- Im ersten Zyklus keine signifikante Wirkung
- Ab dem zweiten Zyklus deutliche Verbesserung der PMS-H-Symptome
- Reduktion von Wassereinlagerungen, Brustspannen, Schwellungen und Blähgefühl
Der Effekt trat verzögert auf, was darauf hindeuten kann, dass Magnesium erst nach ausreichender Auffüllung der körpereigenen Speicher wirksam wird.
2. Calcium
In einer doppelblind-randomisierten Studie (5) erhielten Frauen 500 mg Calcium täglich über zwei Zyklen.
Die Ergebnisse:
- Signifikante Verbesserung der gesamten PMS-Symptomatik
- Deutliche Effekte auf Stimmung, körperliche Beschwerden und Energie
- Wassereinlagerungen (Brustspannen, Ödeme, Bloating) verbesserten sich ebenfalls signifikant – besonders ab dem zweiten Zyklus
Calcium wirkt nicht nur auf körperliche Symptome, sondern stabilisiert auch emotionale PMS-Beschwerden und zeigt eine zeitabhängige, sich aufbauende Wirkung.
3. Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)
Eine randomisierte, placebokontrollierte Studien (6) sowie eine systematische Review zeigen eine klare Wirksamkeit von Mönchspfeffer bei PMS.
Zentrale Ergebnisse der Studie (6):
- Signifikante Verbesserung der Gesamtsymptomatik nach 2–3 Zyklen
- Besonders starke Wirkung auf Wassereinlagerungen (Brustspannen, Schwellungen, Bloating)
- In einer Studie reduzierte sich der Water-Retention-Score signifikant stärker als unter Placebo
- Zusätzlich Verbesserung von Stimmungssymptomen und Reizbarkeit
Auch in Reviews (7) zeigte sich konsistent: Mönchspfeffer wirkt besonders gut bei körperlichen PMS-Symptomen, unter anderem auch bei Flüssigkeitsretention.
4. Kamillenextrakt
Eine randomisierte, doppelblinde Studie (8) verglich Kamillenextrakt (Matricaria chamomilla) mit einem klassischen Schmerzmittel.
Es zeigt sich:
- Deutliche Reduktion von PMS-Gesamtsymptomen
- Besonders starke Wirkung auf psychische Symptome (Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Angst, Schlafprobleme)
- Körperliche Symptome wie Blähungen, Kopfschmerzen und Brustspannen verbesserten sich ebenfalls signifikant
Kamille zeigt dabei eine besondere Wirkung auf das vegetative Nervensystem und entzündungsähnliche Beschwerden, die häufig auch das subjektive Gefühl von Wassereinlagerungen verstärken.
Gewicht während der Periode kontrollieren mit: Ernährung, Bewegung & Stressreduktion
In der zweiten Zyklushälfte reagiert der Körper oft empfindlicher auf Blutzuckerschwankungen und Salz.
Hilfreich können daher sein:
- regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten statt langer Essenspausen
- ausreichend Eiweiß und komplexe Kohlenhydrate für stabile Energie
- weniger stark verarbeitete, sehr salzige oder zuckerreiche Lebensmittel
- Nährstoffreiche und salzarme Ernährung (z. B. Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst) zur Unterstützung des Flüssigkeitshaushaltes
Wichtig: Strenge Diäten sind in dieser Phase meist kontraproduktiv, da sie Stress im Körper erhöhen können.
Stattdessen kann Bewegung helfen, sowohl Wassereinlagerungen als auch Verdauungsbeschwerden zu reduzieren:
- fördert den Lymphfluss und den Abtransport von Flüssigkeit
- unterstützt die Darmtätigkeit und reduziert Blähungen
- stabilisiert Stimmung und Energielevel
Schon eine moderate Aktivität, wie Spaziergänge, Yoga oder leichtes Training, kann einen spürbaren Effekt haben.
Auch Stress wirkt sich direkt auf hormonelle Regelkreise aus und kann Symptome wie Heißhunger, Wassereinlagerungen oder Verdauungsprobleme verstärken.
Hilfreich sind daher:
- ausreichend Schlaf und feste Routinen
- kurze Entspannungseinheiten im Alltag (z. B. Atemübungen)
- bewusste Pausen und weniger Druck in dieser Zyklusphase
Fazit: Gewichtszunahme während der Periode ist meist hormonell bedingt, aber nicht immer Wassereinlagerungen
Die Studienlage (1, 2) zeigt klar: PMS-Wassereinlagerungen lassen sich nicht auf einen einzelnen Mechanismus reduzieren. Vielmehr wirken mehrere Faktoren zusammen – insbesondere Entzündungsprozesse, Neurotransmitterveränderungen und die Regulation des Flüssigkeitshaushalts.
Genauso vielseitig sind daher auch die Therapieansätze:
✅ Ernährung & Nährstoffe: Magnesium und Calcium
✅ Pflanzliche Wirkstoffe: Kamillen-Extrakt und Mönchspfeffer
✅ Lebensstil & Alltag: Bewegung, bewusste Ernährung und Stressreduktion
✅ Medizinische Optionen: Schmerzmittel, hormonelle Verhütung oder andere Therapien
Magnesium und Calcium beeinflussen dabei eher die physiologische Flüssigkeitsbalance, während Mönchspfeffer und Kamille zusätzlich über andere Wirkmechanismen funktionieren
Gemeinsam können diese Ansätze dazu beitragen, typische PMS-Symptome wie Schwellungen, Brustspannen und ein „aufgedunsenes“ Körpergefühl deutlich zu reduzieren – meist jedoch erst nach mehreren Zyklen kontinuierlicher Anwendung.
Wichtig bleibt: Eine Gewichtszunahme vor oder während der Periode bedeutet nicht automatisch eine echte Zunahme von Körperfett. Oft handelt es sich um vorübergehende Veränderungen durch Flüssigkeitsverteilung, Verdauung und hormonelle Anpassungen. Bleiben starke Wassereinlagerungen jedoch unabhängig vom Zyklus bestehen, treten plötzlich auf oder gehen mit ungewöhnlichen Beschwerden einher, sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Wassereinlagerung Periode
Ja, es kann sein, dass Frauen in der zweiten Zyklushälfte und während der Periode etwas mehr wiegen. Das liegt meist nicht an Fettzunahme, sondern an Wassereinlagerungen, veränderter Verdauung und Ernährung und hormonellen Schwankungen.
Ja, grundsätzlich ist Abnehmen jederzeit möglich. Allerdings kann das Gewicht auf der Waage während der Periode schwanken, obwohl Fettverlust stattfindet. Der Grund: Wasserhaushalt und Verdauung überlagern echte Fettveränderungen.
Der Kalorienverbrauch kann in der zweiten Zyklushälfte leicht erhöht sein (durch den Einfluss von Progesteron). Der Effekt ist aber meist gering und nicht zuverlässig groß genug, um ihn im Alltag stark zu bemerken.
Bei den meisten Frauen gehen zyklusbedingte Wassereinlagerungen innerhalb weniger Tage nach Beginn oder Ende der Menstruation zurück, sobald Östrogen und Progesteron wieder stabiler werden.
Häufig betroffen sind Brust, Bauch, Hände, Beine, Gesicht und Knöchel. Das ist jedoch individuell unterschiedlich und hängt von der hormonellen Empfindlichkeit ab.
Wenn Schwellungen sehr stark sind, plötzlich auftreten, einseitig sind oder unabhängig vom Zyklus bestehen, sollte man das medizinisch abklären lassen, um andere Ursachen auszuschließen.
Quellenverzeichnis:
(1) Stachenfeld NS. Sex hormone effects on body fluid regulation. Exerc Sport Sci Rev. 2008 Jul;36(3):152-9. doi: 10.1097/JES.0b013e31817be928. PMID: 18580296; PMCID: PMC2849969.
(2) White CP, Hitchcock CL, Vigna YM, Prior JC. Fluid Retention over the Menstrual Cycle: 1-Year Data from the Prospective Ovulation Cohort. Obstet Gynecol Int. 2011;2011:138451. doi: 10.1155/2011/138451. Epub 2011 Aug 8. PMID: 21845193; PMCID: PMC3154522.
(3) Hofmeister S, Bodden S. Premenstrual Syndrome and Premenstrual Dysphoric Disorder. Am Fam Physician. 2016 Aug 1;94(3):236-40. PMID: 27479626.
(4) Walker AF, De Souza MC, Vickers MF, Abeyasekera S, Collins ML, Trinca LA. Magnesium supplementation alleviates premenstrual symptoms of fluid retention. J Womens Health. 1998 Nov;7(9):1157-65. doi: 10.1089/jwh.1998.7.1157. PMID: 9861593.
(5) Shobeiri F, Araste FE, Ebrahimi R, Jenabi E, Nazari M. Effect of calcium on premenstrual syndrome: A double-blind randomized clinical trial. Obstet Gynecol Sci. 2017 Jan;60(1):100-105. doi: 10.5468/ogs.2017.60.1.100. Epub 2017 Jan 15. PMID: 28217679; PMCID: PMC5313351.
(6) Ma L, Lin S, Chen R, Wang X. Treatment of moderate to severe premenstrual syndrome with Vitex agnus castus (BNO 1095) in Chinese women. Gynecol Endocrinol. 2010 Aug;26(8):612-6. doi: 10.3109/09513591003632126. PMID: 20334585.
(7) Cerqueira RO, Frey BN, Leclerc E, Brietzke E. Vitex agnus castus for premenstrual syndrome and premenstrual dysphoric disorder: a systematic review. Arch Womens Ment Health. 2017 Dec;20(6):713-719. doi: 10.1007/s00737-017-0791-0. Epub 2017 Oct 23. PMID: 29063202.
(8) Sharifi F, Simbar M, Mojab F, Majd HA. Comparison of the effects of Matricaria chamomila (Chamomile) extract and mefenamic acid on the intensity of premenstrual syndrome. Complement Ther Clin Pract. 2014 Feb;20(1):81-8. doi: 10.1016/j.ctcp.2013.09.002. Epub 2013 Oct 9. PMID: 24439651.





