Die Farbe des Urins kann sich aus vielen unterschiedlichen Gründen verändern – von harmlosen Ursachen wie Flüssigkeitsmangel oder bestimmten Lebensmitteln bis hin zu ernsthaften Erkrankungen der Leber, Nieren oder Harnwege.
Während hellgelber Urin meist als normal gilt, können dunkle, rötliche, grünliche oder sogar schwarze Verfärbungen wichtige Warnsignale des Körpers sein. Entscheidend ist dabei nicht nur die Farbe selbst, sondern auch, ob zusätzliche Beschwerden wie Schmerzen, Fieber oder Blut im Urin auftreten.
- Veränderungen der Urinfarbe sind häufig harmlos, können jedoch auch auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen.
- Ursachen reichen von Flüssigkeitsmangel, Lebensmitteln und Medikamenten bis hin zu Harnwegsinfektionen, Nierenproblemen oder selten sogar Tumorerkrankungen.
- Besonders roter, brauner oder dauerhaft ungewöhnlich verfärbter Urin sollte ärztlich abgeklärt werden – vor allem, wenn keine harmlose Ursache wie Rote Bete erkennbar ist.
Was ist eine normale Urinfarbe?
Die normale Urinfarbe liegt meist zwischen hellgelb und bernsteinfarben. Verantwortlich dafür sind natürliche gelbliche Farbstoffe im Urin, die als Urochrome bezeichnet werden. Zu ihnen gehören unter anderem die Urobiline, die beim Abbau alter roter Blutkörperchen entstehen.
- Rote Blutkörperchen enthalten den Blutfarbstoff Hämoglobin, der Sauerstoff durch den Körper transportiert.
- Werden alte Blutkörperchen abgebaut – hauptsächlich in Milz und Leber –, zerlegt der Körper das Hämoglobin schrittweise.
- Dabei entstehen verschiedene Abbauprodukte, aus denen schließlich unter anderem Urobilin entsteht.
- Dieser gelbliche Farbstoff wird über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden und verleiht ihm seine typische gelbe Farbe.
Wie intensiv die Farbe ausfällt, hängt vor allem davon ab, wie stark der Urin konzentriert ist. Trinkt man ausreichend Flüssigkeit, wird der Urin stärker verdünnt und erscheint eher hellgelb oder fast durchsichtig.
Nimmt man dagegen zu wenig Flüssigkeit auf oder verliert viel Wasser – etwa durch Schwitzen, Sport oder Hitze –, konzentriert sich der Urin stärker und wirkt dunkler gelb bis bernsteinfarben.
Besonders morgens nach dem Aufstehen ist dunklerer Urin häufig völlig normal. Während der Nacht nimmt der Körper meist keine Flüssigkeit auf, sodass die Nieren weniger Wasser ausscheiden und der Urin konzentrierter wird.
Ursachen abnormaler Urinfarbe: Was bedeutet dunkler Urin?
Kurzfristige Farbveränderungen entstehen außerdem häufig durch:
- Ernährung (z. B. Rote Bete, Beeren oder Drachenfrucht)
- Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel
- Vitamin- oder Eiseneinnahme
- körperliche Belastung oder Dehydration
Nicht jede Veränderung der Urinfarbe ist also automatisch ein Warnzeichen. Halten ungewöhnliche Farben jedoch länger an oder treten zusätzlich Beschwerden wie Schmerzen, Fieber, Brennen beim Wasserlassen oder Blut im Urin auf, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Hochkonzentrierter Urin: Dunkle Farbe als Zeichen von Dehydrierung
Eine der häufigsten Ursachen für dunklen Urin ist Flüssigkeitsmangel – Dehydration. Bekommt der Körper zu wenig Wasser, versuchen die Nieren, möglichst viel Flüssigkeit zurückzuhalten. Dadurch wird der Urin stärker konzentriert – die enthaltenen Farbstoffe liegen dichter vor und der Urin erscheint dunkler gelb bis bernsteinfarben.
Wie stark der Flüssigkeitsmangel die Urinfarbe beeinflusst, wurde auch wissenschaftlich untersucht. Studien (2) zeigen, dass sich der Hydratationszustand direkt auf die Farbe des Urins auswirkt. Je stärker die Dehydration war, desto dunkler und intensiver gelb erschien der Urin.
Dabei nutzten Forschende moderne Farbmessungen im sogenannten CIE-Lab*-Farbraum. Dieses System bewertet Farben objektiv und standardisiert – unabhängig davon, wie Menschen Farben subjektiv wahrnehmen oder unter welchen Lichtbedingungen der Urin betrachtet wird.
Die Ergebnisse zeigten:
- Mit zunehmender Dehydration wurde der Urin deutlich dunkler.
- Gleichzeitig nahm der Gelbton stärker zu.
- Besonders die Intensität der gelben Farbe korrelierte eng mit der Konzentration des Urins.
Interessant war außerdem, dass sich die Farbnuancen bei stärkerem Flüssigkeitsmangel teilweise leicht verändern konnten – von gelblichen hin zu bräunlicheren oder rötlicheren Tönen. Vermutet wird, dass dabei auch Anpassungen der Nierenfunktion eine Rolle spielen.
Im Alltag gilt deshalb:
- Hellgelber Urin spricht meist für eine gute Flüssigkeitsversorgung.
- Dunkelgelber oder bernsteinfarbener Urin kann auf Flüssigkeitsmangel hinweisen.
Morgens dunkler Urin tritt besonders häufig auf, genauso wie bei Hitze, starkem Schwitzen, Sport oder zu geringer Trinkmenge.
Ist der Urin dunkelgelb trotz viel trinken, kann das auf andere Ursachen als Flüssigkeitsmangel hinweisen. Hält die Verfärbung länger an oder treten zusätzliche Beschwerden wie Schmerzen, Müdigkeit oder Übelkeit auf, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.
Oranger Urin: Meist harmlos – aber nicht immer
Oranger Urin wirkt im ersten Moment oft beunruhigend, ist jedoch in vielen Fällen harmlos. Häufig steckt dahinter lediglich die Einnahme bestimmter Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel, die Farbstoffe oder stark gefärbte Abbauprodukte über den Urin ausscheiden.
Besonders häufig können folgende Stoffe den Urin orange verfärben:
- Riboflavin (Vitamin B2)
- Phenazopyridin, ein Medikament gegen Beschwerden der Harnwege
- Isoniazid, ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter bakterieller Infektionen
(1)
Die Farbveränderung entsteht dabei meist durch natürliche Abbauprodukte der Wirkstoffe und ist in der Regel ungefährlich.
Nur selten kann oranger Urin auch im Zusammenhang mit Infektionen auftreten. In medizinischen Fallberichten wurde dies beispielsweise vereinzelt bei Harnwegsinfektionen bei Säuglingen beschrieben (1).
Warum roter Urin immer eine Urinanalyse erfordert
Roter Urin sollte grundsätzlich immer medizinisch abgeklärt werden. Zwar steckt nicht in jedem Fall tatsächlich Blut dahinter, dennoch lässt sich die Ursache allein anhand der Farbe meist nicht sicher erkennen.
Eine mögliche Ursache ist echte Hämaturie – also Blut im Urin. Diese kann unter anderem durch:
- Harnwegsinfektionen,
- Nieren- oder Harnsteine,
- Entzündungen,
- Tumoren der Harnwege
oder andere Erkrankungen der Nieren entstehen.
Daneben können jedoch auch harmlose Farbstoffe den Urin rot verfärben, ohne dass tatsächlich Blut vorhanden ist. Bekannt ist dies beispielsweise nach dem Verzehr von:
- Roter Bete,
- Beeren
oder bestimmten Lebensmitteln mit starken Farbstoffen (1).
Auch Medikamente können roten oder rötlich-braunen Urin verursachen. Dazu gehören unter anderem:
- Warfarin,
- Phenazopyridin,
- Rifampicin,
- Ibuprofen
oder Hydroxocobalamin, das unter anderem bei Cyanidvergiftungen eingesetzt wird (1).
Zusätzlich kommen seltenere Ursachen wie bestimmte Blutkrankheiten oder Stoffwechselstörungen infrage, beispielsweise:
- Sichelzellkrankheit,
- Thalassämie,
- G6PD-Mangel
oder Porphyrien (1).
Genau deshalb ist eine Urinanalyse so wichtig. Erst durch Laboruntersuchungen lässt sich feststellen, ob sich tatsächlich rote Blutkörperchen im Urin befinden oder ob lediglich Farbstoffe die Verfärbung verursachen.
Besonders wichtig ist die Abklärung bei gleichzeitigem Verdacht auf eine Harnwegsinfektion. Zwar gehören Harnwegsinfektionen – insbesondere bei Frauen – zu den häufigsten Ursachen von Blut im Urin, sichtbares Blut sollte jedoch niemals vorschnell nur als „harmlose Blasenentzündung“ eingeordnet werden (3).
Was bedeutet es, wenn der Urin braun ist?
Brauner oder cola-farbener Urin sollte ernst genommen werden, da dahinter neben harmlosen Ursachen auch ernsthafte Erkrankungen stecken können. Die dunkle Verfärbung entsteht meist dadurch, dass bestimmte Abbauprodukte, Farbstoffe oder Blutbestandteile über die Nieren ausgeschieden werden.
In manchen Fällen kann brauner Urin auf eine Schädigung des Körpers durch Medikamente oder Stoffwechselprodukte hinweisen. Bekannt ist dies beispielsweise bei einer Paracetamol-Überdosierung. Dabei entstehen Abbauprodukte, die den Urin dunkel verfärben können und gleichzeitig auf eine mögliche Leberschädigung hinweisen (1).
Auch seltene Erkrankungen können braunen Urin verursachen. Dazu gehören:
- Hämolyse, also ein verstärkter Zerfall roter Blutkörperchen,
- Porphyrien, bestimmte Stoffwechselerkrankungen,
- oder eine sogenannte Melaninurie (1).
Bei einer Melaninurie wird Melanin – ein dunkler Farbstoff – über den Urin ausgeschieden. Dies kann in seltenen Fällen bei einem metastasierten Melanom auftreten, also einer fortgeschrittenen Form von schwarzem Hautkrebs.
Zusätzlich kann brauner Urin auch durch starken Flüssigkeitsmangel, Blutabbauprodukte oder bestimmte Lebensmittel und Medikamente entstehen. Die Farbe allein reicht deshalb nicht aus, um die Ursache sicher einzuordnen.
Brauner Urin, der plötzlich auftritt, länger anhält oder gemeinsam mit Beschwerden wie Schmerzen, Gelbfärbung der Haut, Übelkeit, Schwäche oder Fieber vorkommt, sollte immer ärztlich abgeklärt werden. Denn in manchen Fällen kann die Verfärbung ein Warnzeichen für toxische, stoffwechselbedingte oder bösartige Erkrankungen sein.
Schwarzer Urin: Seltene Urinfärbung, die nicht ignoriert werden sollte
Schwarzer oder sehr dunkel verfärbter Urin ist selten und sollte grundsätzlich ernst genommen werden. Zwar können in manchen Fällen harmlose Auslöser dahinterstecken, die ungewöhnliche Farbe kann jedoch auch auf seltene Stoffwechselstörungen oder ernsthafte Erkrankungen hinweisen (1).
Eine bekannte Ursache ist die sogenannte Alkaptonurie – eine seltene angeborene Stoffwechselerkrankung. Dabei reichern sich bestimmte Abbauprodukte im Körper an, die sich beim Kontakt mit Sauerstoff dunkel verfärben können. Der Urin erscheint dadurch braun bis schwarz (1).
Auch ein metastasiertes Melanom, also eine fortgeschrittene Form von schwarzem Hautkrebs, kann in seltenen Fällen schwarzen Urin verursachen. Verantwortlich dafür ist die Ausscheidung dunkler Farbstoffe über die Nieren (1).
Daneben kommen bestimmte Medikamente als Auslöser infrage. Beschrieben wurde schwarzer Urin unter anderem bei:
- Metronidazol,
- Nitrofurantoin
oder bestimmten Abführmitteln (Laxanzien) (1).
Auch Eisenpräparate können den Urin teilweise sehr dunkel erscheinen lassen. Diese Verfärbung gilt meist als harmlos (1).
Da schwarzer Urin jedoch teilweise mit ernsthaften oder seltenen Erkrankungen verbunden sein kann, empfehlen Fachleute häufig eine weiterführende Diagnostik (1).
Blauer oder grüner Urin: Ungewöhnliche Farbe dank Medikamenten
Blauer oder grüner Urin wirkt ungewöhnlich, ist jedoch in den meisten Fällen harmlos und vorübergehend. Häufig entsteht die Verfärbung durch Medikamente, Farbstoffe oder bestimmte Stoffwechselprodukte, die über die Nieren ausgeschieden werden.
Besonders häufig werden blau-grüne Urinverfärbungen durch Medikamente ausgelöst. Dazu gehören unter anderem:
- Methylenblau,
- Propofol,
- Amitriptylin
oder Metoclopramid.
(1)
Auch künstliche Farbstoffe in Nahrung oder enteraler Ernährung können die Urinfarbe verändern.
Daneben kommen bestimmte Infektionen als Ursache infrage. Besonders bekannt ist das Bakterium Pseudomonas aeruginosa, das sowohl Harnwegsinfektionen als auch Blutbahninfektionen verursachen kann. Einige dieser Bakterien produzieren Farbstoffe, die den Urin grünlich oder bläulich erscheinen lassen können.
Zusätzlich können auch Gallenfarbstoffe bei bestimmten Leber- oder Gallenwegserkrankungen zu einer grünlichen Verfärbung beitragen.
Sehr selten stecken genetische Stoffwechselerkrankungen dahinter, beispielsweise:
- die Hartnup-Krankheit
oder - das sogenannte Blue-diaper-Syndrom.
(1)
Violetter Urin: Purple-Urine-Bag-Syndrome
Violetter Urin ist sehr selten und tritt meist im Zusammenhang mit dem sogenannten Purple-Urine-Bag-Syndrome auf (1). Dabei verfärben sich Urin und Katheterbeutel violett oder purpurfarben.
Betroffen sind vor allem Menschen mit dauerhaftem Blasenkatheter, insbesondere ältere oder pflegebedürftige Patientinnen und Patienten. Ursache ist meist eine Harnwegsinfektion mit bestimmten gramnegativen Bakterien. Diese Bakterien bauen Stoffwechselprodukte im Urin so um, dass violette Farbstoffe entstehen.
Die Verfärbung wirkt oft dramatisch, gilt jedoch in vielen Fällen als eher gutartig. Typische Begleitfaktoren sind:
- langfristige Katheternutzung,
- Harnwegsinfektionen,
- eingeschränkte Mobilität
oder - chronische Erkrankungen.
Wichtig ist dennoch eine medizinische Abklärung, da hinter dem Purple-Urine-Bag-Syndrome meist eine bakterielle Infektion steckt. In der Regel spricht die Verfärbung jedoch gut auf eine antibiotische Behandlung und einen Wechsel des Katheters an.
Weißer Urin: Ursachen für milchig-trüben Urin
Weißer oder milchig-trüber Urin ist ungewöhnlich und kann verschiedene Ursachen haben. Häufig entstehen die Verfärbungen durch Bestandteile wie Eiterzellen, Fettpartikel, Kristalle oder Entzündungsprodukte im Urin.
Eine häufige Ursache ist eine starke Harnwegsinfektion (1). Dabei können sich große Mengen weißer Blutkörperchen und Entzündungszellen im Urin befinden – Fachleute sprechen von einer sogenannten Pyurie. Der Urin wirkt dadurch trüb, milchig oder weißlich.
Auch eine sogenannte Chylurie kann weißen Urin verursachen (1). Dabei gelangen fetthaltige Lymphflüssigkeiten in die Harnwege. In tropischen Regionen kann dies beispielsweise durch eine Filariose entstehen – eine parasitäre Erkrankung des Lymphsystems. Möglich sind auch lymphatische Fisteln, also krankhafte Verbindungen zwischen Lymphgefäßen und Harnwegen.
Daneben können bestimmte Mineralstoffe oder Kristalle die Urinfarbe verändern. Dazu gehören:
- Phosphaturie (erhöhte Phosphatausscheidung)
oder - Hyperkalziurie (erhöhte Kalziumausscheidung).
(1)
In manchen Fällen steckt auch eine urogenitale Tuberkulose dahinter – eine seltene Form der Tuberkulose, die die Harnwege oder Nieren betreffen kann (1).
5 Tipps für eine gesunde Urinfarbe
Die Urinfarbe kann viel über den Flüssigkeitshaushalt und die Gesundheit der Harnwege verraten. Mit einigen einfachen Gewohnheiten lässt sich die natürliche Urinfarbe oft positiv beeinflussen und auffälligen Veränderungen vorbeugen.
1. Ausreichend trinken und den Flüssigkeitsverlust bewusst ausgleichen
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist der wichtigste Faktor für eine normale Urinfarbe. Wer genug trinkt, sorgt dafür, dass der Urin weniger konzentriert ist und meist hellgelb erscheint. Besonders Wasser und ungesüßte Tees eignen sich dafür. Wird zu wenig getrunken, konzentriert die Niere den Urin stärker – dadurch wird er dunkelgelb bis bernsteinfarben.
An heißen Tagen, beim Sport, bei Fieber oder starkem Schwitzen verliert der Körper besonders viel Flüssigkeit. Wird dieser Verlust nicht ausgeglichen, kann der Urin deutlich dunkler werden. Deshalb ist es wichtig, in solchen Situationen bewusst mehr zu trinken, um Dehydration und stark konzentrierten Urin zu vermeiden.
2. Harnwegsinfektionen frühzeitig behandeln
Trüber Urin, Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder Blut im Urin können auf eine Harnwegsinfektion hinweisen. Unbehandelte Infektionen können sich ausbreiten und auch die Nieren betreffen. Deshalb sollten Beschwerden frühzeitig medizinisch abgeklärt und behandelt werden.
Der Blasen-Komplex von Purazell enthält fünf sorgfältig kombinierte Inhaltsstoffe:
- L-Methionin
- Cranberry-Extrakt
- Rosmarin-Extrakt
- Liebstöckelwurzel-Extrakt
- Tausendgüldenkraut-Extrakt
Die enthaltenen Pflanzenstoffe liefern unter anderem Polyphenole, Flavonoide, Bitterstoffe, ätherische Öle und weitere sekundäre Pflanzenstoffe, die traditionell zur Unterstützung der Harnwege eingesetzt werden.
Besonders Cranberry-Extrakt gehört zu den bekanntesten natürlichen Wirkstoffen im Bereich der Harnwege. Die enthaltenen Proanthocyanidine können dazu beitragen, dass sich bestimmte Bakterien – insbesondere E. coli – schlechter an der Blasenwand anheften können.
Auch die Kombination aus Extrakten von Rosmarin, Liebstöckel und Tausendgüldenkraut wird traditionell bei Beschwerden der Harnwege eingesetzt. Wissenschaftliche Studien (4) untersuchten diese Pflanzenkombination bereits als vielversprechende unterstützende Maßnahme bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen.
L-Methionin ergänzt die Formel als schwefelhaltige essentielle Aminosäure und wichtiger Bestandteil zahlreicher Stoffwechselprozesse.
3. Alkohol und Nikotin meiden
Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und kann dadurch zu stärker konzentriertem, dunklerem Urin führen. Rauchen wiederum erhöht langfristig das Risiko für Erkrankungen der Harnwege und gilt als wichtiger Risikofaktor für Blasenkrebs. Ein bewusster Umgang mit Alkohol und Nikotin kann deshalb auch die Gesundheit der Harnwege unterstützen.
4. Unbedenkliche Ursachen ausschließen
Viele Medikamente verändern die Urinfarbe. Besonders Vitaminpräparate, Antibiotika oder bestimmte Schmerzmittel können den Urin intensiv gelb, orange, rot oder grün verfärben. Wer eine neue Verfärbung bemerkt, sollte prüfen, ob Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel dafür infrage kommen. Bei Unsicherheit hilft eine ärztliche oder pharmazeutische Beratung.
Auch die Ernährung beeinflusst die Urinfarbe. Rote Bete kann den Urin rötlich färben, während bestimmte Vitamine oder Farbstoffe gelbe, orange oder sogar grünliche Verfärbungen verursachen können. Diese Veränderungen sind meist harmlos und verschwinden nach kurzer Zeit wieder.
5. Auffällige Urinfarben ernst nehmen
Nicht jede Farbveränderung ist harmlos. Besonders roter, brauner, schwarzer oder dauerhaft trüber Urin sollte ärztlich abgeklärt werden – vor allem dann, wenn zusätzlich Schmerzen, Fieber, Blutgerinnsel oder allgemeines Krankheitsgefühl auftreten. Eine frühzeitige Untersuchung hilft dabei, mögliche Erkrankungen schneller zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Fazit: Dunkler Urin Ursachen – Von Dehydration bis zu gefährlichen Krankheiten
Dunkler oder ungewöhnlich verfärbter Urin ist nicht automatisch ein Warnsignal, sollte aber aufmerksam beobachtet werden. Häufig stecken harmlose Ursachen wie Flüssigkeitsmangel, bestimmte Lebensmittel, Vitamine oder Medikamente dahinter.
Gleichzeitig kann eine veränderte Urinfarbe jedoch auch auf Infektionen, Stoffwechselstörungen, Leber- oder Nierenerkrankungen sowie in seltenen Fällen auf Tumoren hinweisen.
Besonders roter, brauner, schwarzer oder dauerhaft trüber Urin sollte deshalb ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden – vor allem dann, wenn zusätzlich Beschwerden auftreten, wie zum Beispiel:
❌ Schmerzen
❌ Fieber
❌ Blutgerinnsel
❌ allgemeines Krankheitsgefühl
Die Urinfarbe liefert dem Körper oft frühzeitig Hinweise auf Veränderungen der Gesundheit. Wer auf solche Signale achtet, ausreichend trinkt und auffällige Veränderungen nicht ignoriert, kann mögliche Erkrankungen häufig früh erkennen und behandeln lassen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Nein. Häufig ist dunkler Urin harmlos und entsteht durch zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, also Dehydration. Erst wenn die Verfärbung anhält oder zusätzliche Symptome auftreten, sollte eine Abklärung erfolgen.
Kranker oder auffälliger Urin kann unterschiedliche Veränderungen zeigen. Dazu gehören beispielsweise:
– stark dunkelgelber oder brauner Urin
– roter oder rosa verfärbter Urin
– trüber oder milchiger Urin
– ungewöhnlicher Geruch
– sichtbare Blutspuren oder Blutgerinnsel
Brauner Urin kann harmlose, aber auch ernsthafte Ursachen haben. Häufig entsteht die dunkle Färbung durch starken Flüssigkeitsmangel oder bestimmte Medikamente. Möglich sind jedoch auch:
– Blutabbauprodukte im Urin
– Leber- oder Gallenerkrankungen
– Infektionen
– Muskelabbau
– seltene Stoffwechselerkrankungen
Besonders wenn brauner Urin länger anhält oder zusätzlich Symptome wie Schmerzen, Übelkeit oder Fieber auftreten, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen.
Dunkler Urin in der Frühschwangerschaft ist meist harmlos und oft auf Flüssigkeitsmangel, konzentrierten Morgenurin, Ernährungsumstellungen oder Vitamineinnahme zurückzuführen. Es ist eine häufige Veränderung durch hormonelle Umstellungen. Dennoch sollte bei anhaltend dunkler Farbe, Schmerzen oder Fieber ein Arzt aufgesucht werden, um Harnwegsinfektionen, Nierenprobleme oder eine Schwangerschaftscholestase (Gallenstau in der Schwangerschaft) auszuschließen.
Quellenverzeichnis:
(1) Aycock RD, Kass DA. Abnormal urine color. South Med J. 2012 Jan;105(1):43-7. doi: 10.1097/SMJ.0b013e31823c413e. PMID: 22189666.
(2) Belasco R, Edwards T, Munoz AJ, Rayo V, Buono MJ. The Effect of Hydration on Urine Color Objectively Evaluated in CIE L*a*b* Color Space. Front Nutr. 2020 Oct 26;7:576974. doi: 10.3389/fnut.2020.576974. PMID: 33195369; PMCID: PMC7649145.
(3) King K, Steggall M. Haematuria: from identification to treatment. Br J Nurs. 2014 May 8-21;23(9):S28-32. doi: 10.12968/bjon.2014.23.Sup9.S28. PMID: 24820511.
(4) Wagenlehner FM, Abramov-Sommariva D, Höller M, Steindl H, Naber KG. Non-Antibiotic Herbal Therapy (BNO 1045) versus Antibiotic Therapy (Fosfomycin Trometamol) for the Treatment of Acute Lower Uncomplicated Urinary Tract Infections in Women: A Double-Blind, Parallel-Group, Randomized, Multicentre, Non-Inferiority Phase III Trial. Urol Int. 2018;101(3):327-336. doi: 10.1159/000493368. Epub 2018 Sep 19. PMID: 30231252; PMCID: PMC6262678.




